Maskenpflicht in der Liturgie

Orthodoxe Kirche und Gesellschaft, Theologie
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Jeremias
Beiträge: 259
Registriert: 12.06.2009, 15:08

Re: Maskenpflicht in der Liturgie

Beitrag von Jeremias »

Die Orthodoxe Bischofskonferenz hat sich dazu zuletzt geäußert:
Angesichts der schwierigen Pandemielag, in der sich Deutschland derzeit befindet, verabschiedeten die Bischöfe einen gemeinsamen Appell zur Impfung:

In vollem Bewusstsein unserer Verantwortung vor Gott für die Gläubigen, die er uns anvertraut hat, rufen wir Sie auf und bitten Sie inständig, sich impfen zu lassen. Unser dringlicher Appell gilt gewiss nicht nur den orthodoxen Christinnen und Christen, sondern jedem Menschen; denn das Corona-Virus unterscheidet nicht zwischen Volks- oder Religionszugehörigkeit. Die Impfung soll ja nicht nur uns selbst schützen, sondern ist auch ein Akt der Nächstenliebe gegenüber unseren Mitmenschen. Und es ist unsere Pflicht, diese Nächstenliebe tätig zu zeigen, treu dem Gebot unseres Herrn, der bald wieder geboren wird: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (Mk 12,31)
https://rum-orthodox.de/2021/11/herbsts ... nuernberg/

Dazu aber auch die Anmerkung, dass bei der betroffenen Sitzung nur die "griechischen, antiochenischen, serbischen und rumänischen Diözese" (Zitat nach oben) vertreten waren.

Hier gibt es meiner Meinung nach einen ziemlichen Unterschied zwischen der Position der OBKD und der der ROKA. Ob das ein Problem ist? Das müssen die Bischöfe untereinander diskutieren, der Vorteil als einfacher Gläubiger ist ja eben, dass man hier dem eigenen Bischof folgen kann.
Marian
Beiträge: 170
Registriert: 11.05.2016, 11:28
Religionszugehörigkeit: russisch orthodox

Re: Maskenpflicht in der Liturgie

Beitrag von Marian »

Moin,
und im Geist unseres Metreopoliten Mark glaube ich mich. Laut dessen Äußerung schon vom letzten Jahr: >... geimpft oder nicht geimpft, das ist nicht heilsentscheidend.< haben wir es zuerst abgelehnt, weil genesen. Nun ist aber das Leben "ohne" komplizierter geworden und aus Trixerei sollte Betrug werden, da gab es die Spritze. Eben dem Heile wegen! Siehe auch:
1.Kor.10
"... »Alles ist erlaubt!« Aber nicht alles dient der Gemeinde. Jeder soll auf den Vorteil des anderen bedacht sein, nicht auf den eigenen Vorteil. Was heißt das konkret? Bei Fleisch, das auf dem Markt verkauft wird, braucht ihr nicht nachzuforschen, ob es einem Götzen geopfert wurde. Ihr könnt alles ohne Bedenken und mit gutem Gewissen essen, denn »die Erde und alles, was darauf lebt, gehört dem Herrn«. Dasselbe gilt auch, wenn jemand, der nicht an Christus glaubt, euch zum Essen einlädt und ihr die Einladung annehmt: Ihr könnt alles, was euch vorgesetzt wird, unbedenklich und mit gutem Gewissen essen und braucht nicht nachzuforschen, woher das Fleisch kommt. Sollte allerdings jemand ausdrücklich zu euch sagen: »Dieses Fleisch wurde als Opfer dargebracht!«, dann esst nicht davon, und zwar mit Rücksicht auf den, der euch darauf aufmerksam gemacht hat – genauer gesagt, mit Rücksicht auf sein Gewissen. Wohlgemerkt, ich spreche vom Gewissen des anderen. Was mein eigenes Gewissen betrifft, bin ich frei. Doch warum sollte ich mich so verhalten, dass das Gewissen des anderen verletzt wird und er meine Freiheit verurteilt? Ich könnte zwar mit einem Dankgebet an der Mahlzeit teilnehmen. Aber soll es etwa dahin kommen, dass man mir Vorhaltungen macht wegen etwas, wofür ich Gott danke? Was immer ihr tut, ob ihr esst oder trinkt oder was es auch sei – verhaltet euch so, dass Gott dadurch geehrt wird und dass ihr für niemand ein Glaubenshindernis seid, ..."
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