Orthodox, aber auch Christlich?

Neu in der orthodoxen Kirche - Wie lebe ich als orthodoxer Christ? Alle allgemeinen Fragen rund um die Orthodoxie.
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Michael
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Orthodox, aber auch Christlich?

Beitrag von Michael »

Guten Tag ihr Lieben,

diese Frage habe ich in dem Buch von Vater Seraphim Rose gelesen. Korrekt geschrieben ist sie so:

"Nun gut, als Orthodoxer ist er sicher in Ordnung - doch ist er auch ein Christ?
Das ist ne echt gute Frage, oder? :mrgreen:

Dadurch wurde mir bewusst, dass ICH nur orthodox bin. Bis ich christlich werde seid ihr schon alle
im Paradies. :wink: :|


Liebe Grüße
Michael
Zuletzt geändert von Michael am 12.05.2010, 20:06, insgesamt 1-mal geändert.
„Heilig, heilig, heilig, furchtbar und groß, hoch(erhaben),
bewundernswert und verherrlicht ist der Herr in die Äonen der
Äonen!“
Michael
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Re: Orthodox, aber auch Christlich?

Beitrag von Michael »

Seraphim Rose sagt es ist eine Falle in der wir reintappen könne, mehr oder weniger.
Wenn man sich zu sehr in die Buchstaben des Gesetzes der Kirche vertieft und den Geist verliert der das Leben gibt, also
der Geist des wahrhaftigen Christentums. Gerade als Laie ist man doch gerne schön korrekt oder? :|
Die "Korrektheitskrankheit" nennt Vater Seraphim Rose es auch.
Zuletzt geändert von Michael am 12.05.2010, 20:05, insgesamt 1-mal geändert.
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peter
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Re: Orthodox, aber auch Christlich?

Beitrag von peter »

Lieber Michael,

Du hast diesen Satz wahrscheinlich in der ausgezeichneten Rose-Biographie des Mönches Damascene gefunden. Dieses über 1000 Seiten umfassende Werk (inzwischen über Platina auch in deutsch erhältlich) wurde ehedem über die Schwestern des Klosters Lesna allen Orthodoxen dringend angeraten. Dort ist von der "supercorrectness" mancher Orthodoxer die Rede, ein Phänomen, das zum unchristlichen, pharisäerhaften oder schriftgelehrten Stolz des Rechthabens zu zählen ist. Es gibt aber nach Rose auch die ökumenistische Version der Orthodoxie, welche vor lauter "christlicher" Liebe die Wahrheitskriterien wegen Nachlässigkeit oder Feigheit außer Acht läßt. Unabhängig davon gibt es ja auch orthodoxe Juden, Mohammedaner, HIndus - Kommunisten, von denen niemand behaupten wird, daß sie Christen sind. Also Orthodox-Sein und Christ-Sein werden dann identisch, wenn unser Glaube zugleich in Liebe und Wahrheit gelebt wird.

peter
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Michael
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Re: Orthodox, aber auch Christlich?

Beitrag von Michael »

Hallo Peter,

den Satz habe ich in dem Buch "Der Königsweg in der Postmoderne" gefunden.
Aber hätte ja sein können. :)
Also Orthodox-Sein und Christ-Sein werden dann identisch, wenn unser Glaube zugleich in Liebe und Wahrheit gelebt wird.
Achso, ja da hast du recht.
Zuletzt geändert von Michael am 12.05.2010, 20:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Milica
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Re: Orthodox, aber auch Christlich?

Beitrag von Milica »

Auf der Liturgie ist es sagt: "Heiligtümer - zu der Heiligen".
Ohne Gott sind wir nichts...
Elvis
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Re: Orthodox, aber auch Christlich?

Beitrag von Elvis »

Liebe Brüder und Schwestern,

das erinnert mich an die Evangelien, als man versuchte CHRISTUS zu überrumpeln indem man gefragt hat wessen nun des HERRN sei.

welches dem Kaiser ist ist dem Kaiser,
welches dem HERRN ist ist dem HERRN :mrgreen:

so ungefähr mal habe ich es aufgefasst.

der HERR schütze euch
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

Ehre Sei dem Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Jetzt und immerdar und in alle ewigkeit. Amen

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Nassos
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Re: Orthodox, aber auch Christlich?

Beitrag von Nassos »

Interessanterweise lässt sich dieses Thema wieder auf die Sünde ausweiten.
Heute las ich im kg, dass wir im Gegensatz zur Westkirche, die Sünde nicht als Gesetzesbruch betrachten, sondern als Abwendung von Gott.
So war mancher Pharisäer ohne das Gesetz zu brechen abgewandt von Gott.

Auch möchte ich an dieser Stelle etwas betonen, was noch vor der Liebe kommen muss: Demut. In ihr können wir wahre Liebe erreichen. Und genau da haben wir, hat die Gesellschaft insgesamt, ein Problem.
Elvis
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Re: Orthodox, aber auch Christlich?

