Was fasziniert mich an der Orthodoxen Kirche?
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Anastasis+
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Was fasziniert mich an der Orthodoxen Kirche?
Was sind meine ersten Erinnerungen an einen orthodoxen Gottesdienst?
Was beeindruckt mich als Orthodoxer Christ oder auch als nicht Orthodoxer an der Orthodoxen Kirche?
meine Zuflucht der Sohn,
mein Schutz der Heilige Geist.
Heilige Dreiheit, Ehre sei dir.
Das hat nicht nur damit zu tun das die Liturgie und die Gestaltung der Kirchen schön sind, sondern das sich in der Orthodoxie Glaube, Spiritualität und Liturgie durchdringen, eine Einheit bilden.
Gruß Albert
wieso steht dann noch römisch-katholisch bei Dir, wenn Du die Wahrheit siehst?
Aber zunächst auch ein herzliches Willkommen!
Zu meinen Erinnerungen: die älteste, die mir gerade in den Sinn kommt, ist, wie wir mit unseren Eltern in die Kirche gingen. Mein Vater stand hinter einer Frau mit einem Kleinkind in den Armen. Plötzlich hat sich das Kind übergeben. Geistesgegenwärtig hat die Mutter das Kind von sich weggehalten - genau auf meinen Vater.
Der war stinkesauer, hat es aber nicht gezeigt in der Liturgie. Aber hinterher konnte er sich nicht mehr beherrschen. "Habt ihr gesehen, wie sie das mit Absicht getan hat?" Ich muß heute darüber grinsen, auch wenn es wohl nicht angenehm war...
Nassos
- Ludwig Martin
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Sicherlich spielt da also zunächst der "Reiz des Unbekannten" mit hinein, aber ich habe häufig hinterher festgestellt, dass die Orthodoxie in vielen Punkten einfach unkomplizierter, menschennäher, menschenfreundlicher, ist, aber dabei nicht ihre Grundprinzipien veräußern muss...das soll ein Römer erstmal hinkriegen ^^
Ich könnte noch einen Roman anhängen, ich würde wohl Bücher vollkriegen...
Das Motto unsrer OKirche hier in Nordamerika ist: "Komm und sieh!" Wir sind fast zu 80% eine Kirche der Konvertiten. Alle kamen, sahen und blieben.... Zuerst wurde ihr Herz vom Heiligen Geist berührt, dann zog der Verstand nach. Ich hoffe und bete, daß auch ihr so etwas erleben könnt.
Gruß
Joseph
(Antoine de Saint-Exupery)
- Ludwig Martin
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Ein schlechter orthodoxer Zelebrant bringt es dagegen immer noch fertig, die Sinne zu heben (zumindest hab ich das wiederum noch nicht anders erlebt)
die Wahrheit ist für mich zuerst keine Lehre sondern Jesus Christus der gesagt hat "Ich bin der Weg die Wahrheit und das Leben"wieso steht dann noch römisch-katholisch bei Dir, wenn Du die Wahrheit siehst?
Ich glaube das die Kirche der Leib Christi ist und das die orthodoxe Kirche das Leben aus Christus niemals verlassen hat. Das meint natürlich nicht das es da keine Sünde gibt, aber was die Lehre und die Weitergabe des Glaubens durch die Liturgie betrifft.
Gleichzeitig aber bin ich in der römisch-katholischen Kirche groß geworden, habe da sehr viel auch an geistlicher Erfahrung gewonnen. Personen und Gemeinschaften kennengelernt, die sehr lebendig im Glauben waren. Was die katholische Lehre betrifft, so habe ich schon Bedenken bei einigen Dingen, was aber nicht dazu geführt hat, das ich konvertieren würde. Was ist schon mein kleines Verstehen.
Vielleicht hört sich das seltsam an, aber dadurch das ich mich mit der Orthodoxie beschäftige, hat sich mein Blick auf die eigene Kirche und insbesondere die Eucharistie vertieft.
Aber ich denke das führt jetzt etwas weit vom Thema weg.
Gruß und Gottes Segen
Albert
- Ludwig Martin
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Von daher kann man eine Konversion zwar nicht kategorisch ausschließen, aber auch nicht prinzipiell damit rechnen.
Sicherlich - in der Orthodoxen Kirche liegen viele Dinge offen, die in der katholischen Kirche vergraben oder verborgen sind und schwer zum Vorschein kommen. Aber so lange ich buddeln kann, grabe ich danach - ansonsten müsste ich eben reagieren.
das mit der inneren Bindung kann ich absolut nachvollziehen. Ich erlebe das auf anderer Ebene, wenn ich von meinen Kollegen erstaunt gefragt werde, warum ich nicht den deutschen Pass hätte.
Ganz kurz dazu: wenn ich mir ausmale, die griechische Staatsangehörigkeit aufzugeben, dann wird mir ganz schwer im Herz. Es ist tatsächlich sehr schwierig von etwas loszulassen, mit dem man sich indentifiziert.
Natürlich ist der einfache Weg der der doppelten Staatsbürgerschaft, aber ich machte hier einfach mal ein Gedankenexperiment des Entweder-Oder.
Und wenn ich es richtig verstanden habe, ist die RKK für Dich Indentifikation, ein Teil von Dir sozusagen, ohne allerdings Dogamtik und Theologie miteinzubeziehen.
Ich denke, ich kann das nun etwas besser verstehen. Zwar hätte ich noch mehr Fragen, weil ich das sehr interessant finde, aber ich möchte nicht zu arg bohren. Außerdem hat das Zeit, finde ich.
Danke,
Nassos
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holzi
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ich kann mich dem, was Ludwig Martin und Albert geschrieben haben, inhaltlich bedingungslos anschließen. Ich habe ja auch hier und schon in den alten Foren einige Male geschrieben, dass ich auch noch nicht die Zeit der Konversion gekommen sehe. Gerade mit Papst Benedikt haben wir jetzt einen Mann, der sich der alten Kirche und der gemeinsamen Wurzeln so sehr bewusst ist und dies auch zeigt wie seit langem kein anderer Papst es so getan hat. Das gibt Hoffnung - viel sogar. Und solange diese Hoffnung lebt, ist eine Konversion aufgeschoben. Sollte als Nachfolger aber tatsächlich ein "Modernist" kommen, der den geistlichen Aufbruch und die Besinnung auf die Tradition wieder zurückdrängen wollte, dann weiß ich ganz gut, an welcher Türe ich zu klopfen hätte.
Grüße
Konrad
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holzi
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tja, wenn das mit der Kirche auch so einfach ginge mit der "doppelten Kirchenangehörigkeit"...Nassos hat geschrieben:Natürlich ist der einfache Weg der der doppelten Staatsbürgerschaft, aber ich machte hier einfach mal ein Gedankenexperiment des Entweder-Oder.
Keine falsche Scham! Frag nur. Dafür haben wir das Forum!Nassos hat geschrieben:Ich denke, ich kann das nun etwas besser verstehen. Zwar hätte ich noch mehr Fragen, weil ich das sehr interessant finde, aber ich möchte nicht zu arg bohren. Außerdem hat das Zeit, finde ich.
Grüße
Konrad