Liturgie
danke für die Empfehlung. Bei Zeit werde ich mir diese Liturgien genau durchlesen.
Leider war ich noch nicht bei einer Jakobsliturgie anwesend - würde so gern! Obwohl ich es verstanden habe das am Festtag des Apostel Jakobus es eigentlich Pflicht sein sollte diese zu zelebrieren, meinen bei uns die Vorsteher es nicht machen zu können - warum? Braucht man etwas besonderes dazu??
Gruß,
Milo
-
holzi
- Beiträge: 1375
- Registriert: 17.12.2008, 08:29
- Religionszugehörigkeit: röm. katholisch
- Wohnort: Regensburg
Offenbar Übung. Sonst könnte es sehr unbeholfen aussehen, wenn der Priester ständig blättern muss und der Chor die Hymnen etc. noch nicht kann.administrator hat geschrieben:Obwohl ich es verstanden habe das am Festtag des Apostel Jakobus es eigentlich Pflicht sein sollte diese zu zelebrieren, meinen bei uns die Vorsteher es nicht machen zu können - warum? Braucht man etwas besonderes dazu??
Das ständige Geblättere im Messbuch stört mich übrigens auch bei einer nicht geringen Zahl von römisch-katholischen Priester in ihrer Zelebration. Es wirkt einfach "unsouverän".
Grüße
Konrad
-
protopeter
- Priester
- Beiträge: 698
- Registriert: 24.07.2006, 21:21
- Wohnort: Salzburg
Die Jakobusliturgie weicht in der Tat gemäß ihrer Struktur etwas von den "herkömmlichen" Liturgien der byzantinisch-orthodoxen Tradition ab, doch sind die Unterschiede keineswegs so gravierend, daß sie als Hindernis einer möglichen Feier gesehen werden könnten. Nach einer vorbereitenden Auseinandersetzung mit dem liturgischen Text dürften entsprechende Probleme schnell beseitigt sein - da wäre es dann nicht einmal nötig, im Liturgikon verirrt-suchend zu blättern !
Herzliche Grüße und Segenswünsche sendet
Erzpr. Peter
dank des Ostergottesdienstes habe ich jetzt auch dieses Buch. Ich hätte es mir größer vorgstellt. Aber so ist es super!!! (Din A6 Formatig)
Dieses Jahr war ich ja ab Gründonnerstag in der griechisch-orthodoxen Kirche. Ich hatte mir in für die Große Woche (megala ewdomada?) ein Buch gekauft, das in Griechisch und Neugriechisch ist. Es war super. Die Griechen haben nur alle gestaunt, daß ich das lesen konnte, was mich stutzig machte. Ich meinte nur: lesen kann ich es, aber ich versteh nicht alles.
Aber was ich eigentlich sagen wollte: eine Frau, die neben mir in der Osternacht saß, schenkte mir ihre Ausgabe "Pas-cha".

Ich konnte damit die Osternacht relativ gut mitverfolgen. Deshalb habe ich mir gleich auch das andere Buch für den "normalen" Gottesdienst bestellt. Die anderen Bücher werde ich mir auch noch holen. Dann habe ich hoffentlich mehr Durchblick.
Was mir auch sehr gut gefallen hat: "Was bist Du?" "Ich?! Ich bin katholisch." "Macht nix!"
Werden immer noch bestimmte Texte gesucht? Vater unser, Glaubensbekenntnis usw.?
Liebe Grüße
Tamira
Walter hat geschrieben:Aleksandra, meinst Du dieses Buch (->Link)?
Hier ist allerdings keine neugriechische Version enthalten. In den allermeisten griechischen Kirchen wird aber m.W. noch das Koiné-Griechisch als Liturgiesprache verwendet. Eine neugriechische Übersetzung dient wohl eher dem Verständnis für Griechen, die ja in der Regel kein Koiné-Griechisch verstehen.
LG
Walter
-
protopeter
- Priester
- Beiträge: 698
- Registriert: 24.07.2006, 21:21
- Wohnort: Salzburg
mir ist noch eine Frage eingefallen: während der Kollekte hat ein Mann Flüssigkeit verteilt. Was hat es das dür eine Bedeutung, was ist das für eien Flüssigkeit und was macht man damit? Gerochen hat die Flüssigkeit wie Parfüm.
Jetzt will ich wieder Christi Himmelfahrt in den Gottesdienst gehen. Da hat díe Gemeinde auch gleichzeitig Patronatsfest wenn ich mich nicht täusche. An welcher Stelle wird es da anders sein als sonst?
Liebe österliche Grüße und Gottes reichen Segen für Sie / Euch
Tamira
-
protopeter
- Priester
- Beiträge: 698
- Registriert: 24.07.2006, 21:21
- Wohnort: Salzburg
Das Liturgikon beinhaltet die Texte der drei eucharistischen Gottesdienste der Orthodoxen Kirche - die Liturgie des Hl. Johannes Chrysostomos, die am Häufigsten im Laufe des Kirchenjahres zelebriert wird; die Liturgie des Hl. Basilios des Großen - sie wird im Ganzen 10-mal im Jahr gefeiert (vor allem an den Sonntagen der Großen Fastenzeit - außer am Palmsonntag) und die Liturgie der Vorgeweihten Gaben, die montags, mittwochs und freitags während der Großen vorösterlichen Fastenzeit gehalten wird.
Herzliche Grüße und Segenswünsche sendet
Erzpr. Peter
-
1389.
-
protopeter
- Priester
- Beiträge: 698
- Registriert: 24.07.2006, 21:21
- Wohnort: Salzburg
Die meisten alten ortskirchlichen Liturgieformen - wie etwa die Markusliturgie von Alexandria - gingen nach der "Kodifizierung" des Typikons im 9. und 10. Jahrhundert in demn Liturgietypen der "byzantinischen" (also der ursprünglich nur in Konstantinopel und Kleinasien beheimateten) Tradition auf. Die alte Jerusalemer Gottesdienstform - die Jakobusliturgie - existiert noch, wird allerdings nur mehr am Gedenktag des Heiligen zelebriert.
Grüße aus Salzburg sendet
Erzpr. Peter
-
holzi
- Beiträge: 1375
- Registriert: 17.12.2008, 08:29
- Religionszugehörigkeit: röm. katholisch
- Wohnort: Regensburg
wenn dich alte Liturgien interessieren, so findest Du in der Bibliothek der Kirchenväter unter dem Stichwort "Liturgien, Griechische" einige Transskriptionen alter Liturgien, auch aus Ägypten. Aber auch sonst ist diese elektronische Bibliothek eine wahre Schatzkammer der patristischen Literatur. (Ich bearbeite gerade dafür die fünfzehn Bücher über die Dreieinigkeit des Augustinus v. Hippo - enorm, was man allein durch das Aufbereiten der Rohtexte lernen kann!)
Übrigens hat eine ähnliche Vereinheitlichung der Liturgien auch in der Kirche des Westens (der ich angehöre) stattgefunden. Dort wurden die gallikanischen, mozarabischen, altenglischen, altirischen Liturgien und noch etliche mehr nach und nach von der römischen Liturgie verdrängt.
Liebe Grüße
Konrad
Jakobusliturgie
