es lässt mich einfach nicht los ...

Neu in der orthodoxen Kirche - Wie lebe ich als orthodoxer Christ? Alle allgemeinen Fragen rund um die Orthodoxie.
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Helge
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Registriert: 04.01.2007, 00:09
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es lässt mich einfach nicht los ...

Beitrag von Helge »

hey,
also dieses thema ist einer der gründe, warum ich mich bei diesem forum angemeldet habe ...
rené kennt mein anliegen schon, aber dennoch wäre ich von weiteren tipps von dir seehr dankbar :)

also, ich bin halb deutsch, halb ukrainisch und habe vor ca. einem jahr mein interesse und absolute zuneigung zur orthodoxie entdeckt.
da ich ziemlich schüchtern bin, habe ich mich nicht getraut einfach in kirchen zu gehen, da ich nur deutsch kann und kein wort russisch verstehe nur einiges an polnisch.
also hab ich im internet gesucht und ein forum gefunden, das es anscheinend nicht mehr gibt, wo ich dann auch rené getroffen habe, der mir mit rat und tat zur seite stand.
dank ihm habe ich ein sehr gutes buch gekauft, dass in mir noch intensivere verbundenheit zur orthodoxie erzeugte.
es folgten verschiedene kirchenbesuche in berlin, bei denen ich mich aber nie traute irgendjemanden auch nur irgendetwas zu fragen weil ich das gefühl hatte, damit den ritus zu 'zerstören' ... also habe ich den wunsch in mir wieder zurückgeschraubt.
bis jetzt, denn der wunsch dieser religion anzugehören und sie zu praktizieren, ist so gewaltig gewachsen das ich beinahe platze :D schlimm :D
nun ja worauf alles hinausläuft ist die konvertion (richtiges wort?) von meinem jetztigen 'glauben' dem protestantismus zur orthodoxie ...
ich wäre euch echt dankbar für alles wissenswerte ... ich hab so viel im internet rumgesucht aber nichts gefunden was mir weiterhilft und auch an priester von kirchen habe ich geschrieben, bis jetzt aber keine antworten erhalten (vor ca. 4 monaten!)
also wende ich mich jetzt an euch in der hoffnung das ich endlich mein ziel erreiche, oder näher komme ...

eine frage habe ich: kennt jemand die alexander-newski-kirche in potsdam?
die wollte ich als nächstes besuchen und meinen wunsch noch stärker werden lassen ;)

viiele liebe grüße
protopeter
Priester
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Beitrag von protopeter »

Lieber Helge !

Zunächst einmal ein herzliches Willkommen in unserer Runde; wenn Sie Fragen haben, darf ich Sie ermuntern, nicht schüchtern zu sein - wir werden uns bemühen, entsprechende Antworten zu finden ! :) Darüberhinaus stehe ich bei Bedarf per PN zur Verfügung; wenn ich zu Ihrer Kenntniserweiterung beitragen kann, würde es mich sehr freuen.

Liebe Grüße,
Erzpr. Peter
Ehre sei Dir oh Herr

Beitrag von Ehre sei Dir oh Herr »

Hallo Helge,

unter Links findest Du u.a. Adressen der ROK und ROKA, da ist die Kirche in Potsdam bestimmt auch dabei.
Ich weiß, dass Br. Peter schon dort war. Ihn triffst Du auch an dem Samstag, wo in Berlin Tegel deutsch zelebriert wird und kannst ihm sicher gerne Fragen stellen. Er wird sie bestimmt gerne beantworten. Dies gilt auch für die Lankwitzer Gemeinde. Du brauchst Dir keinerlei Sorgen machen jemanden zu stören. Wir lernen alle täglich dazu... :wink:

Ich würde zum nächsten Amtsgericht gehen und schriftlich meinen Austritt erklären, damit Du auch einen Beleg hast.
Als nächstes kannst Du dann mit dem Priester zu dem Du Vertrauen hast (ich schätze Vater Sergej in Tegel) gehen und mit ihm alles besprechen, was die Myronsalbung etc. betrifft. Er kann Dir alle nötigen Informationen geben. Bruder Peter hat mir erzählt, dass er deutsch spricht. Also ist auch die Sprache kein Problem :)

Ansonsten, wie Vater Peter oben schon schrieb, frage einfach munter drauf los.

herzliche Grüße
René
Zuletzt geändert von Ehre sei Dir oh Herr am 04.01.2007, 09:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Sebastian
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Beitrag von Sebastian »

Lieber Helge,

es ist schön zu hören, dass bei vielen jungen Menschen (dazu zähle ich mich auch :D) eine Begeisterung für die Orthodoxie zu erkennen ist! Gott möge geben, dass alle in der "ersten Liebe" zu seiner Kirche bleiben ;).

