Kloster Maria Schutz in St. Andrä am Zicksee

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Kloster-Oesterreich
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Kloster Maria Schutz in St. Andrä am Zicksee

Beitragvon Kloster-Oesterreich » 27.12.2016, 18:57

Das erste und bisher einzige orthodoxe Kloster Österreichs im burgenländischen St. Andrä am Zicksee steht wieder schwer unter Beschuss von einigen wenigen Gegnern.
Diese Christenhasser wollen den Gemeinderatsbeschluss über die Umwidmung des Grundstückes, auf dem das Kloster errichtet werden soll, einer Volksabstimmung unterziehen, um den Bau zu verhindern. Und das, obwohl bereits eine Bürgerbefragung positiv für das Kloster ausgegangen ist!

http://www.salzburg.com/nachrichten/mob ... nd-226892/

https://m.kurier.at/chronik/burgenland/ ... 37.217.930

Die Wasserweihe am 14.01.2017 muss unter Polizeischutz durchgeführt werden, da diese Gegner angeblich auch vor Störaktionen nicht zurückschrecken.

Die Unterstützer haben einen Verein der "Freunde des Klosters Maria Schutz in St. Andrä am Zicksee" gegründet.
Siehe: www.freunde-des-klosters.net

Sie brauchen unsere Unterstützung und unser Gebet!

eumher
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Re: Kloster Maria Schutz in St. Andrä am Zicksee

Beitragvon eumher » 30.01.2017, 14:32

Bitte um Mäßigung in der Ausdrucksweise.

St.Andrä ist eine kleine Ortschaft, in der man bisher sehr harmonisch zusammenlebte.
Wenn ca. 400 Menschen unterschreiben, dass sie den Klosterbau für nicht sinnvoll halten (ich habe nicht unterschrieben), sind sie noch lange keine "Christenhasser".

Die Wasserweihe am Zicksee wurde abgehalten. Wer dabei sein wollte, konnte unbehelligt hingehen. Wer solche Zerimonien für nicht ganz in unsere Zeit passend hielt, blieb zu Hause. Gestört wurde dabei niemand. Von "Polizeischutz" in diesem Zusammenhang zu schreiben, ist Panikmache und unnötige Polarisierung.

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Stephanie
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Re: Kloster Maria Schutz in St. Andrä am Zicksee

Beitragvon Stephanie » 01.02.2017, 06:49

eumher hat geschrieben:
[...] St.Andrä ist eine kleine Ortschaft, in der man bisher sehr harmonisch zusammenlebte. [...] Wer solche Zerimonien für nicht ganz in unsere Zeit passend hielt, blieb zu Hause.


Sehr geehrter eumher,

zur Sache an sich kann ich mangels Kenntnis nichts sagen, mir sind nur die beiden oben aufgeführten Sätze aufgefallen und möchte daher nachfragen.
Inwieweit steht denn zu befürchten, dass durch ein Kloster (orthodoxe Klöster sind kontemplativ in ihrer Ausrichtung) das harmonische Zusammenleben des Ortes gestört wird? Es handelt sich doch nicht um Krawallmacher und auch um keine Sektenmitglieder, die von Haustür zu Haustür ziehen und betteln oder zur "Mitgliedschaft" nötigen? Welche Ängste liegen denn vor?

Über den zweiten Satz bin ich dann doch sehr gestolpert... "nicht in unsere Zeit passend"?? Seit wann ist Christentum eine in die Zeit passende Veranstaltung? Es geht hier um die Segnung von Wasser mit der Bitte um Schutz durch Gott, Christen sollte das eigentlich nicht fremd oder archaisch erscheinen und den Nichtchristen, welcher Coleur auch immer, kann es ja egal sein, welcher "Hokuspokus" veranstaltet wird, oder nicht?

Was genau ist denn nun der Stein des Anstoßes?

Herzliche Grüße
Stephanie

eumher
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Re: Kloster Maria Schutz in St. Andrä am Zicksee

Beitragvon eumher » 01.02.2017, 18:23

Sehr geehrte Stephanie

Mir ist es in erster Linie um die Ausdrucksweise gegangen:

"Christenhasser" für Leute, die in einer Sache anderer Meinung sind. Es kann schon sein, dass es unter den ca. 400 Unterschreibern auch niedrige Motive gibt. Aber ganz sicher auch positive Motive, z.B. andere (eventuell sogar intensivere) Art der Ökumene, Umweltschutz, usw. Ich kann es nicht genau abschätzen und ich selbst habe ja nicht unterschrieben. Rund 30 Prozent der Wahlberechtigen einer Kommune sind aber niergends auf der Welt ausschließlich böse Menschen, schon gar nicht St.Andrä am Zicksee.

