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Neu in der orthodoxen Kirche - Wie lebe ich als orthodoxer Christ? Alle allgemeinen Fragen rund um die Orthodoxie.
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Christopher B.
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Beitrag von Christopher B. » 17.07.2016, 11:19

Hallo. Mein Name ist Christopher. Ich bin 27 Jahre alt, röm.-katholisch, verheiratet und Vater eines kleinen Sohnes.
Ich interessiere mich schon seit längerem für die orthodoxe Kirche. Ich würde gerne schon vor einer eventuellen Konversion orthodoxes Leben einüben. Wie kann ich am Besten beginnen? Ich habe schon eine Ikonenecke, ein Gebetbuch( die Morgen- und Abendgebete sind zieml. lang, werden die alle gebetet?) eine Knotenschnur und ich kenne natürlich verschiedene orthodoxe Gemeinden, in denen man die göttl.Liturgie besuchen kann. Wie sieht es mit dem Fasten aus?
Habt ihr noch andere Ideen? Ich finde es immer sehr wichtig das konkrete Leben zu erleben, als nur Theorien zu durchdenken.
Beste Grüße
Christopher

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Thuja
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Re: Einfach Starten

Beitrag von Thuja » 17.07.2016, 14:32

Hallo Christopher,

willkommen bei uns im Forum!
Du hast ja schon einige "Äußerlichkeiten" als gute Voraussetzung.
Jetzt geht's um's innere Verändern! Dazu ist es wichtig, nicht nur theoretisches Wissen aus Büchern zu haben, sondern die Orthodoxie wirklich zu erfahren. Da Du ja offensichtlich mehrere Gemeinden hast, die für Dich infrage kommen, ist der einfachste Weg, Dir eine auszusuchen, wo Du Dich wohlfühlst, die Gottesdienste zu besuchen, ein Gespräch mit dem Priester auszumachen und dann Deine Fragen anzubringen. Die Morgen- und Abendgebete werden z. B. schon komplett gebetet, aber für den Anfang genügt es auch, sich das eine oder andere Gebet herauszunehmen und aufmerksam zu studieren, dann über Deine Erkenntnisse wieder mit dem Priester zu sprechen, so wirst Du im Lauf der Zeit immer mehr verstehen... Und vielleicht gibt es in Deiner Gemeinde ja eine Art "Katechese-Unterricht", dem Du Dich anschließen kannst und vieles zum orthodoxen Alltag erfährst. Oder Du findest (evtl. über den Priester) ein erfahrenes orthodoxes Gemeindemitglied, das Dich ein bisserl "an der Hand nehmen kann"...
So wirst Du langsam Stück für Stück in die Orthodoxie hineinwachsen und ihren Reichtum für Dich erfahren und leben können!!!!

Gottes Hilfe dabei!

Liebe Grüße
Thuja
Господи помилуй мя!

PascalBlaise
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Re: Einfach Starten

Beitrag von PascalBlaise » 19.07.2016, 07:49

Hallo Christopher,

wärest Du bereit, etwas über die Gründe für dein Interesse an einer Konversion zu erzählen?
Das fände ich persönlich sehr interessant,
aber verstehe natürlich auch, wenn Du das hier in dieser öffentlichen Form nicht tun willst.

PB

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Mary
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Re: Einfach Starten

