Konvertieren zur Orthodoxie-mich hindert nichts mehr daran:)

Neu in der orthodoxen Kirche - Wie lebe ich als orthodoxer Christ? Alle allgemeinen Fragen rund um die Orthodoxie.
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+Christoph
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Konvertieren zur Orthodoxie-mich hindert nichts mehr daran:)

Beitrag von +Christoph » 25.10.2007, 17:30

Hallo zusammen,

ich habe endlich den Schritt gewagt, bin in meiner Gemeinde offiziell Katechumene und werde am 26.04. getauft.
Zu den Vorbereitungen gehört auch das Anfertigen eines Taufkleides.
Dazu habe ich nen Schnittmusterbogen und war auch in meiner Gemeinde schon bei Erwachsenentaufen dabei. Was mir im Moment fehlt ist ein Foto von Taufkleidern für Erwachsene.
Und speziell die Frage, welchen Stoff man dafür verwendet. Ich dachte an Leinen o.ä. habe aber mit Schneidern nicht wirklich Erfahrung.
Könnt ihr mir bitte bei diesen Fragen weiterhelfen?

ICXCNIKA!!!
:)

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theofan
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Beitrag von theofan » 26.10.2007, 15:07

Cool.
Herzlichen Glückwunsch !

Bei mir musste's damals schnell gehen, ein Bettuch hat gute Dienste geleistet, aber fotografiert hat das glücklicherweise niemand.

Gottes Segen
Hans-Peter

protopeter
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Beitrag von protopeter » 30.10.2007, 16:47

Lieber Christoph !

Was das Material des Taufkleides betrifft, ist sowohl Leinen als auch Baumwolle denkbar; nach Möglichkeit sollte in jedem Fall Kunstfasergewebe vermieden werden.

Mit Segenswünschen grüßt
Erzpr. Peter

rafailia_3
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Beitrag von rafailia_3 » 13.11.2007, 15:47

Lieber Christoph,

ich wurde zum zweiten Mal dieses Jahr im Jordan "getauft".
Das Taufkleid war aus Leinen und vorne war ein rotes Kreuz aufgenaeht.
Aber Du musst darauf achten, bei der Taufe darunter zwei oder drei Unterhemden zu tragen, da das Kleid leider im Wasser durchsichtig wird!!! :)

Ich wuensche Dir, dass Dich die Mutter Gottes und unser Erloeser Jesus Christus auf Deinem Weg immer begeiteten und Dich segnen werden.

Rene

Beitrag von Rene » 13.11.2007, 22:16

Hallo,
anderenorts wurde nackt getauft, wo ist das Probem wenn es ein wenig durchsichtig wird. Wie werden wir vor dem Herrn stehen?...
wichtig ist doch das dreimalige Untertauchen Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
Jedenfalls, wenn auch verspätet, auch von mir herzlichen Glückwunsch!

Marypoppins
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Re: Konvertieren zur Orthodoxie-mich hindert nichts mehr dar

Beitrag von Marypoppins » 14.11.2007, 07:08

+Christoph hat geschrieben: ich habe endlich den Schritt gewagt, bin in meiner Gemeinde offiziell Katechumene und werde am 26.04. getauft.
Hallo Christoph!
Herzlichen Glückwunsch!
Möge Gott Dich finden lassen, was Du suchst!
Hast Du nicht mal Lust ein bisschen zu erzählen, wie Du zu dieser Entscheidung gekommen bist.
Mich würde auch interessieren, was im Zusammenhang mit der Ok und Dir alles nacheinander passiert ist.
Es ist ja sicher einiges anders wenn man nicht als Baby getauft wird.
+Christoph hat geschrieben: Zu den Vorbereitungen gehört auch das Anfertigen eines Taufkleides..

Ja, da haben die "lieben Kleinen" es besser.:wink:
Ist es Pflicht das Gewand selbst zu machen, oder darf man sich dabei auch helfen lassen?
+Christoph hat geschrieben: Und speziell die Frage, welchen Stoff man dafür verwendet. Ich dachte an Leinen o.ä. habe aber mit Schneidern nicht wirklich Erfahrung.
Könnt ihr mir bitte bei diesen Fragen weiterhelfen?