"Polizeischutz" da hatte ich den Verdacht, man will in die Opferrolle schlüpfen. Dass ich mich irre, schließe ich aber nicht aus. Ich sehe aber auch keine Gründe, warum derartiges je notwendig gewesen wäre.

"Beschuss" habe ich nicht kommentiert, halte ich aber auch für einen martialischen Ausdruck

Die Ausdrücke "Krawallmacher","Sektenmitglieder" und "Hokuspokus" haben Sie verwendet nicht ich. Diese Ausdrücke verwende ich so gut wie nie und schon gar nicht im Zusammenhang mit einer Religionsgemeinschaft.

Die Orthodoxen Mönche haben gemeinsam mit dem burgenländischen Diözesanbischof die Wasserweihe ungestört durchführen können. Es muss umgekehrt auch jedem Christen erlaubt sein, andere christliche Veranstaltungen besser "in unsere Zeit passend" zu finden und diese zu besuchen.

Ich verabschiede mich mit dem schönen österreichsichen Grüß
Grüß Gott

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Priester Alexej
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Re: Kloster Maria Schutz in St. Andrä am Zicksee

Beitragvon Priester Alexej » 01.02.2017, 22:18

Lieber eumcher,

die Ausdrucksweise und Dramatisierung bei Seite lassend, bleibt die wesentliche Frage: warum könnte sich jemand an einem christlichem Kloster stören?
Apostolischer Kanon 39 (32): Priester und Diakonen sollen ohne Wissen und Willen des Bischofs Nichts thun: denn dieser ist's, welchem das Volk des Herrn anvertraut worden, und von welchem Rechenschaft über ihre Seelen gefordert werden wird.

eumher
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Re: Kloster Maria Schutz in St. Andrä am Zicksee

Beitragvon eumher » 02.02.2017, 12:43

Sehr geehrter Herr Alexej

Ihre Frage ist einfach zu bentworten: Christliche Klöster stören in "Klösterreich" nur eine ganz geringe Minderheit.

Aber:
1. In "Klösterreich" gibt es eine große Anzahl von Klöstern. Immer wieder werden Klöster in Österreich mangels Schwestern, Patres und Fratres geschlosssen, andere stehen halb leer. Ein gemeinsames Kloster von zwei christlichen Konfessionen wäre da etwas ganz besonderes. Die Baulichkeiten stehen bereit, wie steht es mit der Bereitschaft der Konfessionen?

2. In Österreich werden pro Jahr 0,5% der vorhandenen Ackerfläche "versiegelt", also verbaut, verpflastert, alphaltiert, usw. Das geplante Kloster ist bei diesem sorglosen Umgang mit der Umwelt nur ein ganz kleiner Mosaikstein, aber doch einer. Mit Umsetzung von Punkt 1. wäre das nicht nur ein ganz kleiner Mosaikstein, sondern gar keiner. Man könnte den "Versiegelern" auch zeigen "schaut her, es geht auch anders".

3. Nach meiner Einschätzung wird die Volksabstimmung ungefähr so ausgehen wie die Volksbefragung im Vorjahr. Es wird also rund die Hälfte der Ortsbewohner für das Kloster sein und die andere Hälfte dagegen. Eine der beiden Meinungen wird die knappe demokratische Mehrheit haben. Muss man aber das Kloster an einer Stelle bauen, wo man so bedingt willkommen ist? Die Menschen (wahrscheinlich alle oder fast alle selbst Christen), die man heute als Christenhasser bezeichnet, vor denen man Polizeischutz benötigt, werden in der überwiegenden Mehrzahl nicht mehr zu Freunden des Klosters werden.

Liebe Grüße aus dem Burgenland

PS an "Klöster-Österreich": Diese Diskussion hat auf Grund eines doch sehr pointierten, schon eher aggressiven Beitrages von "Klöster-Österreich" begonnen. Warum kommt von der/dem keine Klarstellung?

