Klöster

Neu in der orthodoxen Kirche - Wie lebe ich als orthodoxer Christ? Alle allgemeinen Fragen rund um die Orthodoxie.
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Mary
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Re: Klöster

Beitrag von Mary »

Anastasis+ hat geschrieben:
ich wurde durch Myronsalbung und Abschwören des alten respektive Annehmen des neuen Glaubens aufgenommen in die Kirche. (ohne Taufe)
Waren deiner Meinung nach nun die nachfolgenden Beichten, Krankensalbungen und der Empfang der Kommunion für mich ungültig und an eine Ungläubige verschwendet??
Liebe Mary,

ich verstehe, dass du hier diese Frage stellst, wenn dein Weg, oder besser die Art wie du in die Orthodoxie aufgenommen wurdest hinterfragt wird.

Ich finde es ein starkes Stück, wenn Entscheidungen und Handlungen deines Priesters angezweifelt werden, indem man dir rät sich doch bei einem charismatischen Vater zu erkundigen, ob man sich möglicherweise doch noch außerhalb der Kirche befände.

Oder habe ich etwas missverstanden?

Ich finde die Debatte auch fehl am Platz hier. Es gibt genaue Regeln, wie jemand in die OK aufgenommen werden muss. Sollte es in Einzelfällen anders vom jeweiligen Bischof gehandhabt werden, so wird es seine Gründe haben und berechtigt sein. Es ist nicht unsere Aufgabe dies zu kommentieren. Vertrauen in unsere Hirten und Episkopoi und vor allem in den Heiligen Geist wären eher angebracht.

Bin wirklich verwirrt über manche Anmaßungen.
Danke Anastasis....

ich vertraue in der Frage auf die Entscheidung meines Bischofs. Ich WEISS, dass ich orthodox bin.
Meine Frage war nicht wirklich ernsthaft, oder ängstlich sondern eher :roll: und rhetorisch

Lg Mary
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rafaella
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Re: Klöster

Beitrag von rafaella »

Lieber Anasatsis,

Du siehst, dass hier einige Katholiken meinen, unsere Kirche hätte keine Regeln, und jeder würde nach belieben entscheiden!
daran sind diejenigen Schuld, die die Regeln ihren Vorstellungen anpassen!

die Kirche muss dem Weg Gottes Folgen, der Konzilien, und der Paradosis.
Nur durch diesen Weg wird sie auch andere für sich gewinnen können. Du siehst, alle wollen Konsequenz sehen!
Und alle Bischöfe einer Linie.

Ich bin eher erschüttert über Deinen blinden Gehorsam? Gehorsam gibt es, wenn der Bischof oder Priester den Regeln der Kirche folgt, die es alle aus Gründen gibt, die nur Gott weiss.

Wir stellen hier keine eigenen Theorien der Neuzeit auf, sondern verweisen auf die Kirche und ihre Paradosis. wenn Mary dann über ihre persönliche Geschichte spricht, können wir dann nicht auf einmal zurücksetzen und sagen, ja, wenn Du es bist, dann macht es nichts.
Meine Frage war, ob sie bereit dazu wäre, die Taufe nachzuholen, wenn sie wirklich wüsste, dass diese stattfinden muss.

Lieber florianklaus,
über die Situation in deiner Kirche sprechen wir mal lieber nicht..... man sieht es auch schon wieder in den Medien.

Hardliner Aussagen sind das nicht, sondern die Traditionen der Heiligen Kirche.

En Christo
Alexia
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rafaella
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Re: Klöster

Beitrag von rafaella »

Liebe Mary,

niemand hat gesagt, dass Du im Herzen nicht orthodox bist, ausserdem sprechen wir nicht über Dich persönlich.
wir sprechen über die richtigen Regeln, um in die Kirche aufgenommen zu werden und über die richtige Taufe.
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stefan1800
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Re: Klöster

Beitrag von stefan1800 »

@Anastasis:
Dann nenne mir bitte diese genauen Regeln. Bisher verstehe ich es so, daß es dem einzelnen Priester oder Bischof anheim gestellt ist.
@Mary:
Daniela hat Dich nicht als Ungläubige bezeichnet. Dennoch finde ich Deine Anmerkungen ansonsten richtig.
@Daniela:
Wo ist die einheitliche Lehre Eurer Kirche, wer legt das fest ?
@Alexia:
Natürlich interessiert Mary die Wahrheit, sonst hätte sie nicht mit sich gerungen und wäre sicherlich nicht konvertiert ! Schimpf lieber mit mir, ich bin ja nur Lateiner. Dennoch stimme ich Dir zu bezüglich der Frage nach den Konsequenzen, wie oben bereits angedeutet.

