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Re: Führung durch eine Orthodoxe Kirche

Verfasst: 27.02.2012, 17:13
von Lazzaro
Mary schrieb:
Die Frage ist erlaubt, warum Besucher einen Bereich betreten und besichtigen können sollten, den selbst die Gläubigen nicht "genau kennen" und betreten?
Liebe Mary!
Da hast Du recht!
Auf der anderen Seite kann ich den Wissensdurst anderer auch verstehen. Ich war vor vielen Jahren bei einer Schulklassenführung in einer Synagoge und die Leiterin der Führung hat selbstverständlich auch nicht den Thoraschrein geöffnet. Dafür hatte sie aber eine Art Minnischriftrolle dabei, um den Schülern zu erklären, was sich hinter dem Vorhang befindet. Wäre es nicht sinnvoll ähnlich, zum Beispiel mit ein paar Fotos zu operieren? Das scheint mir ein vernünftiger Kompromiss zu sein.

Die Möglichkeit, die Seitentür ein wenig zu öffnen, würde ich nur in Ausnahmefällen nutzen.

Liebe Grüße
Lazzaro

Re: Führung durch eine Orthodoxe Kirche

Verfasst: 27.02.2012, 20:09
von Priester Alexej
Es könnte sogar noch fruchtbringender sein, die Gruppe nicht zum Altar zu lassen und ihnen zu versuchen die Ehrfurcht zu vermitteln, die wir Gläubigen vor diesem Ort haben. Bei den Russen gehen Gläubige nicht auf die Solea, verehren auch nicht die Ikonen von der Ikonostase. Für uns wäre es äußerst unehrfürchtig, wenn sogar ein Gläubiger aus der Neugierde heraus einen Blick hinein in den Altar werfen würde. Ich habe bei den Führungen immer gesagt, dass in den Altar nur die Menschen hinein dürfen, die dort etwas zutun haben, ohne die Frage des Geschlechts zu berühren. Am Ende der Führung hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sihc frei in der Kirche zu bewegen. Niemand hat jemals den Versuch unternommen, in den Altarraum hineinzugehen, ich habe auch niemanden auf der Solea gesehen, obwohl diese nicht explizit erwähnt wurde.

Re: Führung durch eine Orthodoxe Kirche

Verfasst: 01.03.2012, 02:40
von Nassos
Alexej hat geschrieben: Am Ende der Führung hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sihc frei in der Kirche zu bewegen.
Super Idee, lieber Vater Alexej, vielen Dank!!!!!

Re: Führung durch eine Orthodoxe Kirche

Verfasst: 01.03.2012, 02:41
von Nassos
Lazzaro hat geschrieben:
Mary schrieb:
Die Frage ist erlaubt, warum Besucher einen Bereich betreten und besichtigen können sollten, den selbst die Gläubigen nicht "genau kennen" und betreten?
Liebe Mary!
Da hast Du recht!
Auf der anderen Seite kann ich den Wissensdurst anderer auch verstehen. Ich war vor vielen Jahren bei einer Schulklassenführung in einer Synagoge und die Leiterin der Führung hat selbstverständlich auch nicht den Thoraschrein geöffnet. Dafür hatte sie aber eine Art Minnischriftrolle dabei, um den Schülern zu erklären, was sich hinter dem Vorhang befindet. Wäre es nicht sinnvoll ähnlich, zum Beispiel mit ein paar Fotos zu operieren? Das scheint mir ein vernünftiger Kompromiss zu sein.

Die Möglichkeit, die Seitentür ein wenig zu öffnen, würde ich nur in Ausnahmefällen nutzen.

Liebe Grüße
Lazzaro
Lass uns mal am Freitag ein bißchen darüber vor Ort quatschen. ;-)

Re: Führung durch eine Orthodoxe Kirche

Verfasst: 20.08.2012, 19:58
von Nassos
Puh, morgen ist das erste Mal, drückt mir die Daumen!

Ich möchte mich nochmal bei allen bedanken, die mich hier unterstützt haben. Was die Kichenunterschiede angeht, werde ich mich an den Vorschlag Benedikts halten. Mir scheint, dass es so am besten ist, sich auf das wesentliche, orthodoxe zu konzentrieren. Immerhin definiert sich die orthodoxe Kirche nicht über die Differenzen.

Lieben Gruß,
Nassos

Re: Führung durch eine Orthodoxe Kirche

Verfasst: 21.08.2012, 18:18
von Elias
Lieber Nassos, ich wuerde die Fiehrung so machen wie es Sitte ist und es dein Priester wuenscht! Wie wer hier etwas machen wuerde ist nicht wichtig sondern wie du es machen wuerdest! Es gibt manchmal unterschiede was in einer russischen oder in einer griechischen Kirche moeglich ist und die sollte auch mavchbar sein, so ist das Kuessen in einer russischen Kirche wohl nicht erwuenscht aber in der griechischen Kirche ist das wohl normal und wenn es normal ist sollte das auch gezeigt werden, du kannst ja auf die Unterschiede aufmerksam machen, den das find eich manchmal nicht verkehrt denn ansonsten findet eine vervorurteilung statt die nicht gut ist. Bei unseren Fuehrungen habe ich den Altar geoefnnet damit die Gaeste mal schauen koennen. Ist fuer uns kein Problem da waerend der Liturgie die Tueren sowieso geoefnet werden und jeder sehen kann und darf was passiert! Ehrfurcht ist wichtig aber keine uebermystifizierung den i.g in den Slavischen Krichen duerfen bei uns auch maedchen als Kerzentraegerin dienen und das ist bei den Slavischen wie auch bei der georgischen Kirche nicht moeglich! Wie ich weiss ist sogar unsere Songul durfte in den Altarraum wobei das fuer sie kein Problem war, das habe ich aber selbst nicht gemacht aber was ich sagen will, wichtig ist was dein Gemeindepriester wuenscht und zulaesst und was du selbst zeigen moechtest.

