Schöpfung und Evolution

Neu in der orthodoxen Kirche - Wie lebe ich als orthodoxer Christ? Alle allgemeinen Fragen rund um die Orthodoxie.
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BratIvan
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Versuch

Beitrag von BratIvan » 09.12.2006, 16:44

Versuchen wir es noch besser, indem wir uns direkt die Stellen der Bibel vornehmen. Hier der "erste" Tag.

1Mose 1,1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
1Mose 1,2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
1Mose 1,3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
1Mose 1,4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis
1Mose 1,5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.

Was bedeutet das, "Am Anfang"?
Wie schuf Gott Himmel und Erde?
Was heißt das, "die Erde war wüst und leer", und "es war finster auf der Tiefe"?
usw.
Beschäftigen wir uns mit diesen Fragen, so werden wir sehen, dass uns die Bibel einiges über die Schöpfung zu sagen hat. Natürlich nicht genauso, bzw. in der selben Sprache wie die Naturwissenschaften, aber der Gegenstand ist derselbe. Ja, ich will meinen, die Bibel spricht nocht viel umfassender von der Schöpfung Gottes als es die moderne Wissenschaft könnte, denn sie hat sie auf ihre sichtbare, materielle Seite reduziert und lehrt uns, dass das alles sei.

Also, ich hoffe auf Antworten!
Euer Novize Johannes

Walter
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Re: Versuch

Beitrag von Walter » 09.12.2006, 23:10

Lieber Br. Johannes,

Deine Fragen kann ich nicht beantworten, weiß auch gar nicht, ob das jemals jemand endgültig tun werden kann, weil wir ja nur einen sehr begrenzten Einblick in die Wahrheit der Welt haben.

Eine annähernde Antwort auf diese Fragen zu finden, das ist (war und wird sein) eine Aufgabe der Theologie, m.E. auch unter Berücksichtigung der Naturwissenschaft. Mir scheint es, Du hast die Fragen auch eher rhetorisch gestellt, deshalb will ich auch nur auf das Folgende eingehen und um einen Halbsatz ergänzen:
BratIvan hat geschrieben:Beschäftigen wir uns mit diesen Fragen, so werden wir sehen, dass uns die Bibel einiges über die Schöpfung zu sagen hat. Natürlich nicht genauso, bzw. in der selben Sprache wie die Naturwissenschaften, aber der Gegenstand ist derselbe. Ja, ich will meinen, die Bibel spricht nocht viel umfassender von der Schöpfung Gottes als es die moderne Wissenschaft könnte, denn sie hat sie auf ihre sichtbare, materielle Seite reduziert und lehrt uns, dass das alles sei...
... über was sie eine wissenschaftliche Aussage machen kann.

Ganz klar wird das an der 2. Frage. Wie will die Wissenschaft beantworten, wie Gott die Welt geschaffen hat, wenn sich doch nicht einmal sagen kann, ob oder dass Gott die Welt geschaffen hat?

Wie Du schreibst ist der dennoch der Gegenstand der Forschung derselbe, allerdings können (Natur-)Wissenschaft und Theologie die Frage schlecht in Konkurrenz (das wäre ein Ideologiestreit) sondern nur auf einander bezogen beantworten, wobei die Wissenschaft der Theologie untergeordnet ist.

Was bedeutet diese Unterordnung?

1. Sie bedeutet nicht, dass die Wissenschaft theologische Vorgaben in ihre Theologien einbauen muss (wie das z.B. im Mittelalter der Fall war), z.B. eben dass die Erde höchstens 6000 Jahre alt sein darf oder in sich ruht und von den Gestirnen umkreist wird, etc.

2. Der umgekehrte Fall, dass die Theologie der Wissenschaft untergeordnet sei, hieße das Wirken Gottes immer da anzusetzen, so die Wissenschaft (momentan) keinen Rat mehr weiß. Dadurch wird Gott unweigerlich immer weiter aus unserem Leben gedrängt.

Anmerkung: Die neuerliche Theorie vom "Intelligent(en) Design(er)" vereinigt m.E. beide Fehler 1.+2. Deshalb finde ich sie nicht nur wissenschaftlich, sondern auch theologisch bedenklich.

