Vater unser

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Mops
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Vater unser

Beitragvon Mops » 09.03.2009, 17:43

Vater unser,
der Du bist in den Himmeln,
geheiligt werde Dein Name,
Dein Königtum komme,
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel also auch auf Erden.

Unser notwendiges Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schulden,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit,
des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,
jetzt und immerdar und in alle Ewigkeit.
AMEN.

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camy_d
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Re: Vater unser

Beitragvon camy_d » 07.04.2011, 15:09

Es ist sehr interessant für mich, Vater unser auf Deutsch zu sehen. Ich will dieses Gebet auf Deutsch lernen.

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camy_d
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Re: Vater unser

Beitragvon camy_d » 09.04.2011, 10:07

der Du bist in den Himmeln,
Warum ist es nicht "der Du in den Himmeln bist"? Ich habe gelernt dass die Deutsche in Bezug auf Wortstellung kein Kompromiss machen.

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Lazzaro
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Re: Vater unser

Beitragvon Lazzaro » 09.04.2011, 10:31

der Du bist in den Himmeln,
Warum ist es nicht "der Du in den Himmeln bist"? Ich habe gelernt dass die Deutsche in Bezug auf Wortstellung kein Kompromiss machen.
Du hast recht!
Mir ist das als Mutterprachler auch nicht aufgefallen! :oops:

Vielleicht liegt das an der Wortstellung in anderen Sprachen.
Latein: Qui es in coelis
Slavisch: Ische jesi na nebesjech
Griechisch: kann ich nicht

Liebe Camy_d,
ein großes Lob auf Deine Deutschkenntnisse! Ehrlich!

Lazzaro
Cantábiles mihi erant justificatiónes tuæ, * in loco peregrinatiónis meæ. - Ps.118:54

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camy_d
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Re: Vater unser

Beitragvon camy_d » 09.04.2011, 11:19

Danke! :oops:
Auch auf Rumänisch ist es so: „care ești în ceruri”

Nassos
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Re: Vater unser

Beitragvon Nassos » 09.04.2011, 14:24

Das ist ein etwas veraltetes Deutsch.

Für biblische Text bzw. Gedichte wird die Struktur etwas geändert, um einen erhabenen Effekt zu erreichen. Falsch ist die Satzstellung nicht, sie ist aber - wie gesagt - veraltet.

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camy_d
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Re: Vater unser

Beitragvon camy_d » 09.04.2011, 16:48

Warum machen sie nicht so mit die weltliche Gedichte?
Ich beginne meinen, dass meine Deutschlehrerinnen für unsere Gerechtigkeit uns lügen, dass die Deutsche kein Wort bewegt.

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Lazzaro
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Re: Vater unser

Beitragvon Lazzaro » 09.04.2011, 19:59

Hallo Nassos,
Du hast recht! In meinem Neuen Testament (Übersetung von Kistemaker; Münster 1850) steht exakt der geiche Wortlaut.
Warum machen sie nicht so mit die weltliche Gedichte?
Ich beginne meinen, dass meine Deutschlehrerinnen für unsere Gerechtigkeit uns lügen, dass die Deutsche kein Wort bewegt.
Das findet man auch bei weltlichen Gedichten. Hier sind die ersten beiden Zeilen der Ilias, übersetzt von Johann Heinrich Voss um 1780:
Sage mir Muse die Taten des viel gewanderten Mannes,
welcher so weit geirrt nach der heiligen Troja Zerstörung ...
Ich sage es mit einfachen Worten:
Wir normalen Leute müssen die Gramatik respektieren und das Verb an das Ende des Satzes stellen. Die alten Dichter früher beachteten die Regeln nicht so genau.
Einen Gesegneten Sonntag wünscht
Lazarus
Cantábiles mihi erant justificatiónes tuæ, * in loco peregrinatiónis meæ. - Ps.118:54

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Re: Vater unser

Beitragvon Loukia » 09.04.2011, 22:17

Ich beachte solche Regeln auch nicht, wenn ich etwas schreibe :P

Aber warum nicht das Vater Unser hier in mehreren Sprachen posten?

Ojcze nasz, któryś jest w niebie,
Święć się imię twoje,
Przyjdź Królestwo twoje,
Bądź wola twoja,
jak w niebie,
tak i na ziemi.
Chleba naszego powszedniego daj nam dzisiaj.
I odpuść nam nasze winy,
jak i my odpuszczamy naszym winowajcom;
I nie wódź nas na pokuszenie,
ale nas zbaw ode złego;
Albowiem twoje jest Królestwo i moc,
i chwała na wieki wieków.

Amen


Das ist polnisch!


En Christo
Ἡ χάρις τοῦ Κυρίου Ἰησοῦ Χριστοῦ μεθ' ὑμῶν. 1. Korinther 16,23

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Re: Vater unser

Beitragvon Lazzaro » 10.04.2011, 04:19

Padre nostro,
che sei nei cieli,
sia santificato il Tuo nome,
venga il Tuo regno,
sia fatta la Tua voluntá,
come in cielo cosi in terra.
Dacci occi il nostro pane essenziale,
e rimetti a noi i nostri debiti,
come noi li remettiamo ai nostri debitori,
e non ci indurre in tentazione, ma liberaci dal male.

Poiché Tuo é il regno, e la potenza, e la gloria del Padre, e del Figlio, e dello Spirito Sancto, ora e sempre e nei secoli dei secoli. Amen.

Questo é italiano.
Das ist italienisch.

