Die Gottesmutter als Fürsprecherin

Neu in der orthodoxen Kirche - Wie lebe ich als orthodoxer Christ? Alle allgemeinen Fragen rund um die Orthodoxie.
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Trust-in-CR
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Re: Die Gottesmutter als Fürsprecherin

Beitrag von Trust-in-CR » 05.06.2013, 23:26

Lieber Matwej

Durch den Vers aus der Heiligen Schrift habe ich weder die Fürbitten der Heiligen abgesprochen noch mich gegen die EINE, APOSTOLISCHE und HEILIGE Kirche und Ihrer Auslegung wiedersetzt, da es mir nicht fremd ist, dass die orthodoxe Kirche durch die Tradition die Auslegung der Schriften bewahrt hat und somit auch die Säule der Wahrheit ist.

Ich bin für jede Fürbitte von Brüdern in Christus dankbar, seien Sie sichtbare oder unsichtbare Glieder im Leib Christi.

Aber bezüglich deiner Annahme das ich protestantisch bzw. häretisch geprägt bin, habe ich eine Frage an dich:

Wenn du etwas wichtiges deinem Chef zu sagen hast oder seine Hilfe brauchst, gehst du über den Schichten Führer oder wendest du dich nach Jahren in einem vertrauensvollen Gespräch direkt an Ihn oder sollte er für dich keine Zeit haben?

Ist die Heiligenverehrung nach orthodoxer Auslegung notwendig um das Heil zu erlangen? Wir haben doch direkten Zugriff zum HERRN Jesus Christus bzw. zum Hohepriester welcher uns auch ja zum Glauben berufen hat, oder ist dies unorthodox bzw. schon wieder eine protestantische Masche?

Bist für die Ökumene oder dagegen? Würde mich persönlich ziemlich interessieren.

Mich persönlich haben die Beiträge über die Fürsprecherin gar nicht weiter gebracht, sondern Sie wirken eher verwirrend, ohne jemand hier nahe Kommen zu wollen.

Ist nur meine persönliche Schlussfolgerung, daher bitte kein Gewicht geben.

Herzlichen Dank im Voraus für deine ehrliche Antwort.

Liebe Grüsse

Miroslav








Liebe Grüsse

Miroslav

Matwej
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Re: Die Gottesmutter als Fürsprecherin

Beitrag von Matwej » 06.06.2013, 10:08

Lieber Miroslav,

der Häresie habe ich dich hier nicht beschuldigt, ich wollte nur anmerken dass die in
diesem Fall von dir angewendete Argumentationsart mich sehr an protestantische Polemik erinnerte.

Ich kenne einen Fall da kam jemand in ein Kloster und ging zum Schiarchimandrit und fing an wild durcheinander
Fragen über die Glaubenslehre unserer Kirche zu stellen. Antwort des Vaters: Lesen sie doch mal Bücher...

Das serbische Volk kann wirklich stolz sein z.B. den Hl. Nikolaj Velimirovic oder den Hl. Justin Popovic zu haben,
lies doch mal in ihren Werken. Da gibt es z.B. eine Katechese vom Hl. Nikolaj oder auch sein "Prolog von Ochrid" der
Hl. Justin hat z.B. einiges über den Ökumenismus geschrieben.
Da wirst du viel zu den von dir angesprochenen Themen ( Gottesgebärerin, Heiligenverehrung, Ökumene,...) finden.

Wenn es dir auf deutsch leichter fällt dann schau mal hier: http://www.orthlit.de/DerGlaube.htm oder hier: http://www.prophet-elias.com/app/downlo ... 1299015045.

Viele Grüße,
Matwej

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Re: Die Gottesmutter als Fürsprecherin

Beitrag von Priester Alexej » 06.06.2013, 21:31

Es gibt einen sehr wichtigen Beweis für die Rechtmäßigkeit von Fürbitten der Heiligen - das sind die Wunder, die durch diese Heiligen geschehen.

Heilige sind auch Menschen. Wir beten zu Gott nicht nur für uns, sondern auch für unsere Verwandten, Nächsten, Bedrängten usw. Und wenn es mir schlecht geht, dann bete ich zwar selbst, aber ich rufe auch meine Freunde an uns bitte diese - betet für mich zu Gott. Das gleiche tun die Heiligen im Himmel, sie beten zu Gott für uns. Auf eine Gewerkschaft hört der Chef eher, als auf einen einzelnen ;)
Apostolischer Kanon 39 (32): Priester und Diakonen sollen ohne Wissen und Willen des Bischofs Nichts thun: denn dieser ist's, welchem das Volk des Herrn anvertraut worden, und von welchem Rechenschaft über ihre Seelen gefordert werden wird.

