Verfasst: 12.06.2009, 19:55
Loukia hat geschrieben:Meinte Holzi nicht die Bänke von der Feier?
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Loukia hat geschrieben:Meinte Holzi nicht die Bänke von der Feier?
Joseph,Joseph hat geschrieben:Songul,songul hat geschrieben: Die Orthodoxie sitzt weder in den Bänken noch liegt sich in der Sprache, noch in der Farbe der Gewänder, noch in der Art des Chorals, noch im Kalender.....
Wenn wir uns weiterhin in diesem Kontext auseinandersetzen, werden wir die wesentlichen Dinge übersehen.
LG Songul
Diese Dinge sind "wesentlich"! Deinen Gedanken zu seinem logischen Ende gebracht verwandelt die OK in eine andere protestantische Denomination. Diese Dinge sind Teil der Orthodoxie, natürlich nicht DIE Orthodoxie. Wenn Du aber anfängst Teile des Baumes abzuschneiden dann endest Du mit einem toten Baumstumpf. Diese Dinge hier nicht besprechen zu wollen oder können stellt das ganze Unternehmen eines Orthodoxen Forums in Frage. Über was, wenn nicht verschiedene Bräuche oder "Mißstände" in der OK sollte dann hier gesprochen werden?
Dein Argument hat teilweise etwas für sich, jedoch sind bei uns die Kirchenbänke ( oh, sorry TempelbänkeBänke sind nun mal eine "Neuerung" welche in einem Orthodoxen Tempel unpassend sind. Erklär mir mal wie man in Bänken kniet, eine tiefe Verbeugung macht oder sich gar prostriert. Mit Bänken fallen diese wichtigen Riten der Anbetung Gottes in den Nicht-Gebrauch und werden dann letztendlich als unmodern oder "unwesentlich" abgetan. In den Protestantischen Gemeinden wurde ja schon alles "unwesentliche" abgeschafft und wir sehen heute die Auswirkungen...
Ich bezog mich bei der Farbe der lirturgischen Gewänder (Vestments) auf einen Einwand an anderer Stelle hier im Forum, wo einem Patriarchen einer orth. Kirche die Farbe seines Habits als Imitat der Lateiner unterstellt wurde.Die Farben der Vestments sind durch eine uralte Tradition vorgegeben. Wollene Hippie-Schals anstelle des Epitrachelions um den Hals des Priesters tuns halt nicht. Ein regenbogenfarenes Phelonion ist ebensowenig angebracht wie eine Instrumentalgruppe welche moderne, religiöse Schnulzen spielt.
Da muss wohl ein kleines Missunderstanding zwischen uns passiert sein.Die Sprache ist auch wichtig. In unserer Heiligen Tradition wurde immer in der Sprache des Volkes missioniert und die Liturgie zelebriert. Das die Russen (Serben, Bulgaren, etc.) nun einer Liturgie in Kirchenslawonisch, oder die Griechen in einem Kirchengriechisch, welches die wenigsten verstehen, zelebrieren ist ein unglückliches, geschichtlich bedingtes Versäumnis. Die Liturgie sollte immer in der Sprache des Volkes, welche dann auch als literarische Hochsprache in den Heiligen Texten präsentiert werden sollte, gefeiert werden...
Das ist hier auch besser so. Indeed.(Den Kalender lass ich mal aus).
Wiederum, Du magst recht haben, aber ist es nicht besser aus der gegebenen Situation das Beste zu machen als immer nur degegen zu wettern oder solche Kirchen dann als häretisch zu meiden.Was ich sage ist, daß die Mahnung "lex orandi, lex credendi" in diesen Dingen angebracht ist. Fremde und unpassende Sitten (um u.a. der Bequemlichkeit der Gläubigen entgegen zu kommen) sind falsches "orandi" welches zum falschen "credendi" führen muß.
Leider sind wir Orthodoxe nicht gegen das Eindringen von heterodoxen, liberalistischen Gebräuchen in unsere Tempel gefeit. Ohne jemanden zu beschuldigen, okay mit Ausnahme der zuständigen Bischöfe und Patriarchen welche in ihrer Aufsichtspflicht gefehlt haben, sage ich und agiere im Sinne von "wehret den Anfängen"...
SpitzeLoukia hat geschrieben:Gut HolziDa ich zur Zeit auch Fragebögen lesen muss, lese einiges viel genauer
Was denn nun? Ein bißchen von tehm-ta und ein bißchen von ta-tehm?songul hat geschrieben: Joseph,
Einerseits sind sie wesentlich, andererseits auch wiederum nicht.
