Rum-orthodox/Melkitten??
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holzi
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Liebe Freunde,administrator hat geschrieben:Werter Lukas,
was sind eigentlich Malkitten? Was bedeutet dieses Wort?
Gruß
Milo
als Melkiten werden heutzutage die mit Rom unierten Kirchen von Antiochien und Alexandrien bezeichnet. Früher wurde auch die antiochenisch-griechische Kirche als Melkiten bezeichnet, die jetzt eben die "rum-orthodoxe" Kirche bildet.
Auf http://www.pro-oriente.at/?site=ok00020304 und http://www.pro-oriente.at/?site=ok00020504 steht mehr dazu.
Liebe Grüße
Konrad
vielen Dank. Verstehe jetzt...
die kanonische orthodoxe Kirche ist das alte Patriarchat der Pantarchie, was eben auch rum-orthodox genannt wird....wohl dient die Bezeichnung dort jenigen um von den "vielen" (selbst)genannten orthodoxen Kirchen diese zu unterscheiden.
Und Melkkiten sind dann uniierte Kirchen mit der r-k Kirche...die natürlich so nicht orthodoxe Kirche darstellen.
Gruß
Milo
Milo hat geschrieben:Und Melkkiten sind dann uniierte Kirchen mit der r-k Kirche...die natürlich so nicht orthodoxe Kirche darstellen.
Ich habe den Text so verstanden, dass als "melkitisch" alle diejenigen Christen in den Patriarchaten Antiochien genannt wurden, die nach dem chalkedonischen Schisma der Reichskirche treu (also orthodox) blieben, im Gegensatz zu den heute als "altorientalisch" bezeichneten Nestorianer und Jakobiten (Monophysiten).Pro Oriente hat geschrieben:Nach dem Schisma, das den Entscheidungen des Konzils von Chalkedon (451) folgte, spaltete sich analog der alexandrinischen Kirche auch jene von Antiochia in einen national syrischen (westsyrischer oder jakobitischer Ritus) und einen kaisertreuen (melkitischen) Flügel, was sich im 6./7. Jh. durch den Monotheletenstreit zu einer weiteren Entfremdung zwischen den einheimischen Syrern und den Griechen im Raum Antiochia beitrug.
Der letzte große griechische Kirchenlehrer der antiochenischen Kirche war Johannes von Damaskus (675 ? 749) ... Nach seinem Tod wurde durch die muslimische Herrschaft die Lage der Christen in Syrien von Jahrhundert zu Jahrhundert schwieriger, zumal sie in drei Gruppen gespalten waren. Die kaisertreue ?melkitische? Kirche, die Kirche der westsyrischen Tradition (Jakobiten nach Jakob Baradäus) mit ihrer Ablehnung des Konzils von Chalkedon und die prä-ephesinische ostsyrische Kirche der Assyrer des ehemaligen Sasanidenreiches (die alten Nestorianer). Aus politischen Überlegungen heraus galten die Melkiten (wegen ihrer griechischen Herkunft) im muslimischen Staatsgefüge als weniger zuverlässig als die Jakobiten und Assyrer.
Doch im Dezember 1724 exkommunizierte Jeremias III. seinen katholischen Konkurrenten und besiegelte die Spaltung des melkitischen Patriarchates von Antiochia. Dreiviertel der Gläubigen blieben orthodox, ein Viertel schloss sich der neuen Unionskirche an, die allerdings vorläufig auf die Duldung des Paschas zählen konnte.
Eine Zeit gegenseitiger Verfolgungen begann unter den nunmehr verfeindeten orthodoxen und katholischen Melkiten.
Von 1724 ? 1899 waren alle Patriarchen Griechen, obwohl sich aus diesem Grund im 18. Jh. die katholische melkitische Kirche der arabischen Christen vom alten Patriarchat getrennt hatte.
Der später mit Rom unierten Teil der Melkiten wird in dem Text als "katholisch melkitisch" bzw. "melkitisch griechisch-katholische Kirche" bezeichnet.
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protopeter
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Ihre Einschätzung ist grundsätzlich richtig: "Melkitisch" bedeutet übersetzt nichts anderes als "königlich" oder "kaiserlich", bezeichnet eben jene Christen, die in Gemeinschaft der - wie Sie schon den zutreffenden Terminus anführten - "Reichskirche" verblieben. Der erst im 18. Jahrhundert entstandenen unierten Gruppierung eigene Selbstbezeichnung erscheint somit eigentlich als widersinnig, da sich die historisch-politischen Gegebenheiten bekanntermaßen nach 1453 grundlegend änderten.
