Heute möchte ich Sie wieder aufrufen, für unseren Verein Christlich-Orthodoxes Medienzentrum e. V. zu spenden.
Seit meinem Spendenaufruf vor einem Jahr hat sich vieles getan. Einige Gläubige haben auf den Aufruf reagiert und Daueraufträge für regelmäßige Spenden eingerichtet. Das ermöglichte es uns zum ersten Mal seit der Gründung, drei Helfer auf Minijobbasis zu beschäftigen. Dadurch kann der Verein endlich aktiv ausgewählte Projekte verfolgen.
Damit wir unsere Arbeit nicht nur weiter fortsetzen, sondern auch ausweiten können, möchte ich heute wieder um Ihre Spende bitten. Wie ich in meinem kürzlichen Interview zur Entwicklung der Orthodoxie in Deutschland gesagt habe, liegt die Verantwortung für die Kirche und die Mission auf uns allen, und zwar hier vor Ort. Nur durch die Beteiligung jedes einzelnen Gläubigen können wir dem Herrn und der Kirche dienen und eine Basis für uns und zukünftige Generationen schaffen.
Zunächst einmal dies: Beide Darstellungen Johannes des Täufers entsprechen in vollem Umfang den kanonischen Vorschriften orthodoxer Ikonenmalerei. Auf der zweiten Ikone wird die Bedeutung des Heiligen als prophetisch-asketische Persönlichkeit (wie durch Mt 3,4 oder Mk 1,6 bezeugt ist) betont.
Die erstgezeigte Ikone verweist in zutiefst symbolischer Weise auf die Einbindung des Täufers in das Christusmysterium: Das griechische Wort "angelos" trägt in sich zweifache Bedeutung - 1. Engel und 2. Bote, Verkünder. Aus dem heilsgeschichtlichen Geschehen ist bekannt, dass Johannes zum Verkünder des Messias wurde; zugleich wissen wir, dass er um dessentwillen der Welt entsagte und streng asketisch ("engelsgleich", da ohne leibliche Bedürfnisse) lebte. Aus dieser inneren Spannung ist die Darstellungsweise zu erklären.
In der Ikonenmalerei greift man häufig auf Symbole zurück - solchermassen erklärt sich auch die Darstellung des Taufbeckens, die in erster Linie auf die wesentlichste "Funktion" des Johannes als Täufers Unseres Herrn verweisen soll.
Ich hoffe, Ihnen mit meinen Antworten gedient zu haben und grüsse Sie in der Liebe Unseres Herrn,
Erzpr. Peter