Die Unterordnung kann m.E. nur bedeuten, dass die Wissenschaft allein nach ihren Methoden (also ungeachtet von Spekulationen über die Existenz und das Wirken von "Intelligenten Designern") forschen und Theorien über Erdalter, bzw. schon die Frage was ist Zeit? wie ist Materie entstanden? was war am/der Anfang? gab es überhaupt einen Anfang? etc. entwickeln darf. Weiterhin sollte die Wissenschaft sich bemühen, diese z.T. rein mathematischen Erkenntnisse auch für Laien verständlich zu erklären. Das ist leider in den letzten 100 Jahren immer seltener erfolgt (z.B. Deutung der Quantenmechanik), weil die Wissenschaft sich verselbstständigt hat und dadurch nicht nur Theologen, sondern quasi alle Nichtwissenschaftler allmählich bedenklich gestimmt haben (Folge: Fachidioten auf der einen, Technikfeindlichkeit auf der anderen Seite).

Die Aufgabe der Theologie wäre es nun (unter anderem natürlich), im Bilde wissenschaftlicher Erkenntnisse (auch wenn diese immer nur hypothetisch* sein können und sich mit der Zeit verändern) Erklärungs- und Deutungsformen der Schöpfung und des Wirken Gottes zu finden.

Gruß
Walter


* Zwar sind alle wissenschaftliche Theorien nur Modelle und Hypothesen, aber es gibt welche, die zumindest annähernd als gesichert gelten, auch wenn sie noch fortlaufend korrigiert werden, wie z.B. die Korrektur der newtonschen Mechanik durch Quanten- und Relativitätstheorie, die sich jedoch nur in extrem kleinen oder großen Szenarien messbar auswirken.
γενηθήτω το θέλημά σου·

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BratIvan
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Beitrag von BratIvan » 11.12.2006, 10:51

Lieber Walter,
Deine Antwort war sehr gut, nur indem du dich von falschen Wegen abgegrenzt hast, hast du noch nicht gezeigt, wie wir nun positiv vorgehen können. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse lassen sich, wie du sagst, weder ignorieren noch gefahrlos integrieren, es ist ein Dilemma der Theologie unserer Tage. Aber vielleicht haben wir vergessen, dass wir Christen noch einen ganz anderen Zugang zur Schöpfung haben und dass unsere Vernunft bei weitem nicht ausreicht, um dem (wie du wiederum richtig gesagt hast) Geheimnis der Schöpfung auf den Grund zu gehen.

Ich glaube, dass wissenschaftliche Erkenntnis, also Erkenntnis mittels Wahrnehmung und Verstand, nur auf dem Boden des rechten Glaubens fruchtbar sein kann, und dass derjenige, welcher die Natur begreifen, wahrlich begreifen will, er diese nicht wie die Naturwissenschaften äußerlich und sinnlich sondern geistig und durchdringend betrachten muss. Er muss durch die Oberfläche hindurch auf ihre unsichtbare Natur stoßen, die göttlichen Energien kontemplieren. Die wahre Erkenntnis ist ein Gnadengeschenk an den Gottsuchenden!

Aber diese Schau des Wesens verlangt von uns geistiges Tun, Tugendleben, Askese und Gebet! So erschließt sich uns der Sinn der Schrift, wie er sich den heiligen Vätern erschlossen hat. Für die Erkenntnisliebenden sei die Exegese der Kirchenväter eine Stütze und Orientieung. Und auch wir hier, die wir in diesem Forum um Verstehen ringen, sind wohl auf Erkenntnisse angewiesen, die andere oder wir selbst in und durch geistiges Leben erlangt haben. Vielleicht hilft es uns, die Momente zu bemerken, an denen diese geistige Erkenntnis mit der der Wissenschaft übereinstimmt oder doch wenigstens sich annähert, wie zum Beispiel bei der Urknalltheorie, die in Übereinstimmung mit unserer christlichen Überzeugung annimt, dass es einen Anfang des Universums gegeben hat.

Auf dieser Grundlage, hoffe ich, wollen wir hier über die Schöpfung reden.

Alles Gute
Novize Johannes

Marypoppins
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Beitrag von Marypoppins » 14.11.2007, 21:23

BratIvan hat geschrieben:Lieber Walter,
Deine Antwort war sehr gut, nur indem du dich von falschen Wegen abgegrenzt hast, hast du noch nicht gezeigt, wie wir nun positiv vorgehen können. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse lassen sich, wie du sagst, weder ignorieren noch gefahrlos integrieren, es ist ein Dilemma der Theologie unserer Tage. Aber vielleicht haben wir vergessen, dass wir Christen noch einen ganz anderen Zugang zur Schöpfung haben und dass unsere Vernunft bei weitem nicht ausreicht, um dem (wie du wiederum richtig gesagt hast) Geheimnis der Schöpfung auf den Grund zu gehen.