P.S. Mein heimatlicher Rooter hat seinen Geist aufgegeben, kann erst morgen wieder schreiben.
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Florianklaus
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Re: Klöster

Beitrag von Florianklaus »

rafaella hat geschrieben:Liebe Mary,

niemand hat gesagt, dass Du im Herzen nicht orthodox bist, ausserdem sprechen wir nicht über Dich persönlich.
wir sprechen über die richtigen Regeln, um in die Kirche aufgenommen zu werden und über die richtige Taufe.

Liebe Rafaella,

ist Mary ein "richtiges" und getauftes (nicht nur im Herzen) Mitglied der orthodoxen Kirche?

Bitte nur mit Ja oder Nein antworten!
rafaella
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Re: Klöster

Beitrag von rafaella »

Florianklaus hat geschrieben:
rafaella hat geschrieben:Liebe Mary,

niemand hat gesagt, dass Du im Herzen nicht orthodox bist, ausserdem sprechen wir nicht über Dich persönlich.
wir sprechen über die richtigen Regeln, um in die Kirche aufgenommen zu werden und über die richtige Taufe.

Liebe Rafaella,

ist Mary ein "richtiges" und getauftes (nicht nur im Herzen) Mitglied der orthodoxen Kirche?

Bitte nur mit Ja oder Nein antworten!
was mein Herz sagt?

mein Herz sagt JA!!!!!!! Sie ist vor Gott richtig.
denn sie hatte den Willen, und die Entscheidung war nicht ihre, andere tragen die Schuld, und das weiss Gott besser als wir.
trotzdem müsste eine Taufe stattfinden. So ist das, es gibt Dinge, die kompliziert sind, nicht nur weiss oder schwarz, sondern auch grau.
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danadoina
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Re: Klöster

Beitrag von danadoina »

Mein lieber Stefan,

stefan1800 hat geschrieben:...
Die einen sagen, daß eine Taufe durch die RK ungültig ist. Andere sagen, sie sei gültig, wie zum Beispiel das Moskauer Patriarchat. Obwohl in der RK kein vollständiges Untertauchen stattfindet.. Ist das jetzt eine Spitzfinderei der Theologen und die Taufe ist allgemein doch anerkannt ? Oder weiß in der OK die rechte Hand nicht, was die linke tut ?
Verzeiht bitte, aber eine Kirche, die die wahre sein soll, muß mehr Konsequenz zeigen, sonst wird sie niemanden gewinnen, somindestens nur wenige Deutsche, die einen Hang dazu haben, die Konsequenz einfordern.

stell Dir vor, du würdest zur Zeit Konstantin des Großen leben. Dann hättest Du eine vielleicht vergleichbare Situation: auf der einen Seiten die rechtgläubigen Orthodoxen (z.B. den hl. Nikolaus), die den wahren Glauben predigen. Auf der anderen Seiten die Arianer, die etwas völlig anderes über die hl. Trinität behaupten. Zu diesem Zeitpunkt wäre es für Dich genauso schwer gewesen, die von Dir geforderte eindeutige und wirderspruchsfreie Lehre aufzufinden. Wann wären wir in einer soclhen Situation, dass wir die einheitliche, widerspruchsfreie Lehre der Kirche von A-Z in ein Buch schreiben können? Genau dann, wenn es keine Häretiker mehr gibt, die etwas von diesem Glauben Anweichendes behaupten! Wer ist der Verursacher der Häresien? Dieser wird die Kirche, solange es ihn gibt, nie in Ruhe lassen! Dies ist also ein sehr dynamischer Prozess, der sich über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte erstrecken kann: Eine Häresie erscheint - die Kirche bekämpft sie - der Kampf endet mit einem Sieg der Kirche - die nächste Häresie erscheint... Früher hat der Verführer es mit dem Arianismus versucht, heute versucht er es mit dem Ökumenismus. Der Prozess der Wahrheitsfindung verläuft eben in der Orthodoxen Kirche ganz anders, als bei den Protestanten (alles ist erlaubt, Gründung einer neuen Sektierergruppe) oder den Katholiken (der Papst entscheidet). Selbst eine Synode kann "Fehlentscheidungen" treffen (denk an die Räubersynode). Dies entspricht vielleicht nicht Deiner Vorstellung, aber diese "Ringen um die Wahrheit" hat dazu geführt, dass die Kirche bis heute den Glauben der Apostel unverfälscht bewahren konnte! Im übrigen glaube ich, tust Du den Deutschen hier im Forum unrecht, wenn Du ihnen pauschal absprichst, dies zu verstehen.

