M - wie Mönchtum

Orthodoxe Kirche und Gesellschaft, Theologie
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Nassos
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M - wie Mönchtum

Beitrag von Nassos »

Rene schrieb im Thread zu der Bekleidung der Kleriker, dass diese (die Kleidung) davon abhinge, ob es zu offiziellen Anlässen, Mönchtum etc sei.

Dies brachte mich auf die Idee hier einen Thread zum Mönchtum zu öffnen. Was wissen wir über Mönche, wie sehen wir sie, und wie sehen sie sich selbst? Was ist ihre Aufgabe oder der Sinn ihres Daseins, wann hat es begonnen, gab es dies schon früher und wie unterscheiden sie sich?

Danke,
Nassos
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songul
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Re: M - wie Mönchtum

Beitrag von songul »

Diese beiden Videos haben mich tief berührt:





LG Songul
Nassos
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Re: M - wie Mönchtum

Beitrag von Nassos »

Liebe Songul,

danke, dass Du das Thema aus der Versenkung geholt hast. Ich hatte selber nicht mehr daran gedacht. Wohl ein Index meines eigenen Interesses :oops:

Vielleicht kann man hier was bewegen, ich denke, das Thema ist hochinteressant. Im Ernst...

Habe vor einigen Wochen eine 30 Jahre alte deutschsprachige Dokumentation über griechische Mönche in Israel aufgezeichnet. Hochinteressant, wenn man sieht, dass die Zeit eigentlich überhaupt keine Rolle spielt. Schön.

Lieben Gruß,
Nassos
Nassos
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Re: M - wie Mönchtum

Beitrag von Nassos »

Okay, heute abend ist noch bei einem Gespräch eine Frage aufgekommen:

Gehören Möche ohne Priesterweihe dem Klerus an? Sind sie Laien?

Vielen Dank und Gruß,
Nassos
Elvis
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Re: M - wie Mönchtum

Beitrag von Elvis »

Lieber Nassos,

nun ja vor Ihrer Weihe sind es Laien, danach gehören Sie zum Klerus an (jedenfalls bei presbytanischen weihen also Diakon-Priester-Bischof). Wie es bei der Mönchsweihe ist weiss ich nicht.

Das ist ja der unterschied, wie die keine Presbytanische weihe empfangen haben sind laien, d. h. wir dürfen keine Sakramente spenden, Liturgien zelebrieren etc.
Sobald jemand eine Weihe erhalten gehört er dem klerus an.

Eigentlich sind klerus und laien gleichberechtigt (versteht mich nicht falsch). Nur bekommt der klerus einen höheren grad an respekt weil dieser so gesehen, ich sage jetzt mal in einen Apostolischen amt ist. Aber ohne die laien kann auch der klerus nicht zumindest mal bei der Liturgie.

der HERR schütze euch.
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

Ehre Sei dem Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Jetzt und immerdar und in alle ewigkeit. Amen

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Nassos
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Re: M - wie Mönchtum

Beitrag von Nassos »

Hallo Elvis,

vielen Dank für die Erklärung. Doch welche Weihe meinst Du? Die Priesterweihe? Die (gibt es den BEgriff überhaupt) Mönchsweihe?

Ja, die Gemeinde besteht sowohl aus Klerus und Laien. Zusammen erst bilden sie die Gemeinde. Das ist es wohl, was du meinst.

Gruß,
Nassos
Elvis
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Re: M - wie Mönchtum

Beitrag von Elvis »

Lieber nassos,

nun mit Priesterweihe meine ich die presbrytanischen Weihen.

Diese erfolgen in drei stufen durch (im Normalfall) Handauflegung.

Diakon-Priester-Bischof.

Das sind jeweils die weihestufen, die den klerus ausmachen.

der HERR schütze
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

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Nassos
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Re: M - wie Mönchtum

Beitrag von Nassos »

Ok.
Aber was sind dann Möchen, das habe ich immer noch nicht verstanden. Laien? Warum redet man sie dann mit "Vater" an? Oder irre ich?
Elvis
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Re: M - wie Mönchtum

Beitrag von Elvis »

hmmmmm habe gerade auf orthpedia etwas gefunden. hoffe es erklärt:

Mönch bedeutet in der Übersetzung aus dem Griechischen “Einsamer”, “Einsiedler”. Die Mönche legen besondere monastische Gelübde ab, die nicht für alle Christen verpflichtend sind, jedoch jenen, die sich entschieden haben, diese Versprechen mit Gottes Hilfe zu befolgen, die Möglichkeit geben, die Höhen des geistlichen Lebens zu erlangen.