Guten Abend,

wenn ich mich mit der Schöpfungsgeschichte beschäftige, frage ich mich,
wozu wir Menschen diesen Teil der Schrift wohl bekommen haben.

Es ist kein Rezept, ...man nehme , mische , knete , forme....

Es ist keine Bastelanleitung.

Es ist keine Aufzeichnung eines kosmischen Experiments.

Kurz wir haben keine Zusammenfassung bekommen, die zum Nachmachen gedacht ist.

Mitgeteilt wird:

Es gibt Gott vor dem Anfang aller von dem Mensch vorstellbaren Dinge.

Es gibt Gott außerhalb und innerhalb der Zeit.

Gott schafft die Schöpfung aus Materie und belebt die Materie mit seinem Geist.

Das bedeutet doch , daß wir Anteil am Geist Gottes und seiner Lebenskraft
haben.

Das beantwortet díe Frage die der Jäger und Sammler genauso wissen will, wie der Mensch des Atomzeitalters.

Die Frage des Menschen woher er Kommt.

Wohin er geht, eine ebenso wichtige Frage, wird auch mitgeteilt.
Allerdings erst etwas später.

Wenn die Religionen Genesis lesen wollen, wie einen wissenschaftlichen Ablauf mit Zeitangabe, dann glaube ich,verstehen sie die Absicht nicht.

Die Absicht muß ja etwas sein, was für die Menschen des AT genauso verständlich, wahr und wichtig war, wie für uns.

Darum denke ich, daß es wenig sinnvoll ist mit dem Bericht irgendwelche Zeitvorstellungen zu untermauern oder zu wiederlegen.

Es ist viel aufschlußreicher für mich, welche allgemeingültigen Mitteilungen er für den Urmenschen, oder für uns bietet.


Was die Wssenschaft betreibt , scheint mir oft nur eine Reaktion auf die Festlegung des Textes von Seiten der Religionen zu sein.

Schade das der Inhalt der Botschaft über dem gegenseitigen "Muskelrollen" Wissenschaft contra Religion oft in den Hintergrund tritt.


Einen schönen Abend
Mary

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Avner
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Beitrag von Avner » 14.11.2007, 23:50

Guten Abend!

Sorry aber, ich glaube eher Gott und seinem Wort als irgengdeiner Theorie von Menschen! Die Evolutionstheorie wurde nicht von Darwin vollständig entwickelt. Darwin ging selber in die Kirche und manche Quellen berichten auch, dass er ein Gläubiger Christ gewesen sein soll. Die Menschen nach ihm haben seine Bücher missbraucht und das "Woher kommen wir, wie sind wir entstanden" versucht ohne Gott zu erklären. Denn diese Menschen wollten nichts mit Gott zu tun haben. Was sagt Jesus über den Satan? Vater der Lüge, Totschläger! Evolutionstheorie lässt höchstens am Wort Gottes und an Gott zweifeln mehr nicht! Und sowas kann nur vom Antichristen kommen. Der Herr sagte selbst: Hütet euch vor falschen Propheten.

Vertraut Gott und der Bibel, lasst diese Menschen nur reden, sie haben bereits ihren vollen Lohn !

LG
Ich liebe jesus

Marypoppins
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Beitrag von Marypoppins » 15.11.2007, 08:21

Lieber Avener,
Avner hat geschrieben:Guten Abend!

Sorry aber, ich glaube eher Gott und seinem Wort als irgengdeiner Theorie von Menschen!


Mir ist klar, daß Du positiv denkst und nur das beste willst.
Das ehrt Dich in Deinem Treue und Loyalitätsverständnis ungemein.
Aber manchmal muß man vielleicht doch etwas differenzieren.

Denn schau, wenn ein Christ das ganz"stur" betreiben will, ist der Hase ein Wiederkäuer, dann dürfen Frauen keine Hosen tragen, und wir müssen unsere Kinder züchtigen.

Für all das sehe ich keine religiöse Notwendigkeit.

Gott und seinem Wort zu glauben liegt in der guten Absicht jedes Christen.
Die Frage ist, was man von Gott und seinem Wort verstanden hat.

Mit "verstanden" meine ich das Verstehen des Herzens und des Geistes.

Denn letzen Endes glaubt man die Summe von dem, was man mit Kopf
formulierbar und mit dem Herzen(nur sehr begrenzt formulierbar)
versteht.
Das wird aber immer nur ein Teil der "Wahrheit" sein.

