Das komische ist, auf der einen Seite ist er Gerecht aber auf der anderen Seite auch nicht. Denn wenn er gerecht wäre, würden wir alle schon nicht mehr Leben, weil wir es verdient haben, in der Hölle zu schmoren und das wäre doch auch gerecht?!Andromachi hat geschrieben:Oh, nein, wir sind "innere Mönche", wie ein Schriftsteller es bezeichnete, d.h. wir folgen unserem Beichtvater in allem. Nur da, wo die Kirche keine Aussagen gemacht hat und wir unseren Beichtvater nicht erreichen können, folgen wir nach innigem Gebet, dem, was uns als nicht schädlich erscheint. Aber zum Thema Fasten, hat unsere Kirche genaue Anweisungen gegeben.
Der Apostel Johannes (2Joh 1,10) schreibt:
"Wenn jemand zu euch kommt und nicht diese Lehre mitbringt, dann nehmt ihn nicht in euer Haus auf, sondern verweigert ihm den Gruß".
Und das tut man aus christlicher Liebe, denn vielleicht erkennt er seinen Fehler und kehrt um. Wir liegen also nicht falsch, wenn wir solche Einladungen nicht annehmen.
Ich habe einen Artikel in Übersetzung aus dem Russischen gelesen, der hieß "Das rosa Christentum". Entschuldigung, wenn meine Angaben nicht ganz stimmen. Den Text hat Vjatseslav Maltschev geschrieben und er wurde in der Zeitung "Orthodoxes Heiliges Petrupolis" veröffentlicht. Der Autor bezeichnete als "rosa" die Meinung, dass Gott so gütig sei, dass Er am Ende alle Menschen verzeihen werde. Maltschev sagt, dass dem nicht so sei: Gott ist Liebe, aber Er ist auch Gerechtigkeit. Wir können nicht nur die eine Seite vom Christentum sehen. Wer sagt, das eine ist richtig, aber das andere auch, der ist im Unrecht.
Mein Beichtvater sagt: Εinige meinen: Christus hat gesagt: "Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach". Und sie fahren fort: "Seht ihr? Christus sagte also "Wer will". Warum zwingt ihr uns, etwas zu tun? Christus hat uns die Freiheit der Wahl überlassen". Nun, sagt mein Beichtvater, das ist nicht so. Christus hat gesagt, dass niemand gezwungen ist, Ihm zu folgen. Jeder hat die freie Wahl Christus zu folgen oder nicht. Wer aber Christus als Retter anerkennt und Ihm folgt, für den gilt ganz fest: Er soll das Kreuz Christi tragen.
Schließlich soll ich den weisen Rat eines Priesters erwähnen. Er sagt: Immer wenn du in einem Dilemma stehst, sollst du dem schwierigen Weg folgen. Du kannst sicher sein, er entspricht Gottes Willen.
Also ist er ungerecht aber auf eine gute Weise.
Das meinte ein Heiliger, ich gucke mal wer es war. Durch deinen Beitrag Andromarchi ist mir das wieder eingefallen..