Das orthodoxe Patriarchat von Antiochia definiert sich heute allerdings nicht mehr als "melkitisch" - aus dieser Perspektive betrachtet ist die von Br. Milo ins Treffen geführte Gleichsetzung "Melkiten = Uniaten" durchaus zutreffend.
Mit besten Segensgrüßen,
Erzpr. Peter
lasst uns das (wenn möglich) noch genauer aufarbeiten!
Hier erst einmal noch ein paar (bedenkliche) Informationen zu den Benennungen und den Epitäten die dahinter stehen:
Ein kleiner Teil der Griechisch-Orthodoxen wollte nach dem Konzil von Chalkedon mit Rom in katholischer Gemeinschaft stehen. Diese Personen bilden die griechischen Katholiken oder die griechisch unierte Kirche. Der Name Melkiten (syrisch malka, arabisch malik) bedeutet Anhänger des Königs. Er wurde den Anhängern der Konzilslehre (Konzil von Chalkedon 451) von Anhängern einer anderen Lehre gegeben, um ihre Haltung weniger als Treue zur Orthodoxie, denn als Ergebenheit gegenüber dem byzantischen Kaiser zu diffamieren.
Lt. Aussage des amtierenden Patriarchen Gregor III vom 10.07.2001 war Melkite ein Spottname im negativen Sinne zur damaligen Zeit und bedeutete nichts anderes als "Schwanz der Königs"
Es gab verschiedene griechische Kirchen, die mit Rom in katholischem Einklang stehen. Aber nur die griechischen Katholiken im arabischen Raum wurden als Melkiten bezeichnet. Erst seit 1724 wurde alle Griechisch-Katholiken als Melkiten bezeichnet.
Die griechischen Katholiken oder Melkiten fühlen sich, ebenso wie die griechisch-orthodoxen Christen, sehr stark zur arabischen Kultur hingezogen.
http://209.85.129.104/search?q=cache:LE ... =clnk&cd=3
Die Melkitische Griechisch-Katholische Kirche ist eine mit der Römisch-katholischen Kirche unierte Ostkirche.
Am Ende des 18. Jahrhunderts kam es zwischen den Städten Aleppo und Damaskus zu Auseinandersetzungen, was letztendlich zu einer Spaltung des melkitischen Patriarchates von Antiochia führte. Nun erhielt 1744 der von Damaskus unterstützte Patriarch Kyrill durch den Papst in Rom das Pallium als Zeichen der vollen Kirchengemeinschaft. Da die Katholiken aber durch die türkischen Behörden stets behindert wurden, hielt sich die Kirche nur in den Bergen und viele Anhänger wanderten nach Palästina und nach Ägypten ab, weshalb der katholisch-melkitische Patriarch von Antiochien auch den persönlichen Titel "Patriarch von Jerusalem und Patriarch von Alexandria" trägt. Seit 1848 von der türkischen Regierung anerkannt, schlossen sich der Melkitischen Griechisch-Katholischen Kirche im 19. Jahrhundert zahlreiche orthodoxe Araber an, da ihnen der katholische Patriarch weniger von der Regierung abhängig schien als der orthodoxe Patriarch.
Der Name Melkite war in der Antike ein Spottname im negativen Sinne und bedeutete "Schwanz des Königs", was auf ihre Ergebenheit gegenüber dem Kaiser von Byzanz verweist.
Mit dem gregorianischen Kalender lebend, feiern sie ihre byzantinische Liturgie in der arabischen Sprache. Die rund 1.284.000 Gläubigen unterstehen dem Patriarchen mit Sitz in Damaskus, sind in 26 Diözesen organisiert und leben in Syrien, Libanon, Israel, Ägypten, Jordanien, USA, Europa und Australien.