Sagt man Dir das denn in dieser Gemeinde nicht?
Wird man da als Täufling denn nicht betreut?
Was ist mit den Taufpaten?
Können/dürfen die nicht helfen?

Hast Du mittlerweile das Taufkleid fertig... oder brütest Du noch über der Fertigstellung?

Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute, aber vor Allem Gottes Segen
Mary

Marypoppins
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Beitrag von Marypoppins » 14.11.2007, 07:17

protopeter hat geschrieben:Lieber Christoph !

Was das Material des Taufkleides betrifft, ist sowohl Leinen als auch Baumwolle denkbar; nach Möglichkeit sollte in jedem Fall Kunstfasergewebe vermieden werden.

Mit Segenswünschen grüßt
Erzpr. Peter

Guten Morgen!

Sicher ist Leinen und Baumwolle rein schon vom Tragen her angenehmer und gesünder , vielleicht auch von der Optik her schöner....
aber warum Kunstfaser auf jeden Fall vermeiden?

Gottes Segen für diesen Tag
Mary

Marypoppins
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Beitrag von Marypoppins » 14.11.2007, 08:11

Rene hat geschrieben:Hallo,
anderenorts wurde nackt getauft, wo ist das Probem wenn es ein wenig durchsichtig wird. Wie werden wir vor dem Herrn stehen?...
wichtig ist doch das dreimalige Untertauchen Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
Guten Morgen Rene,

Du hast schon recht und Gott weiß allemal wie wir aussehn.

Rafailias Einwand kann ich aber auch gut verstehn... der Mensch ist halt unterschiedlich wenn er sich geniert.

Gestern Nacht erst hab ich erst eine Heiligengeschichte gelesen, in der die Verstorbene auch eine Meinung hatte, was sie beispielsweise beim jüngsten Gericht sehen lassen wollte und was nicht.

Vielleicht macht es Euch ja Freude die Geschichte zu lesen.
_______________

Aus dem Leben des heiligen Andreas

Einmal war in Konstantinopel bei einem gewissen angesehenen Mann die Tochter gestorben,
die ihr Leben in jungfräulicher Reinheit verbracht hatte. Sie hatte sterbend angeordnet,
sie außerhalb der Stadt auf dem Friedhof für die Armen, der sich im Garten ihres Vaters befand, zubegraben.

Als sie [ihr Leben] vollendet hatte, brachte man sie an jenen Ort, wo sie gemäß dem christlicher Brauch bestattet wurde.

Zu jener Zeit gab es in Konstantinopel einen Grabgräber (Totengräber), der, indem er die Gräber aufriß, von den Toten die Kleider wegnahm.
Er beobachtete am Wege stehend, wo das Mädchen begraben werden würde. Nachdem er den Ort ihrer Ruhestätte gesehen hatte, beschloß er, bei Anbruch der Nacht das Grab aufzugraben und die Kleider von der Toten zu nehmen.

Es begab sich, daß auch der heilige Andreas bei der Ausübung seiner gewohnten Askesewerke eines Narren in Christus an
jenen Ort kam. Wie er diesen Grabgräber nur sah, erkannte er im Geiste sein schlechtes Vorhaben. In dem Wunsch, den Dieb vom geplanten Tun abzubringen und voraussehend, welche Strafe ihm folgen würde, sah der heilige Andreas ihn mit strengem Blick an sagte wie in starkem Zorn: ?So spricht der Geist,der diejenigen richtet, die die Kleider der im Grab liegenden raubt: Du wirst die Sonne nicht mehr sehen und du wirst weder den Tag noch das Angesicht der Menschen sehen. Die Türen deines Hauses werden dir verschlossen sein und werden sich niemals mehr öffnen. Finster wird der Tag für dich werden und wird nie mehr hell werden.?

