Mut zur Bekenntniss der Othodoxie als den wahren Weg

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talitaNeu
Beiträge: 220
Registriert: 12.09.2006, 12:19
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Mut zur Bekenntniss der Othodoxie als den wahren Weg

Beitrag von talitaNeu »

Hallo ihr Lieben,


Ich bewundere den Mut zu sagen, der wahre Weg ist der Orthodoxe Weg. Ich vermittlere dies nur an Beispielen immer, jedoch nur verhalten kann ich weiter gehen und sagen, dies ist der Weg, den Christus und die Aposteln festgesetzt haben, also komm hierher :oops:

Ein Vorbilb wie dies gehen kann, hat mir "Matuschka" gegeben, die einer 84 jährigen Frau, die eines anderen Glaubens war durch die Orthodoxie den Trost über den Tod hinaus spenden konnte und sie bis zum Kern bewegt aus dem Gespräch gehen ließ.

Wie ist es bei euch? Ich weiß, dass Glaube überall anfangen kann, wie weist man aber jemandem, der erst am Beginn ist und weit entfernt ist von der Orthodoxie den Weg zur Taufe und in die Orthodoxie hinein? Habt ihr mehr Mut als ich? Vielleicht geben mir eure Erzählungen auch mehr Substanz, deswegen bitte ich euch um Schilderungen eurer seits, wie es bei euch geschieht bzw. um Ratschläge.

Liebe Grüße Aleksandra
Mein Zuhause

Herr Gott mein Vater, (Psalm 61. V.5)
ich m?chte weilen in deinem Zelt in Ewigkeit, mich bergen im Schutz deiner Fl?gel.
Milo
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Registriert: 19.06.2009, 23:00
Wohnort: Stuttgart

Beitrag von Milo »

Liebe Aleksandra,

wir sind aufgerufen mit unserem Lebenswandel zu zeugen für den orthodoxen Glauben. Wird die Frage explizit gestellt, dann sollte man den Mut schon haben zu sagen warum ich davon überzeugt bin das dies der einzig wahre Weg sein kann. Dafür muss ich mir aber auch vieles über meinen Glauben selbst bewusst werden - nicht jeder hat die Gabe ein Apologet zu sein. Aber sicher kann jeder sich Christus entsagen wenn er in einer bedrängten Situation ist, oder eben bekennen wie alle Märtyrer.
Wichtig ist den lebendigen Glauben zu haben, ihn zu leben, die Gebote unseres HErrn einzuhalten. Darin erkennen schon sehr viele um uns den "besseren" Weg und werden "eingeführt" in die Orthodoxie. Dennoch, man soll nicht vergessen was unser HErr unmissverständlich sagt:
Joh 6,65 ...Niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn vom Vater gegeben.

Zu Ihm, heist natürlich zu Seiner heiligen und ungeteilten Kirche - ein Glaube, ein HErr, ein Leib des HErrn = Kirche.

Mit sonnigen Grüßen aus dem Südwesten,

br. milo
peter
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Wohnort: Berlin

Bekenntnis

Beitrag von peter »

Liebe Alexandra,

da sich der Sonntag der Orthodoxie nähert, möchte ich kurz vor dem Beginn der Großen Fastenzeit nochmals meinen unwürdigen, sündenbeschwerten Mund auftun, und auf Deine Fragen meine persönliche Antwort geben. Zunächst bitte ich Dich und gleichzeitig alle etwa Mitlesenden um Vergebung für begangene Forumssünden, in Gedanken, Wort, Schrift, in der Tat. Das ist ja der Doppelsinn von "Bekennen" innerhalb der Orthodoxie, das wir zuerst durch Bekennen unserer Sünden mit nachfolgender Metanoia uns des Bekennertums würdig machen. Was würde es nützen, wenn wir Wein saufen, und Wasser predigen. Oder Fasten, um damit zu prahlen. Unser himmlischer Lohn wäre dahin. Insofern zählt absolut und eindeutig der von Milo zitierte Lebenswandel. Dadurch wird der Glaube lebendig, daß er ins eigene Leben greift und eingreift, unseren Wandel wandelt, zum Abbild Christi hin. Insofern ist die protestantische Moralpredigt vergebens, das katholische Pflichtbüßertum pharisäisch, wenn der Mensch dahinter die alten Kleider nicht ablegt.
Auch wir Orthodoxe werden zuerst nach unseren Sünden beurteilt und
verurteilt. Je leuchtender also ein Lebenswandel, umso strahlender senkt
sich das Licht des Glaubens, oberhalb des Scheffels, ins Herz. Wenn nun aber die Gelegenheit besteht, durch die Gnade des Heiligen Geistes
Jesus Christus als Gekreuzigten und Auferstandenen, als Menschen und Gottessohn zu bekennen, in Kummer, Bedrängnis, Drangsal, oder wenn
es um Tod und Leben geht, dann wäre es eine Sünde, es nicht zu tun.
Diese Gelegenheiten zu erkennen, bei der Arbeit, im Alltag, in komplizierten Situationen und Momenten, darin besteht der Weg der
Verlebendigung unseres Glaubens. Dies wäre der wahre rechte Glaubensweg, der mit dem rechten Gotteslob innerhalb der Kirche synchron verläuft. Diesen Doppelsinn des griechischen Wortes doxa
im Sinn zu behalten, und zu praktizieren, macht uns eigentlich orthodox.
Nichts soll uns davon abhalten, es sei denn die Nicht-Orthodoxen, ob es
Konfessionelle sind oder Anders- oder Garnicht-Gläubige. Daran sollen
sie erkennen, daß wir unseren Glauben ernst nehmen und leben, daß
wir nicht nachlassen im Bekennen und Verkündigen. Daß wir zudem
noch beten und helfen, soll nicht zu erkennen sein. Sonst wäre unser
himmlischer Lohn dahin.

Um Vergebung bittend für die redselige Geschwätzigkeit

Peter
"Selig sind die, die nicht gesehen und doch geglaubt haben" (Joh. 20,31)
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Sebastian
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Religionszugehörigkeit: Orthodox (MP)

Beitrag von Sebastian »

Lieber Milo und Peter !

kurz möchte ich ausdrücken, dass ich mich über eure Beiträge sehr gefreut habe. Wir hatten gestern im Anschluß an die Chorprobe eine ähnliche Diskussion mit dem "Ergebnis" (eher Konsens), dass durch unsere Orthopraxia, unserem Leben im und durch den Glauben, wir ein authentischeres Zeugnis ablegen, als durch schöne aber doch leere Worte (-wenn keine rechtgläubige Überzeugung + Tat dahintersteht). Peter, dass mit dem Geschwätz kenne ich; manchmal würde ich mir wünschen der Herr würde mir die Stimme kurzzeitig nehmen, wenn mal wieder nur albernes Geschwätz mein Mund verlässt...

L.G. Stephanus
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