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Re: Die Gottesmutter als Fürsprecherin

Beitrag von Trust-in-CR » 10.06.2013, 20:44

Lieber Bruder Matwej

Danke für die Links bezüglich unserem serbischen Heiligen Nikolaj Velimirovic, habe mir gerade alle Bücher bestellt :D

DIe Katechese "Der Glaube der orthodoxen Christen" habe ich vor Monaten in unserer örtlichen orthodoxen Kirchgemeinde gekauft bereits lesen dürfen.

Ich war ziemlich begeistert wie der Hl. Nikolaj Velimirovic unseren orthodoxen Glauben mit dem Wort Gottes fundamentiert und Unklarheiten aus dem Weg räumt.

Bin gespannt auf die Bücher welche ich gerade bestellen durfte.

Diakon Alexej:

Der Chef hört eher auf eine Gewerkschaft als auf einen Einzelnen...da muss ich dir einfach Recht geben :wink:

Balthasar
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Re: Die Gottesmutter als Fürsprecherin

Beitrag von Balthasar » 21.06.2013, 16:23

Gibt es einen Strang hier im Forum wo genau die Fürbittgebete erklärt werden bzw. gibt es Texte zum beten?

Ich werde öfters gefragt wie diese Fürbittgebete gegliedert sind, welche Regeln wichtig sind und was für welche es gibt.

Vielen Dank,

Balthasar

Leo2
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Re: Die Gottesmutter als Fürsprecherin

Beitrag von Leo2 » 22.06.2013, 00:04

Balthasar hat geschrieben:Gibt es einen Strang hier im Forum wo genau die Fürbittgebete erklärt werden bzw. gibt es Texte zum beten?

Ich werde öfters gefragt wie diese Fürbittgebete gegliedert sind, welche Regeln wichtig sind und was für welche es gibt.

Vielen Dank,

Balthasar
Hallo Balthasar
ist schon etwas verwunderlich das ein evangelischer Christ sich für Maria interessiert.
Du könntest dir z.B. einen Rosenkranz kaufen (natürlich solltest Du diesen Segnen lassen).
Und natürlich auch zum Beten nutzen.
Das ist ein gutes Buch über die bedeutung des Rosenkranz:
Der heilige Rosenkranz von Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort.
:wink:

Balthasar
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Re: Die Gottesmutter als Fürsprecherin

Beitrag von Balthasar » 23.06.2013, 01:35

Servus,

nun ja, dass kommt daher weil ich mich ja für die orthodoxe/katholische Kirche interessiere. Fing alles eigentlich damit an, dass ich mehr über die Geschichte der frühen Christen wissen wollte. Viele sind Christen, wissen aber wenig über die Geschichte der Kirche bescheid.

Mit den Fürbitten und Mariengebete ist es so, dass ich bei Diskussionen mit meinen protestantischen Brüdern da inzwischen eine Sonderstellung einnehme. Zwar ist es für mich auch immer noch sehr befremdlich, weshalb man Maria oder auch die Heiligen um Fürbitte anruft, aber deshalb muss man es ja nicht gleich komplett ablehnen. Zumal mit der Ablehnung der Heiligenverehrung auch meistens gleich die Gesamte katholische und Orthodoxe Kirche abgelehnt wird.

Da habe ich inzwischen gelernt zu differenzieren.

Was mir halt aufgefallen ist, auch bei mir selbst, ich weiss gar nicht wie diese Gebete aufgebaut sind, bzw. ob es da Regeln gibt. Kann ich generell beten wie ich will oder gibt es da Regeln oder schon fertige Gebete? Tschuldigung wenn das bisschen "Plump" rüber kommt, aber ein Protestant hatte mit sowas in seinem Werdegang nie etwas zu tun gehabt.

Ich bete immer zu Jesus, bei jedem Problem und bei jedem Dank. Deshalb fällt es einem Protestanten der schon immer zu seinem Herrn, Jesus Christus betet recht schwer auf einmal um die Fürbitten eines Heiligen zu beten bzw. einen Heiligen um Fürbitte anzurufen.

Die Reliquienverehrung kann aber auch ganz schön eigenartige Formen annehmen. Ich habe mal eine Reportage gesehen wo ein gläubiger sich über bestimmte Netzwerke seine ganze Wohnung voll gestellt hat mit Reliquien. Der hatte echt alles, sogar ein Stück vom Kreuz Christi :wink:

Ich werde aber inzwischen wegen meiner liberalen Meinung hierzu auch von meinen protestantischen Brüdern schief angeguckt, auch wenn die es aus Ihrer Sicht ja gut meinen.