Beitrag von Mary » 19.07.2016, 08:30

Christopher B. hat geschrieben:Hallo. Mein Name ist Christopher. Ich bin 27 Jahre alt, röm.-katholisch, verheiratet und Vater eines kleinen Sohnes.
Ich interessiere mich schon seit längerem für die orthodoxe Kirche. Ich würde gerne schon vor einer eventuellen Konversion orthodoxes Leben einüben. Wie kann ich am Besten beginnen? Ich habe schon eine Ikonenecke, ein Gebetbuch( die Morgen- und Abendgebete sind zieml. lang, werden die alle gebetet?) eine Knotenschnur und ich kenne natürlich verschiedene orthodoxe Gemeinden, in denen man die göttl.Liturgie besuchen kann. Wie sieht es mit dem Fasten aus?
Habt ihr noch andere Ideen? Ich finde es immer sehr wichtig das konkrete Leben zu erleben, als nur Theorien zu durchdenken.
Beste Grüße
Christopher
Lieber Christopher,
auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum.
Du hast - glaube ich - etwas Wichtiges erkannt. Orthodoxie ist nicht etwas, was man nur vom Kopf her bejahen kann. Es ist ein Lebensstil, ein Way of Life, der eingeübt werden kann/muss und diese Einübung dauert ein Leben lang.
Ich schliesse mich im Übrigen den Tipps von Thuja an... am Besten suchst Du Kontakt in einer Gemeinde, falls möglich zum Priester. Lass Dich dabei nicht entmutigen, wenn Dein Anliegen der eventuellen Konversion zuerst einmal skeptisch betrachtet wird. Man wird die Ernsthaftigkeit Deines Wunsches prüfen... Dir auch genügend Zeit geben für Deine Entscheidung.
(Mein erster Kontakt lief damals so: "Guten Tag, Vater X, ich möchte in ihrer Gemeinde aufgenommen werden, ich möchte orthodox leben." Der Vater: "Man wechselt nicht einfach so seinen Glauben. Kommen Sie erstmal ein halbes Jahr in die Kirche.". Okay, er hat sich dann viel Zeit genommen für meine Fragen, immer wieder. Dann nach der Sommerpause... bei uns ist die Kirche sommers immer einen Monat lang zu, weil die meisten Gläubigen in den Ferien sind... "Sie sind ja immer noch da!" Du siehst, leicht wurde es mir nicht gemacht... :wink: )

Viele, die orthodox werden möchten, versuchen erstmal, auszuprobieren, ob sie die "Vorgaben" von Fasten, Gebeten, etc überhaupt erfüllen können. Es ist aber nicht der Anspruch, dass Du von Anfang an alles streng befolgst wie ein Mönch. Das orthodoxe Leben ist ein Ziel, nach dem wir uns ausstrecken und zu dem wir uns immer wieder aufraffen....
Ich wünsche Dir alles Gute auf deinen Weg.
Maria
Let Your mercy, O Lord, be upon us, as we hope in You.

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Mary
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Re: Einfach Starten

Beitrag von Mary » 19.07.2016, 08:32

PascalBlaise hat geschrieben:Hallo Christopher,

wärest Du bereit, etwas über die Gründe für dein Interesse an einer Konversion zu erzählen?
Das fände ich persönlich sehr interessant,
aber verstehe natürlich auch, wenn Du das hier in dieser öffentlichen Form nicht tun willst.

PB
Lieber PascalBlaise,

ich fände es fair, wenn Du Christopher erstmal auch deinen persönlichen Hintergrund erzählst.
lg Mary
Let Your mercy, O Lord, be upon us, as we hope in You.

PascalBlaise
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Re: Einfach Starten

Beitrag von PascalBlaise » 19.07.2016, 11:06

Mary hat geschrieben:
PascalBlaise hat geschrieben:Hallo Christopher,

wärest Du bereit, etwas über die Gründe für dein Interesse an einer Konversion zu erzählen?
Das fände ich persönlich sehr interessant,
aber verstehe natürlich auch, wenn Du das hier in dieser öffentlichen Form nicht tun willst.

PB
Lieber PascalBlaise,

ich fände es fair, wenn Du Christopher erstmal auch deinen persönlichen Hintergrund erzählst.
lg Mary
Es geht hier nicht um mich, sondern um Christopher!
Er hat den Thread eröffnet.
Vielleicht interessiert das auch andere Leute, nicht nur mich.
Menschen sind aus ganz unterschiedlichen Gründen auf der Suche und
ich habe die Frage ganz allgemein gestellt und auch so gemeint.