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Thuja
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Re: Kloster Maria Schutz in St. Andrä am Zicksee

Beitragvon Thuja » 02.02.2017, 15:36

Hallo eumher,

mmmh, was mir nicht klar ist - wieso sollen sich evangelische und katholische Christen zusammentun und ein gemeinsames Kloster gründen, wenn die viel "älteren" Orthodoxen da Zulauf bekommen, wo die anderen Konfessionen nur noch Mitgliederschwund beklagen müssen... und daher die Orthodoxen Christen ein Kloster gründen, an dem auch die anderen wieder mehr zu "den Ursprüngen" zurückfinden könnten. Das ist keine "aktive Missionierung" oder ein "Aufoktroyieren", sondern ein einfaches Angebot, eine ausgestreckte Hand. Und die Grundstücksbereitstellung für genau diesen Zweck geschah durch die katholische Kirche in Österreich - soll deren Einsatz dafür nichts zählen?
Und da das Land auch landwirtschaftlich zur Selbstversorgung durch das Kloster genutzt werden soll und auch nicht brach liegen, ist diese "Versiegelung"sangst für mich so nicht nachvollziehbar, da stellt sich mehr die Frage, ob die neuen Autobahnspuren und -tunnel etc. denn alle so dringlich notwendig sind, wenn Umweltschutz vorrangig ist/wäre... aber das nur nebenbei.

Ja, ein orthodoxes Kloster scheint den Westchristen fremd zu sein, und alles, was "fremd" ist, ruft Abwehr hervor, "sicherheitshalber". Doch bei genauerer Betrachtung dürfte eben dieses "Fremde" sehr vertraut erscheinen - und was "in unsere Zeit passt" oder nicht, sieht ohnehin jeder anders, wenn's danach geht, müsste viel mehr Toleranz überall herrschen und jeder den Nächsten in Frieden leben lassen können... warum nicht bei sich selbst damit anfangen?????

Beste Grüße
Thuja
Господи помилуй мя!

eumher
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Re: Kloster Maria Schutz in St. Andrä am Zicksee

Beitragvon eumher » 02.02.2017, 22:35

Liebe/Lieber Thuja

Viele Teile der Antwort kann ich nicht genau einordnen und kann daher auch nicht weiter darauf eingehen.

Nur eine Klarstellung zur "Versiegelung":
Ich habe geschrieben, dass dabei das geplante Kloster "nur ein kleiner Mosaikstein" ist. Auch mich stören nur mit Auto erreichbare riesige Einkaufszenten am Stadtrand mit noch riesigeren Parkplätzen. Oder am Weg von Wien nach St.Andrä am Zicksee zwischen Bruck an der Leitha und Nickelsdorf auf einer Strecke von ca. 40 km 8 Autobahnabfahrten jede mit nicht ganz kleinen "Versiegelungs"-Flächen. Das und viele andere sind die großen "Versiegelungs"-Mosaiksteine. Da würde ich mir ein Umdenken wünschen und nicht das Hinzufügen von zugegeben eines "nur kleinen Mosaiksteins".

Ich habe die Antworten auf meine Beiträge genau gelesen und so weit es mir möglich war zu verstehen. Habe versucht an mich gestellte Fragen möglichst klar zu beantworten. Ich kann aber jetzt keine weiteren Gedanken hinzufügen und werde mich daher zu diesem Thema nicht mehr melden.

Mit Interesse würde ich aber eine Nachricht von "Kloster-Österereich" lesen, wie sie/er auf "Christenhasser" und notwendigen "Polizeischutz" kommt und eventuell auch warum sie/er den Ausdruck "Beschuss" verwendet. Was immer sie/er schreibt, ich werde auch dazu keinen Kommentar mehr abgeben.

Liebe Grüße

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Re: Kloster Maria Schutz in St. Andrä am Zicksee

Beitragvon Lazzaro » 04.02.2017, 22:16

Hallo eumher,

Zu Deinem Vorschlag vorhandene Klostergebäude zu nutzen:
Sicher ist die Diskussion darüber berechtigt, aber es gibt da auch praktische Erwägungen. Ich beschränke mich mal auf die Suche nach der Klosterkirche.
Lateinische Klosterkirchen haben einen langgestreckten Chorraum, wir brauche aber für den byzant. Ritus einen weniger tiefen, aber sehr breiten Altaraum. (Eine "Altarinsel" in der Mitte wie in modernen Kirchen ist überhaupt nicht zu gebrauchen.) Auch ist nicht jeder westliche Baustil gleich adäquat für unsere Gottesdienste passend: Am besten wohl die lombardische Romanik,
am ungünstigsten bayerisches Rokoko. Ein griechisch orthodoxer Gottesdienst in so einem Raum? ( https://de.wikipedia.org/wiki/Rokoko#/m ... ickr-2.jpg ) Da beißen sich die Sinne. Das ist schwehr zu ertragen. Ist nicht böse gemeint, ist einfach so.
Ebenso sollten unsere Kirchen für die Prozessionen umschreitbar sein.
Das alles macht die Suche nach einer geeigneten Inmobilie sehr schwierig.