stefan1800 hat geschrieben:...
@Daniela:
Wo ist die einheitliche Lehre Eurer Kirche, wer legt das fest ?
wenn es Dich wahrhaftig interessiert, dann würde ich hier anfangen:

http://www.unifr.ch/bkv/rtf/bkv71.rtf (Hl. Johannes von Damaskus (Genaue Darlegung des orthodoxen Glaubens (Expositio fidei))
danadoina
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Re: Klöster

Beitrag von danadoina »

Gegen die Taufe durch Übergießen

Ein Brief des Erzbischofs von Nikiphor von Slowanien und Kherson, 1754
Anmerkung des Herausgebers: Dieser Brief, obwohl vor zweihundert Jahren geschrieben, hat nichts von seiner Bedeutung für unsere heutigen Pfarreien verloren.Neben seiner Klarheit und gut begründeten Erklärung der Taufe durch Untertauchen, zitiert er eine ganze Liste von Kanonischen und historischen Beweisen für die Wichtigkeit und Notwendigkeit dieser Art von Taufe.
Aufgrund meines Ranges bin ich verpflichtet, alles zu beobachten und zu sehen, dass alles vollständig erhalten bleibt und nicht verändert wird. Zunächst lenke ich eure Aufmerksamkeit auf die heilige Taufe, die die Tür zu allen Geheimnissen ist, der Anfang unserer Erlösung, die Absolution der Sünden und die Versöhnung mit Gott. Sie ist das Geschenk der Annahme, da wir in der Taufe die Söhne Gottes und die Erben Christi werden, angetan mit Christus, unserem Herrn, durch das Wort des heiligen Apostels Paulus: "Alle von euch, die ihr in Christus getauft seid, habt Christus angezogen." Ohne diese ist das Heil nicht möglich. "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, es sei denn ein Mensch werde geboren aus Wasser und Geist, kann er nicht in das Reich Gottes eingehen."Joh. 3,5)
Das heilige Geheimnis erörternd, muss ich darauf hinweisen, dass:

1) Das Wort oder Name dieses Geheimnisses [βάπτισμα] in der Sprache, die ursprünglich von den erleuchteten Aposteln verwendet wurde, um uns die gute Nachricht des Evangeliums zu verkünden, bedeutet tatsächlich "Eintauchen", und nicht "Gießen" oder "Besprengen".

2) Der Ersteinsetzende der Taufe, der Herr und Heiland Jesus Christus, stieg in den Jordan und wurde, indem er sich selbst untertauchte, getauft.

3) Der Apostel Philippos ging mit dem Eunuchen hinunter zum Wasser, um ihn zu taufen. "... Und sie gingen beide in das Wasser, Philippos und der Kämmerer, und er taufte ihn" (Apg 8,38).

4) Die orthodoxe Kirche hat, gemäß der apostolischen Tradition seit jeher durch Untertauchen getauft. Dies ist zu sehen im 7. Kanon des 2. Ökumenischen Konzils, das vom Untertauchen spricht; in der zweiten Predigt über die Durchführung der Mysterien vom Hl. Kyrill von Jerusalem heißt es ausdrücklich: "Ihr habt die erlösenden Beichte getan, und euch dreimal eingetaucht ins Wasser, kamt heraus aus ihm" und in den Worten des heiligen Basilios des Großen: "Durch drei Eintauchungen und die gleiche Anzahl von Anrufungen wird das große Mysterium der Taufe durchgeführt."