PB

Christopher B.
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Re: Einfach Starten

Beitrag von Christopher B. » 19.07.2016, 12:58

Hallo ihr lieben Leute. Vielen Dank für die ermutigenden Worte und Tipps.
Es sind zum einen liturgische Gründe, die mich über eine Konversion nachdenken lassen. Ich muss gestehen zieml. Genervt zu sein von ständig modernistisch gehaltenen Hl. Messen in der katholischen Kirche. Natürlich gäbe es " altrituelle" Gemeinden, diese definieren sich aber so oft über eine negative Haltung, in ständiger Ablehnung und aus einer " Wir-wissen-es-eh-besser"-Haltung. Das find ich uch zieml.doof. Außerdem habe ich arge Probleme mit der Art und Weise wie sich das Papstamt entwickelt hat. Zum einen finde ich den universellen Primat zieml.fragwürdig, zum anderen stört mich aber auch die Haltung der mitteleuropäischen Bischöfe, die sich auch häufig definieren als Romkritisch, obwohl sie doch ganz anders handeln sollten als katholische Bischöfe. Außerdem habe ich zu knabbern an der ( zumindest bei uns in Deutschland) Art und Weise der Glaubensverkündigung der Kirche, die zum Großteil nur auf das hier und jetzt Beschränkt ist. Die Wahrheiten der Religion und ihre Umsetzung in Sitte und Moral ( Himmel, Hölle , Jenseits, Fasten, usw.) werden verlacht und ins lächerliche gezogen. Hauptsache uns geht es heute gut, wir kommen eh alle in den Himmel. Da spielt sicher viel persönl. Enttäuschung mit rein, und doch sehe ich akute Probleme in der katholischen Kirch, besonders nach dem zweiten Vatikanischen Konzil, wo ich einfach das Gefühl und den Eindruck habe, vieles ist aufgegeben worden, grundlos und zum Schaden der Kirche. Ich habe mir natürlich die griechisch-katholische Kirche angesehen, aber da überzutreten ist fast unmöglich und dort ist mir die Gettoisierung zur Ukraine zu stark, ohne ukrainisch bist du verloren, es ist halt eine Kirche die Ihr Universalität zugunsten einer Nationalisierung aufgegeben hat.
In der Orthodoxie ist sicher auch nicht alles Gold was glänzt, doch sehe ich in Fragen von Liturgie, Moral und Volksfrömmigkeit sehr viel positives und anziehendes für mich. Auch die Beschränkung auf die ersten 7 ökumenischen Konzielien ist in meinen Augen eine Möglichkeit, die Unversehrtheit der christlichen Lehre zu gewährleisten. Problematisch ist da jedoch für mich eine teilweise stattfindende Gettoisierung in den Einzelene Landeskirchen. Da ist es bei den Russen schwer als Deitscher Fuß zu fassen, obwohl in Berlin natürlich eine deutsche Gemeinde existiert und es Schritte gibt die Weltkirchlichkeit mehr auszuprägen und zu zeigen.
Alles in allem ein sehr komplexes Thema.
Ich beantworte gerne nach Möglichkeit alle Fragen.
Ich würde von den orthodoxen Brüdern und Schwestern gern noch wissen: darf ich nach einer Geweihten Prosphore fragen und nach Weihwasser, um es am Morgen als erste Mahlzeit zu mir zu nehmen oder wird das an nicht orthodoxe nicht abgegeben?
Die Salbung in der Vigil am Samstag Abend darf von mir empfangen werden oder? Außerdem: im Abendgebet soll man mit seinem Kreuz ein Kreuz auf das Bett machen? Ich trage es doch aber um den Hals, wird es jedes Mal angenommen? Zu guter Letzt: was ist ein Ladanka?
Gruß Christopher

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Mary
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Re: Einfach Starten