Beitrag von Elvis »

Nassos hat geschrieben:Interessanterweise lässt sich dieses Thema wieder auf die Sünde ausweiten.
Heute las ich im kg, dass wir im Gegensatz zur Westkirche, die Sünde nicht als Gesetzesbruch betrachten, sondern als Abwendung von Gott.
So war mancher Pharisäer ohne das Gesetz zu brechen abgewandt von Gott.

Auch möchte ich an dieser Stelle etwas betonen, was noch vor der Liebe kommen muss: Demut. In ihr können wir wahre Liebe erreichen. Und genau da haben wir, hat die Gesellschaft insgesamt, ein Problem.
Nun ja diese Pharisäer, die keinen Glauben haben sind auch keine Juden. Denn das Gesetz ist gut aber einzig und alleine der Glaube Rechtfertigt nicht die Werke, aber wir sollen auch nicht ohne Werke vor dem HERRN antreten :mrgreen:

Verstehste alder :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

der HERR schütze euch
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

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Loukia
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Re: Orthodox, aber auch Christlich?

Beitrag von Loukia »

Lieber Elvis Vrinic, man kann allen ernstes ein guter, Gesetzestreuer Jude sein, ohne an den lebendigen Gott zu glauben. Wirklich, tatsächlich, faktisch. Das Judentum ist rein materialistisch, wenn man es genau betrachtet.
Ἡ χάρις τοῦ Κυρίου Ἰησοῦ Χριστοῦ μεθ' ὑμῶν. 1. Korinther 16,23
Elvis
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Re: Orthodox, aber auch Christlich?

Beitrag von Elvis »

Loukia hat geschrieben:Lieber Elvis Vrinic, man kann allen ernstes ein guter, Gesetzestreuer Jude sein, ohne an den lebendigen Gott zu glauben. Wirklich, tatsächlich, faktisch. Das Judentum ist rein materialistisch, wenn man es genau betrachtet.
ähm ich weiss nicht aber das Judentum an sich sollte nicht materiallistisch sein. Siehe die 10 GEBOTE. Man kann ausserdem auch nicht das Gesetz befolgen wenn man den HERRN und GOTT seinen VATER nennt.

verstehste jetzt.

Die Pharisäer an sich waren weder Juden oder so ähnllich, hätten diese sich an das Gesetz gehalten, so würden diese nicht CHRISTUS verurteilen bzw. lug und trug suchen. Judas Iskariot würden die helfen wollen seine Sünde zu beichten. Sie hätten CHRISTUS nicht bei nacht verurteilt bzw. es wären ausserdem noch viel mehr Priester da gewesen.

Ausserdem habe ich mitbekommen, dass die meisten Hebräer die sterben ins Ohr von den "Rabiner" geflüstert wird das der Messias da war. Man muss auch noch sagen das alle Apostel die Jesus der ist CHRISTUS ausgewählt hat Juden waren diverse andere Heilige die wir verherlichen sind Juden. Ich glaube sogar dieser der JESUS beschnitten hat wird bei uns auch verehrt.

Nun ist es jetzt so, da der Messias da war hat er uns vom Fluch des gesetztes losgekauft und das ich sage jetzt mal Judentum (CHRISTENTUM) ist für die ganze welt offen. Wir CHRISTEN sind die Weiterentwicklung des Alten Bundes. So gesehn gibt es das Judentum gar nicht mehr, die die noch welche sind, die denken das der Messias noch kommen wird, was aber für die meisten zum Verhängnis wird, denke ich. Also von dem her.

SHALOM SCHMENDELE

der HERR segne euch
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

Ehre Sei dem Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Jetzt und immerdar und in alle ewigkeit. Amen

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Loukia
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Re: Orthodox, aber auch Christlich?

Beitrag von Loukia »

Lieber Elvis,

wenn aber und was sollte ist uninteressant. Fakt ist, dass das heutige Judentum, das rabbinische, dem pharisäischen Judentum entstammt und 100% materialistisch ist. Das solltest du in dem Text, dem du auch entnommen hast das Rabbiner Sterbenden ins Ohrflüstern, das der Messias gekommen ist, auch entnommen haben, das es sich eben so mit dem Judentum verhält, wie ich es schreibe.
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Elvis
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Re: Orthodox, aber auch Christlich?

Beitrag von Elvis »

Loukia hat geschrieben:Lieber Elvis,

wenn aber und was sollte ist uninteressant. Fakt ist, dass das heutige Judentum, das rabbinische, dem pharisäischen Judentum entstammt und 100% materialistisch ist. Das solltest du in dem Text, dem du auch entnommen hast das Rabbiner Sterbenden ins Ohrflüstern, das der Messias gekommen ist, auch entnommen haben, das es sich eben so mit dem Judentum verhält, wie ich es schreibe.
Leider hast du da recht.

P.s. gerade wo du es so sagst, es können keinen Juden im Wahren sinne sein, sprich den VATER zu unterwerfen.

der HERR schütze dich
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

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Jetzt und immerdar und in alle ewigkeit. Amen

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