5) Das Eintauchen in Wasser, und zwar ein dreifaches Eintauchen, und auch ein dreifaches Auftauchen aus dem Wasser wurde nicht willkürlich oder versehentlich eingesetzt, sondern als das Bild der Auferstehung Christi am dritten Tag. "Das Wasser", sagt der gesegnete Basilios ", hat die symbolische Bedeutung des Todes und nimmt den Körper wie ein Sarg auf." Wie also sollen wir uns vergleichen mit Dem, Der in die Hölle hinabstieg, nachbildend Sein Begräbnis durch die Taufe? Die Körper derer, die im Wasser getauft werden, werden in einem gewissen Sinne begraben. Folglich stellt die Taufe mystischerweise die Ablegung der leiblichen Sorgen dar, durch das Wort des Apostels: "In welchem ihr auch beschnitten seid mit der Beschneidung ohne Hände, durch Ablegung des sündlichen Leibes im Fleisch, nämlich mit der Beschneidung Christi" (Col. 2: 11). Der Hl. Kyrill sagt in seinem Kommentar zu dem obigen Worte: "Somit, mit der Hilfe dieser Zeichen stellt ihr die dreitägige Grablegung Christi dar, wie unser Heiland drei Tage und drei Nächte im Herzen der Erde war, so symbolisiert euer erstes Auftauchen aus dem Wasser den ersten Tag seines Aufenthaltes unter der Erde, und durch euer Untertauchen symbolisiert ihr die Nacht. Denn, wie einer, der in der Nacht umhergeht, nichts sieht, während der am Tage umhergeht im Lichte alles sieht, so habt auch ihr, nachdem ihr in Wasser eingetaucht seid, nichts gesehen, als ob ihr in der Nacht nichts saht, und nachdem ihr aus den Wasser aufgetaucht seid, seht ihr alles so, wie bei Tageslicht. Ihr wart beide tot, und wurdet dann geboren. Also war das heilbringende Wasser für euch beide ein Sarg und eine Mutter. Obwohl wir tatsächlich weder sterben noch begraben werden, noch dass wir an das Kreuz genagelt werden, sondern dies nur symbolisch nachbilden, so erreichen wir jedoch tatsächlich das Heil. Christus wurde wahrhaftig gekreuzigt, wahrhaftig begraben und ist wahrhaftig auferstanden. Er gewährt uns all dies, damit wir, in Nachahmung seiner Leiden, ihre Teilhaber würden und in der Tat die Rettung erreichten.