Beitrag von Mary » 19.07.2016, 14:02

Christopher B. hat geschrieben: Ich würde von den orthodoxen Brüdern und Schwestern gern noch wissen: darf ich nach einer Geweihten Prosphore fragen und nach Weihwasser, um es am Morgen als erste Mahlzeit zu mir zu nehmen oder wird das an nicht orthodoxe nicht abgegeben?
Die Salbung in der Vigil am Samstag Abend darf von mir empfangen werden oder? Außerdem: im Abendgebet soll man mit seinem Kreuz ein Kreuz auf das Bett machen? Ich trage es doch aber um den Hals, wird es jedes Mal angenommen? Zu guter Letzt: was ist ein Ladanka?
Gruß Christopher
Hallo Christopher,
zuerst zu Deinen Fragen:
- die geweihte Prosphore bekommst Du als Nicht-Orthodoxer nicht. Man gibt die Prospore ja in den Altar, zusammen mit dem Zettel für die Fürbittgebete. Das darfst Du (noch) nicht. Du kannst Dir aber eine Prosphore schenken lassen. :wink:
- Beim Weihwasser bin ich mir nicht sicher. Ich meine, ich hätte das auch schon vor meiner Konversion bekommen.
- Die Ölsalbung im Abendgottesdienst darfst Du empfangen. Davor verehrst Du die Tagesikone und manchmal das Evangeliar.
- Das Bekreuzigen des Bettes mache ich mit meiner wie zum Kreuzzeichen gehaltenen Hand, über das ganze Bett. Mein Halskreuz hebe ich nur an der entsprechenden Stelle an meine Lippen zum Kuss.
- Die Ladanka ist eine Art Amulett, das, glaube ich, zum Schutz getragen wird. Sie enthält Geweihte Dinge wie Öl aus Jerusalem oder Erde vom Heiligen Land. Für mich klar kein "Must-have", jedenfalls darf es keinesfalls als eine Art "Zauber" angesehen werden.

Was Du oben beschrieben hast, zeigt eigentlich, dass Du im Herzen schon ziemlich orthodox bist. Es ist wichtig, so wie es bei Dir der Fall ist, auch inhaltliche Anliegen zu haben, nicht nur Äusserlichkeiten, sonst wäre eine Enttäuschung vorprogrammiert.
Gut finde ich, dass Du auch in der Orthodoxen Kirche die Punkte siehst, die nicht so optimal sind. Du wirst nicht in eine ideale Kirche kommen... aber in eine, die ernsthaft auf dem Weg ist.
Ich find es unheimlich spannend zu sehen, auf welch sehr unterschiedlichen Ebenen Gott Menschen in die Orthodoxe Kirche ruft. Einmal ist es die Schönheit der Liturgie, des Gesangs, oder die Gemeinschaft, oder einer beschäftigt sich mit Kirchengeschichte und wird hellhörig.... eine Frau, die ich begleitet habe, ist von fernöstlichen Praktiken her gekommen, ein anderer über die Auseinandersetzung mir der Babytaufe seiner Tochter, die er als freikirchlicher Pastor erst rundweg ablehnte. Mein Neffe war als FEG Christ HOCH erstaunt, wieviel "Heilige Schrift" im orthodoxen Gottesdienst ist und ich selbst war tiefst berührt über die Praxis der Beichte und über das Gottesbild des "Menschenliebenden".
So gibt es für jeden etwas....
lieben Gruss
Maria
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Re: Einfach Starten

Beitrag von Mary » 19.07.2016, 14:08

PascalBlaise hat geschrieben:
Es geht hier nicht um mich, sondern um Christopher!
Er hat den Thread eröffnet.
Vielleicht interessiert das auch andere Leute, nicht nur mich.
Trotzdem glaube ich, dass Christopher die selbe Offenheit von Usern hier verdient hat, die er selbst zu geben bereit ist.

Und ganz ehrlich gesagt, glaube ich auch, dass deine persönliche Situation sehr damit zu tun hat, dass Du praktisch jeden, der in diesem Forum nach ganz praktischen Punkten eines möglichen Übertritts fragt, ansprichst... aber ich kann mich irren. :jester:
Let Your mercy, O Lord, be upon us, as we hope in You.

Christopher B.
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Re: Einfach Starten

Beitrag von Christopher B. » 19.07.2016, 14:26

image.jpeg
Meine Ikonenwand
image.jpeg (6.84 MiB) 7711 mal betrachtet
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Christopher B.
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Re: Einfach Starten

Beitrag von Christopher B. » 19.07.2016, 15:30

Liebe Maria, danke für die Infos. Ich lass mir natürlich gern( auch von dir :P ) eine Prosphore schenken. Ich werde wahrscheinlich die Gemeinde der russischen Kirche im Ausland besuchen, die deutsche Gemeinde vom Moskauer Patriarchat ist leider ca. 1/12 std von meinem Wohnort weg.