Kirchenoberhaupt ist der melkitische Patriarch von Antiocha Gregorios III. Laham, siehe auch die Liste der melkitischen Patriarchen von Antiochia.
http://studentenpilot.de/studieninhalte ... /Melkiten/
Die Melkiten
Es gab jedoch auch innerhalb der syrischen Kirche von Antiochien Befürworter des Konzils von Chalkedon. Die meisten fanden sich in der Kirche von Jerusalem, aber auch unter den Syrern in Antiochien. Da diese Christen der kaiserlichen Kirche von Byzanz treu blieben, nannte man sie fortan Melkiten (oder Melkoye, syr. in etwa ?kaiserlich").
Die Melkiten verwendeten die syrischen Riten, bis sie, als die Byzantiner im 10. Jhd. weite Teile Syriens und der islamischen Länder zurückeroberten, wieder zu den griechischen Riten wechselten. Nachdem die Araber die Gebiete ca. 100 Jahre später zurückeroberten, verwendeten die Melkiten, zum Schutz vor arabischer Verfolgung, das Arabische als Kirchensprache, aber behielten die byzantinischen Riten bei.
Nach der Spaltung des syrischen Volkes in Ost- und Westsyrer im 5. Jhd. teilte sich das syrische Volk nun abermals. Die Kirche der Westsyrer, die syrischen Kirche von Antiochien, nannte sich von nun an ?syrisch-orthodox", ?Suryoye", oder einfach ?Syrer".
Die Melkiten erhielten den Namen ?Yaunoye" oder ?Griechen" als Nations- und Religionsbezeichnung.
http://www.suryoye.at/index2.php?nav=4&sub=4&select=9
k) Melkiten: Die Melkiten sind ein Volksteil der syrisch ? orthodoxen
Christen gewesen und sind später so von den Gemeinden nach der
Wiederbelebung durch den hl. Jakob so bezeichnet worden. Der Grund
hierfür ist: Nachdem ein großer Volksteil der Syrer aus Angst vor dem
Tod sich den Byzantinern unterwarf, nahmen diese auch ihre
Glaubensrichtung an. Später, als nun die Gefahren überwunden wurden,
bezeichneten die treu gebliebenen Syrer den anderen ausgetretenen Volk
als Könige (= Malke = Melkiten). Heute nennen sich die Melkiten als
arabisch ? orthodoxe Kirche bzw. römisch ?orthodox.
http://www.mormalke.de/referate/referat4.pdf
3.1.3. Das Patriarchat von Antiochien
Dieses Orthodoxe Patriarchat wurde gebildet von denjenigen Christen in den Städten des römischen Verwaltungsbezirkes Syriens, die die Entscheidungen des Konzils von Chalzedon 451 angenommen haben. Die Bevölkerung der Dörfer hingegen nahm die Entscheidungen des Konzils nicht an und bildete die Syrisch-Orthodoxe Kirche. Nach der Zerstörung Antiochiens durch die Mongolen 1322 residiert der Patriarch in Damaskus. Die Missionsaktivität durch römisch-katholische Orden und protestantische Gruppen führte zu vielen Schismen, sodass heute fünf Patriarchen den Titel "von Antiochien" tragen: der orthodoxe, der melkitische, der syrisch-orthodoxe, der syrisch-katholische, der maronitische. Obwohl fast alle Gläubige des griechisch-orthodoxen Patriarchats in Antiochien Araber sind, waren die Patriarchen bis 1899 Griechen. Heute ist das Patriarchat von Antiochien die eigentliche arabische orthodoxe Kirche. Sie nennt sich auch "rum-orthodox" oder "orthodoxe Melkiten" nach dem arabischen Wort "melek" für "Kaiser" (der das Konzil von Chalzedon einberufen hatte und seine Entscheidungen durchzusetzen versuchte). "Rum" ist das arabische Wort für "Rom", meint aber in diesem Zusammenhang Konstantinopel (das neue Rom).
http://www.oki-regensburg.de/kirchen/3-1-3.htm
4.3.1. Die melkitische katholische Kirche
Im 18. Jahrhundert führte die Rivalität der Städte Aleppo und Damaskus zu einem Schisma im melkitischen Patriarchat. Der von Damaskus unterstützte Patriarch Kyrill erhielt 1744 von Rom das Pallium als Zeichen der Communio. Wegen der Behinderung der katholischen Partei durch die türkischen Behörden hielt sich die Kirche nur in den Bergen, viele wanderten nach Palästina und nach Ägypten. Deshalb trägt der katholische melkitische Patriarch von Antiochien auch den persönlichen Titel "Patriarch von Jerusalem und Patriarch von Alexandrien".
