Neues aus Österreich

Die deutschsprachige Orthodoxie stellt sich vor
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holzi
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Beitrag von holzi »

Anastasis+ hat geschrieben:Leider konnte ich keine Bilder von dieser Kirche finden...
Dafür gibt es Neuigkeiten über eine weitere orthodoxe Kirchenweihung, siehe auch: http://www.spc-saalfelden.at/
Schöne Nachricht. Was mich allerdings ein bisserl stört, ist die Tatsache, dass sich die serbisch-orthodoxen Österreicher nicht die Mühe machen, zumindest einen kleinen Teil ihrer Seite auf Deutsch zu übersetzen. :x
Das Christentum nimmt den Menschen, wie er ist, und macht ihn zu dem, was er sein soll. (Adolph Kolping 1813-1865)
Anastasis+
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Beitrag von Anastasis+ »

Das erste orthodoxe Schulbuch Österreichs ist erschienen

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"Die Bibel in kurzen Erzählungen" ist der Titel des ersten orthodoxen Schulbuchs für Volksschulen in Österreich. Bei der festlichen Präsentation im Wiener Stadtschulrat bezeichnete der griechisch-orthodoxe Metropolit Staikos das Erscheinen dieses Buches als "historisches Ereignis".

"Dieses Buch ist mehr als ein Lehrbuch, es ist das Zeugnis des Lebens und Glaubens in Österreich und unserer Zukunft in diesem Land," so Erzbischof Michael Staikos, der griechisch-orthodoxe Metropolit von Austria, bei der Präsentation des ersten, deutschsprachigen Religionsbuch für den orthodoxen Unterricht in Volksschulen, die am Montag, 28. September 2009, im Wiener Stadtschulrat stattfand.

Erzbischof Staikos nannte das Erscheinen des Religionsbuches ein "historisches Ereignis": "Es ist der Ausdruck von unserer Überzeugung der Integration und der gleichzeitigen Sicherung und Beibehaltung unserer nationalen und konfessionellen Identität."

"Bibel - Hauptquelle der Offenbarung"

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"Die Bibel ist das Fundament jeder Theologie", betonte Metropolit Staikos.

Herausgeberin des Buches mit dem Titel "Die Bibel in kurzen Erzählungen" ist die Österreichische Bibelgesellschaft im Auftrag des orthodoxen Schulamtes. Jutta Henner von der Bibelgesellschaft und Branislav Djukaric vom orthodoxen Schulamt führten durch die Buchpräsentation, bei der Erzbischof Staikos einen Festvortrag zum Thema "Die Bibel im Leben der Orthodoxen Kirche" hielt. Die Heilige Schrift sei die "Hauptquelle der Offenbarung und das Wort Gottes an die Menschen". Zum Verhältnis von Schrift und Tradition sagte der griechisch-orthodoxe Erzbischof, dass auch für die Orthodoxie beides - Tradition und die Heilige Schrift - parallele und nicht gegensätzliche Träger der göttlichen Offenbarung seien. Weiters betonte der Metropolit die Einheit von Altem und Neuen Testament: "Orthodoxer Glaube ist biblischer Glaube, denn er ist von der Schöpfung bis zur Erlösung biblisch gedacht."

Keine Kinderbibel

Präsentiert wurde das neue Schulbuch vom rumänisch-orthodoxen Bischofsvikar Nikolae Dura gemeinsam mit dem Religionspädagogen Johann Krammer. Beide wiesen darauf hin, dass "Die Bibel in kurzen Erzählungen" keine Kinderbibel sei, sondern ein Buch, das zwar in vereinfachter, aber dennoch erhabener Sprache die Bibelgeschichten wiedergibt. Dadurch werde die große Ehrfurcht der Orthodoxie vor dem Wort Gottes zum Ausdruck gebracht, so Krammer.

Bilder in der Tradition der Ikonen

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Bischofsvikar Dura und der Religionspädagoge Krammer präsentierten die "Bibel in kurzen Erzählungen".