Wie sollen zwei Mönchsgemeinschaften mit 2 verschiedenen Tagesabläufen, Gottesdiensten, Festkalendern und Eßgewohnheiten unter einem Dach und in einer Kirche auskommen? Erzähle bitte doch mal, wie Du Dir das vorstellst. (Die einen hängen die Wäsche auf, während die anderen Feiern?)

Zum Thema Versiegelung:
Die moderne industrielle Landwirtschaft ist mit Verlaub nicht wirklich sehr naturverträglich. Aus rein ökologischer Sicht wird die biologische Nutzung des Feldes als Klostergarten auf jeden Fall einen einen größeren ökologischen Nutzen bringen als der Bau der Gebäude Schaden verursachen wird. Punkt.

Und als Drittes, ja es gibt Christenhasser. Vor allem einen, den Teufel. Ich finde die Disskussion in St. Andrä hat auch, vielleicht sogar hauptsächlich einen geistlichen Hintergrund. Natürlich gefällt es gewissen Kräften nicht, daß ein Ort entsteht, in dem Der Name Gottes angerufen und wo ER erlebbar und gegenwärtig sein wird. Genauso ist bekannt, daß der Teufel Zwietracht säht.
Wen wundert eigentlich das Ergebnis?
Daß einige Personen vom Kloster-Oesterreich so bezeichet wurden, mag daran liegen, daß unsere Mönche und Nonnen ein anderes Gespür für das Wirken des Bösen haben als wir Laien. Ich unterstelle, daß sich dieser Ausdruck weniger auf die Menschen selbst, sondern vor allem auf die Kräfte bezieht, die gerade auf geistlicher Ebene durch die Klostergründung aufgescheucht wurden und am Herumwirbeln sind.

eumher hat geschrieben:
Ich habe die Antworten auf meine Beiträge genau gelesen und so weit es mir möglich war zu verstehen. Habe versucht an mich gestellte Fragen möglichst klar zu beantworten. ... ich werde auch dazu keinen Kommentar mehr abgeben.
Wir sind hier eine kleine , aber sehr offene (und auch nette) Comunity, die sich unter Anderem der Aufgabe stellt, Fragen über die orth. Kirche zu beantworten. Unsere Denkweise ist oft eine andere als die von westlichen Christen. Wenn Du nicht sofort verstehst, was oder wie wir antworten, ist das völlig in Ordnung.

Du bist immer eingeladen, erneut nachzufragen.

Liebe Grüße
Lazzaro
Cantábiles mihi erant justificatiónes tuæ, * in loco peregrinatiónis meæ. - Ps.118:54

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Priester Alexej
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Re: Kloster Maria Schutz in St. Andrä am Zicksee

Beitragvon Priester Alexej » 04.02.2017, 22:31

Ich bezweifele stark, dass der hier angemeldete User memberlist.php?mode=viewprofile&u=2513 "Kloster-Oesterreich" wirklich jemand aus dem Kloster ist oder im Auftrag des Klosters geschrieben hat. Wahrscheinlich ist das bloß ein "Freund" des Klosters, der hier seine eigene Sichtweise zu Tage gebracht hat.

Lieber eumher,

ob man sich ein Kloster mit jemandem teilt, kann disskutiert werden, ist aber letzlich Sache der Mönchsgemeinschaft und kein Argument gegen einen Klosterbau.

Das einzige wirkliche Argument gegen den Bau ist das vom Umweltschutz. Ob das aber wirklich all die Leute bewegt, gegen den Bau zu stimmen? Wie würde es aussehen, wenn es um den Bau eines Wohnhauses für eine österreichische Familie ginge?

Ein anderes Argument, was ich in den Nachrichten gefunden habe war, dass das Kloster auf einer Anhöhe wäre und nicht ins ländliche Bild passe. Dazu kann ich aber auch nur staunen. Zumindest in Deutschland ist die Kirche im Dorf immer auf dem höchsten Punkt, gut zu sehen. Ob das bei euch anders ist?

