Ewige Schmach und Schande

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antipas
Beiträge: 24
Registriert: 11.04.2006, 11:14

Ewige Schmach und Schande

Beitrag von antipas »

Ihr Lieben.

Mich beschäftigt derzeit stark die Frage, in welchem Leib die Ungläubigen die Ewigkeit verbringen werden.

In Daniel 12:2 steht: "Und viele, so unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen; etliche zum ewigen Leben, etliche zu ewiger Schmach und Schande."

Wie ist das mit der ewigen Schmach und Schande. Geht es hier um Saat und Ernte? Wird also der Leib des Gottlosen eine Art Ausdruck seiner Sünden sein, wird er gezeichnet sein von seinem Leben im Fleisch? Wird also z.B. ein Ehebrecher die Schmach und Schande seiner Sünde an seinem Leib wiederfinden?

Es heißt dann in Daniel 12:3, daß die Gerechten leuchten werden, es wird also auch hier etwas sichtbar, Licht wird sichtbar, Gott wird sichtbar. Das hat wohl auch mit Saat und Ernte zu tun.?

Wie seht ihr das? Habt ihr vielleicht Schriften in dieser Richtung?

a.
Ich bin nur ein Kind (Matth?us 18:2)
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Sebastian
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Religionszugehörigkeit: Orthodox (MP)

Beitrag von Sebastian »

Lieber antipas!
antipas hat geschrieben: Wird also z.B. ein Ehebrecher die Schmach und Schande seiner Sünde an seinem Leib wiederfinden?
Das lässt sich so nicht sagen mein Lieber. Die Gnade des Herrn wird es entscheiden. Ich denke, dass es imens wichtig ist Reuhe zu zeigen und Buße zu tun, denn Sünder sind wir alle. Die Sünden selbst erlässt nur der Dreieinige.

Grüße
Sebastian
talitaNeu
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Die Sünde

Beitrag von talitaNeu »

Die Sünde hat unser Herr Jesus schon weggenommen.

Gruß Aleksandra
Mein Zuhause

Herr Gott mein Vater, (Psalm 61. V.5)
ich m?chte weilen in deinem Zelt in Ewigkeit, mich bergen im Schutz deiner Fl?gel.
antipas
Beiträge: 24
Registriert: 11.04.2006, 11:14

Die auferstandenen Körper der Verdammten

Beitrag von antipas »

Vielen Dank für eure Antworten, ihr Lieben!

Zur Verdeutlichung meiner Frage möchte ich von Luis von Granada einen Text zur Diskussion stellen, natürlich nur, wenn ihr einverstanden seid. Der Text gibt eine gewisse Sichtweise des Autors wieder und soll jetzt bitte nicht als orthodoxe Lehre verstanden werden. Der mystische Hintergrund des Autors dürfte wohl aus dem Text hervorgehen.

Die Frage, die mich beschäftigt, lautet in etwa: Was ist da dran? Was kann man als "Wahrscheinlich" annehmen?

Hier also der Text:

Obgleich alle Toten auferstehen, um nie mehr zu sterben, wird der Unterschied, den es zwischen Körper und Körper geben wird, groß sein. Denn die Leiber der Gerechten werden schön und strahlend wie die Sonne sein, während jene der Bösen finster und häßlich wie der Tod sein werden.

Welche Traurigkeit wird dann die Seele des Verurteilten empfinden, wenn sie ihren Körper dort so sieht, wie man ihn ihr vorstellt: dunkel, schmutzig, stinkend und abscheulich? Oh unglücklicher Körper!, wird sie sagen. Oh Anfang und Ende meiner Schmerzen! Oh Ursache meiner Verdammnis! Oh, nicht mehr mein Gefährte, sondern Feind; nicht Helfer, sondern Verfolger; nicht Wohnung, sondern Kette und Schlinge meines Verderbens!

Oh unglückseliges Vergnügen, und wie teuer kommen mir jetzt deine Geschenke! Oh stinkendes Fleisch, das du mich mit deinen Lüsten zu solchen Qualen hingezogen hast! Ist dies der Körper, durch welchen ich gesündigt habe? Von diesem waren die Wonnen, wegen denen ich verloren gegangen bin? Wegen dieses fauligen Misthaufens, wegen dieser verkommenen Brutstätte des Lasters habe ich den Himmel verloren? Wegen dieses elenden und schmutzigen Rumpfes habe ich die Frucht des ewigen Lebens verloren? Oh höllische Furien!, erhebt euch gegen mich und reißt mich in Stücke, der ich diese Strafe verdiene. Welch vermaledeiter Tag war jener meiner unglückseligen Geburt, daß mein Schicksal so ausfallen mußte, daß ich so kurze und schon nach Augenblicken vorübergehende Vergnügungen nun mit ewigen Peinen bezahle!