6) Die Orthodoxe Kirche in der ganzen Welt tauft bis in die heutige Zeit durch dreifaches Eintauchen und Hervorbringen aus dem Wasser. Die Griechische, Arabische, Bulgarische, Serbische und alle Kirchen taufen auf diese Weise. So wird es auch in der russischen Kirche getan. Jede dieser Kirchen hat ein Becken, in das sie unbekleidete Säuglinge eintaucht mit der Anrufung des Namens der Heiligen Dreifaltigkeit. Es besteht kein Zweifel, dass diese Praxis der Säuglings-Taufe die gleiche in ganz Klein-Russland war. Der Heilige Fürst Wladimir, der in Kiew lebte und herrschte, nahm den Glauben und alle seine kirchlichen Riten von den Griechen an, die, damals wie heute, durch Untertauchen taufen. Scheint es nicht seltsam, dass diejenigen, die die Griechen als ihre Lehrer hatten und jene, die von den Griechen getauft wurden, jetzt nicht durch Untertauchen taufen?
Alles in allem denke ich, gibt es Grund zu der Annahme, dass die Praxis der Taufe durch Übergießen von Wasser in Kiew begann, und sich dann in ganz Klein-Russland verbreitete. Solche Abweichung entstand ab dem Zeitpunkt, als die Unierten Macht über die Kiewer Metropolie gewannen. In der römischen Kirche wurde bis zum 12. Jahrhundert, oder besser gesagt, bis zum Ende des 13. Jahrhunderts, die Taufe durch Untertauchen praktiziert. Aber dann begannen sie nicht nur, durch Übergießen zu taufen, sondern auch durch Besprengen. Als Ergebnis sind die Klein-Russen die einzigen orthodoxen Menschen die das Untertauchen zugunsten des Übergießens ablegten. Dies hat Schismatikern Grund gegeben, uns anzuklagen, die apostolische Tradition, die ohne Änderung in der gesamten Orthodoxen Kirche erhalten bleibt zu vernachlässigen. Sie beschuldigen uns nach dem Vorbild der Papisten zu handeln, die zusammen mit verschiedenen falschen Streichungen, die Kühnheit hatten, auch die Heilige Taufe zu verändern. Der göttliche Apostel Paulus lobte mit den folgenden Worten die Korinther hoch für ihre Bewahrung der Tradition: "Ich lobe euch, Brüder, dass ihr in allen Dingen meiner eingedenk seid und an den Überlieferungen festhaltet, so wie ich sie euch übergeben habe." (1 Kor. 11,2). Er bittet die Thessaloniker um das Festhalten an der Tradition: "So stehet denn nun fest, ihr Brüder, und haltet fest an den Überlieferungen, die ihr gelehrt worden seid, sei es durch ein Wort oder durch einen Brief von uns." (2 Thess. 2,15).
Die Methode der Taufe durch dreifaches Untertauchen ist in der Tat apostolische Tradition, an der die Orthodoxe Kirche nachdrücklich und unbeirrt festhält seit der apostolischen Zeit bis zum heutigen Tag. Der Hl. Basilios weist recht deutlich darauf hin, welche Gefahr davon ausgeht, etwas von dem, was uns uns vom Mysterium der heiligen Taufe überliefert worden ist, auszuschließen: "Es entsteht Trübsal, wenn jemand ohne Taufe stirbt, oder wenn etwas vom Geheimnis der Taufe, wie es uns überliefert wurde, weggelassen wird."
Warum ist es so, dass wir Auslassungen bei etwas von so großer Bedeutung machen? Warum halten wir uns nicht an diese heilige und apostolische Tradition (d.h., die Taufe durch Untertauchen), wie sie von der gesamten Orthodoxen Kirche erhalten wird? Welchen Grund welche Ausrede haben wir, um zu erklären, warum dieses Mysterium von uns anders durchgeführt wird? Warum wird es nicht durchgeführt wie es von der heiligen Aposteln überliefert wurde, wie die heiligen Väter es gelehrt, wie die ganze orthodoxe Kirche es immer durchgeführt hat und es es auch jetzt noch so durchführt? Vielleicht wird man sagen, dass es für Säuglinge gefährlich ist, in Wasser eingetaucht zu werden? Aber diese Entschuldigung kann verglichen werden mit einer von der der königliche Prophet so gebetet hat: "Neige mein Herz nicht hin zu Worten der Bosheit, um Entschuldigungen auszusinnen in den Sünden mit Menschen, die Unrecht tun." (Ps. 140,4) Die Leben Seiner Kaiserlichen Hoheit, dem Kaiser und Großfürst Paul Petrowitsch und seiner königlichen Kinder sind sehr kostbar. Sie wurden jedoch ohne Zögern und durch die Gnade Gottes durch dreifache Eintauchen in ein ganz tiefes Becken, das ich mit meinen eigenen Augen in die Reichskirche sah, getauft. Wenn ein solches Beispiel nicht genug ist, dann sollte doch das Beispiel der unzähligen Kinder auf der ganzen Welt, welche die Kirche jeden Tag, oder besser gesagt, jede Stunde, durch dreifaches Eintauchen tauft, ohne eine Gefahr für ihre Leben, ausreichen. Schließlich, wenn jemand sagen würde, dass kaltes Wasser im Winter für die Gesundheit eines Kind gefährlich sein könnte, muss er wissen, dass es kein Gesetz gibt, dass das bei der Taufe verwendete Wasser kalt oder nahe dem Gefrierpunkt sein muss. Es ist möglich, Wasser mit Raumtemperatur zu verwenden, was nicht so kalt ist wie das, was draußen zu finden ist.
Es ist genug gesagt worden, meine geliebten Kinder in Christus und ehrenhaften Priester. Es ist genug gesagt worden für euch, um nicht durch Übergießen zu taufen, sondern durch das Eintauchen. So wirst du unter den ersten in Klein-Russland sein. ein heiliges Beispiel zu geben und die Herrlichkeit durch die Erhaltung der apostolischen Tradition zu erreichen. Genauso, durch das Dienen und Halten alter Traditionen der Kirche, wirst du einen Lohn von Gott verdienen. Nachdem ich all das gesagt, damit niemand dieses Edikt ignoriere unter dem Vorwand, dass es keine präzisen Richtlinien gäbe von unserer erzbischöflichen Autorität, bestimmen wir, dass alle diejenigen unter unserer geistigen Richtlinie:

1) danach streben, dass es in jeder Kirche ein silbernes oder kupfernes Becken (oder eines aus einem anderen geeigneten Metall gefertigtes) gibt, das die Form einer Glocke oder Wanne hätte: schmal an der Unterseite, und so tief wie breit, praktisch für den Gebrauch.