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Re: Einfach Starten

Beitrag von Stephanie » 19.07.2016, 15:46

Lieber Christopher,

ich werde demnächst umziehen und dann ebenfalls in Berlin in die Kirche gehen. Falls du möchtest - keine Sorge, ich dränge mich nicht auf, es ist ein ganz offenes, für dich unverbindliches Angebot - kann ich dir ein Treffen (bzgl. Fragen oder Prosphoren) oder gemeinsamen Kirchgang anbieten. Dauert allerdings noch ein klein wenig, weil der Umzug erst im August sein wird.

Ansonsten gilt: Habe Geduld. Lebe den Gottesdienst mit, lass dich nicht gleich abschrecken oder irritieren, es haben mehr rein Deutschsprachige die Konversion überlebt, trotz Schwierigkeiten, die die verschiedenen Sprachbarrieren mit sich bringen. ABER, wie Mary ganz richtig gesagt hat: Glaube nicht, dass du in eine ideale Kirche (im Sinne von Friede, Freude, Eierkuchen) kommst - auch bei uns menschelt es, auch bei uns gibt es jede Menge Probleme. Die Kirche besteht aus den Menschen, die hier nun einmal auf Erden unterwegs sind. So heilig wie jeder einzelne Christ ist bzw. sich bemüht zu werden, so heilig ist auch die (sichtbare) Kirche vor Ort.
Es sollte jedenfalls keine Entscheidung aus reiner Euphorie über schöne Gottesdienste sein. In diesem Falle hätte die Entscheidung kein Fundament und man kreist um persönliches Wohlbefinden, statt um Christus. Deshalb: Habe Geduld.

Herzliche Grüße
Stephanie

P.S.: Schöne Ikonengebetswand!

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Re: Einfach Starten

Beitrag von Mary » 19.07.2016, 15:52

Christopher B. hat geschrieben:Liebe Maria, danke für die Infos. Ich lass mir natürlich gern( auch von dir :P ) eine Prosphore schenken. Ich werde wahrscheinlich die Gemeinde der russischen Kirche im Ausland besuchen, die deutsche Gemeinde vom Moskauer Patriarchat ist leider ca. 1/12 std von meinem Wohnort weg.
Lieber Christopher,
ich gehöre ebenfalls zur Auslandskirche... in Zürich. Gerade mal 1,5 Stunden von Berlin... ok, Flugstunden :wink:
Aber falls du mal hier bist.. sehr gerne.

Deine Ikonenwand ist sehr schön!
Erklärst Du mal bitte, welche Heiligen das alles sind? Ich kanns teilweise nicht so gut erkennen. Aber die Anordnung ist ganz wie es sein soll und man sieht auch, dass dort gebetet wird ...
lg Maria
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Re: Einfach Starten

Beitrag von Mary » 19.07.2016, 15:55

Stephanie hat geschrieben:Lieber Christopher,

ich werde demnächst umziehen und dann ebenfalls in Berlin in die Kirche gehen
Halli hallo, Stephanie,
dann verschlägts Dich also jetzt nach Berlin!...immer weiter weg.
Aber immerhin gut für Christopher. Gottes Wege sind mal wieder toll, nicht wahr?
Ganz liebe Grüsse Dir :loveit:
Maria
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Re: Einfach Starten

Beitrag von Christopher B. » 19.07.2016, 16:02

Liebe Stephanie, gerne nehme ich das Angebot an. Gerne auch mal zum Kirchenbesuch. Das mit der Geduld ist echt wichtig, das stimmt! Mal sehen was der Herr so vor hat mit mir.
Die Heiligen sind: die Zarenfamilie, die heilige Elisabeth, der heilige Johannes von Kronstadt, der heilige Christopherus, Die heilige Sophia mit den Kindern "Glaube-Liebe-Hoffnung".

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