Hallo zusammen,
ich möchte die Fragestellung sogar etwas erweitern. Nicht nur das
was ist entscheidend, sondern auch das
wie.
Das
was, bzw. welcher Beruf christlich oder nicht ist, lässt sich vielleicht noch relativ einfach beantworten – alle Berufe, die von ihrem Inhalt her grundsätzlich nicht gegen die zehn Gebote verstoßen, würde ich dazu zählen. Natürlich gibt es Berufsgruppen, bei denen der Grundsatz
„Liebe Deinen Nächsten“ (3.Mose 19,18) ganz oben auf der Agenda steht und die vielleicht am ehesten „christlich“ geprägt sind.
Das
wie im Beruf ist aber mindestens eine genau so große Herausforderung, wie die Wahl des richtigen Berufs. Wie bringe ich nämlich das, was uns Christi und die Kirche lehren mit den nicht immer deckungsgleichen Gesetzen, denen eine (Markt-)Wirtschaft unterworfen ist, zusammen.
Beispiel:
Und wer dich auf die eine Backe schlägt, dem biete die andere auch dar; und wer dir den Mantel nimmt, dem verweigere auch den Rock nicht.
Lk 6,29
Nicht immer wird derjenige, der dieses umzusetzen versucht, damit in seinem Umfeld Akzeptanz finden.
Übrigens, ein paar Gedanken rund um das Thema hatten wir auch schon mal in einem Parallelstrang diskutiert. Dort finden wir auch die
Thesen des auf dem VIII. Gesamtrussischen Nationalkongress im Moskauer Danilov-Kloster (04.02.2004) verabschiedeten Dokuments „Verhaltensregeln zu ethischen Grundsätzen in der Wirtschaft“ (Übersetzung veröffentlicht in „Stimme der Orthodoxie“,
Ausgabe 1/2004), welches – so denke ich –eine gute Hilfestellung bei der Beantwortung dieser Fragen gibt.
Es gibt auch in Deutschland einen Verband
„Christen in der Wirtschaft“ (CIW e.V.). Dort laufen ganz interessante Veranstaltungen; der Verband wurde 1902 gegründet und ist im protestantisch-evangelischen Umfeld angesiedelt.
In Christo
Igor