Diese und weitere verzweifelte Worte wird die unglückliche Seele zu jenem Körper sagen, den sie in dieser Welt so liebte. Sage mir nun, elende Seele: Warum verabscheust du so das, was du so liebtest? War dieses Fleisch nicht deine Geliebte? War dieser Bauch nicht dein Gott? War nicht dies dein Gesicht, das du pflegtest und schütztest vor Sonne und Wind und mit so kunstvollen Farben anmaltest? Waren nicht dies die Arme und Finger, an denen Gold und Diamanten glänzten? War nicht dies der Körper, für den Meer und Erde abgesucht wurden, um den Tisch mit erlesenen Speisen gedeckt zu haben und das Bett weich und die Kleidung kostbar?

Nun, wer hat deine Liebhaberei ausgetauscht? Wer hat das, was vorher so lieblich war, so verabscheuenswert gemacht?

Soweit der Text.

Ja, ihr Lieben. Was sagt ihr dazu? Als die aus Gnaden Gottes Gerechten gehen wir der Sonnenseite des ewigen Lebens entgegen. Aber wie sieht es mit den anderen aus, die in ihren Sünden sterben? Sie werden ja wohl nicht leuchten. Sie haben im Laufe ihres Lebens ja keine göttliche Substanz aufgenommen (Leben Gottes).

Bin gespannt auf eure Antworten.

Der Friede Gottes euch allen!

a.
Ich bin nur ein Kind (Matth?us 18:2)
Milo
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Registriert: 19.06.2009, 23:00
Wohnort: Stuttgart

Beitrag von Milo »

Grüß Gott, lieber Antipas.

Die Antwort ist sicher schwer zu skizieren.
Dennoch will ich mich trauen meine Gedanken zu plastizieren.

1.Kor 15.35 Es könnte aber jemand fragen: Wie werden die Toten auferstehen, und mit was für einem Leib werden sie kommen? 36Du Narr: Was du säst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt. 37Und was du säst, ist ja nicht der Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn, sei es von Weizen oder etwas anderem. 38Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er will, einem jeden Samen seinen eigenen Leib.

Als hätte Paulus gewusst das Du und ich darüber spekulieren werden, sagt er: sei es Weizen oder was anderes.

Für mich ist klar, aber auch nicht nur weil Paulus es sagt, sondern weil es logisch ist bzgl. des ewigen Gerichts (Peines), das auch der Gestrafte einen Leib brauchen wird der in der Ewigkeit bestehen kann. Natürlich besteht dieser dann nicht in der ewigen Gottesnähe (Wohl), sondern in der ewigen Ferne(Pein)...doch damit die Seele sich dessen bewusst ist, benötigt sie einen (sag ich mal) adäquaten Körper. Die Substanz, das Stoffliche wird auch wohl geistig sein...aber eben auch anderer Qualität als die der Heiligen.
Man kann sich denken das es unreiner Geist sein muss, welcher somit für immer mit seinem Spender ausgemerzt wird .(vgl. Offb.)


Täuschen wir uns also nicht...die Form (Anlitz) userer Leiber wird bleiben, doch die Substanz wird bei der Auferstehung sich wandeln und nicht mehr Fleisch und Blut sein...sei es zum ewigen Leben oder zur ewigen Qual.


Möge uns der HErr den Segen des Hl. Geistes senden, damit wir unsere Herzen und Gedanken stets Oben haben...bei Ihm, unserem Gott und Lebensspender.Amen.

Dein unwissender br. milo
antipas
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Registriert: 11.04.2006, 11:14

Beitrag von antipas »

Danke schön, lieber milo!

"oder etwas anderem". Das habe ich überlesen. Ja, danke.

Die Toten werden auferstehen, und die Frage ist, wie sie auferstehen werden.

Laßt uns auf den Geist säen.

Einen schönen Sonntag!

a.
Ich bin nur ein Kind (Matth?us 18:2)
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