Nachdem es seit dem Vorjahr einen neuen, stark biblisch orientierten Lehrplan für den orthodoxen Religionsunterreicht gibt, enthält das neue Schulbuch nun alle für den Unterricht wichtigen Bibelgeschichten. Wesentlicher Bestandteil des neuen Religionsbuches sind die Illustrationen der Athener Malerin Marta Kapetanakou-Xynopoulou. Ihre Bilder schließen an die Tradition der Ikonen an. "Das Prinzip des Sehens ist in der orthodoxen Glaubensvermittlung wesentlich", betonte Johann Krammer. Der Weg des orthodoxen Glaubens geht immer vom äußeren Zeichen zur inneren Gnade, vom Sichtbaren zum Unsichtbaren. Dieses Prinzip sei auch im Lehrplan berücksichtigt, so Krammer.

Im Anhang führt das Buch eine Sammlung von Gebeten an darunter auch das Vaterunser, abgedruckt in den fünf Sprachen der orthodoxen autokephalen Kirche in Österreich, der griechisch-orthodoxen sowie der russisch-, serbisch-, rumänisch- und bulgarisch-orthodoxen Kirche. Ein Geleitwort der Bischöfe dieser fünf Kirchen ist an den Anfang gestellt.

Ökumenische Hochschule ist europaweit einzigartig

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Mit Gesängen der Orthodoxie trugen die orthodoxe Schülerinnen zum festlichen Charakter der Buchpräsentation bei.

Der Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), Altbischof Herwig Sturm, gratulierte in seinem Grußwort zum Erscheinen des Buches und betonte: "Wir haben uns in Österreich immer bemüht, mit Respekt und Achtsamkeit die Tradition und Wirklichkeit der Orthodoxie wahrzunehmen." Die orthodoxen Gemeinden seien im Wachstum, dem gemeinsamen deutschsprachigen Buch komme deshalb ein integrativer Faktor zu. Bischof Sturm wies auch auf die Religionslehrerausbildung an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems (KPH) hin, einem durch die gemeinsame Trägerschaft von evangelischer, orthodoxer, orientalisch-orthodoxer, altkatholischer und katholischer Kirche "einzigartigen Projekt". Auch die Rektorin der KPH, Ulrike Greiner, gratulierte zum Zustandekommen des Schulbuches. Sie betonte das Gemeinsame der Bereiche "Ökumene, Forschung und Internationalität", die nur aufgebaut werden können, wenn die Hochschule eine "offene Institution" ist, die mit Partnern arbeitet, die oft andere Regeln und Kulturen haben.

Umrahmt wurde die festliche Buchpräsentation durch Lesungen aus dem neuen Schulbuch und orthodoxen Kirchengesängen, vorgetragen und gesungen von orthodoxen Schülerinnen unter der Leitung von Marija Djukaric.

(sj)
29.09.2009


Quelle: http://stephanscom.at/news/0/articles/2 ... 29/a17336/
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Beitrag von Anastasis+ »

"Nicolae Dura wird neuer ÖRKÖ-Vorsitzender"

http://stephanscom.at/news/0/articles/2 ... 19/a17465/
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Re: Neues aus Österreich

Beitrag von Anastasis+ »

Orthodoxe Bischofskonferenz für Österreich in Planung

http://www.kathpress.at/content/site/na ... 3a23e6f37a
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Re: Neues aus Österreich

Beitrag von Anastasis+ »

Eigener serbisch-orthodoxer Bischof in Österreich?

http://diepresse.com/home/panorama/reli ... n/index.do
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Filip
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Re: Neues aus Österreich

Beitrag von Filip »

jep,.. das gleiche ist für deutschland und der schweiz...
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Re: Neues aus Österreich

Beitrag von Mops »

hat schon jemand die Werke in der Hand gehabt? Wäre interessant zu wissen, was ihr für einen Eindruck habt...
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Filip
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Re: Neues aus Österreich