2) Priester überall anweisen, dass über dem Becken mit Wasser die entsprechenden Gebete gesprochen werden, und dass Kinder in diesem heiligen Wasser durch dreifaches Eintauchen unter der Anrufung je einer der Personen der Heiligen Dreifaltigkeit bei jedem Eintauchen getauft werden. In einem Wort, dass alles in der gleichen Weise getan werde, wie bei den Taufen, die in Groß-ussland stattfinden.

3) streng darauf bestehen, dass das Weihwasser nach der Taufe nicht in unreinen Orten entsorgt werde, sondern sorgfältig ausgegossen werde, mit notwendigem Respekt, in das Becken, in dem der Priester die Hände wäscht. Das Tauf-Becken sollte nicht für andere Zwecke verwendet werden und sollte in der Kirche unter den heiligen Gefäßen aufbewahrt werden.
Neben diesem verfügen wir, dass es in jeder Kirche zwei kleinere Gefäße aus Silber, Kupfer oder Messing geben sollte - eins, um das heilige Salböl zu bewahren, das immer in der Kirche an einem geeigneten Ort gelagert werden muss, und ein anderes für das heilige Öl, das während der Taufe verwendet wird. Das Gefäß muss mit einer Schere in einer sauberen Schachtel aufbewahrt werden, die entsprechend dekoriert werden muss, damit diejenigen, die außerhalb des Glaubens stehen, keinen Grund zur Anklage haben.
Für diejenigen, die gehorsam sind und bereit sind, diesem Erlass nachzukommen, versprechen wir Gottes Segen, ewigen Ruhm und unseren bischöflichen Segen.
Englische Version übersetzt von Maria Naumendco aus Church Life, Nr. 1-2, 1959.Sonderdruck aus Orthodox Life Jan-Feb, 1990, pp. 16-19. Deutsche Übersetzung nach http://www.orthodoxinfo.com/ecumenism/pouring.aspx
 
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Mary
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Re: Klöster

Beitrag von Mary »

danadoina hat geschrieben: 2) Priester überall anweisen, dass über dem Becken mit Wasser die entsprechenden Gebete gesprochen werden, und dass Kinder in diesem heiligen Wasser durch dreifaches Eintauchen unter der Anrufung je einer der Personen der Heiligen Dreifaltigkeit bei jedem Eintauchen getauft werden. In einem Wort, dass alles in der gleichen Weise getan werde, wie bei den Taufen, die in Groß-ussland stattfinden.

 
Irre ich mich, oder sagt das Dokument garnichts über die Erwachsenentaufe?
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Mary
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Re: Klöster

Beitrag von Mary »

rafaella hat geschrieben:
was mein Herz sagt?

mein Herz sagt JA!!!!!!! Sie ist vor Gott richtig.
denn sie hatte den Willen, und die Entscheidung war nicht ihre, andere tragen die Schuld, und das weiss Gott besser als wir.
trotzdem müsste eine Taufe stattfinden. So ist das, es gibt Dinge, die kompliziert sind, nicht nur weiss oder schwarz, sondern auch grau.

Raffaella,

wenn ich Dich recht verstehe, dann sagt Dir dein Herz also, dass ich schuldlos eine Orthodoxe zweiter Klasse bin.

Wie ist das denn nun mit meiner Ehe?
Bin ich verheiratet, oder nicht (die Ehe ist röm.kath. geschlossen)? Ist mein Nicht-Orthodoxer Ehemann überhaupt mein Mann?

Und weiter:
Wenn also die "Schuld" allein bei meinem Priester liegt...
... sollte ich vielleicht besser darauf verzichten, bei ihm zu beichten und von ihm die Kommunion zu empfangen?
Soll ich die Krankensalbung des Bischofs, der durch nichtintervenierende Mitwisserschaft mitschuldig ist, überhaupt empfangen, oder nutzt sie eh nichts?