Das persönliche Verständnis wird natürlich auch dadurch beeinflußt, wie man seine Fragen an die Warheit und Wirklichkeit stellt.

Ich selber habe verschiedene Stellen der heiligen Schrift im Lauf meines Lebens immer wieder neu und anders verstanden.
Avner hat geschrieben: Die Evolutionstheorie wurde nicht von Darwin vollständig entwickelt. Darwin ging selber in die Kirche und manche Quellen berichten auch, dass er ein Gläubiger Christ gewesen sein soll. Die Menschen nach ihm haben seine Bücher missbraucht und das "Woher kommen wir, wie sind wir entstanden" versucht ohne Gott zu erklären. Denn diese Menschen wollten nichts mit Gott zu tun haben.
Das ein Mensch herausfinden will, wie etwas funktioniert, ist für mich in
Ordnung.
Es entspricht in meinen Augen sogar dem, was Gott in uns angelegt hat,
denn ich beobachte beim kleinsten unschuldigsten Kind, daß es den Dingen auf den Grund gehen möchte , sie sprichwörtlich "begreifen" will.
Es will wissen, wie etwas funktioniert.

Das will der Wissenschaftler auch.

Wenn er dabei religiöse Aspekte ausklammert, dann vielleicht deshalb,
weil ihm die" Festlegung der Welt auf religiöse Statements" trügerisch erscheint.
Man denke nur an das Weltbild "Die Erde ist eine Scheibe".

Da nun Dinge dieser Art seine Forschungen nicht weiterbringen, klammert er sie für den Vorgang des Forschens aus.
Das bedeutet nicht, das er Gott oder Religion aus seinem Leben ausklammert oder gar nichts mit ihm zu tun haben will.
Es mag auch viele Forscher geben, die das versuchen, aber ich würde nicht gleich Alle in einen Topf werfen.
Avner hat geschrieben: Was sagt Jesus über den Satan? Vater der Lüge, Totschläger! Evolutionstheorie lässt höchstens am Wort Gottes und an Gott zweifeln mehr nicht! Und sowas kann nur vom Antichristen kommen. Der Herr sagte selbst: Hütet euch vor falschen Propheten.
Ja, das steht so in der Bibel.
Es steht aber nicht da, ob, wann und auf wen wir das anwenden dürfen.
Welcher Christ dürfte andere Menschen so bezeichnen?
Avner hat geschrieben: Ich liebe jesus
Ein wundervolles Bekenntnis!
Er Dich sicher auch!

Gottes Friede sei mit uns Allen
Mary

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Avner
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Beitrag von Avner » 15.11.2007, 09:36

Hallo!

Das Schöpfungsbericht in Genesis ist keinesfalls zweideutig.

Genesis 1:24,25

24 Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendiges Getier, ein jedes nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art. Und es geschah so. 25 Und Gott machte die Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art und alles Gewürm des Erdbodens nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.

(Der Begriff "nach seiner Art" kommt in diesen 2 Versen 6 mal vor! Der Schöpfer sagt uns allein in diesen 2 Versen, dass er alles nach seiner Art ERSCHAFFEN hat und nicht entwicklen lies! Ansonsten würde da stehen: Und Gott sah, dass es gut war die Fische zu erschaffen und sagt: ich will Tiere erschaffen. Und Gott lies ein Paar Fische mutieren, damit sie Tiere wurden. Danach wollte Gott Menschen erschaffen und sagt: ich will Menschen erschaffen in meinem Bilde und spricht zum Affen: Ey du, mutier dich mal zum Menschen. Glaubt ihr wirklich, Gott, der Allmächtige, hat so etwas nötig?)

Laut Evolution, haben sich die Arten ganz zufällig entwickelt, weil sich zB ein Fisch mutiert hat und aufeinmal Lungen bekam und aufs Land ging. Aber heute wissen wir doch, dass sich die Arten nur untereinander fortentwickeln können. Wenn sich dieser Fisch zB mutiert hat und ein anderes Wesen geworden ist, dann könnte er sich eh nicht fortpflanzen lassen. Außer es hat sich noch ein Fisch, ein weibliches, mutiert und befindet sich ganz zufälligerweise auch in seiner nähe. Aber die chance liegt bei 1:100000000000000000000000000.

Und außerdem steht in der Bibel: Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendiges Getier, ein jedes nach seiner Art. Gott braucht nur zu sagen: SEI, und die Sache ist IST.

