Teilnahme an Gebeten der anderen Kirchen
- Elias
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Gottes Segen Ilia
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Rene
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Rene
- Elias
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Was vom Athos kommt ist ja nicht Maßgebend für die Orthodoxie, oder? Oder ist da irgendjemand Patriarch oder Bischof geworden die das verfasst haben? Ich möchte nicht hämisch klingen aber wir Kritisieren immer den Patriarch aber er wird schon wissen was er da macht und tut....Zu den Katholiken, das Papier besagt das die Orthodoxe Kirche nach deren Verständnis eine Kirche ist aber das deren Makel die nicht Anerkennung der Papstes ist, oder? Soll der Papst etwas sich selber verleugnen? Seien wir mal realistisch, was sollte der Papst auch anderes schreiben oder sagen....? Der Moskauer Patriarch hat dieses Papier als Ehrlich bezeichnet und nur so kann es zum Dialog kommen. Manchmal verstehe ich euch nicht...Aus deren Selbstverständnis sind die anderen Konfessionen auch Christen oder soll ich meine eigene Familie verleugnen nur weil sie nicht Orthodox sind wie ich? Nein, das tue ich nicht....Aus meiner Sicht kennen sie nur die Wahrheit nicht oder haben sie nicht gefunden so wie ich...Wir sollten mal wieder auf den Teppich kommen und uns in Demut üben. Auch ich habe meine Meinung über das gemeinsame Beten, denn für mich tue ich es nicht aber zolle denen Respekt denn wir müssen gerade in dieser Gesellschaft zusammen halten und dafür sorgen das unsere Welt wieder etwas Christlicher wird oder die Menschen zum Glauben finden und da kann die göttliche Liturgie sehr Missionarisch sein und helfen....
LG Ilia
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Ieromonach
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Rene
wenn Du so möchtest, dann hat sich auch der ökumenische Patriarch an die hl. Kanones und Konzile zu halten. Tut er dies nicht, wie bei dem Papstbesuch, dann ist es sehr gut, dass die Vertreter der Klöster des hl. Berges Athos darauf hinweisen. Besagte Mönche ehren und verehren den ökumenischen Patriarchen! Lies mal den Beitrag nach, steht auch drin!!!
Die alte Frage.Soll der Papst etwas sich selber verleugnen?
Wenn sich jemand verläuft, was wäre denn das Beste um dem zu entrinnen? Man geht an die Stelle zurück, wo man begann sich zu verlaufen. Rom hat die Gemeinschaft der Kirche verlassen.
Tatsache ist, dass das Papsttum eine einzige menschliche Überhebung ist. Wenn dort Irrlehren verbreitet werden die sogar gegen die hl. Schrift selbst sprechen, wie kannst Du das als Selbstverleugnung hinstellen? Sollen mir jetzt die Tränen kommen? Der arme Papst, tut mir leid. Klar, es tut mir Leid, dass die Lateiner uns mit dem Banne belegt und unsere orthodoxen Brüder in der Geschichte blutig verfolgt haben...
Dann sieh es auch realistisch, wie Du schreibst!
Es geht nicht darum mit dem Finger auf eine Person zu zeigen, es geht um die Einhaltung der Beschlüsse der 7 ök. Konzile und der Kanones.
Natürlich sollst Du nicht Deine Familie verleugnen. Sicher gibt es auch das Liebesgebot! Darauf wurde in den vorangegangenen Beiträgen aber auch schon eingegangen.
Besorge Dir den Beitrag vom Hl. Berg Athos mal und lese ihn. Es lohnt sich.
L.G. Rene
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Rene
Dies - meine Quellenangabe, lieber Walter, liegt wohl daran, dass ich keine Veröffentlichungsrechte habe, sonst hätte ich daraus einige Passagen eingefügt. Zudem, auch der Bote veröffentlichte den Athosbeitrag.Walter hat geschrieben:Mir scheint hier beim Lesen, dass es zwei Sorten von Orthodoxen gibt: Die den schmalen Pfad lesen und die ihn nicht lesen. Irgendwie bedenklich, finde ich.
LG
Walter
PS: Ich gestehe, zu denen zu gehören, die nur ganz selten mal darin herumblättern.
Bedenklich sind ganz andere Dinge
Ich muss wiederum gestehen, dass ich eben besagtes Blatt sehr gerne lese und schon viele überaus wissenswerte Beiträge dort gelesen habe.
L.G. Rene
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protopeter
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einige zusätzliche Überlegungen...
Ein wesentliches Kriterium orthodoxer Kirchlichkeit ist die Einheit des Glaubensbekenntnisses in der Vielfalt kulturell-zivilisatorischer Ausprägung der Mitglieder unserer Kirche. Diese Grundlage sollte niemals vergessen werden - gerade auch, wenn es darum geht, die Prinzipien der Rechtgläubigkeit zu verteidigen. Die Verantwortung dafür kann und darf nicht nur dem athonitischen Mönchtum überlassen werden - leider werden jedoch (was eben auch diese Diskussion zeigt) manche Dinge, die ihren Ursprung auf dem Heiligen Berg haben, (durchaus nicht nur seitens unserer Kirche) in geradezu plakativer Weise als einzig möglicher Maßstab orthodoxen Denkens und Handelns hervorgehoben.
Das Mönchtum des Berges Athos ist in Fragen der Bewahrung der orthodoxen Glaubensgrundsätze durchaus als maßgeblich anzuerkennen, doch sollte auch nicht vergessen werden, daß ein jeder orthodoxe Christ im pleroma der Kirche dazu berufen ist, Träger und Verkünder der authentischen Überlieferung zu sein. In dieser universellen Fülle manifestiert sich dann eben auch die Spannbreite zwischen der athonitischen akribeia und der oikonomia des orthodoxen alltäglichen Lebensvollzuges - ohne daß darin Brüche oder Widersprüche zu erkennen wären.
