Milchspenderin
Milchspenderin
Weis jemand wer die Ikone "Milchspenderin" der Gottesgebärerin ursprünglich geschrieben hat? Wo kommt sie her?
euer admin
Frohes Fest!

Heute gedenkt man nach dem alten Kirchenkalender in der OK
den Wundern durch die Ikone Galactotrofusa (Milchspenderin),
und der Hl. Märtyrerin Tatiana von Rom

Die Ikone befand sich ursprünglich in der Lavra des Hl. Sabbas (439-532) nahe Jerusalem. Dessen heiliger Begründer weissagte der Klosterbruderschaft vor seinem Tode, dass ein Pilgerer names Sabbas aus Serbien das Kloster besuchen wird, und bestimmte, dass man ihm die wundertätige Ikone zum Segen übergeben solle.
So geschah es im XIII Jahrhundert. Der Hl. Sabbas von Serbien brachte die Ikone ins Kloster Chiliandari (Chilandar) auf dem Hl. Athos und stellte sie auf der rechten Seite der Ikonenwand in der später Typikarnizja genannten Kirche auf, wo auch der Typikon des Hl. Sabbas aufbewahrt wurde.
Frage
kann mir jemand die Gweschichte hinter der Heiligen erzählen? Warum die Milchspenderin? Wen hält sie in den Armen?
Liebe Grüße Aleksandra, die nur einen Teil des Synaxarions zuhause hat
Herr Gott mein Vater, (Psalm 61. V.5)
ich m?chte weilen in deinem Zelt in Ewigkeit, mich bergen im Schutz deiner Fl?gel.
nimm die tränenreichen Bitten Deiner Knechte an, welche sich Dir zuwenden.
Wir blicken auf Dich im Angesicht Deiner heiligen Ikone, die Du Deinen Sohn und unseren Gott, den Herrn Jesus Christus auf dem Arm trägst und stillst.
Die Du Ihn selbst ohne Schmerzen gebarst, schau um so mehr auf unsere mütterlichen Leiden und die Schwäche der Menschensöhne und -töchter.
Daher bitten wir, die wir uns im Vertrauen Deinem heilsbringenden Bilde verbeugen und es in Ergriffenheit verehren, Dich, allgnädige Herrscherin: spende uns Sündigen, den dazu Verurteilten, in Wehen zu gebären und in Sorge aufzuziehen, Verschonung und tritt mitleidig für uns ein; erlöse die Neugeborenen und ihre Mütter von schwerem Leiden und bitterer Gram.
Schenke ihnen Gesundheit und gute Kraft, damit die Gestillten zu Kräften kommen und die Stillenden von Freude und Tröstung erfüllt sein mögen, und so auch heute wieder vermittels Deiner Fürbitte der Herr sich aus dem Munde der Kinder und Säuglinge Lob verschaffe. (Ps. 8.3, Prokimen zum Palmsonntag)
O Mutter des Sohnes Gottes!
Erbarme Dich der Mütter der Menschensöhne und der Deinigen, die schwach sind: heile bald die Krankheiten, die uns ereilen, vertreibe Gram und Trauer, die uns befallen, und verachte nicht die Tränen und das Stöhnen Deiner Knechte. Erhöre uns, wenn wir am Tage des Leids vor Deiner Ikone niederfallen, und nimm am Tage der Freude und Erlösung den dankbaren Lobpreis unserer Herzen an.
Bringe unser Gebet vor den Thron Deines Sohnes und unseres Gottes, auf dass Er Milde walten lasse ob unserer Sünden und Schwächen und denen Gnade erweise, die Seinen Namen anrufen, auf dass auch wir und unsere Kinder Dich preisen, barmherzige Fürbitterin und zuverlässige Hoffnung unseres Geschlechts, in die Äonen der Äonen. Amen.