Wie gesagt, beide Argemente sehen für mich eher als Vorwand aus. Und es kommt die Frage - warum also wirklich? Als Antwort fallen zwei Varianten ein, entweder Xenophobie, Angst vor einer fremden Kultur und Tradition, oder schlichte Abneigung gegen Christen. Zumindest in Deutschland trifft man nicht selten auf dieses Problem.

Für deutsche Ohren klingt die ganze Situation befremdlich - hier entscheiden Gerichte anhand von Gesetzen, ob ein Bau rechtmäßig ist, oder nicht. Aber gut - andere Länder, andere Sitten.
Apostolischer Kanon 39 (32): Priester und Diakonen sollen ohne Wissen und Willen des Bischofs Nichts thun: denn dieser ist's, welchem das Volk des Herrn anvertraut worden, und von welchem Rechenschaft über ihre Seelen gefordert werden wird.

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Re: Kloster Maria Schutz in St. Andrä am Zicksee

Beitragvon eumher » 24.02.2017, 17:15

Es war mein fester Vorsatz mich nicht mehr zu melden, aber zu ein paar Punkten möchte ich doch meine Meinung sagen und in einzelnen Fällen auch Information dazufügen:

Lazzaro:

zu: Lateinische Klosterkirchen………………Da beißen sich die Sinne.

Meine Meinung: Als Moschee gebaut als christliche Kirche verwendet, als christliche Kirche gebaut als Moschee verwendet. Da gibt es eine lange Liste in Südspanien, Südosteuropa, Türkei, usw. Und als katholische Kirche gebaut und von zwei christlichen Konfessionen verwendet soll nicht gehen.


Zu: Verschiedene Tagesabläufe, Gottesdienste……..Eßgewohnheiten ….da beißen sich die Sinne

Meine Meinung: Wie schafft das eine Familie mit Vater U-Bahn Fahrer, Mutter im Supermarkt tätig beide mit unregelmäßigen Arbeitszeiten, Kinder verschiedenen Alters mit unterschiedlicher Dauer des Unterrichts: mit Flexibilität, gegenseitiger Hilfe und gutem Willen


zu: Die moderne industrielle Landwirtschaft ist mit Verlaub .......

Information trotz „Punkt“ am Ende: In St.Andrä keine industrielle Landwirtschaft, sondern ausschließlich kleinbäuerliche Struktur mit sehr großem Anteil an gut ausgebildeten Profis als Bio-Bauern.


zu: ja es gibt Christenhasser. Vor allem einen, den Teufel.......

Meine Meinung: Zuerst wird eine Gruppe (fast alle selbst Christen) als Christenhasser bezeichnet und dann behauptet man etwas versteckt aber letztendlich doch ziemlich eindeutig, dass hinter diesen der Teufel steckt. Unabhängig davon ob man an die Existenz des Teufels glaubt oder nicht, steckt dieser nicht sofort dahinter, wenn jemand anderer Meinung ist als man selbst.


Alexej:

Zu: Wie würde es aussehen, wenn es um den Bau eines Wohnhauses für eine österreichische Familie ginge?

Information: In St.Andrä suchen ortsansässige (Jung)-Familien seit vielen Jahren ein Grundstück für ein Wohnhaus. Ein paar Hausplätze werden gerade nach jahrelangen Verhandlungen geschaffen. Kein Gemeindebürger hat sich vorstellen können, das Ackerland am Ortsrand – so wie jetzt für das Kloster- zu Bauland umzuwidmen. Niemand ist während dieser vielen Jahren auf die Idee gekommen, der Herr Bischof soll doch das Grundstück verkaufen, an geschenkt hat schon gar niemand gedacht.


Zu: Nachrichten gefunden habe war, dass das Kloster auf einer Anhöhe wäre…. Dazu kann ich aber auch nur staunen…. Deutschland ist die Kirche im Dorf immer auf dem höchsten Punkt, Ob das bei euch anders ist?

Information: Ja das ist bei uns anders und nicht wirklich zum Staunen: St.Andrä liegt in Seewinkel, Seewinkel im Westteil der Pannonischen Tiefebene, so was von flach, auch das Grundstück wo Kloster geplant - bretteleben, auch nicht der kleinste Hügel weit und breit. Diese falschen Nachrichten wären sehr einfach mit Google-Earth überprüfbar gewesen.