Obwohl er hörte, verstand der Grabgräber nicht, wovon der Heilige sprach und ging weg ohne seinen Worten Beachtung zu schenken. Der Heilige aber blickte ein zweites Mal auf und und sagte:
Du gehst Weg? ? Stiehl nicht! Wenn du dieses aber tust, dann ? ich bezeuge es im Namen Jesu ? wirst du nie mehr die Sonne sehen.?
Der Grabgräber begriff, daß der Heilige zu ihm sprach, und verwunderte sich, wie er sein Vorhaben erfahren hatte und sagte sich zum Heiligen umwendend:
?Du bist ja von Dämonen besessen und sprichst durch dämonische Einflüsterung von Geheimem und Unbekanntem!

Ich aber werde absichtlich dorthin gehen, um zu sehen, ob deine Worte in Erfüllung gehen.!Danach entfernte sich der Heilige das Narrentum weitertreibend.

Bei Anbruch des Abends eine günstige Zeit wählend, wälzte der Dieb den Stein vom Grab, stieg in´s Grab und nahm als Erstes die Oberkleider des Entschlafenen und alleVerzierungen, die nämlich sehr kostbar waren. Nachdem er sie genommen hatte,
beabsichtigte er sich zu entfernen, aber irgendeine innere Stimme flüsterte ihm ein:?Nimm auch das Hemd mit: Es ist doch ein Gutes.? Nachdem er das Hemd von dem Mädchen weggenommen hatte, wollte der Grabgräber aus dem Grab steigen.

Die tote Jungfrau aber erhob durch göttlichen Befehl ihre rechte Hand und schlug den Grabgräber ins Gesicht und dieser erblindete sogleich. Da erschrak der Unglückliche und zitterte, so daß vor Angst seine Kinnladen, Zähne, Knie und alle Knochen zu beben
begannen.

Die gestorbene Jungfrau aber öffnete ihren Mund und sagte:?Du unglücklicher und verworfener Mensch! Du fürchtetest nicht Gott, dachtest nicht daran,daß auch du ein Mensch bist! Du hättest vor der jungfräulichen Nacktheit Scheu haben sollen; Du hättest mit dem schon von dir Genommenen zufrieden sein sollen, als du mir noch das Hemd an meinem entblößten Leibe gelassen hattest. ? Du aber hast dich meiner nicht erbarmt und verfuhrst grausam mit mir, da du vorhattest, mich lächerlich zu machen vor allen heiligen Jungfrauenam Tag der zweiten Ankunft des Herrn. Aber jetzt werde ich so mit dir verfahren, daß du niemals mehr stehlen wirst, auf daß dir kund sei, daß Gott Jesus Christus lebt, und daß es nach dem Tode Gericht, Vergeltung und Bestrafung gibt.?

Diese Worte aussprechend stand das Mädchen auf , nahm ihr Hemd, bekleidete sich damit und legte sich nachdem sie alle Kleider und Zierrat angelegt hatte und sagte:

?Du, Herr, hast mich allein und in Hoffnung wohnen lassen.? (Psal 4,9 Der Text ist hier mit einer Änderung entsprechend dem Hebräischen wiedergegeben. Das heißt: Du, Herr, Allein gibst mir Sicherheit und Ruhe.)

Mit diesen Worten entschlief sie wieder in Frieden. ..."


Soviel zu Hemden und wie ehemals eine verstorbene Jungfrau am jüngsten Tage gesehen , oder nicht gesehen werden wollte.

Gefunden habe ich die Geschichte, nachdem in einem anderen Thread die "Narren in Christo" erwähnt wurden, auf folgendem Link:

http://www.orthodoxe-kirche.de/Literatu ... /db59.html

und wer mag kann da weiterlesen.


Liebe Grüße
Mary

rafailia_3
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Beitrag von rafailia_3 » 14.11.2007, 10:32

Liebe Brueder und Schwestern,

liebe Mary ich sehe Du hast die Biografie des Heiligen Andreas gefunden, er ist einer meiner "Lieblingsheiligen".