Fragen über Fragen....

Sei Du nur froh, dass Du durch orthodoxe Kindertaufe und Erziehung garnicht in solche Bredouillen geraten kannst.

Ironie aus.

Trotzem schönen Abend
Mary
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Mary
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Re: Klöster

Beitrag von Mary »

PS
Ich bin natürlich sehr wohl mit schuldig.

Denn a) konnte ich bei der Entscheidung meine Wünsche einbringen.
und b) habe ich wohl nicht von ungefähr die russische Kirche angestrebt statt der serbischen oder georgischen.... meinst Du nicht auch?

Lg Maria
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prorokini
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Re: Klöster

Beitrag von prorokini »

Bestimmt keine "Orthodoxe zweiter Klasse":
http://orthodoxwiki.org/Elizabeth_the_New_Martyr
Die Großherzogin Jelisaweta Fedorowna, evangelisch-lutherisch erzogen, wurde durch die Myronsalbung aufgenommen…und später als Heilige kanonisiert.
Bild
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Mary
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Re: Klöster

Beitrag von Mary »

prorokini hat geschrieben:Bestimmt keine "Orthodoxe zweiter Klasse":
http://orthodoxwiki.org/Elizabeth_the_New_Martyr
Die Großherzogin Jelisaweta Fedorowna, evangelisch-lutherisch erzogen, wurde durch die Myronsalbung aufgenommen…und später als Heilige kanonisiert.
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Danke Prorokini...
das ist jetzt was richtig Schönes vorm Schlafengehen!

Die Heilige Elisabeth, Neumärtyrerin... begegnet mir heute schon zum dritten Mal. Ich glaube, die will, dass ich mich mit ihrem Leben und Heiligsein mal beschäftige...

Lg Maria
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danadoina
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Re: Klöster

Beitrag von danadoina »

Mary hat geschrieben: Irre ich mich, oder sagt das Dokument garnichts über die Erwachsenentaufe?
Liebe Mary,
leider irrst du dich.
Der Ersteinsetzende der Taufe, der Herr und Heiland Jesus Christus, stieg in den Jordan und wurde, indem er sich selbst untertauchte, getauft.
Der Apostel Philippos ging mit dem Eunuchen hinunter zum Wasser, um ihn zu taufen. "... Und sie gingen beide in das Wasser, Philippos und der Kämmerer, und er taufte ihn" (Apg 8,38).
nur zwei Beispiele dass es auch um Erwachsenen geht.
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Joseph
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Re: Klöster

Beitrag von Joseph »

Liebe Freunde,
Ich habe gerade diesen Thread komplet gelesen. Ich muß sagen, daß die "herum-hackerei" auf REGELN etwas pharasäisches an sich hat. Also aufgepasst!

Die Aufnahme in die OK (Taufe) hier in NA als Missionsland wurde von allen kanonischen OK folgendermassen geregelt.

Alle die im Namen der Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft wurden werden durch Chrismation in die OK aufgenommen.
Alle deren Taufe diese Bedingung NICHt erfüllen, werden getauft.

In der Praxis sieht das dann so aus:
Katholiken werden Chrismated, (gefirmt, Wir erkennen ja auch alle ihre anderen Sakramente als gültig an)
Lutheraner werden Chrismated, (konfirmiert)
Anglikaner werden Chrismated,
Alle anderen ehemaligen Sektenmitglieder welche konvertieren werden getauft,
Alle Heiden oder Nichtchristen werden getauft

Getauft wird durch dreimaliges Untertauchen.

Gruß
Joseph
PS: Ein Beispiel; letzten Herbst konvertierte ein junger Ukrainisch Katholischer Priester zur Orthodoxen Kirche. Er wurde im Oktober chrismated und im Dezember "vested" d.h. als Priester der OK vom Erzbischof angenommen. Er wurde weder getauft noch nochmals geweiht.
Wenn die Menschen gottlos werden, sind die Regierungen ratlos, die Lügen grenzenlos, die Schulden zahllos, die Besprechungen ergebnislos, die Aufklärung hirnlos, die Politiker charakterlos, die Christen gebetslos, die Kirche kraftlos, die Völker friedlos, die Verbrechen maßlos
(Antoine de Saint-Exupery)
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