Ich kritisiere keinesfalls die Wissenschaft. Die Wissenschaftler haben sehr schöne die Ginge herausgefunden. Aber die Evolutionstheorie ist nicht mehr stützbar. Alles was die Archäologen/Wissenschaftler aus der Erde buddeln, stützt die Aussagen der Genesis.
Die leugnen ja auch die Sintflut, sie wollen nicht wahrhaben, dass vor 4000 Jahren eine Sintflut war. Aber man müsste sich nur die Bevölkerungszahl der Erde anschauen und bis vor 4000 Jahren zurückrechnen, dann ist das noch ein Beweis für die Bibel, dass es die Sintflut wirklich geschah! Denn wenn es keine Sintflut gegeben hat, und die Menschen nicht von Gott vertilgt worden wären, dann gäbe es heute nicht 6 Milliarden Menschen sondern mehr als 20, 30 Milliarden oder noch mehr! In jeder Kultur dieser Erde, gibt es eine Sintflut. Die Hindus sagen, Wishnu hätte sich in ein Fisch inkarniert und eine Familie geredet vor der Sintflut. Sogar die Indianer haben so eine Erzählung. Die Fossilien, die die Wissenschaftler aus der Erde buddeln bezeugen, dass Gott alle Lebewesen nach ihrer Art erschaffen hat.

Die Bibel ist kein Buch, dass du oder ich einfach Sachen rauspicken können, nur weil sie uns nicht passen. Die Bibel ist das Wort Gottes!

LG
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Anastasios
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Beitrag von Anastasios » 15.11.2007, 09:37

Grüß Gott...

ich bin nicht so Bibelbewandt, aber ich will einen eigenen Aspekt in die Diskusion einwerfen...

Die Kinder von Adam und Eva haben sich doch Frauen von bestehenden Stämmen genommen.

Und nur Adam und Eva sind direkt von Gott erschaffen.

Diese Frauen der Söhne Adam und Eva's woher kommen Sie?

Ich meine dies spricht meiner Meinung nach schon für die Evolutionstheorie.

Nur man muss Gott und diese Naturwissenschaftliche Sache vereinbaren.
Dinosaurier gab es auch lange vor dem Menschen.

Mein Fazit:
Also gab es eine Evolution. Die Erde und der Mensch sind ein Produkt der Evolution. Dann erschuf Gott das Paradis, Adam und Eva und nach deren verbannung nahmen Sie sich Frauen aus der schon bestehenden mit Menschen und Tieren gefüllten Welt.

Die Zeit ist knapp um sich mit meinem bescheidenen Intellekt weiterführende und genaurere Gedanken zu machen.

Alles was ich sagen will ist dass die Bibel selbst anzeichen für die Evolution, also das sich selbst Entwickeln der Welt gibt.

Gerne könnt Ihr mir meine Ideen irgendwie wiederlegen :)

Grüße
Anastasios

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Avner
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Beitrag von Avner » 15.11.2007, 09:44

Hier noch einmal für dich:
Hallo!

Das Schöpfungsbericht in Genesis ist keinesfalls zweideutig.

Genesis 1:24,25

24 Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendiges Getier, ein jedes nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art. Und es geschah so. 25 Und Gott machte die Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art und alles Gewürm des Erdbodens nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.

(Der Begriff "nach seiner Art" kommt in diesen 2 Versen 6 mal vor! Der Schöpfer sagt uns allein in diesen 2 Versen, dass er alles nach seiner Art ERSCHAFFEN hat und nicht entwicklen lies! Ansonsten würde da stehen: Und Gott sah, dass es gut war die Fische zu erschaffen und sagt: ich will Tiere erschaffen. Und Gott lies ein Paar Fische mutieren, damit sie Tiere wurden. Danach wollte Gott Menschen erschaffen und sagt: ich will Menschen erschaffen in meinem Bilde und spricht zum Affen: Ey du, mutier dich mal zum Menschen. Glaubt ihr wirklich, Gott, der Allmächtige, hat so etwas nötig?)

Laut Evolution, haben sich die Arten ganz zufällig entwickelt, weil sich zB ein Fisch mutiert hat und aufeinmal Lungen bekam und aufs Land ging. Aber heute wissen wir doch, dass sich die Arten nur untereinander fortentwickeln können. Wenn sich dieser Fisch zB mutiert hat und ein anderes Wesen geworden ist, dann könnte er sich eh nicht fortpflanzen lassen. Außer es hat sich noch ein Fisch, ein weibliches, mutiert und befindet sich ganz zufälligerweise auch in seiner nähe. Aber die chance liegt bei 1:100000000000000000000000000.