Ich kann dich verstehen. Ausser Polnisch (mehr schlecht als recht ;))spreche ich keine slawische Sprache und griechisch verstehe ich überhaupt nicht (gerade mal ein wening altgriechisch). Deshalb gehe ich auch in eine deutschsprachige Gemeinde in Hamburg. In Berlin gibt es doch mindestens 2 deutschsprachige Gemeinden (René bitte korregieren): Gem. des Hl. Isidor / und eine Gemeinde der russischen Auslandskirche (Name vergessen).

Und (um Erzpriester Peter mal kräftig beizupflichten) Keine Angst vor Fragen, es reisst dir niemand den Kopf ab... In den meisten (nichtdeutschsprachigen Gemeinden) liegt "DIE GÖTTLICHE LITURGIE" auf deutscher Sprache in Taschenbuchformat aus. Kostet ca. 2,50 ? (da könntest du alles auf deutsch mitverfolgen)

Liebe Grüsse
Stephanus
Ehre sei Dir oh Herr

Beitrag von Ehre sei Dir oh Herr »

Lieber Sebastian,

kurze Anmerkung, die Gemeinde der ROKA ist eigentlich eine rein russische Gemeinde. Es sind dort zwar auch einige Deutsche Orth.Christen anzutreffen, aber zelebriert wird eben in Russisch bzw Kirchenslavisch, manchmal mit einigen deutschen Elementen.

herzliche Grüße
René
Helge
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Beitrag von Helge »

hey danke für die schon so zahlreichen antworten :)
ich weiß immer nur nicht wann ich mich als 'würdig' sehe, überzutreten ... ich will ja nichts falsch machen ... also nicht wegen den anderen sondern für mich selbst ... ich habe immer gerne alles perfekt und toll ;)
und ihr glaubt nicht das mich der priester den ich fragen würde irgendwas komisches fragen wird? (das sind meine komischen ängste - dann dumm dazustehen und nicht zu wissen was ich sagen soll)

@ rené: ich wusste gar nicht, dass in tegel auch deutsch zelebriert wird ... wann ist das immer? :)

@sebastian: ich hatte zwar 7 jahre alt-griechisch in der schule aber wenn dann würde ich schon lieber zu einer russischen kirche gehen :)
wo hast du alt-griechisch gelernt?
auch in der schule?

liebe grüße
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Sebastian
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Beitrag von Sebastian »

Hallo Helge,

nun ich kam nicht in den Genuss eines 7 jährigen "Studiums" des Altgriechischen. ;) Das kann man doch wunderbar ausbauen! ;) Alles was ich kann habe ich aus der Liturgie bei den Griechen.

LG
Ehre sei Dir oh Herr

Beitrag von Ehre sei Dir oh Herr »

Hallo Helge,

ich frage mal Peter, der weiß es genau.
Im Übrigen, etwas komisches wird Dich kein Priester fragen. Sie werden vielleicht einige Dinge wissen wollen. So hat mich Vater André von der ROKA in der Kulmbacher Str. nach dem Termin gefragt wann ich getauft wurde, wer mein Beichtvater bisher war und was ich für ein Gebetbuch benutze. Das war es auch schon. :)
Bei meiner Taufe (besser danach) wollte Vater Mihail (Bln.Lankwitz) damals zumeist persönliche Daten wissen für die Taufurkunde.
Vater André ist Deutscher und Vater Mihail spricht auch perfekt deutsch. Ist ja nicht unwesentlich z.B. für die Beichte.
Vater Sergej kenne ich persönlich nicht, weiß nur von Br. Peter dass er Deutsch spricht. Wie gut - keine Ahnung, vielleicht meldet er sich noch hier im Forum...

Für Literaturhinweise kannst Du unter Schriftwerke viel heraussuchen. Ich habe versucht es ein wenig zu unterteilen... und möglichst den Verlag und etwas zum Inhalt anzugeben. Viel wurde mir von Priestern oder auch von Brüdern hier im Forum empfohlen.

Für spezielle Fachbücher am Besten Vater Peter (protopeter) fragen, er kennt auch sehr viel...

Viel Spass beim Stöbern und Lesen hier im Forum :D

herzlichst René
Helge
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Beitrag von Helge »

also wird mein erster schritt erst einmal sein, zum amtsgericht zu gehen und meinen austritt aus der evangelischen kirche zu erkären ...
meine eltern helfen mir da hoffentlich, dass zu formulieren ... :)

und wenn ich das hinter mir habe, was würdet ihr mir dann als nächsten schritt empfehlen?
soll ich dann gleich zum priester und ihn ansprechen wegen der salbung oder mich erstmal irgendwie (tipps?) darauf vorbereiten?