Das erste Gelübde ist das der Keuschheit. Der Mönch entsagt dem Familienleben, obwohl dieses von der Kirche nicht als etwas Unwürdiges verurteilt wird. Dieser freiwillige Verzicht erlaubt ihm, sich ganz und ohne jeden Vorbehalt dem Dienst an Gott und dem Gebet für die ganze Welt zu widmen.

Das zweite Gelübde ist das der freiwilligen Armut oder Besitzlosigkeit. Die Sorge um die irdischen Güter erfordert viel Kraft und Zeit, die der Mönch jedoch Gott allein widmen soll. Er hat keine Verpflichtungen einer Frau oder Kindern gegenüber und braucht sich deshalb auch nicht um Geld zu sorgen.

Das dritte Gelübde ist das des völligen Gehorsams seinem geistlichen Führer oder Vater gegenüber. Der Weg, den der Mönch beschreitet, erfordert eine Führung durch erfahrene Menschen, die diesen Weg schon gegangen sind und alle seine Schwierigkeiten und Gefahren kennen und deshalb auch die nötige Hilfe geben können. Um sich auf diesem Weg nicht zu verirren, muss der Mönch widerspruchslos seinem geistlichen Vater gehorchen.

Das Mönchtum umfasst drei Stufen. Die erste ist das Noviziat. Der Novize lebt wie die übrigen Brüder und unterscheidet sich in nichts von ihnen, hat aber die Gelübde noch nicht abgelegt. Der Novize prüft sich und seine Wahl. Diese Stufe des Mönchtums heißt auch Rhasophor (in der Übersetzung aus dem Griechischen “das Tragen des Rhason”), es hat sich nur die Kleidung verändert, da der Novize die Gelübde noch nicht abgelegt hat, und der Welt noch nicht gestorben ist.

Das eigentliche Mönchtum umfaßt zwei Stufen: das kleine und große Schema. Mönche des kleinen Schemas nennt man oft bloß Mönche, die des großen Schemas: schimonachi oder schimniki. Die schwarze Kleidung des Mönchs erinnert an Demut, Abgeschiedenheit, ein Leben in Armut und Reue über die Sünden.
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

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Antimos
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Wie Gott arbeitet im Glaube!

Beitrag von Antimos »

http://youtu.be/uKXf_7Tt0-c

http://youtu.be/ag6WE__82Q8

Wie sehr Gott uns liebt und wie sehr helfen uns die Eremiten!
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Lazzaro
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Re: Wie Gott arbeitet im Glaube!

Beitrag von Lazzaro »

Lieber Anthimos!
Wie vertragen sich diese Frömmigkeit und der Gebrauch des Internetes?
Entweder man geht in die Wüste oder man komuniziert mit der ganzen Welt.
Lazzaro
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Antimos
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Re: Wie Gott arbeitet im Glaube!

Beitrag von Antimos »

Tja dazu eine Geschichte:

Es gab ein jungen Christ der in sein Leben alles verloren hat und er traff eines Tages Gott der durch seine Heilige Kirche Ihm berührt hat.

Seit dem an fand man Ihm immer nur in der nähe der Kloster und er schluckte nur so die Heiligen Schriften - leider kamm aber keine gesamt Ruhe auf Ihm zu.

Er dachte das bestimmt nur als Mönch es besser wird...

Gott schikte Ihm eine wunderbare Frau mit der er eine neue Familie grundete, aus seinem Kopf aber ging die Sensucht nach dem einsamen Bergen in Israel nicht mehr heraus.

Eines Tages der Staret eines Kloster erzählte Ihm eine identische Geschichte aber dort hat die Person tatsächlich es gewagt alles zu verlassen, ging in einem Kloster und dort kapierte er das wenn er die Ruhe nicht Ihm Kloster finden kann,dann liegt es in Ihm drinen diese Ruhe zu finden.

Er kamm zurück zu seine Frau und bekamm eine glückliche Ehe und lebte in Gott weiter in Balance zu seine Umgebung und seine mitmenschen den Gott half Ihm den richtigen Blick zu behalten für die meisten Situationen.

Ich habe von dieser Story gelernt und versuche danach zu leben...
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