LG

Ilias

Re: Führung durch eine Orthodoxe Kirche

Verfasst: 21.08.2012, 23:11
von Nassos
Lieber Ilija,

als du geschrieben hat, war ich schon beim begrüßen der Leute ;-)

zunächst meinen herzlichen Dank für Deine Worte. es war eine wunderschöne Erfahrung und jetzt habe ich ein bisschen mehr Gespür, wie ich es nächstes mal besser machen kann.

Die Vorhänge des Altarraums sind zu geblieben, gemäß des Wunsches des Priesters. Aber wie haben ja auch eine Empore.

Mein Motto wird nächstes mal sein “weniger ist mehr“, dann komme ich auch mit der zeit hin :-)

Aber es war vor allem für mich selber auch eine wunderschöne Erfahrung. Die Leute haben am Anfang “Preist den Heeren, Ihr Völker“ auf Latein gesungen, mich hat es umgehauen. Es war sehr schön!!!

Wenn ich den Leuten etwas mitgeben konnte, dann hat sich der Abend absolut gelohnt. Ich habe mich auf jeden Fall sehr wohl mit den Leuten gefühlt.

Ehre sei Gott!

Re: Führung durch eine Orthodoxe Kirche

Verfasst: 21.08.2012, 23:53
von Ehemaliger
Ach, du herzlieber Nassos.

Das was sie gesungen haben könnte das sein: http://www.youtube.com/watch?v=JmD6jkZWAMQ

Du, Gott will auch Evangelische, weil das auch Menschen sind, die Er liebt U nd die haben vielleicht nichts vonSeiner Kirche gehört). Wir sind da manchmal nicht so bereit anzuerkennen,. dass er auf mancherlei Linien (also auchu auf den schiefen) Seine Wort schreibt. Aber wir solle es ihnen sagen.

Ich danke dem Herrn, dass Er dich in Seinen Dienst genommen hat.

Dein Bruder
Bemedikt

Re: Führung durch eine Orthodoxe Kirche

Verfasst: 22.08.2012, 10:38
von Nassos
Vielen Dank für diese Worte, lieber Benedikt

:loveit:

Re: Führung durch eine Orthodoxe Kirche

Verfasst: 24.08.2012, 05:59
von Igor
Lieber Nassos,

danke für Deinen Bericht!
Nassos hat geschrieben:Mein Motto wird nächstes mal sein “weniger ist mehr“, dann komme ich auch mit der zeit hin :-)
Ja, die Zeit ist meistens schnell um und die Aufnahmefähigkeit der Besucher ist auch nicht unbegrenzt. Wichtig es, sich vorher klar zu machen, welche Kernaussagen man mitgeben möchte und sich auf diese zu konzentrieren.
Nassos hat geschrieben:Aber es war vor allem für mich selber auch eine wunderschöne Erfahrung.

Wenn ich den Leuten etwas mitgeben konnte, dann hat sich der Abend absolut gelohnt.
Dem kann ich zustimmen. Wir haben morgen den nächsten Besuch - es kommt eine Gruppe evangelischer Konfirmanten.

In Christo
Igor

Re: Führung durch eine Orthodoxe Kirche

Verfasst: 25.08.2012, 09:31
von Lazzaro
Benedikt hat geschrieben:Ach, du herzlieber Nassos.
Das was sie gesungen haben könnte das sein: http://www.youtube.com/watch?v=JmD6jkZWAMQ
Zum Text:
Psalm 116:
Laudate Dominum omnes gentes, laudate eum omnes populi!
Lobet den Herrn alle Heiden, lobet ihn alle Völker!

Und zur Melodie:
Laudate il Singore in follia! :D
Nach dieser Melodie wird manchmal auch das "Свати Воже" gesungen, was mich dann immer zum iprovisieren reizt ...
Lazarus

Re: Führung durch eine Orthodoxe Kirche

Verfasst: 25.08.2012, 14:56
von Nassos
Ach ja,

die Frau Pastorin hat mir noch eine Teetasse der ev.-meth. Kirche und leckeren Fitnesstee geschenkt. Hat mich natürlich auch sehr angerührt.

Ich weiß, dass ich jetzt wohl etwas nicht ganz so einfaches anschneide, aber diese Art Gemeinschaft mit den heterodoxen Christen hat mich -zumal in dieser Welt des riots - Gott näher fühlen lassen.
Wir haben am Ende das Vater unser gebetet. Es ist ja aller Vater, und wir waren mehr als zwei oder drei in Seinem Namen (danke nochmal an Stephanie und Joseph, mir dahingehend die Augen und das Herz geöffnet zu haben).

Ich habe in einer schriftlichen Rückmeldung noch mitgeteilt bekommen, dass ich es geschafft hatte die Ehrfurcht und den Respekt vor Gott und den Glauben rüberzubringen. Dafür bin ich dem Parakleten so dankbar, alleine hätte ich das nicht geschafft.

Ehre dem dreieinen Gott jetzt und immerdar und bis in alle Ewigkeit. Amen.

Δόξα τω τριαδικώ Θεώ, νυν και αεί και εις τους αιώνας των αιώνων, αμήν!