Beitrag von Filip »

das Buch kann man mittlerweile auch kaufen...ich hatte es kurz in der hand...hat mich aber ehrlich gesagt nicht interessiert...das Buch ist nicht so schlecht nur unter welchen umständen es geschrieben wurde ist katastrophal...aber naja
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Re: Neues aus Österreich

Beitrag von Anastasis+ »

Fast eine halbe Million Orthodoxer Christen in Österreich

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Re: Neues aus der Kirche von Serbien

Beitrag von Anastasis+ »

Patriarch Irinej für "Einheit in Vielfalt" der Christen

11.09.2010 | 10:34 | (DiePresse.com)

Der serbisch-orthodoxe Patriach Irinej I. betonte bei seinem Besuch in Wien, dass die christliche Theologie "dialogisch" sei, die Unterschiede der einzelnen Kirchen müsse aber respektiert werden.

Der serbisch-orthodoxe Patriarch Irinej I. hat zum Auftakt seines mehrtägigen offiziellen Besuchs in Österreich ein Plädoyer für die Ökumene und im Besonderen für den intensiven Dialog zwischen der katholischen und der orthodoxen Kirche gehalten. Die orthodoxen Kirchen nehmen am ökumenischen Dialog teil, "weil sie ihrem Wesen nach dialogisch sind", und aus der Überzeugung heraus, dass die Einheit "eine Notwendigkeit für alle Christen" sei, unterstrich der Patriarch am Freitagabend bei einem Festakt in der Nationalbibliothek, in dessen Rahmen er zum "Protektor der Ökumenischen Stiftung Pro Oriente" ernannt wurde.

Die christliche Theologie habe einen dialogischen Charakter, und es entspreche dem orthodoxen Weg, nicht nur für sich selbst zu leben, sagte Irinej in seiner Festrede weiter. Er zitierte Bischof Ioannis von Pergamon mit den Worten, eine Kirche könne nicht als solche gelten, wenn sie aufhöre, den Dialog mit anderen Kirchen zu pflegen. Bischof Ioannis wird bei der 12. Vollversammlung der katholisch-orthodoxen Dialogkommission, die am 20. September in Wien zusammentritt, mit Kurienkardinal Walter Kasper den Co-Vorsitz führen.
Einheit in Vielfalt

Zur Zielsetzung der ökumenischen Bewegung, der Wiederversöhnung zwischen den christlichen Gemeinschaften, sagte der Patriarch sinngemäß, erstrebenswert sei eine Versöhnung unter Akzeptanz der Verschiedenheit, "eine Einheit in Vielfalt". Die Orthodoxie habe sich den Bemühungen um eine Wiederherstellung der Einheit angeschlossen, die sich auch auf die protestantischen Kirchen erstrecken. Irinej dankte der katholischen Kirche für ihre Anregungen und erinnerte an das ökumenische Wirken des verstorbenen Kardinals Franz König sowie daran, dass Pro Oriente 1974 den Anstoß zur Gründung der Dialogkommission gab.

Die Zeit, in der wir leben, bedeute einen "Imperativ" für die beiden Kirchen, die sich "durch geschichtliche Umstände" voneinander entfernt haben, sich wieder einander anzunähern, sagte der serbisch-orthodoxe Patriarch im weiteren Verlauf seiner Rede. An anderer Stelle wurde Irinej deutlicher: Kirchen, die sich mit dem Schisma (Kirchenspaltung, Bruch zwischen West- und Ostkirche 1054, Anm.) aussöhnen, "leugnen den Willen Gottes, dass alle letztlich eins sind", so der Kirchenführer. Jene, die sich mit Schisma und Teilung versöhnen, "begehen eine schwerere Sünde als diejenigen, die diese hervorgerufen haben".
1700 Jahre Mailänder Edikt

Als langjähriger Bischof von Nis - dieses Amt hatte Irinej, der im Jänner zum Patriarchen gewählt wurde, seit 1979 inne - hob der serbisch-orthodoxe Patriarch die Bedeutung der geplanten 1.700-Jahr-Feiern des Edikts von Mailand hervor. Das Edikt von Mailand (313 n.Chr.) geht auf Kaiser Konstantin zurück und beendete die Christenverfolgung im Römischen Reich. Das Jubiläum soll 2013 in Nis (Naissos), der Geburtsstadt Konstantins, gefeiert werden.