Die augenblicklich von uns geführte Diskussion zeugt meiner Ansicht auch von einer gewissen Sorge um die "Grenzen der Rechtgläubigkeit"; indem wir aus der Konsequenz unserer Ekklesiologie alle für diese Rechtgläubigkeit Verantwortung tragen, würde es einem jeden von uns gut anstehen, sich um die Tugend der Unterscheidung der Geister zu bemühen, um so den eigenen Beitrag zum glaubwürdigen und furchtlosen Zeugnis für unsere Kirche deutlich werden zu lassen. Im Bewußtsein der geoffenbarten Erlösungswahrheit kann die Basis orthodox-kirchlicher Existenz in dieser Welt sehr solide sein - es liegt an uns, diese Dynamik der gottmenschlichen Synergie in Wort und Tat zu vermitteln. Bei allen durchaus berechtigten Vorbehalten gegenüber den Irrtümern der heterodoxen Bekenntnisse kann es nicht verfehlt sein, die von der Fülle der Rechtgläubigkeit Getrennten an diese Wahrheiten heranzuführen.
In der Liebe Christi grüßt
Erzpr. Peter
dies hier ist in der Tat ein interessantes Thema. Zunächst einmal möchte ich dies hier fett unterstreichen:
Meine unbedeutende Meinung zum Thema Beten mit Nichtorthodoxen:protopeter hat geschrieben:Die augenblicklich von uns geführte Diskussion zeugt meiner Ansicht auch von einer gewissen Sorge um die "Grenzen der Rechtgläubigkeit"; indem wir aus der Konsequenz unserer Ekklesiologie alle für diese Rechtgläubigkeit Verantwortung tragen, würde es einem jeden von uns gut anstehen, sich um die Tugend der Unterscheidung der Geister zu bemühen, um so den eigenen Beitrag zum glaubwürdigen und furchtlosen Zeugnis für unsere Kirche deutlich werden zu lassen.
Ich partizipiere nicht an Evangelischen oder Römisch - Katholischen Gottesdiensten, bin ich eingeladen (z.B. Firmung von Bekannten) bete ich nicht mit . Käme jedoch z.B mein bester Freund (ein römischer Katholik) zu mir und bäte mich mit ihm zu beten, da er in Not sei, Angst vor etwas habe o.Ä. so würde ich mit ihm Beten. Hier ist ganz klar die angesprochene "Unterscheidung der Geister" besser gesagt die Oikonomia, die Milde stark erfasst ! Ich könnte nicht sagen: "Tut mir leid, aber du bist in meinen Augen ein Häretiker." Nein, dass hat nichts mit meinem Glauben zu tun, dass spricht nicht für die Menschenliebe Christi. Ferner bin ich mir sicher, dass ich mit solch taktlosem, verletzendem Verhalten gegenüber meinem Nächsten eher Sünde auf mich ziehe, als wenn ich mit einem Nichtorthodoxen Christen bete.
Sebastian
p.s.
Meines Wissens nach begibst du dich nicht in illegale Bereiche beim einfügen von "einigen Passagen" ! Soweit ich weiss darf man 3 hintereinanderfolgende Sätze zitieren, muss dann bis zum Ende des Absatzes den Inhalt wiedergeben. Im folgenden Absatz kannst du dann wieder 3 Sätze zitieren (welche ersten 3, letzen 3, in der Mitte ist egal) musst den Rest inhaltlich mit deinen Worten wiedergeben u.s.w.René hat geschrieben:Dies - meine Quellenangabe, lieber Walter, liegt wohl daran, dass ich keine Veröffentlichungsrechte habe, sonst hätte ich daraus einige Passagen eingefügt
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Rene
Lieber Sebastian,Sebastian hat geschrieben: Meines Wissens nach begibst du dich nicht in illegale Bereiche beim einfügen von "einigen Passagen" ! Soweit ich weiss darf man 3 hintereinanderfolgende Sätze zitieren, muss dann bis zum Ende des Absatzes den Inhalt wiedergeben. Im folgenden Absatz kannst du dann wieder 3 Sätze zitieren (welche ersten 3, letzen 3, in der Mitte ist egal) musst den Rest inhaltlich mit deinen Worten wiedergeben u.s.w.
Deine Argumentation kann ich gut nachvollziehen.
Zum Zitieren, wo kann man denn die diesbezüglichen Vorschriften nachschlagen? Vielleicht könnten da auch die Rechtsanwälte, die sich im Forum regiostriert haben, ein Wort zu sagen?
Schlußendlich dient es ja auch der Rechtssicherheit im Forum.
L.G. Rene
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Rene
Hallo BlackandGold,BlackandGold hat geschrieben:Hallo Walter,
der schmale Pfad liegt in meiner Kirche nicht aus.
wenn ich auch nicht Walter bin, trotzdem einen "Dreizeiler" dazu. Der Vorteil des Schmalen Pfades liegt m.E. darin, dass eben keine jurisdiktionellen Informationen im Vordergrund stehen, sondern orthodoxe Beiträge. Die anderen Blätter (wie z.B. der Bote, den ich auch gerne lese und die deswegen nicht uninteressant sind) geben viele Einblicke in die jeweilige Jurisdiktion, oder - wie im Falle der Orthodoxie Aktuell - Infos aus allen OK.
L.G. Rene