Christsein heute

Orthodoxe Kirche und Gesellschaft, Theologie
Forumsregeln
Forumsregeln Impressum
Maxime
Beiträge: 5
Registriert: 02.04.2008, 14:00
Wohnort: Z?rich

Christsein heute

Beitragvon Maxime » 17.09.2016, 21:36

Als orthodoxer Christ müsste man sich immer wieder grundsätliche Fragen stellen. Oft habe ich das Gefühl, es genügt die Orthodoxie als Etikette zu benutzen um Orthodox zu sein. Ich merke oft, dass orthodoxe Bischöfe und Priester lau warmes Wasser predigen, ohne Ueberzeugung oder auch wie Intellektuellen über die Köpfe hinweg oder auch in eine Sprache die die wenigsten verstehen. Man hört seitens des moskauer Patriarchen aber auch seitens Präsident Putin, das das Abendland geistlich degeneriert, was wirklich stimmt weil, sowohl der Katholizismus wie auch der Protestantismus die Botschaft Jesu Christi verfälscht oder sogar unglaubwürdig darstellen.
Vr Maxime Doyon
Kalchb?hlstrasse 87
8038 Z?rich

Johannes Mathias
Beiträge: 3
Registriert: 30.11.2017, 12:41
Religionszugehörigkeit: katholisch

Re: Christsein heute

Beitragvon Johannes Mathias » 01.12.2017, 11:20

Man sollte nicht so sehr unvorsichtig über Brüder und Schwestern urteilen, die auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft sind. Zudem ist die Bilderverehrung sehr fragwürdig, wenn man liest, dass alle die Götzen dienen, zuschanden werden sollen. Ebenso ist die Tradition, Fasten und Beten zur Schau zu stellen überhaupt nicht im Sinne Jesu, wie es schon durch den Propheten Jesaja gesagt hat. Auf niemanden mit dem Finger zeigen ist hingegen ein Fasten, wie es Gott gefällt. Zweimal die Woche haben ja die Pharisäer gefastet. So ist dies auch sehr fragwürdig, denn Jesus hat vor wichtigen Entscheidungen gefastet und wollte, dass die Jünger fasten, nicht damit ihre Dämonen ausgetrieben worden wären, denn sie hatten keine, sondern jene, die krank waren. Viele empfangen heute ihre Ehre nur von Menschen und jene, die die Väter ehren, können auch jene sein, die sie im übertragenen Sinn, umgebracht haben. Nichts als menschliche Satzungen sind es. Die Heilige Schrift selbst stellt immer wieder auf den Wortlaut ab und Jesus rühmt den Glauben, der Sünder, die ganz kurz beten "Jesus Christus, Sohn Gottes, erbarmer dich meiner", "Denk an mir, wenn du in dein Reich kommst", "Ich glaube, hilf meinem Unglauben". Während die Gebete immer länger wurden, ist das Herz immer kälter geworden, vielleicht. Ein Glaubenbekenntnis zu beten und neue Lieder zu erfinden ist ebenfalls laut des Alten Testamentes kein Hinweis auf Glauben. Jakobus stellt die Tat in den Vordergrund und hält Zweifel und Glaube für unvereinbar. In der Geschichte von Jona sind nur Menschen in einem Boot, die nicht an den Gott Israels glauben, doch nachdem sie gemerkt haben, dass nur Jona nicht zu seinem Gott rief und er sich gegen ihn versündigt hat, da ist ihnen alle klar, dass sie nun zu diesem Gott rufen und sie opfern ihm sogar ein Dankesopfer. Wenn also so sehr gewarnt wird und Ängste geschürt werden, und man von einer Kultur des Christentums spricht, die verloren geht, so ist dies verlogen. Wir haben keine bleibende Stätte und Jesus Christus ist selbst der Tempel, und in den Tempel hineingegangen, der der Himmel ist. Niemand soll außerhalb seines Namens gerettet werden, denn nur er ist zur Sühne für unsere Sünden am Kreuz gestorben. Er braucht niemanden, der glaubt, den Vater zu zeigen, denn wer ihn gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wer den Sohn hat, hat den Vaters und wer an ihn glaubt, über den kommt der Heilige Geist und ein solcher Mann, oder eine solche Frau, hält die Gebote. Gottes- und Menschenliebe sind also eins. Das aber das Unkraut zusammen mit den Kindern Gottes wächst, das steht in der Schrift. Die Frage ist nur, ob Chirsten nicht heute entweder richten oder die Glaubensgrundsätze aufgeben. Die Antwort kann nur wachen und beten sein und die Tat, die in der Liebe vollbracht ist, um Gott zu verherrlichen auf der Erde, damit auch die Heiden ihn rühmen, die Armen und Gebrochenen. Es ist ja eine Lüge, wenn gesagt wird, alle könnten in ihrer Religion bleiben, aber keine Lüge ist es, was in den Evangelien in den drei Königen oder Magier verheißen wird. Jedes Knie wird sich beugen, jede Zunge wird bekennen, das Jesus ist der Herr, zur Ehre Gottes des Vaters.