Das Interesse daran sei in Serbien groß, betonte der Patriarch, das Oberhaupt der orthodoxen Christen in Serbien, Montenegro, Kroatien, Bosnien, Slowenien, Mazedonien und der serbischen Diaspora. Die Kirche wolle das Jubiläum nicht im Zeichen der Vergangenheit begehen, sondern "in Reue, Vergebung und Versöhnung" und erwarte sich davon einen Beitrag zur Förderung der Beziehungen zwischen den Kirchen. Der Patriarch hatte bereits im Jänner gesagt, dass die serbische Kirche einen Besuch von Papst Benedikt XVI. in der südserbischen Metropole aus Anlass der 1.700-Jahr-Feiern 2013 begrüßen würde.
Protektor durch Pro Oriente

Der Präsident von Pro Oriente, Johann Marte, überreichte beim Festakt im Prunksaal der Nationalbibiliothek dem serbisch-orthodoxen Patriarchen die Ehrenurkunde der Ernennung zum Protektor der ökumenischen Stiftung. Weihbischof Franz Scharl, der in Vertretung von Kardinal Christoph Schönborn das Wort ergriff, erklärte, der Besuch Irinejs schlage "ein neues Kapitel der Offenheit zwischen unseren Kirchen" auf. Serbien und Österreich verbinde "eine wechselvolle Geschichte".
Nicht nur theologische Ökumene

Der frühere Botschafter Österreichs in Belgrad, Michael Weninger, nannte den 45. serbischen Patriarchen, den er als Bischof von Nis kennengelernt hatte, einen "Wegweiser in eine bessere Zukunft". Patriarch Irinej (Gavrilovic) - sein Titel lautet: Erzbischof von Pec, Metropolit von Belgrad-Karlowitz und Serbischer Patriarch - habe "Maßstäbe gesetzt", so der Diplomat in seiner Laudatio. Das Interesse Irinejs an der Ökumene sei nicht nur theologisch geprägt. Dem Patriarchen unterstehen 23 Eparchien, darunter vier Metropolien und 300 Klöster.

Mehrere Festredner unterstrichen die Brückenfunktion Serbiens zwischen Ost und West. Marte sprach von der großen Chance, "die orthodoxe Spiritualität in das gemeinsame Europa einzubringen". Schon der Heilige Sava, nach dem die Serbische Kirchengemeinde in Wien benannt ist, die jetzt ihr 150-jähriges Bestehen feiert, habe Serbien als Brücke zwischen Ost und West bezeichnet. Bischof Irinej (Bulovic) von Backa, einer der Bischöfe, die der Delegation des Patriarchen angehören, hob wiederum die Brückenfunktion Wiens hervor. Wien sei "eine unumgängliche Brücke" zwischen christlichem Osten und Westen, für Länder, die alle "geschichtlich und existenziell mit Österreich verbunden sind".
Kostbarkeiten in der Nationalbibliothek

Die Generaldirektorin der Nationalbibliothek, Johanna Rachinger, betonte, der fruchtbare Dialog der Religionen sei entscheidend für das friedliche Zusammenleben. Sie zeigte dem serbisch-orthodoxen Patriarchen spezifische Kostbarkeiten aus den Beständen der Bibliothek, wie den Codex Slavicus aus dem Jahre 1352.