Und außerdem steht in der Bibel: Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendiges Getier, ein jedes nach seiner Art. Gott braucht nur zu sagen: SEI, und die Sache ist IST.

Ich kritisiere keinesfalls die Wissenschaft. Die Wissenschaftler haben sehr schöne die Ginge herausgefunden. Aber die Evolutionstheorie ist nicht mehr stützbar. Alles was die Archäologen/Wissenschaftler aus der Erde buddeln, stützt die Aussagen der Genesis.
Die leugnen ja auch die Sintflut, sie wollen nicht wahrhaben, dass vor 4000 Jahren eine Sintflut war. Aber man müsste sich nur die Bevölkerungszahl der Erde anschauen und bis vor 4000 Jahren zurückrechnen, dann ist das noch ein Beweis für die Bibel, dass es die Sintflut wirklich geschah! Denn wenn es keine Sintflut gegeben hat, und die Menschen nicht von Gott vertilgt worden wären, dann gäbe es heute nicht 6 Milliarden Menschen sondern mehr als 20, 30 Milliarden oder noch mehr! In jeder Kultur dieser Erde, gibt es eine Sintflut. Die Hindus sagen, Wishnu hätte sich in ein Fisch inkarniert und eine Familie geredet vor der Sintflut. Sogar die Indianer haben so eine Erzählung. Die Fossilien, die die Wissenschaftler aus der Erde buddeln bezeugen, dass Gott alle Lebewesen nach ihrer Art erschaffen hat.

Die Bibel ist kein Buch, dass du oder ich einfach Sachen rauspicken können, nur weil sie uns nicht passen. Die Bibel ist das Wort Gottes!

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Marypoppins
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Beitrag von Marypoppins » 15.11.2007, 11:14

Nur um es im Hinterkopf zu haben...

"Eine Theorie ist ein vereinfachtes Bild eines Ausschnitts der Realität, der mit diesem Bild beschrieben und erklärt werden soll, um auf dieser Grundlage möglicherweise Prognosen zu machen und Handlungsempfehlungen zu geben. Jeder Theorie liegen mehr oder weniger deutlich ausformulierte Annahmen zugrunde....

http://de.wikipedia.org/wiki/Theorie


Wir reden über "Evolutions- theorie" ja? Also um wissentschaftliche Annahmen...

Warum sollten wir sie festschreiben wollen, wie ein religiöses Dogma?

Wir reden auch vom "Wort Gottes" vielleicht ist es nicht so Formelhaft anzuwenden wie der Satz des Pythagoras.

Wenn die Evolutionstheorie sich in einigen Teilen bestätigt und in anderen wieder nicht, so ist das weder gut noch schlecht, wahr oder unwahr.

Es ist der völlig normale Gang, den eine wissenschaftliche Theorie durchläuft.

Wenn einiges von der Theorie nicht zutreffen sollte, kann das nicht auf die ganze Theorie angewand werden.


Lieber Avener, Du hast Recht , der Schöpfungsbericht ist nicht "Zweideutig".

Dafür ist er allerdings gleich zweimal da, und das in unterschiedlicher Formulierung.

1. Schöpfungsbericht - (Gen 1,1-2, 4a) - Priesterschrift

2. Schöpfungsbericht - (Gen 2,4b-25) - Jahwist

Wenn Du nun auf Formulierung im Sinn von "so und nicht anders " bestehst was tust Du dann mit Nr. 2 ?


Lieber Anastasios,

Wo kamen sie her die Schwiegertöchter von Adam und Eva.

Keine Ahnung - bin gespannt was ich dazu noch lesen werde.

Ich selber bin übrigens weder militanter Vertreter der Evolotionstheorie noch des "wörtlichen" an den "Text - glaubens".

Gott schenke uns Frieden
Mary

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Avner
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Beitrag von Avner » 15.11.2007, 11:35

Lieber Avener, Du hast Recht , der Schöpfungsbericht ist nicht "Zweideutig".

Dafür ist er allerdings gleich zweimal da, und das in unterschiedlicher Formulierung.