Aber ehrlich, wenn man sich selber damit nicht so gut auskennt oder nie praktiziert hat, sollte man doch erst mal herausfinden worum es genau geht. Deshalb hatte ich die Frage gestellt ob es schon quasi fertige Gebete gibt die ich mir dann mal zu "Gemüte" führen kann. Ich bin sicher es gibt hier einen Strang, deshalb wollte ich keinen Neuen eröffnen.

Für deinen Buchtip danke ich dir, ist schon notiert.

Liebe Grüße,

Balthasar

holzi
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Re: Die Gottesmutter als Fürsprecherin

Beitrag von holzi » 23.06.2013, 10:52

Kurze Anmerkung zu Reliquien: in der lateinischen Kirche ist es den Laien eigentlich gar nicht erlaubt (zumindest nicht ohne die schriftliche Erlaubnis des Bischofs), Reliquien privat zu besitzen und mit ihnen zu handeln. Man darf zwar Reliquien erwerben, aber nur, um sie für die Kirche zu sichern und eine mögliche Entweihung zu verhindern. (Vgl. Can 1190 CIC)
Wie ist die Situation in der Orthodoxie?
Das Christentum nimmt den Menschen, wie er ist, und macht ihn zu dem, was er sein soll. (Adolph Kolping 1813-1865)

Balthasar
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Re: Die Gottesmutter als Fürsprecherin

Beitrag von Balthasar » 23.06.2013, 16:23

Hallo Holzi,

Ja, dass ist ja wohl jedem klar. Ich meinte damit auch Katholische Kirche sondern einzelne Individuen, welche sich solche Reliquien bzw. Fälschungen irgendwo vom Schwarzmarkt holen.

Hat denn jemand jetzt eine Ahnung wie die Gebete an die heilige Maria gerichtet werden?

LG,

Balthasar

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Re: Die Gottesmutter als Fürsprecherin

Beitrag von Igor » 23.06.2013, 17:47

Lieber Balthasar!
Balthasar hat geschrieben:Hat denn jemand jetzt eine Ahnung wie die Gebete an die heilige Maria gerichtet werden?
Schau mal bitte in das orthodoxe Gebetbuch. In den Grundgebeten, Morgengebeten und Abendgebeten findest Du Fürbitten an die Gottesgebärerin, dazu auch den Trostkanon an die allheilige Gottesgebärerin und den Akathistos an die allheilige Gottesgebärerin.

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Als der Höchste hernieder fuhr, verwirrte Er die Sprachen, zerteilte Er die Völker, nun, da Er Feuerzungen ausgeteilt, ruft Er alle zur Einheit: Einmütig preisen wir deshalb den Heiligen Geist. (Pfingstkondakion im 8. Ton)

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Re: Die Gottesmutter als Fürsprecherin

Beitrag von Leo2 » 23.06.2013, 19:03

holzi hat geschrieben:Kurze Anmerkung zu Reliquien: in der lateinischen Kirche ist es den Laien eigentlich gar nicht erlaubt (zumindest nicht ohne die schriftliche Erlaubnis des Bischofs), Reliquien privat zu besitzen und mit ihnen zu handeln. Man darf zwar Reliquien erwerben, aber nur, um sie für die Kirche zu sichern und eine mögliche Entweihung zu verhindern. (Vgl. Can 1190 CIC)
Wie ist die Situation in der Orthodoxie?
Ich vermute mal Balthasar meint nicht Reliquien sondern Devotionalien. :wink:

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Re: Die Gottesmutter als Fürsprecherin

Beitrag von Balthasar » 23.06.2013, 20:49

ähm...Nein, ich meinte Reliquien. Z.B. Partikel von den Gebeinen Heiliger Personen.

Aber wie schon gesagt, sind das einzelne Menschen, die sich sowas über irgendwelche Händler oder auf dem "Schwarzmarkt besorgen"

Erstens handeln diese Leute gegen die Canones und zweitens glaube ich auch, dass diese Ware Fälschungen sind.

Aber das sollte auch gar nicht das Hauptthema sein.

@Igor

Vielen Dank für die zahlreichen Links, genau danach habe ich gesucht.

Viele Grüße,

Balthasar

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Lazzaro
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Re: Die Gottesmutter als Fürsprecherin

Beitrag von Lazzaro » 25.06.2013, 22:24

Balthasar hat geschrieben: Hat denn jemand jetzt eine Ahnung wie die Gebete an die heilige Maria gerichtet werden?
Hier auch noch die Basis:
4. Ton
Gottesgebärerin Jungfrau, sei gegrüßt, du bist voll der Gnaden, Maria, der Herr ist mit dir. *
Du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, **
denn geboren hast du den Retter unserer Seelen.