Anlass des Österreich-Besuchs des Patriarchen ist die Feier des 150. Jahrestages der offiziellen Gründung der Serbischen Orthodoxen Kirchengemeinde des Hl. Sava in Wien. Irinej wurde am Freitag in der Kirche des Hl. Sava im 3. Bezirk empfangen und von Bischof Konstantin, dem serbisch-orthodoxen Bischof von Mitteleuropa, zu dessen Diözese auch Österreich gehört, feierlich begrüßt. Am Wochenende zelebriert der Patriarch in Linz und Wien feierliche Gottesdienste. Am Montag führt er Gespräche mit Kardinal Schönborn, Bundespräsident Heinz Fischer und Wiens Bürgermeister Michael Häupl (S).
© DiePresse.com
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Re: Neues aus Österreich

Beitrag von Anastasis+ »

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Filip
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Re: Neues aus Österreich

Beitrag von Filip »

Rom prüft Auflösung von Neulerchenfeld-Pfarre

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Neue Hoffnung für die Neulerchenfelder Pfarre, die an die serbisch-orthodoxe Kirche verschenkt werden soll - die Kleruskongregation in Rom hat die für 30. Juni vorgesehene Auflösung ausgesetzt, um die Sachlage zu prüfen. Bis 30. September – möglicherweise schon früher – soll es eine endgültige Entscheidung geben.

Es gibt nämlich vonseiten der Pfarrgemeinde Bedenken: Die Spender und Wohltäter wurden in dem Auflösungsbescheid nicht – wie kirchenrechtlich vorgesehen – berücksichtigt. Deshalb haben die Pfarrmitglieder sich an die Kleruskongregation gewandt und außerdem Briefe an verschiedene maßgebliche Stellen im Vatikan geschrieben, unter anderem an den Papst, und um Unterstützung gebeten. Die bekommen sie nun – die Kleruskongregation nimmt sich jetzt des Falles an.

Bei der Auflösung der Pfarre sollen Pfarrhof und Kirche an die Erzdiözese fallen, die übrigen Liegenschaften an die schwer verschuldete Pfarre Maria Namen, die auf diese Weise offenbar unterstützt werden soll.

von Erich Vorrath, Kronen Zeitung
http://www.krone.at/Wien/Rom_prueft_Auf ... ory-262185
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Re: Neues aus Österreich

Beitrag von Filip »

Lange Nacht der Kirchen mit 3.200 Veranstaltungen

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Mehr als 700 Gotteshäuser öffnen in der "Langen Nacht der Kirchen" ihre Pforten. Rund 3.200 Veranstaltungen in Österreich sowie in manchen Nachbarländern sollen am 27. Mai für einen neuen Besucherrekord sorgen. Das Angebot reicht von musikalischen Darbietungen über Lichtinstallationen im Linzer Mariendom und im Wiener Stephansdom bis zu einer Diskussion über die Reaktorkatastrophe in Fukushima.

"Das Bedürfnis nach religiöser Nahrung ist groß", lieferte der rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar Nicolae Dura - gleichzeitig Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich - am Dienstag in einer Pressekonferenz eine Begründung für den Zulauf in der "Langen Nacht der Kirchen". Gerade in Zeiten zunehmender Säkularisierung müsse man die Tradition lebendig halten. Dura betonte auch den ökumenischen Charakter der Veranstaltung: "Die Einheit wird wieder belebt." Im vergangenen Jahr wurden bei der "Langen Nacht" knapp 350.000 Besucher gezählt.

Prälat Karl Rühringer, Bischofsvikar für Wien Stadt, betonte den grenzüberschreitenden Charakter der "Langen Nacht". In Ländern, wo Religion teilweise unterdrückt worden sei, sei so etwas wie ein "neuer Frühling" zu erleben. In diesem Jahr werde erstmals die Slowakei mit demselben Logo und am selben Abend dabei sein. Und zum ersten Mal beteilige sich auch Ungarn an der "Langen Nacht der Kirchen".