Wie sagt der Heilige Gregor von Nazianz so schön. Fasten von Zunge und Bauch. Das ist jetzt die Adventszeit, eine Bußzeit. Nicht der Essenentzug ist das Wichtigste, sondern, dass jene, die jetzt nichts zum Essen haben, genug haben. Und wenn wir nicht dafür sorgen, sorgt Gott dafür im Himmel, wie beim armen Lazarus und vielleicht müssen dann manche Christen sehen, was sie wirklich sind, die nur auf den Glauben abstellen wollen, Die Seligpreisungen und die Weltgerichtsrede spricht ja Bände. Denn, wenn der Knecht Christi seine Arbeit getan hat, setzt er sich nicht zuerst an den Tisch, sondern er bedient zuerst seinen Herrn und nennt sich einen nutzlosen Diener. Sklave Christi - freier in Christus. Keiner der schon zur Herrschaft gelangt ist, ist wirklich ein Christ. Das sind kluge Leute in Christus, die nicht tun, was Jesus sagt und nicht tun, was laut der Heiligen Schrift, Maria gesagt hat. Was er sagt, das tut. Nicht nur hören, sondern auch demütig gehorchen. Es ist klar, dass wer Gott fürchtet, auch nicht die Könige dieser Erde fürchten muss, auch nicht den Islam, oder den Untergang des Abendlandes.

Hetairos
Beiträge: 78
Registriert: 07.05.2014, 15:15
Religionszugehörigkeit: orthodox

Re: Christsein heute

Beitragvon Hetairos » 04.12.2017, 10:34

Unfertiger Text, ausersehen versendet.
Der Richtige kommt noch.
Aν πεθάνεις, πριν πεθάνεις, δεν θα πεθάνεις, όταν πεθάνεις!

Johannes Mathias
Beiträge: 3
Registriert: 30.11.2017, 12:41
Religionszugehörigkeit: katholisch