Lieber Rene das mit der Nacktheit... Ich meinte damit, dass es nicht sehr schoen ist wenn die Anderen (zB Priester, Verwandte) Christoph nackt sehen, nicht dass es eine Schande vor Gott ist... :)

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+Christoph
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Beitrag von +Christoph » 15.11.2007, 23:04

Danke für all eure Segenswünsche!

Statt meditativem Selbernähen mit Herzensgebet werd ich doch die Schneiderin beauftragen, mein Taufkleid zu nähen.
Wie es zur Taufe kam ist ne lange Geschichte. Vielleicht komm ich noch dazu...
Ich kenn es ja so, dass das Kreuz auf den Rücken kommt! Für meinen Geschmack sieht das auch besser aus.

Mit Segenswünschen, Christoph

nik
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Beitrag von nik » 26.11.2007, 20:23

Ich gratuliere dir ebenfalls! Sicherlich eine gute Entscheidung.

Auch wenn es möglicherweise spät kommt: Schau dir doch einfach den Schnitt von einem Diakonssticharion an und lass das auch danach nähen. Nur eben nicht gold der rot sondern natürlich weiß. Dicker Leinenstoff ist denke ich wohl das Beste.

In welcher Eparchie lässt du dich taufen?

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Sebastian
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Beitrag von Sebastian » 27.11.2007, 10:44

Liebe Brüder !

Dem Christoph ist auf alle Fälle zu gratulieren zu seiner Entscheidung sich zur Orthodoxie, der liebenden und heiligen Kirche zu wenden. Gestattet mir die Anmerkung, dass ein schönes Taufkleid sicherlich eine angemessene Achtung vor dem heiligen Mysterion der Taufe ausdrückten kann. Dennoch sollte das Taufkleid nicht zu einer Show werden ("wer hat das schönste ... bau doch noch diese und jene Stickerei mit ein ... mit diesem und jenem Saum" etc ) denn Gott alleine gebührt alle Ehre. Ein schlichtes weisses Kleid (im guten Stoff gewebt und sorgsam genäht) tut es mE auch und erscheint der Täufling in seiner Einfachheit und lenkt somit die Aufmerksamkeit auf Gott, den Schöpfer, seinem Mysterion übt er sich gleichzeitig in einer heiligen Tugend. Ich hoffe ich habe nichts misverständliches geschrieben.

prorokini
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Beitrag von prorokini » 27.11.2007, 12:09

Hallo Marypoppins!
Ich verstehe einen Teil der Geschichte nicht?es kann doch nicht bedeuten, daß wir bei der Auferstehung, wenn wir ohne Hemd beerdigt wurden, anders dastehen als die mit Hemd, oder?
Dennoch würde ich auf jeden Fall keinem Toten das "letzte Hemd" stehlen. :!:

Nassos
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Beitrag von Nassos » 11.12.2007, 01:03

Hallo,

sollten wir irgendwann mal tatsächlich den engen Weg, der zum Leben führt, meistern können, kann es dann sein, dass Nacktheit - genau wie bei Adam und Eva im Paradies vor dem Sündenfall - keine Rolle mehr spielen wird, weil man sie (die Nacktheit) nicht sieht / bzw. sie ungefähr genau so eine große Rolle spielen wird wie bei einer Pflanze?

Last but not least: Lieber Christoph, herzlichen Glückwunsch und alles alles Gute. Möge der Herr stets ein Begleiter auf Deinem Lebensweg sein und Dir diesen erleuchten.

Nassos.

danadoina_3
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Beitrag von danadoina_3 » 11.12.2007, 03:25

+Christoph hat geschrieben:Danke für all eure Segenswünsche!

Statt meditativem Selbernähen mit Herzensgebet werd ich doch die Schneiderin beauftragen, mein Taufkleid zu nähen.
:lol:
Wie es zur Taufe kam ist ne lange Geschichte. Vielleicht komm ich noch dazu...
8) ; könnte es vielleicht auch anderen helfen :idea:

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