Für Michael Wolf, Senior der evangelischen Kirche, soll die "Lange Nacht" ein "fröhliches Forum werden, in dem die Kirchen einen Blick nicht nur in das Innere ihrer Räume gewähren, sondern auch Einblicke in ihre gelebten Überzeugungen".

Ein Novum bei der "Langen Nacht der Kirchen" ist die Öffnung der Virgilkapelle aus dem 13. Jahrhundert unter dem Stephansplatz. Derzeit ist der rätselhafte Ort aufgrund jahrelanger Restaurierungsmaßnahmen geschlossen.

http://www.kleinezeitung.at/nachrichten ... ngen.story
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Re: Neues aus Österreich

Beitrag von Anastasis+ »

Republik Österreich ehrt Metropolit Staikos www.kathweb.at
Höchster Repräsentant der orthodoxen Kirche in Österreich mit dem "Großen Goldenen Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich" ausgezeichnet
23.05.2011
Wien, 23.05.2011 (KAP) Metropolit Michael Staikos ist am Montag mit dem "Großen Goldenen Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich" ausgezeichnet worden. Bundespräsident Heinz Fischer überreichte dem griechisch-orthodoxen Metropoliten von Austria den Orden im Rahmen einer Feierstunde in der Wiener Hofburg. Fischer würdigte Staikos' Verdienste um die Integration der Orthodoxen in Österreich und die Ökumene zwischen den Kirchen.

Der katholische Publizist und "Furche"-Herausgeber Heinz Nußbaumer betonte in seiner Laudatio, dass das Wirken von Metropolit Staikos von drei Grundhaltungen geprägt sei: Erstens von der Einbettung und Stärkung des orthodoxen Glaubens und der orthodoxen Kirchen in Österreichs Lebenswirklichkeit; zweitens vom Bekenntnis zur Zusammenarbeit aller christlichen Kirchen; schließlich drittens von der Integration orthodoxer Neubürger in Österreich. Diese Integration bestehe in einer harmonischen Verbindung von nationaler und religiöser Identität mit der neuen Heimat Österreich.

Immer wieder habe sich Staikos für eine Erweiterung der Europäischen Union eingesetzt, die auch die orthodoxen Länder in Ost- und Südosteuropa einschließen müsse, so Nußbaumer. Er betonte, dass er nicht viele Persönlichkeiten kenne, "die einem vereinten Europa so leidenschaftlich das Wort reden wie Metropolit Michael". Dem liege die Überzeugung von Staikos zugrunde, dass ohne die orthodoxen Kirchen und ohne eine gemeinsame ökumenische Zukunft von West- und Ostkirchen nicht von einem gemeinsamen Europa gesprochen werden könne.

Nußbaumer erinnerte weiters daran, daran, dass vor dem Jugoslawienkonflikt in den 1990er-Jahren gerade einmal 30.000 Orthodoxe in Österreich lebten. Inzwischen seien es fast eine halbe Million, für die es auch eine seelsorgliche Betreuung und entsprechende Strukturen brauche.

Zwei "ökumenische Wunder" habe Österreich in diesem Zusammenhang erlebt, so Nußbaumer: Zum einen das Wunder, dass die rund 100 orthodoxen Religionslehrer an der von der Erzdiözese Wien errichteten und ökumenisch getragenen "Kirchlichen Pädagogischen Hochschule" ausgebildet wurden und werden; zum anderen, "dass orthodoxe Gläubige ihre Gottesdienste vielfach auch in katholischen und evangelischen Kirchen feiern können". Das sei "ökumenische Gastfreundschaft" im ursprünglichsten Sinn.

"Österreich meine Heimat"

Metropolit Staikos selbst sagte in seiner Dankesrede, dass er während seines fast fünfzigjährigen Aufenthaltes in Österreich, das Bewusstsein gewonnen habe, dass "Griechenland mein Vaterland und Österreich meine Heimat ist". Religiöse und nationale Minderheiten für Österreich seien keine Belastung sondern eine echte Bereicherung, betonte der Metropolit.