Re: Christsein heute

Beitragvon Johannes Mathias » 06.12.2017, 09:37

Johannes Mathias hat geschrieben:Man sollte nicht so sehr unvorsichtig über Brüder und Schwestern urteilen, die auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft sind. Zudem ist die Bilderverehrung meines Erachtens sehr fragwürdig, wenn man liest, dass alle die Bildern dienen, zuschanden werden sollen. Ebenso ist die Tradition, Fasten und Beten zur Schau zu stellen überhaupt nicht im Sinne Jesu, wie es schon durch den Propheten Jesaja gesagt wurde. Auf niemanden mit dem Finger zeigen ist hingegen ein Fasten, wie es Gott gefällt. Zweimal die Woche haben ja die Pharisäer gefastet. So ist dies auch sehr fragwürdig, denn Jesus hat vor wichtigen Entscheidungen gefastet und wollte, dass die Jünger fasten, nicht damit ihre Dämonen ausgetrieben worden wären, denn sie hatten keine, sondern jene, derer, die krank waren. Viele empfangen heute ihre Ehre nur von Menschen und jene, die die Väter ehren, können auch jene sein, die sie im übertragenen Sinn, umgebracht haben. Die Heilige Schrift selbst stellt immer wieder auf den Wortlaut ab und Jesus rühmt den Glauben, der Sünder, die ganz kurz beten "Jesus Christus, Sohn Gottes, erbarme dich meiner", "Denk an mich, wenn du in dein Reich kommst", "Ich glaube, hilf meinem Unglauben". Während die Gebete immer länger wurden, ist das Herz immer kälter geworden, vielleicht. Ein Glaubenbekenntnis zu beten und neue Lieder zu erfinden ist ebenfalls noch kein hinreichender Hinweis auf Glauben. Jakobus stellt die Tat in den Vordergrund und hält Zweifel und Glaube für unvereinbar. In der Geschichte von Jona sind nur Menschen in einem Boot, die nicht an den Gott Israels glauben, doch nachdem sie gemerkt haben, dass nur Jona nicht zu seinem Gott rief und er sich gegen ihn versündigt hat, da ist ihnen alle klar, dass sie nun zu diesem Gott rufen und sie opfern ihm sogar ein Dankesopfer. Wenn also so sehr gewarnt wird und Ängste geschürt werden, und man von einer Kultur des Christentums spricht, die verloren geht, so ist dies verlogen. Wir haben keine bleibende Stätte und Jesus Christus ist selbst der Tempel, und in den Tempel hineingegangen, der der Himmel ist. Niemand soll außerhalb seines Namens gerettet werden, denn nur er ist zur Sühne für unsere Sünden am Kreuz gestorben. Er braucht niemanden, der glaubt, den Vater zu zeigen, denn wer ihn gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wer den Sohn hat, hat den Vaters und wer an ihn glaubt, über den kommt der Heilige Geist und ein solcher Mann, oder eine solche Frau, hält die Gebote. Gottes- und Menschenliebe sind also eins. Das aber das Unkraut zusammen mit den Kindern Gottes wächst, das steht in der Schrift. Die Frage ist nur, ob Chirsten nicht heute entweder richten oder die Glaubensgrundsätze aufgeben. Die Antwort kann nur wachen und beten sein und die Tat, die in der Liebe vollbracht ist, um Gott zu verherrlichen auf der Erde, damit auch die Heiden ihn rühmen, die Armen und Gebrochenen. Es ist ja eine Lüge, wenn gesagt wird, alle könnten in ihrer Religion bleiben, aber keine Lüge ist es, was in den Evangelien in den drei Königen oder Magier verheißen wird. Jedes Knie wird sich beugen, jede Zunge wird bekennen, das Jesus ist der Herr, zur Ehre Gottes des Vaters.

Wie sagt der Heilige Gregor von Nazianz so schön. Fasten von Zunge und Bauch. Das ist jetzt die Adventszeit, eine Bußzeit. Nicht der Essenentzug ist das Wichtigste, sondern, dass jene, die jetzt nichts zum Essen haben, genug haben. Und wenn wir nicht dafür sorgen, sorgt Gott dafür im Himmel, wie beim armen Lazarus und vielleicht müssen dann manche Christen sehen, was sie wirklich sind, die nur auf den Glauben abstellen wollen, Die Seligpreisungen und die Weltgerichtsrede spricht ja Bände. Denn, wenn der Knecht Christi seine Arbeit getan hat, setzt er sich nicht zuerst an den Tisch, sondern er bedient zuerst seinen Herrn und nennt sich einen nutzlosen Diener. Sklave Christi - freier in Christus. Keiner der schon zur Herrschaft gelangt ist, ist wirklich ein Christ. Das sind kluge Leute in Christus, die nicht tun, was Jesus sagt und nicht tun, was laut der Heiligen Schrift, Maria gesagt hat. Was er sagt, das tut. Nicht nur hören, sondern auch demütig gehorchen. Es ist klar, dass wer Gott fürchtet, auch nicht die Könige dieser Erde fürchten muss, auch nicht den Islam, oder den Untergang des Abendlandes.

Johannes Mathias
Beiträge: 3
Registriert: 30.11.2017, 12:41
Religionszugehörigkeit: katholisch

Christ sein heute

Beitragvon Johannes Mathias » 06.12.2017, 09:43

Die Tat unterstreicht das Bekenntnis und die Tat ist sogar selbst Bekenntnis vor Gott, wenn sie auf dem Fuße folgt.
Wer hat schon einmal erlebt, dass man eine Jacke gekauft hat und einen Obdachlosen sieht, und man denkt, ich sollte meine neue Jacke diesem da geben und sollte selbst meine alte tragen. Wieviel nötiger hat ein Obdachloser Mann, der in der Kälte lebt, eine dicke Winterjacke, als ich. Es ist schrecklich am Besitz zu hängen, wie man merkt, wenn man dann aufrechnet und sich alles so zurecht legt, dass man gut da steht. Vielleicht wäre es ja auch zur Schaustellung von Gerechtigkeit oder eben ein Zeugnis vor einer Masse von Menschen, die es begrüßen und sich darüber freuen.


Zurück zu „Orthodoxe Kirche“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 4 Gäste