Würdest Du mir bitte den Gefallen tun und meine Postings aufmerksam lesen? Ich sagte das Kirchenbänke vom Protestantismus erfunden wurden (was auch für deren Gottesdienst angemessen ist) und dann über die römische Kirche in manchen OK Einzug hielten....Auch würde hierzulande keiner auf die Idee ein Kirchengestühl mit einer Protestantisierung gleichzusetzen.
Abgesehen davon, dass mitunter Kirchen mit, in der Regel kompletter Bestuhlung, orthodoxen Kirchen überlassen werden, meistens zur Benutzung, und somit geht das nicht immer, die Bänke einfach rauszuschmeissen, gibt in der orthodoxen Welt nur einige Kirchen die prinzipiell Kirchenbänke benutzen.
Das machen sie in ihren Ursprungsländern als auch in der Diaspora.
Gerade die gehören, bei uns in Deutschland jedenfalls, zu den Gemeinden, die mit allen Mitteln - die von staatlicher Seite sind nicht gerade viele - durch Spenden der Gläubigen, vor allem. sich finanzieren.
Griechen und Antiochener gehören bei uns nicht gerade zum oberen Mittelstand.
Die anderen Gemeinschaften, allen voran die Serben und Rumänen, stehen ihnen kaum nach und kommen ohne Gestühl aus.
Sollen jetzt die einen die anderen des Weges zum Protestantismus bezichtigen?
Weisst Du, in meiner Stadt (München) war es die griechische Kirche die an Karfreitag (gr. Freitag) eine Prozession durch die ganze münchner Innenstadt organisiert - das nicht erst seit gestern - eine echtes Zeichen für die Präsenz der Orthodoxie in Deutschland, und gerade die Vertreter der "unbestuhlten" orthodoxen Kirchen hatten lange Probleme damit, sich anzuschliessen.
Am Kalender kanns nicht liegen!
Dasselbe gilt für die Isarsegnung an Theophanie.
Dein Argument hat teilweise etwas für sich, jedoch sind bei uns die Kirchenbänke ( oh, sorry Tempelbänke) meist so gebaut oder gestellt, dass man sich hinknien kann, postrieren ist nicht in jeder Kirche ständig üblich und das ist nicht erst seit der Zeit mit den Kirchenbänken so.
Ich bezog mich bei der Farbe der lirturgischen Gewänder (Vestments) auf einen Einwand an anderer Stelle hier im Forum, wo einem Patriarchen einer orth. Kirche die Farbe seines Habits als Imitat der Lateiner unterstellt wurde.
Ich kenne die Gründe für das Tragen dieser Farbe (weiss) nicht, aber das macht ihn nicht weniger würdig als die übrigen Patriarchen.
Der Rest Deines Einwands mag für Canada zutreffen, bei uns keineswegs.
Da muss wohl ein kleines Missunderstanding zwischen uns passiert sein.
Denn:
Genau das meinte ich ja mit "Sprache", nämlich den unbedingten Gebrauch der Volksprache - vor allem da wo nicht die Tradition einer liturgischen Sprache vorherrscht - denn wenn nicht, ist das der Mission gerade kontraproduktiv.
Übrigens die serbische und bulgarische Kirche ist inzwischen dazu übergegangen, mit, meinstens die Kirchengesänge ausgenommen, die laut vorgetragenen Teile der Liturgie in der Landessprache zu beten.
Das ist hier auch besser so. Indeed.(Den Kalender lass ich mal aus).![]()
Erstmal das Wort häretisch wurde nun von Dir hier vorgebracht und ist in dieser Diskussion vollkommen fehl am Platze. Und nein, das "Beste aus einer gegebenen Situation" zu machen wenn es zur falschen Orthopraxis führt ist immer falsch.... Wie kann man "eine Verankerung in der Orthodoxie" erreichen wenn man den "lex orandi" verfälscht und im Interesse einer falsch verstandenen "Mission" eben diese Orthodoxie verstümmelt?Wiederum, Du magst recht haben, aber ist es nicht besser aus der gegebenen Situation das Beste zu machen als immer nur degegen zu wettern oder solche Kirchen dann als häretisch zu meiden.
Eine wirkliche Verankerung der Orthodoxie hier ist sicherlich wichtiger, und das geht, trotz aller Unterschiede, nur gemeinsam.
Nassos hat geschrieben: Möge die Bankkrisein diesem Thread beendet sein....
Ich danke Euch von Herzen!
Nassos
Danke für diesen Post, Pater!Sinaitis hat geschrieben: Vielleicht könnt Ihr jetzt etwas differenzierter streiten.
Darf ich fragen wieso `?^^Michael hat geschrieben:Soweit ich weiß, tragen die Mädchen und Frauen bei uns keine Kopptücher.