1. Schöpfungsbericht - (Gen 1,1-2, 4a) - Priesterschrift

2. Schöpfungsbericht - (Gen 2,4b-25) - Jahwist

Wenn Du nun auf Formulierung im Sinn von "so und nicht anders " bestehst was tust Du dann mit Nr. 2 ?
Priesterschrift? Jahwist? Du hängst wohl sehr an der Wissenschaft, so sehr, dass du, wie sie sagst, die Bibel wurde verfälscht/ergänzt. Ich hoffe schon, dass du dir im klaren bist, was du schreibst. Die Wissenschaftler meinen, die Tora ist in verschiedenen Zeitperioden ergänzt bzw. verändert worden und geben solche Namen wie: Jahwistisiche Schrift, Priesterliche Schrift etc.

In Genesis 2:4-25 geht es nur um den Garten Eden, es ist kein 2. Schöpfungsbericht.

Zu welcher Konfession gehören Sie eigentlich an?

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Beitrag von Marypoppins » 15.11.2007, 12:11

Avner hat geschrieben:
Lieber Avener, Du hast Recht , der Schöpfungsbericht ist nicht "Zweideutig".

Dafür ist er allerdings gleich zweimal da, und das in unterschiedlicher Formulierung.

1. Schöpfungsbericht - (Gen 1,1-2, 4a) - Priesterschrift

2. Schöpfungsbericht - (Gen 2,4b-25) - Jahwist

Wenn Du nun auf Formulierung im Sinn von "so und nicht anders " bestehst was tust Du dann mit Nr. 2 ?
Avner hat geschrieben: Priesterschrift? Jahwist? Du hängst wohl sehr an der Wissenschaft, so sehr, dass du, wie sie sagst, die Bibel wurde verfälscht/ergänzt.


Lieber Avener!

Der Friede sei mit Dir!

Es liegt mir fern Dich zu provozieren, aber um weitere Missverständnisse zu vermeiden, mache Dich darauf aufmerksam, daß ich nirgends geschrieben habe, daß "die Bibel verfälscht /ergänzt wurde."

Kennen-lernen und lieb-haben sind bei mir allerdings keine getrennten
Vorgänge.

Religion und Wissenschaft gehören beide zum Leben des Menschen.

Wenn ich die Bibel lese, interessiert es mich zu wissen , wie die Landschaft aussah, durch die Mose zog.
Ich möchte mir einen Manastrauch ansehen.
Es interessiert mich wie der Tempel zur Zeit Christi aussah.
Die historische Zeit, in der die Menschen des AT und NT gelebt haben, mit ihrem kulturellen Hintergrund interessiert mich auch.
Dieses "DRUMHERUM" interessiert mich zwar nicht mehr als die Aussagen und Warheiten der Bibel, aber es interessiert mich.
Ich schäme mich nicht dafür!
Avner hat geschrieben: Ich hoffe schon, dass du dir im klaren bist, was du schreibst. Die Wissenschaftler meinen, die Tora ist in verschiedenen Zeitperioden ergänzt bzw. verändert worden und geben solche Namen wie: Jahwistisiche Schrift, Priesterliche Schrift etc.
In Genesis 2:4-25 geht es nur um den Garten Eden, es ist kein 2. Schöpfungsbericht.
Die Klarstellung hierüber würde ich gerne Leuten überlassen, denen Du
Vertrauen schenkst.
Avner hat geschrieben: Zu welcher Konfession gehören Sie eigentlich an?
Meine Erziehung war Rk

Gottes Segen für den heutigen Tag
Mary

IoannesProselytos
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Beitrag von IoannesProselytos » 15.11.2007, 12:54

Avner hat geschrieben:
Lieber Avener, Du hast Recht , der Schöpfungsbericht ist nicht "Zweideutig".

Dafür ist er allerdings gleich zweimal da, und das in unterschiedlicher Formulierung.

1. Schöpfungsbericht - (Gen 1,1-2, 4a) - Priesterschrift

2. Schöpfungsbericht - (Gen 2,4b-25) - Jahwist

Wenn Du nun auf Formulierung im Sinn von "so und nicht anders " bestehst was tust Du dann mit Nr. 2 ?
Priesterschrift? Jahwist? Du hängst wohl sehr an der Wissenschaft, so sehr, dass du, wie sie sagst, die Bibel wurde verfälscht/ergänzt. Ich hoffe schon, dass du dir im klaren bist, was du schreibst. Die Wissenschaftler meinen, die Tora ist in verschiedenen Zeitperioden ergänzt bzw. verändert worden und geben solche Namen wie: Jahwistisiche Schrift, Priesterliche Schrift etc.