Biblischer Bezug: Lk.1,28 + Lk.1,42 + Lk.1,48

Lazarus
Cantábiles mihi erant justificatiónes tuæ, * in loco peregrinatiónis meæ. - Ps.118:54

Torsten
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Gottesgebärerin und Gebieterin

Beitrag von Torsten » 16.10.2013, 13:15

Hallo und guten Tag!
Mein Name ist Torsten, ich bin neu hier im Forum und voller Fragen an die Orthodoxie - als evangelischer Christ mit Prägung in evangelikalen Kreisen hat sich mein Herz gegenüber der Orthodoxie seit geraumer Zeit ein gutes Stück geöffnet. Ich fühle mich unwahrscheinlich angezogen, was im Anblick der weitgehend am Boden liegenden evangelischen Volkskirche auch kein Wunder ist.

Einer meiner brennendsten Fragen ist die feine Unterscheidung der orthodoxen Christen zwischen Anbetung, die nur dem Vater, Sohn und Heiligen Geist gebührt und der Ehrung der Heiligen, Engel und Gottesgebärerin Maria.
Uns evangelischen Christen ist die Seligpreisung der Maria leider weitgehend abhanden gekommen - das war ja mal anders. Insofern kann ich nun nachvollziehen, Maria zu preisen und sie um Fürbitte zu bitten. Doch wenn ich das Gebetsbuch meiner orthodoxen Frau aufschlage, lese ich im Morgengebet:

"Ich besinge deine Gnade, Gebieterin, und bitte dich: Begnade meinen Sinn."
Mein Frage: Was ist mit Gebieterin gemeint - das klingt doch sehr nach Anbetung. Und ist es nicht Gott, der begnadigt?

"...verarzte die langwierigen Leidenschaften meiner Seele.."
Ist nicht Jesus unser Arzt?

Vieles dieses siebten Gebets steht für mich im Einklang, Fürbitte über die Allheilige Gottegebärerin zu erwirken und sie auch selig zu preisen, wie im Lobgesang der Maria im NT erwähnt. Aber geht dieses Gebet nicht darüber hinaus? Ist das nicht doch Anbetung?

Das ist eine von meinen gefühlten 1000 Fragen. Ein Anfang.
Zur Zeit mache in Griechenland-Urlaub und habe Kontakt zu Priestern und Nonnen und dabei gute Gespräche geführt. Dafür danke ich Gott, dem alle Ehre gebührt. Da mir aber so viel unter den Nägeln brennt, nutze ich jede erdenkliche Möglichkeit des Austausches mit orthodoxen Christen, denen Weisheit von Gott geschenkt wurde. Ich freue mich auf eine Antwort!

In Christo,
Torsten

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Hermann
Beiträge: 291
Registriert: 10.11.2010, 07:55
Religionszugehörigkeit: orthodox
Wohnort: Baumkirchen (Tirol)

Re: Die Gottesmutter als Fürsprecherin

Beitrag von Hermann » 17.10.2013, 06:30

Hallo Torsten,

herzlich willkommen im orthodoxen Forum.

Ich bin zwar nicht von evangelischer Seite sondern von der römisch katholischen Kirche zur Orthodoxie konvertiert und trotzdem habe ich auch gemerkt, wie für mich einige Formulierungen bezüglich der Heiligen und der Gottesmutter recht gewöhnungsbedürftig waren, etwa wenn es auch heißt, "Die wir deinen Schutz o Reine haben und durch dein Gebet erlöst sind von Gefahren und behütet vom Kreuze deines Sohnes, wie sich gehört lobpreisen ehrfürchtig wir dich alle". Sicher ist da Maria keine Konkurrenz zum einzigen Erlöser Jesus Christus, aber die Orthodoxen haben ein recht unbefangenes Verhältnis zu ihren Heiligen und haben mit denen einen ähnlichen Umgang wie Menschen eben einen Umgang miteinander im Alltag haben. Da sagt man auch etwa "Danke, dass du mich vor dem Ertrinken gerettet hast" oder "bitte lieber Doktor, erlösen sie mich von diesem unsäglichen Kopfschmerzen". Da merkt man einfach die große Gemeinschaft der Kirche und auch einen entsprechenden zwischenmenschlichen Umgang.

Liebe Grüße, Hermann
Sucht zuerst das Reich Gottes, alles andere wird euch hinzugeschenkt.

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