@sebastian: naja ... ob es ein genuss war darüber lässt sich jetzt streiten ;)

ich hab mir auch letztens noch ein buch gekauft vllt nimmst du das ja auch mit auf in die literaturhinweise ich bin zwar erst auf seite 18 aber ich finde es bis jetzt ganz gut!
glauben aus dem herzen
(georg galitis, georg mantzaridis, paul wiertz)
georg galitis, em. professor der theologischen fakultät der universität athen und mitglied von synodalkommissionen der patriarchats von jerusalem und der kirche von griechenland, georg mantzaridis, professor für ethik und soziologie des christentums an der universität thessaloniki, und der inzwischen verstorbene paul wiertz haben ein buch geschrieben, das nun in der 4. überarbeiteten auflage vorliegt. es will den westlichen christen die weitgehend unbekannte welt der orthodoxie erschließen. der einzelne mensch steht mit seiner glaubenserfahrung im mittelpunkt der orthodoxen glaubenswirklichkeit. die mystische erfahrung steht ebenbürtig neben der theologie, nicht im widerstreitwie im westen. in gleicher weise ist der orthodoxen ethik das heil des einzelnen menschen wichtiger als die buchstaben der kirchengesetze. das sind die grundlagen dafür, dass die orthodoxe religiosität - die frömmigkeit - vom herzen und nicht vom verstand kommt.

usw usw ;)


lg
Ehre sei Dir oh Herr

Beitrag von Ehre sei Dir oh Herr »

Hallo Helge,

ja, dann mit Deinem Priester reden.
Er wird Dich sicher beraten auf Deinem Weg. Hab ruhig Vertrauen zu ihm, das Wort Geistlicher Vater erklärt es ja.

herzlichst René
protopeter
Priester
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Beitrag von protopeter »

Lieber Helge !

Auf diesem Wege eine (meiner Meinung nach sehr lohnende) Buchempfehlung - ich setze mal voraus, daß Sie des Englischen mächtig sind:

Timothy Ware, The Orthodox Church

Der Autor des Buches ist orthodoxer Engländer und heute unter dem Namen Kallistos als Bischof und Universitätsprofessor tätig; darüberhinaus gilt er als einer der bedeutendsten orthodoxen Theologen der Gegenwart. Das Buch selbst gibt im ersten Teil einen Überblick über die historische Entwicklung der Orthodoxen Kirche, der zweite Teil ist der Darstellung ihrer Lehre gewidmet; zu beziehen ist es in jedem Falle über Amazon.

Herzliche Grüße,
Erzpr. Peter
Helge
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Beitrag von Helge »

also ich hab gerade mit meiner mutter geredet und ihr gesagt das ich den glauben wechseln will ...
sie war - wie immer - gleichgültig ;)
meinte aber das ich einen brief an die evangelische kirche schicken muss und sie meinte sie wüsste nicht warum man dazu zum amtsgericht gehen sollte ... ;)
holzi
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Beitrag von holzi »

Helge hat geschrieben:also ich hab gerade mit meiner mutter geredet und ihr gesagt das ich den glauben wechseln will ...
sie war - wie immer - gleichgültig ;)
meinte aber das ich einen brief an die evangelische kirche schicken muss und sie meinte sie wüsste nicht warum man dazu zum amtsgericht gehen sollte ... ;)
Hallo Helge,

das Amtsgericht, in anderen Ländern wie Bayern das Standesamt ist schon richtig, wenn man aus einer der "großen" Kirchen mit Kirchensteuer austreten will. Bei den evangelischen Freikirchen genügt in der Tat ein Brief. Aber wir sind ja hier in Deutschland, und da gibt's für alles eine bürokratische Lösung.

Aus welcher der evangelischen Kirchen müsstest Du denn austreten?

Schöne Grüße
Konrad
Helge
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Beitrag von Helge »

das verstehe ich jetzt nicht :D :oops:
naja evangelisch, protestantisch ... is das nicht eine?
oder meinst du jetzt reformiert, lutheranisch oder sowas?
das weiß ich nämlich nicht :-S

also kann ich da einfach hingehen und sagen das ich aus der kirche austreten will und dann schreiben die das in ihren pc?
oder is das auch sone lange geschichte?

lg
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Sebastian
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Beitrag von Sebastian »

Hey Helge 8)

Ich muss auch noch zum Standesamt und meinen Neuapostolenstatus auch auf Papier löschen und (russisch) - orthodox eintragen lassen... peinlich, vergesse ich immer wieder :oops: Bist also nicht alleine ;)

Warum rufst du nicht bei deiner zuständigen Behörde an und erkundigst dich nach der formellen Prozedur ...

Grüsse
Sebastian
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