Der Zustrom der orthodoxen Einwanderer, insbesondere aus dem ehemaligen Jugoslawien, sowie aus Rumänien und Bulgarien, die entwurzelt aus ihrer Heimat nach Österreich gekommen seien, habe die pastoralen und seelsorglichen Aufgaben und Tätigkeiten der österreichischen Orthodoxie erweitert. "Das stellt für uns eine große Herausforderung dar", so Staikos.

Dabei erwähnte der Metropolit die Bemühungen um den orthodoxen Religionsunterricht, die Krankenhaus-, Gefangenen- und Militärseelsorge. Große Hoffnungen setze er bei diesen Vorhaben auch in die Orthodoxe Bischofskonferenz in Österreich, die es seit Herbst 2010 gibt.

Staikos ging in seiner Dankesrede auch auf sein "großes Vorbild" in der Ökumene ein, den Wiener Alterzbischof Kardinal Franz König: "Mein Vorbild für die Ökumene war und bleibt der große Kardinal König. Von ihm habe ich die Wichtigkeit des Dialogs mit den Andersseienden und die Aufrichtigkeit und den Respekt zu ihnen gelernt. Er war für mich, sowie für viele Weggefährten ein Lehrer in der Schule der Ökumene."

Zuversichtlich äußerte sich Staikos zur bevorstehenden Novellierung des Orthodoxengesetzes. Diese sehe die Anpassung der rechtlichen Verhältnisse an die heutigen Gegebenheiten und die Errichtung von neuen Kirchengemeinden und orthodoxen Diözesen auf dem österreichischen Bundesgebiet vor.

Das "Große Goldene Ehrenzeichen mit Stern" ist die höchste staatliche Auszeichnung, die jemals an einen orthodoxen Würdenträger verliehen wurde. An der Feier in der Hofburg nahmen u.a. der Wiener Weihbischof Helmut Krätzl, der lutherische Bischof Michael Bünker und der Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich, der orthodoxe Bischofsvikar Nicolae Dura, teil.

Michael Staikos wurde am 22. November 1946 in Athen geboren. Er besuchte ein katholisches Gymnasium in der griechischen Hauptstadt. Sein Theologiestudium absolvierte er an der Universität von Thessaloniki. 1964 übersiedelte er nach Wien, 1965 trat er in den Dienst der griechisch-orthodoxen Metropolie von Austria - als Sekretär und Zeremoniär des damaligen Metropoliten Tsiter. Am 22. November 1977 wurde er in Wien zum Priester geweiht, am 12. Jänner 1986 zum Bischof. Im November 1991 wählte ihn der Heilige Synod des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel zum Metropoliten von Austria und Exarchen für Ungarn gewählt.

Staikos ist als Metropolit des Ökumenischen Patriarchats der ranghöchste Repräsentant der Orthodoxie in Österreich. Im Oktober 2010 wurde unter dem Vorsitz von Metropolit Staikos die Orthodoxe Bischofskonferenz für Österreich begründet.

Auch den ökumenischen und interreligiösen Dialog in Österreich betrachtet Staikos als zentralen Auftrag. Zwei Amtsperioden hindurch (1995-2000) war er Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) und ist Konsultor der Stiftung "Pro Oriente". Als Legat des Ökumenischen Patriarchen hat Staikos die Kirche von Konstantinopel oft bei panorthodoxen und ökumenischen Ereignissen vertreten. Mehrere Jahre gehörte er auch dem Heiligen Synod des Ökumenischen Patriarchats an.
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Re: Neues aus Österreich

Beitrag von Andromachi »

Es gibt in Österreich außer der Orthodoxen eine andere friedliche Minderheit, die auf Integration in die österreichische Gesellschaft drängt:

http://vatopaidi.wordpress.com/2010/11/ ... more-56647
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