(Gebet vor der Ikone "Milchspenderin")
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protopeter
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Die Ikone der Galaktotrophousa ist wohl ein sehr altes Motiv, das im Zusammenhang mit dem Ökumenischen Konzil von Ephesos 431 steht, auf dem der Jungfrau Maria kraft der dort erlassenen dogmatischen Definition der Ehrentitel Gottesgebärerin verliehen und somit auch die Wahrhaftigkeit der Zusammenspannung von göttlicher und menschlicher Natur Jesu Christi erkannt wurde.
Die Form der Abbildung geht darüberhinaus auf ein Pendant aus der altägyptischen Kunst - die Darstellung der Göttin Isis mit ihrem Sohn Horus - zurück; es ist wohl anzunehmen, daß im 4. oder 5. Jahrhundert während der allmählichen Verwurzelung des Christentums in den orientalischen Gesellschaften diese Darstellungsform als passend erkannt und in der Folge gleichsam "inkulturiert" wurde - Ähnliches geschah übrigens in anderen Zusammenhängen öfters.
Mit herzlichen Grüßen und Segenswünschen,
Erzpr. Peter
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holzi
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- und bringt uns nun von fundamentalistischen Prostestanten den Vorwurf ein, nicht Maria die Gottesgebärerin zu verehren, sondern eine heidnische Göttin anzubeten.protopeter hat geschrieben: Die Form der Abbildung geht darüberhinaus auf ein Pendant aus der altägyptischen Kunst - die Darstellung der Göttin Isis mit ihrem Sohn Horus - zurück; es ist wohl anzunehmen, daß im 4. oder 5. Jahrhundert während der allmählichen Verwurzelung des Christentums in den orientalischen Gesellschaften diese Darstellungsform als passend erkannt und in der Folge gleichsam "inkulturiert" wurde - Ähnliches geschah übrigens in anderen Zusammenhängen öfters.
Liebe Grüße
Konrad
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protopeter
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Das ist eine ganz andere Sache - vor allem, weil die genannten Kreise in ihrer minimalistisch-schrägen Interpretation die Zusammenhänge nicht erkennen wollen. Es erscheint darüberhinaus keinesfalls erstrebenswert, jenen Gruppierungen, die auch jeglichen Sinn für authentische Überlieferung verdrängt haben, das Wort zu reden; als Orthodoxe sollten wir genug Selbstbewußtsein entwickeln, dies tragen zu können !
In diesem Sinne grüßt herzlich
Erzpr. Peter
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holzi
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Lieber Vater Peter,protopeter hat geschrieben:Lieber Konrad !
Das ist eine ganz andere Sache - vor allem, weil die genannten Kreise in ihrer minimalistisch-schrägen Interpretation die Zusammenhänge nicht erkennen wollen. Es erscheint darüberhinaus keinesfalls erstrebenswert, jenen Gruppierungen, die auch jeglichen Sinn für authentische Überlieferung verdrängt haben, das Wort zu reden; als Orthodoxe sollten wir genug Selbstbewußtsein entwickeln, dies tragen zu können !
In diesem Sinne grüßt herzlich
Erzpr. Peter
selbstverständlich sind wir hier einer Meinung! Auch ich halte diese Engführung mancher Protestanten für - wie diese selbst immer sagen - "unbiblisch". Ich konnte nur nicht widerstehen, bei dieser Vorlage mit der Isis an mich zu halten
Einen schönen Abend noch - und wenn alles glatt geht, werde ich morgen früh - so Gott will - bei der russischen (Auslands-)Kirche in Regensburg hospitieren und mal so reinhören.
Grüße
Konrad
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Marypoppins
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kenne da zwei verschiedene Bildtypen.
Einmal, die vorausgehend schon erklärt wurde. Dann einen Typus, bei der Maria einen bestimmten Heiligen mit ihrer Muttermilch besprengt, oder den
Bildbetrachter zu besprengen scheint.
Das deutet dann eine besonders innige geistige Verbindung zwischen dem Heiligen, oder dem betrachtenden Beter und Maria und Jesus an.
Kennt die orthodoxe Kirche diese zweite Version auch?
Beste Grüße
Mary