Lazzaro
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Re: Vater unser

Beitragvon Lazzaro » 10.04.2011, 04:33

Und weil ich der čechischen Kirche so viel verdanke:

Otče náš, jenž jsi na nebesích!
Posvěť se jméno tvé,
přijď království tvé,
buď vůle tvá
jako v nebi, tak i na zemi.
Chléb náš vezdejší dejž nám dnes
a odpusť nám naše viny,
jakož i my odpouštíme viníkům našim
a neuveď nás v pokušení,
ale zbav nás od zlého.

Neboť tvé je království i moc i sláva Oce i Syna i Svatého Ducha nyní i vždycky až na věky věkův.
Lazar
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Re: Vater unser

Beitragvon camy_d » 10.04.2011, 10:38

Tatăl nostru

Tatăl nostru care eşti în ceruri,
sfinţească-se numele Tău,
vie împărăţia Ta,
facă-se voia Ta, precum în cer aşa şi pe Pământ.
Pâinea noastră cea de toate zilele,
dă-ne-o nouă astăzi
şi ne iartă nouă greşelile noastre
precum iertăm şi noi greşiţilor noştri
şi nu ne duce pe noi în ispită
ci ne izbăveşte de cel rău.
Că a Ta este împărăţia şi puterea şi mărirea,
acum şi pururea şi în vecii vecilor.
Amin.

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Re: Vater unser

Beitragvon ElvisVrinic » 10.04.2011, 12:14

MOLITVA GOSPODNJA - OČE NAŠ

Oče naš, koji si na nebesima,

da se sveti ime Tvoje,

da dođe carstvo Tvoje,

da bude volja Tvoja

i na zemlji kao na nebu;

hleb naš nasušni daj nam danas;

i oprosti nam dugove naše

kao što i mi opraštamo dužnicima svojim;

i ne uvedi nas u iskušenje,

no izbavi nas od zloga.

amin.

auf Kyrillisch:

Оче наш који си на небесима,

да се свети име твоје;

да дође царство твоје;

да буде воља твоја и на земљи као на небу.

Хљеб наш насушни дај нам данас;

и опрости нам дугове наше као и ми што опраштамо дужницима својим;

и не уведи нас у искушење,

но избави нас од злога.

Амин.
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

Ehre Sei dem Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Jetzt und immerdar und in alle ewigkeit. Amen

IC XC
NI KA

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Re: Vater unser

Beitragvon Igor » 10.04.2011, 13:38

Kirchenslawisch:
otce_nash.jpg
otce_nash.jpg (58.55 KiB) 22443 mal betrachtet

In Russisch:
Отче наш, Иже еси на небесех!
Да святится имя Твое,
да приидет Царствие Твое,
да будет воля Твоя,
яко на небеси и на земли.
Хлеб наш насущный даждь нам днесь;
и остави нам долги наша
якоже и мы оставляем должником нашим;
и не введи нас во искушение,
но избави нас от лукаваго.

In lateinischer Umschrift:
Otče naš, Iže esi na nebeseh!
Da svâtitsâ imâ Tvoe,
da priidet Carstvie Tvoe,
da budet volâ Tvoâ,
âko na nebesi i na zemli.
Hleb naš nasuŝnyj daždʹ nam dnesʹ;
i ostavi nam dolgi naša
âkože i my ostavlâem dolžnikom našim;
i ne vvedi nas vo iskušenie,
no izbavi nas ot lukavago.
Bild
Als der Höchste hernieder fuhr, verwirrte Er die Sprachen, zerteilte Er die Völker, nun, da Er Feuerzungen ausgeteilt, ruft Er alle zur Einheit: Einmütig preisen wir deshalb den Heiligen Geist. (Pfingstkondakion im 8. Ton)

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Re: Vater unser

Beitragvon Lazzaro » 10.04.2011, 17:55

Auf lateinisch:
Pater noster,
qui es in caelis, sanctificétur nomen tuum.
Advéniat regnum tuum.
Fiat volúntas tua,
sicut in caelo et in terra.
Panem nostrum super-substantiálem* da nobis hódie.
Et dimitte nobis débita nostra,
sicut et nos dimíttimus debitóribus nostris.
Et ne nos indúcas in tentatiónem,
sed libera nos a malo.

* textus secundum evangelium Matthaei VI,11 ; in rito romano oratur "quottidianum".
* Text gemäß des Matthäusevangeliums 6,11(= überwesentliches Brot) im römischen Ritus wird "quottidianum" (= tägliches Brot) gebetet.

Diese Übersetzung von Notger dem Deutschen (+1022) hat folgende Vorteile:
1. Sie ist deutsch.
2. Sie ist zur Zeit der Kirchengemeischaft Rom-Konstantinopel entstanden, folglich kann sie den Anspruch erheben "orthodox" zu sein.
3. Sie ist (halbwegs) verständlich.

Fater unser du in himile bist.
Din namo uuerde geheiligot.
Din riche chome.
Din wille geskehe
in erdo. also in himile.
Unser tagolicha brot kib uns hiuto.
Unde unsere sculde belaz uns.
Also ouh uuir belazend unsern sculdigen.
Und in chorunga ni leitest du unsih.
Nu belose unsih fone ubile.

Zur Aussprache:
uu ist ein heutiges w
iu wird ü ausgesprochen
Quelle ist unter anderem zusammen mit einer Exegese:
http://www.e-codices.unifr.ch/de/csg/0021/563/small

Viel spaß beim Lesen :D
wünscht Lazzaro
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