In Genesis 2:4-25 geht es nur um den Garten Eden, es ist kein 2. Schöpfungsbericht.

Zu welcher Konfession gehören Sie eigentlich an?
Hier muss ich Bruder Avner unterstützen. Das riecht ziemlich "historisch-kritisch", was es auch ist. Es spaltet ein Gesamtwerk in irgendwelche ganz oder halbfiktiven Bestandteile auf, mit denen man dann nach eigenem Gutdünken verfahren kann. Der Schöpfungsbericht - den Mose nach uralter Überlieferung niederschrieb' - wurde über die Jahrhunderte immer als ein großes Ganzes gelesen und verstanden.
Ich selber bin übrigens weder militanter Vertreter der Evolotionstheorie noch des "wörtlichen" an den "Text - glaubens".
Ich verstehe den Hl. Text so wörtlich wie nur möglich und so frei als nötig. Natürlich ist der Hl. Text "wörtlich" zu nehmen: Gerade in seinen Metaphern, Parabeln, Elipsen oder weiß der Herr, was für Stilmittel noch. Die Sache ist nur, dass man gerade in der Moderne Dinge als Metaphern etc. versteht(/en will), die nie als solche verstanden wurden. Deswegen ist es ja gerade so wichtig, sich auf die Hl. Kirchenväter und ganz allgemein auf die Tradition der Kirche zu stützen, da man ansonsten wirklich machen kann, was einem gerade einfällt - und genau das, wird jetzt auch vielfach getan, wie mir scheint: Gemacht, was irgendeinem einzelnen Theologen bzw. einer Clique ebensolcher gerade in den Sinn kommt (ein schreckliches Beispiel dessen wäre z. B. die Übersetzung in gerechter (verhunzter) Sprache.

Marypoppins
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Beitrag von Marypoppins » 15.11.2007, 13:23

IoannesProselytos hat geschrieben:
Hier muss ich Bruder Avner unterstützen. Das riecht ziemlich "historisch-kritisch", was es auch ist. Es spaltet ein Gesamtwerk in irgendwelche ganz oder halbfiktiven Bestandteile auf, mit denen man dann nach eigenem Gutdünken verfahren kann.
Lieber IoannesProselytos,

gut,
vergessen wir Priesterschrift und Jahweist.
Gehen wir von einer Schöpfungsgeschichte aus.
Wenn Gen 2 die Fortsetzung von 1 ist, so werden die Dinge dort im Detei
durchaus Anders formuliert. Und darum ging es mir eigentlich.
Ich meinte, daß man sich nicht Formelhaft an ein Wort zu klammern
braucht, weil die Biebel sich selbst durchaus auch anders ausdrückt, wenn sie von der gleichen Sache spricht.

Übrigens ist es nicht meine Absicht jemanden von meinen Ansichten zu überzeugen.

Ich bin hier weil ich etwas über den Glauben der Orthodoxen Kirche erfahren möchte.

...Und wenn wir gerade dabei sind...

Die historisch-kritische Bibelbetrachtung... ist sie den Gläubigen der OK
untersagt?
Ist sie nur in manchen Kreisen nicht gebräuchlich?
Ist sie Ketzerei? Kommt sie in der orthodoxen Theologie nicht vor?

Gottes Segen für diesen Tag
Mary

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Avner
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Beitrag von Avner » 15.11.2007, 13:29

gut,
vergessen wir Priesterschrift und Jahweist.
Gehen wir von einer Schöpfungsgeschichte aus.
Wenn Gen 2 die Fortsetzung von 1 ist, so werden die Dinge dort im Detei
durchaus Anders formuliert. Und darum ging es mir eigentlich.
Ich meinte, daß man sich nicht Formelhaft an ein Wort zu klammern
braucht, weil die Biebel sich selbst durchaus auch anders ausdrückt, wenn sie von der gleichen Sache spricht.
Ich habe Ihnen schon erklärt, dass Genesis 2 über den Garten Eden handelt.
Die historisch-kritische Bibelbetrachtung... ist sie den Gläubigen der OK
untersagt?
Ist sie nur in manchen Kreisen nicht gebräuchlich?
Ist sie Ketzerei? Kommt sie in der orthodoxen Theologie nicht vor
Naja, jeder orthodoxer Christ glaubt der Bibel, sieht in der Bibel das wahrhaftige Wort Gottes. Warum sollten wir uns mit Theorien auseinandersetzen, die nicht mal wissenschaftlich stützbar sind?

LG

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