Heute möchte ich Sie wieder aufrufen, für unseren Verein Christlich-Orthodoxes Medienzentrum e. V. zu spenden.
Seit meinem Spendenaufruf vor einem Jahr hat sich vieles getan. Einige Gläubige haben auf den Aufruf reagiert und Daueraufträge für regelmäßige Spenden eingerichtet. Das ermöglichte es uns zum ersten Mal seit der Gründung, drei Helfer auf Minijobbasis zu beschäftigen. Dadurch kann der Verein endlich aktiv ausgewählte Projekte verfolgen.
Damit wir unsere Arbeit nicht nur weiter fortsetzen, sondern auch ausweiten können, möchte ich heute wieder um Ihre Spende bitten. Wie ich in meinem kürzlichen Interview zur Entwicklung der Orthodoxie in Deutschland gesagt habe, liegt die Verantwortung für die Kirche und die Mission auf uns allen, und zwar hier vor Ort. Nur durch die Beteiligung jedes einzelnen Gläubigen können wir dem Herrn und der Kirche dienen und eine Basis für uns und zukünftige Generationen schaffen.
Heute ist wieder der Feiertag der Panagia Vlachernon.
Die Panagia der Vlachernes war einen byzantinische Kirche Konstantinopels und eines der wichtigsten Verehrungszentren der Panagia. Leider existiert sie heute nicht mehr. Sie befand sich im Vlachernes-Viertel der Stadt an der Küste des Keratiogolfes.
Die Kirche wurde um 450 gebaut und beherbergte Reliquien der Allheiligen, die aus Palästina nach Konstantinopel gebracht wurdenl. Damit wurde die Kirche überhaupt zu den wichtigsten Verehrungsorten.
74 Menschen dienten in der Kirche: 12 Presbyter, 18 Diakone, 6 Diakonissen, 8 Hypodiakone, 20 Leser, 4 Psalter und 6 Pförtner.
1070 wurde die Kirche durch einen Brand zerstört und wieder aufgebaut. Erneut wurde die Kirche 1184 zerstört. Noch ein Brand zerstörte die Kirche 1434, kurz vor dem Fall. Es blieb seitdem nur das Heiligtum übrig.
1955 provozierte der türkische Mob gewalttätige Vorkommnisse in Konstantinopel - und zerstörte den Narthex und alles, was aus Holz gebaut war.
Unter der Verantwortung des damaligen Patriarchen Athenagoras wurde die Kirche in ihrer heutigen Form wiedererbaut und am 26. Juni 1960 - wir haben dieses Jahr also das 50-jährige Jubiläum.
Die Ikone:
Es handelt sich um eine wundertätige Ikone der Gottesgebärerin in der Kirche der Panagia der Vlachernes in Konstantinopel. Sie wird in betender Haltung und trägt vor Ihrer Brust Christus.
Laut der Überlieferung, wurde die Ikone während der Zeit der Ikonomachie (Bildersturm) von Kaiser Konstantin V in der südlichen Wand der Kirche verdeckt - um die ihr entgegengebrachte Verehrung zu untebinden, aber sie offenbarte sich auf wundersame Art während der Regentschaft des Romanos III des Silbernen (11. Jahrhundert).
Im Jahr 626 schützte die Ikone Konstantinopel während der Belagerung durch die Avaren. Nachdem die Gefahr gebannt war, wurde der Akathistos Hymnos gesungen!
1204, während der Belagerung durch die Kreuzritter, wurde auch diese Kirche besetzt.
1285 fand sich eine Lokalsynode ein, welche die Vereinigung der Kirche verurteilte, die auf dem Konzil von Lyon (1274) ausgerufen worden war.
Nassos hat geschrieben:......
Die Kirche wurde um 450 gebaut und beherbergte Reliquien der Allheiligen, die aus Palästina nach Konstantinopel gebracht wurdenl. .........
Lieber Nassos
... was meinst du mit ...."Reliquien der Allheiligen" ?
Ich lese im Synaxaristis des Heiligen Nikodemos Folgendes: Als Leon der Große um das Jahr 458 herum regierte, wollten zwei Patrizier, Galvius und Kandidus, nach Jerusalem pilgern. Als sie in Galilaia waren, trafen sie eine Jüdin, die aber sehr fromm und tugendhaft war und die Tag und Nacht in ihrer Wohnung betete. Im Inneren der Wohnung sahen sie Kerzen und Weihrauch brennen. Sie erfuhren, dass dort in einer Dose das Gewand der Theotokos lag. Sie blieben dort über Nacht und beteten. Während dieser Nacht nahmen sie die Maße der Dose und ließen dann eine ähnliche Dose herstellen. Sie gingen wieder zum Haus dieser Frau und tauschten die zwei Schachteln. Als sie nach Konstantinopel wiederkehrten, brachten sie die Schachtel in ein Grundstück, das sie besaßen und das Vlachernai hieß. Und damit sie das Ganze geheimhalten, ließen sie dort eine KIrche bauen, die sie den Aposteln Petrus und Markus widmeten. Weil sich aber dieser Schatz nicht lange gehiemhalten ließ, erzählten sie davon dem Kaiser Leon und dieser ließ dort eine Kirche im Namen der Heiligen Theotokos bauen, wo sich jetzt die heilige Reliquie befindet, denn so wurde die Schachtel genannt mir dem Gewand der Theotokos. Er umhüllte sogar das Gewand mit einem königlichen Purpurtuch und schloß sie ein in eine andere Schachtel aus Harz, die er mit dem königlichen Siegel besiegelte. Diese Schachtel bewacht die Stadt Konstantinopel vor jeder Krankheit und jeder Katastrophe. Das Gewand der Theotokos ist aus Wolle gewoben, die eigentlich nicht lange hält. Und trotzdem, als man einmal die zwei Schachteln öffnete, fand man das purpurne Tuch völlig beschädigt, das Gewand der Theotokos aber war ganz neu. Dieses Wunder symbolisiert die jungfräuliche Geburt unseres Herrn Jesus Christus von der Theotokos.
Diese Reliquie der Theotokos, von der oben die Rede ist, wird im Vatopaidi-Kloster aufbewahrt und wirkt jeden Tag Wunder. Man kann darüber lesen (auf Englisch) unter: http://vatopaidi.wordpress.com/2010/12/ ... more-58724