Seit 1848 ist die katholische melkitische Kirche von der türkischen Regierung anerkannt. Im 19. Jahrhundert schlossen sich dem katholischen melkitischen Patriarchen viele orthodoxe Araber an, weil er ihnen weniger von der Regierung abhängig schien als der orthodoxe Patriarch.
http://www.oki-regensburg.de/kirchen/4-3-1.htm
Die patriarchalische Institution - Die Melkiten
Nachdem die Kirche die Freiheit erlangt hatte, eignete sie sich einen wohlbemessenen Landbesitz an und legte ihm die bürgerliche Verwaltung zugrunde[4].
Im ersten ökumenischen Konzil in Nizäa 325, wird eine rechtsgültige Situation offiziell ratifiziert: Man überträgt den Bischöfen in den Hauptstädten der ?Provinzen? besondere Befugnisse; außerdem werden die Rechte der Bischöfe etabliert und ihre Kompetenzen überschreiten die Metropolen: so erkennt Canon 6[5] Alexandria bestimmte Privilegien über ägyptisches Territorium zu, vergleichbar mit denen Roms über das italienische Staatsgebiet. Antiochia erhält ein Primat über den Orient, während der Canon 7 Jerusalem das gleiche Privileg zugesteht, jedoch ehrenhalber.
So ruht die Führung der Kirche auf den Sitzen von Rom, Alexandria, Antiochia und Jerusalem mit ihren zugehörigen Territorien, während alle Rom den Primat des Heiligen Stuhls zuerkennen.
Die Bischöfe dieser vier Sitze hatten den Titel eines Patriarchen.
Zur Zeit der Umsiedlung der Reichshauptstadt nach Konstantinopel erhielt die Stadt Konstantins ebenfalls eine beachtliche Bedeutung für die Verwaltung der Kirche und wurde schließlich zum Patriarchensitz.
Das 2. Ökumenische Konzil von 381 beschloß Konstantinopel ein Ehrenprimat zu erteilen, so dass es den zweiten Rang hinter Rom einnahm, während Rom der Sitz des Nachfolgers Petri blieb.
Die fünf patriarchalischen Sitze bildeten die ?Pentarchie?, man nannte die Patriarchen die 5 Lichter des Universums, die 5 Häupter und Stützen der Kirche, die 5 Sinne des kirchlichen Körpers, den Rom repräsentierte.
Mit Justinian bestätigte die kaiserliche Macht die Organisation und das patriarchalische Recht. Die ?NOVELLA?[6] 123 ordnete die patriarchalischen Sitze entsprechend ihrer Bedeutung:
Rom, Konstantinopel, Alexandria, Antiochia und Jerusalem. Es wurde dort unter anderem gesagt, dass die Bischofsweihe in den Metropolen ins patriarchalische Ressort fiel, ebenso die Einberufung lokaler Konzile, auch übte der Patriarch die Rechtsprechung aus, das Recht der Kontrolle über das ganze Patriarchat und außerdem das Recht, persönliche Repräsentanten zu den anderen Patriarchen zu delegieren. Der Patriarch hatte gleichermaßen das Recht, permanente Synoden abzuhalten, eine Bischofsversammlung, wo die Vermögensverhältnisse des Patriarchats geregelt werden sollten.
Die Pentarchie, die sich in gewisser Weise durch die Herrschaft von fünf territorialen Päpsten manifestierte, von denen einer, der Papst von Rom, den universellen Primat bekleidete, brach 1054 mit dem Schisma von Konstantinopel zusammen. In der Zwischenzeit hatte das Patriarchat von Antiochia in der Epoche des ökumenischen Konzils von Chalzedon 451 eine schwere Krisenperiode durchgemacht, bis hin zur Trennung vom Patriarchat. Diese Krise brach wegen der diophysischen[7] Definition aus.
Die Monophysiten, die in Christus nur eine göttlich - menschliche Natur sahen, wurden vom Konzil verurteilt. Aber sie hielten ihre Doktrin aufrecht und das hauptsächlich aus politischen, antibyzantinischen Erwägungen, im Hinblick auf den Kaiser, den Garanten der wahren Doktrin, der ?Orthodoxie?. Sich dem Konzil von Chalzedon zu widersetzen bedeutete eine Art von Protest gegen die kaiserliche Macht, gegen Konstantinopel. So wurde der Ausdruck ?melkitisch?[8] geboren, um die wahren Gläubigen zu bezeichnen, die den Dogmen des Konzils treu waren. Die, die der kaiserlichen Orthodoxie folgten und dem ?orthodoxen Patriarchen? wurden von da an ?Melkiten? genannt.
