Djamila71 hat geschrieben: Was macht man aber, wenn man eine Gotteserfahrung erlebt??
Soll man sich dann erschießen oder unglücklich sein?
Mit "Mystik" meinte ich solche Erlebnisse, wie z. B. der Hl. Seraphim von Sarow sie hatte.
Ich habe diese Gotteserfahrung nicht direkt angestrebt, sie hat sich einfach ergeben.
Auch ich habe jahrelang im Gebet nichts "gespürt".
Mittlerweile ist es aber so, dass ich die Anwesenheit Gottes spüre.
Was nun?
Das Gebet ist für mich ein Gespräch mit Gott. Ein Dialog.
Daher war es für mich nicht erstaunlich, dass Gott sich irgendwann bemerkbar macht.
Ich habe schon seit vielen Jahren solche "Erlebnisse". Mittlerweile ist das für mich ganz normal.
Ich kämpfe auch nicht dagegen an. Das lässt sich auch schlecht abwehren, weil es so unmittelbar ist.
Beispiel: Erkenntnisse, die man während des Gebetes bekommt. Inhalte, die man nicht in der Schule gelernt hat und die einem auch zuvor niemand gesagt hat.
Dinge, die man als Ein-gebung bekommt und die man vorher nicht wusste oder die einem nicht in dieser Art bewusst waren.
Christus ist auferstanden!
An dieser Stelle möchte ich noch einmal betonen, dass diese Erfahrungen in der Orthodoxie allgegenwertig sind. Natürlich finde ich es gefährlich zu sagen, dass man immer die Anwesenheit Gottes spürt, es sei denn, man meint die ungeschaffenen Energien Gottes. Aber selbst dann, spüren diese nur die Heiligen fast permanent, wenn sie die Theosis erreicht haben.
Aber auch in diesem Falle sollten wir erwähnen dass es drei Arten von Erfahrungen gibt, von denen wir in der Orthodoxie sprechen
1) Wahre Erfahrungen, nach Reinigung und Askese und Gottesliebe, mit der Führung eines orthodoxen und am besten erleuchteten Geistlichen
2) Erfahrungen, die aus der menschlichen Natur kommen (zB weinen Frauen sehr leicht oder man bildet sich auch gerne mal etwas ein, vor allem, wenn man sich beim Gebet Bilder vorstellt, was man deswegen nicht tun sollte)
3) Erfahrungen, die der Satan schickt um einen irrezuführen, oder hochmütig zu machen oder auszulachen oder auf dem falschen Weg zu belassen.
ZB gibt es auch protestantische Gemeinden, die denken, dass sie Gott empfinden und fremde Sprachen sprechen etc. Das ist alles Trug und sehr gefährlich.
Ich erinnere mich da auch an eine Frau in Kroatien, die behauptet, sie spräche immer mit der Gottesmutter (röm-katholisch). Dabei ist sie geschminkt wie eine schauspielerin und füllt ganze Hallen, die ihr zuhören.
Oder auch an eine andere ökumenistische Persönlichkeit weiblichen Geschlechts, die behauptet, sie würde sogar beim Tellerwaschen mit Jesus Christus sprechen....
Nun, das mit den kurzen Antworten hab ich wohl nicht geschafft...
En Christo
