"kanonisch" was ist das eigentlich?
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Ieromonach
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"kanonisch" was ist das eigentlich?
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protopeter
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Die Kanonizität nach orthodoxem Maß richtet sich nach der Fülle der Rechtgläubigkeit in der Kirche - wobei die Dogmen absolut-unveränderlichen Charakter besitzen, die kirchenrechtlichen Bestimmungen jedoch entweder nach dem Prinzip der akribeia oder der oikonomia in Anwendung gebracht werden können.
Gemäß der Überlieferung sind orthodoxia und orthopraxia zwei einander unverzichtbar ergänzende Pole kirchlicher Existenz; das entsprechende allumfassende Zeugnis unserer Kirche wird im Einklang mit der Tradition nach der daraus stammenden inneren Harmonie bemessen.
Mögen die Gnade und der Segen Unseres Herrn mit uns sein !
Erzpr. Peter
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Ieromonach
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um etwaiges Mißverständnis auszuschließen, will ich rechtzeitig darauf hinweisen, das lieber athikia Ihnen als Mönchspriester Theodor bereits bekannt ist.
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Lieber Mp. Theodor aus Athikia
ich würde gern auch sagen, das die kanonische Gemeinschaft (Kirche) so zu verstehen gilt, als das sie sich in der ununterbrochenen Eucharistiegemeinschaft aller Gemeinden ausdrückt, die von ihrem Beginn an die Orthodoxie durch Orthopraxie (und umgekehrt) belegen. Diese onthologische Gemeinschaft (koinonia) im HErrn ist die Wurzel aller theologischen Disziplinen. Viel mehr noch, Sie, die eine heilige Kirche ist der einzige Garant auf Erden unseres Heils!
Jh 17.11 Ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, daß sie eins seien wie wir.
Ist unser Gott nicht wahrhaftig der einzig menschenliebende Gott!?
Eine Kirche , ein Weg in der Wahrheit zum Leben!
Lob und Preis dem HErrn! Von Ewigkeit zu Ewigkeit!
Euer unwissender br. milo
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Ieromonach
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Ich möchte keine Polemik, sondern nur ein Gespräch im Forum über dieses Thema führen. Beide Beiträge von Milo und P. Peter sind für mich akzeptabel und einsichtig. Doch ich Frage ist das auch die Realität in unserer Kirche? Wenn nein, was können wir tun? Die Anfrage meinerseits ist ehrlich gemeint und für m ich existenziell. --Was der Name Mp Theodor damit zu schaffen hat ist mir n icht bereiflich. IC+XC NIKA
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Rene
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peter
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evlogij kanonisch ?
Gerade im Buch von Georg Seide: "Verantwortung in der Diaspora, Die Russische Orthodoxe Kirche Im Ausland", Kyrill und Method Verlag, München, 1989, sind, z.B. im Abschnitt "Die Spaltung der kirchlichen Emigration", S.55-61 (Zwanziger Jahre) sind zur Person und "Gruppe" Evlogij sehr interessante Ausführungen nachzulesen, allerdings mit Wertungen aus der Sicht der "Karlowitzer". In der "Stimme der Orthodoxie" 1 + 3 / 1997 gibt es eine Darstellung des verstorbenen Erzpriesters Sergius Taurit ("Zeuge russischer Kultur und Frömmigkeit in der Fremde. Kleine Geschichte der Berliner r.-o. Gemeinde"), welche gerade die Kanonizität jener Karlowitzer bestreitet und Evlogij die Ehre gibt. Dann wurde mir wieder hinsichtlich der "Pariser" Gruppe deren Nähe zur Freimaurerei benannt. Ich möchte mich zuallererst an die altehrwürdigen "Kanones" der Kirche halten, unter Beachtung der oekonomia. Dem Athikia wünsche ich einen besonders heilsamen Gesundbrunnen in der monasteria und uns allen die Einheit
in Christo, unserem Herrn, Heiland, Erlöser.
Pjotr
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holzi
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Re: evlogij kanonisch ?
Hallo,Peter hat geschrieben:In der "Stimme der Orthodoxie" 1 + 3 / 1997 gibt es eine Darstellung des verstorbenen Erzpriesters Sergius Taurit ("Zeuge russischer Kultur und Frömmigkeit in der Fremde. Kleine Geschichte der Berliner r.-o. Gemeinde"), welche gerade die Kanonizität jener Karlowitzer bestreitet und Evlogij die Ehre gibt.
der o.a. Aufsatz ist hier nachzulesen.
Grüße
Konrad
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Rene
Re: evlogij kanonisch ?
ich bin schon gespannt dies zu lesen, dennoch, was bedeutet "aus Sicht der Karlowitzer"? Ist dies eine durch irgendetwas geprägte Sichtweise?Peter hat geschrieben:Gerade im Buch von Georg Seide: "Verantwortung in der Diaspora, Die Russische Orthodoxe Kirche Im Ausland", Kyrill und Method Verlag, München, 1989, sind, z.B. im Abschnitt "Die Spaltung der kirchlichen Emigration", S.55-61 (Zwanziger Jahre) sind zur Person und "Gruppe" Evlogij sehr interessante Ausführungen nachzulesen, allerdings mit Wertungen aus der Sicht der "Karlowitzer".
Da fällt mir richtig auf, wie wenig ich noch weiß...
Ich kann mir vorstellen, dass die politische Situation auch nicht unwesentlich ist bei der Betrachtung der damaligen Verhältnisse...
nun, das habe ich von einigen Leuten der GOK auch schon gehört, aber wenn ich richtig verstanden habe, hat sich die Kirche dann auch von solchen Leuten getrennt. Wenn diese Gerüchte stimmen, dann Gott sei Dank! Schwarze Schafe gibts wohl überall...Dann wurde mir wieder hinsichtlich der "Pariser" Gruppe deren Nähe zur Freimaurerei benannt.
Ich möchte mich zuallererst an die altehrwürdigen "Kanones" der Kirche halten.
Das sollte Richtlinie sein für uns alle.
Vielen Dank für Deine Hinweise.
L.G. Rene
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protopeter
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Wenn im genannten Kontext die "Sicht der Karlowitzer" apostrophiert wird, so bezieht sich das auf die Ansichten jener kirchliche Emigration, die der (späterhin so genannten) Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland nahestand. Dieser galt Metropolit Evlogij, der sich 1926 von der (bis 1945 auf Einadung des serbischen Patriarchen in Sremski Karlovci beheimateten) Synode der Auslandskirche trennte, als ins Schisma gefallen.
Tatsache ist auch, daß die traditionell "monarchistisch" gesonnene russische Emigration vor allem in mehrheitlich orthodoxen Staaten mit entsprechender Prägung (Bulgarien, Jugoslawien) Zuflucht suchte, während sich die "Liberalen" vor allem in Frankreich niederließen. Es ließ sich nicht umgehen, daß eben auch das Leben der Orthodoxen Kirche, die den Emigranten hier wie dort einen wesentlichen Beitrag zu ihrer Identifikation leistete, von gerwissen Strömungen geprägt wurde.
Mit Segenswünschen grüßt
Erzpr. Peter
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Rene
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Ieromonach
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