Zu:Für deutsche Ohren klingt die ganze Situation befremdlich - hier entscheiden Gerichte

Information und Meinung: Österreich und Deutschland zählen heute unter den 180 – 200 Ländern der Welt im gleichen Maße zu den gefestigsten Demokratien und sind in ihrer Gesetzgebung fast identisch. Flächenwidmung ist Sache der Gemeinde. Umwidmungen kann diese unter Berücksichtigung von allgemein gültigen Vorschriften (Gesetzen) durchführen. Gemeinderats-Beschlüssen können unter bestimmten Voraussetzungen durch Volksabstimmungen revidiert werden. Demokratie sollte für keine Ohren befremdlich klingen.


So und jetzt verspreche ich unwiderruflich, mich nicht mehr zu melden, was auch immer über Kirchenarchitektur, Eßgewohnheiten, den Teufel, österreichische Wohnhäuser, Hügel in der Ebene, Befremdliches in den Ohren, usw. aus der Entfernung gepostet wird.

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MariaM
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Re: Kloster Maria Schutz in St. Andrä am Zicksee

Beitragvon MariaM » 25.02.2017, 21:05

Hallo eumher,
irgendwie verstehe ich das nicht - warum postet du einerseits, "versprichst" aber andererseits, dich nicht mehr zu melden??? Warum nicht??? In einem Diskussionsforum ist es eigentlich normal, auch auf die anderen zu reagieren...

Wenn du das explizit NICHT willst, worum geht es dir dann??

Ich hab wahrscheinlich das Thema verpasst, um das es ging. Aber man kann doch eigentlich über alles diskutieren, wenn man guten Willens und konstruktiv herangeht. Denke/hoffe ich doch mal... :-) Ging doch schon bei verschiedenen Themen hier. Also nur Mut! :idea:

Gruss, M.

eumher
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Re: Kloster Maria Schutz in St. Andrä am Zicksee

Beitragvon eumher » 27.02.2017, 13:31

Liebe Maria

Ursprünglich habe ich auf den Beitrag von "Kloster Österreich" geantwortet.

Sie/Er bezeichnete Menschen, die betreffend Klosterbau anderer Meinung sind als sie/er als "Christenhasser", obwohl diese Menschen zum allergrößten Teil selbst Christen sind.

Sie/Er behauptete, dass für die Wasserweihe am Zicksee "Polizeischutz" notwendig wäre. Das war vollkomenen aus der Luft gegriffen, entbehrte jeder Grundlage.

Die Diskussion hier im Forum entwickelte sich dannn zu ganz anderen Themen hin und mit ganz anderen Teilnehmern: Nutzung bestehender Klöster, Umweltschutz, Kirchenarchitektur, Eßgewohnheiten, den Teufel, österreichische Wohnhäuser, Hügel in der Ebene, Befremdliches in den Ohren, usw. Ich kann keine weiteren Diskussionsbeiträge zu diesen Themen liefern.

Sie schreiben zwar nichts zur Sache, aber einen richtigen Satz:
In einem Diskussionsforum ist es eigentlich normal, auch auf die anderen zu reagieren..

Das gilt aber in erster Linie für Kloster Österreich.
Ich habe auf alle Diskussionsbeiträge reagiert und meine Meinung dargelegt. Jedem steht es frei, eine andere Meinung zu haben, weiter zu posten oder auch nicht.
Aber Kloster Österreich??!! Sie/Er hat vor 2 Monaten etwas in den Raum gestellt und dann auf weitere Beiträge nicht mehr reagiert, sein Posting nicht begründet, nicht präzisiert oder was auch immer.

Aber jetzt muss ich mein Verspechen halten und mich endgültig aus dieser Diskussion verabschieden.

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*Milica*
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Re: Kloster Maria Schutz in St. Andrä am Zicksee

Beitragvon *Milica* » 19.03.2017, 16:53


Kai
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Re: Kloster Maria Schutz in St. Andrä am Zicksee

Beitragvon Kai » 28.04.2017, 10:33

Neue Entwicklung im östereichischen Kloster: Der Standort wird neu überlegt.
Metropolis von Austria hat geschrieben:Seine Eminenz Metropolit Arsenios hat gemeinsam mit dem Abt und den Mönchen des orthodoxen Klosters Maria Schutz in St. Andrä am Zicksee die Entscheidung getroffen, das Ansuchen auf Umwidmung eines Grundstückes zur Errichtung eines Klosterbaus zurückzuziehen.

Hier findet ihr das Schreiben des Metropoliten an den Bürgermeister von St. Andrä.
Grüße,
Kai


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