Das gleiche ereignete sich in Alexandria[9], wo der Patriarch und die Gläubigen, welche die offizielle Doktrin annahmen, ?Melkiten? genannt wurden.
Die Trennung zwischen Konstantinopel und Rom 1054 brachte den Zerfall der Einheit zwischen Orient und Okzident mit sich, und die Patriarchen, bis dahin im Einklang mit Rom, einigten sich auf die These des ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel.
So wie sie sich von der Häresie, die sie immer verworfen hatten, distanzierten, so wollten die Kirchen des Orients ? wenn auch getrennt von Rom ? immer noch ?Orthodox?, das heißt, der wahren Doktrin treu genannt werden.
Um den universellen Charakter seines Primats zu unterstreichen, nannte sich der ?Heilige Stuhl? von Rom ?katholisch?. So erhielt die Benennung ?orthodox? die Bedeutung von Christen, die einer von Katholizismus getrennten Kirche des Orients angehörten.
http://www.patriarchalischerorden.de/historie.htm
Der Begriff "melkitisch" leitet sich von dem syrischen Wort "malka" - "König" ab. So wurden die Christen der Region die der oströmischen Reichskirche treu blieben von ihren Gegnern als "Melkiten" bezeichnet. Die "Königstreuen" sollten bei den islamischen Herrschern verdächtig gemacht werden.
http://www.d-a-g.de/ausstellung1.html
Dem gegenüber stellt das Orthodoxe Patriarchat von Antiochien kurz und deutlich klar:Die Melkiten verstehen sich als die älteste Kirche im Nahen Osten und als unmittelbare Erben der Urgemeinden. Die Union mit Rom bzw. die Spaltung innerhalb der griechischen Kirche von Antiochia ist auf eine Doppelwahl des Patriarchen in den 20er Jahren des 18. Jahrhunderts zurückzuführen. Während der eine der Gewählten sich dem ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel unterstellte, suchte der andere die Verbindung mit Rom. Im 19. Jahrhundert erlebte die melkitische Kirche eine besondere Blüte, da ihre geistliche Verbindung zu Rom zugleich als Distanz zum politischen Zentrum des ungeliebten osmanischen Reiches, Konstantinopel, gedeutet wurde. - Insgesamt zählt die melkitische Kirche ca. 3.000.000 Mitglieder.
http://www.abtei-kornelimuenster.de/Ver ... iv0302.htm
Warum der Name Rum-Orthodox?
Rum ist die arabische, im Koran enthaltene Bezeichnung der Byzantiner, d. h. der Oströmer. Die Rum-Orthodoxen sind die arabischen orthodoxen Christen, die dieselbe Konfession haben, die die Byzantiner einst hatten.
http://www.rum-orthodox.de/index.htm
Ich hoffe das dieser Beitrag nicht zur völligen Konfusion führt!
Euer grübelnder br. milo
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protopeter
- Priester
- Beiträge: 698
- Registriert: 24.07.2006, 21:21
- Wohnort: Salzburg
Wenngleich auch - wie Sie mit einiger Berechtigung sagen - gewisse "bedenkliche" (im mehrfachen Sinne des Wortes) Informatioen in den angegebenen Materialien enthalten sind, so rundet sich dennoch das Bild. Zur Ergänzung sei mir der Hinweis auf folgendes Buch, das ursprünglich 1873 erschien und 130 Jahre später als Nachdruck wiederaufgelegt wurde, gestattet:
J. M. Neale, A History of the Holy Eastern Church. The Patriarchate of Antioch, Piscataway 2003
In dieser Monographie werden sowohl ausführlich die ersten fünf Jahrhunderte der Patriarchatsgeschichte als auch die wichtigsten Entwicklungen in nachfolgender Zeit - besonders die Lage des Patriarchates im 19. Jahrhundert - zur Darstellung gebracht.
In der Liebe Christi grüßt
Erzpr. Peter
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Lukas Saliba