Verhalten in Kirchen
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Mops
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Grundsätzlich wird an Sonntagen nicht gekniet, weil dies der Tag der Auferstehung ist (also von Samstagabend bis Sonntagabend). So hat es schon das erste Ökumenische Konzil (325 in Nicea) beschlossen. Die westliche (röm.-kath.) Praxis weicht davon, wie so oft schon, ab. Am Sonntag, dem "Tag des Herrn" freuen wir uns über Seine Auferstehung, während das Knien (in der orthodoxen Praxis *steht* man genau genommen nie auf Knien, sondern man fällt vor Gott nieder - mit der Stirn zu Boden) Ausdruck der Buße ist.
Wenn ich aber das Bedürfnis habe vor dem Herrn niederzufallen, wird mich deswegen aber niemand rausjagen
Zu Hause ist es aber auch am Sonntag erlaubt.
Doch diese Kanones gehen von anderen Voraussetzungen, als den heutigen aus. Die Christen früherer Zeiten waren keine "Sonntagsbesucher", sondern lebten den Glauben unter der Woche auch in den Kirchen. Für sie war Buße unter der Woche angesagt, während der Tag der Auferstehung jedesmal ein Fest war. Wir "Ein-Mal-pro-Woche-Christen" (wenn´s hochkommt, natürlich arbeiten wir alle an uns und sind bestrebt dies zu verbessern) leben nun mal in einer anderen Zeit und in einer anderen Welt. Bei uns vollzieht sich das ganze kirchliche Leben komprimiert an den Sonn- und Feiertagen (manche Gemeinden z.B. können leider nur 1 Mal im Monat die Göttliche Liturgie feiern) - also auch die Beichte. Zudem hat ja die Liturgie einen nicht zu verkennenden Bußcharakter. Der Christ tut immer Buße, auch im Moment der größten geistlichen Freude denkt er an seine Unwürdigkeit.
So etwa hat es mir mein damaliger Priester erklärt und es ist für mich sehr einleuchtend...
L.G. Rene
vielen Dank. Ich fand, es kann nichts schaden, einen Thread zu haben, in dem ein paar Verhaltenstipps drin sind.
Wenn Ihr nichts dagegenhabt, dies weiterzuführen, dann kann ich ja auf einen weiteren Punkt kommen, der mir im Sinn schwebt.
Wenn man blutet, ist das Betreten der Kirche tabu, ist das richtig? Man spricht hier von Blutungen, bei denen das Blut auf das Kirchengebäude gelangen kann.
Etwas äquivalentes ist die Annahme, dass Frauen in ihren Tagen keine Ikonen küssen dürfen. Ich habe aber auch schon gehört, dass genau das nicht verboten ist.
Was ist nun denn richtig?
Danke, und hoffentlich werde ich mit diesen Details nicht ermüdend.
nasSOS
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holzi
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Nassos hat geschrieben:@holzi:
gibt es in Regensburg auch orthodoxe Ikonen in nicht-orthodoxen Kirchen?
Gruß,
Nassos

Das Gnadenbild in der alten Kapelle stammt noch aus dem 10. oder 11. Jhd. Ein Hochzeitsgeschenk an Kaiser Heinrich II: und Kunigunde.
Tut mir leid für die späte Antwort, aber ich bin erst gestern aus Rom zurückgekommen, hab die Apsotel Petrus und Paulus besucht.
welcome back!
Wars schön in Rom? Ich war noch nie dort.... :-(
Ach, Du weißt doch, dass hier niemand die Stoppuhr hält.
Interessante Ikone, den Stil kenne ich nicht. Ist das Perikarpion und die Porpi mit der Ikone entstanden?
Gibt es denn bei Euch die Tamata (Widmung) an Ikonen?
Gruß nach Regensburg (bei uns hier auf der Burg regnets auch
Nassos
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holzi
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Dankeschön für die liebe Begrüßung!Nassos hat geschrieben:Hey Holzi,
welcome back!
Ja, es war sehr schön, sehr interessant. Bei mir war's schon das vierte Mal, dass ich in Rom war, aber meine drei Mitfahrer waren noch nie dort (übrigens alle drei evangelische Pastoren, die auch sehr beeindruckt waren). Rom ist wunderschön, auch die neu geweihte russische Kirche sieht man übrigens gut von der Kuppel des Petersdoms aus.Nassos hat geschrieben:Wars schön in Rom? Ich war noch nie dort.... :-(
Du meinst die goldenen Beschläge, die bei den Slawen "Oklad" heissen? Ich denke, die sind neuer. Es gibt aber auch Leute, die diese Ikone nicht für das Original halten, sondern für eine Kopie aus dem Hochmittelalter.Nassos hat geschrieben:Interessante Ikone, den Stil kenne ich nicht. Ist das Perikarpion und die Porpi mit der Ikone entstanden?
Das wäre mir neu. In der westlichen Kirche haben die Bilder ja eine etwas andere Bedeutung als bei euch.Nassos hat geschrieben:Gibt es denn bei Euch die Tamata (Widmung) an Ikonen?
Hier regnets übrigens auch gerade
Grüße
Konrad
Nassos hat geschrieben:
Wenn man blutet, ist das Betreten der Kirche tabu, ist das richtig? Man spricht hier von Blutungen, bei denen das Blut auf das Kirchengebäude gelangen kann.
Etwas äquivalentes ist die Annahme, dass Frauen in ihren Tagen keine Ikonen küssen dürfen. Ich habe aber auch schon gehört, dass genau das nicht verboten ist.
Was ist nun denn richtig?
Danke, und hoffentlich werde ich mit diesen Details nicht ermüdend.
nasSOS
Interessiert mich auch nochmal sehr und das riecht nach einem neuen Thema für den Frauenbereich.
- Jeremias
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Ich habe mir beim Schneiden des Brotes für die Gemeinde schon in den Finger geschnitten. Mein Priester sah das (es geschah hinter der Ikonostase) und half mir, ein Tuch darum zu legen. Den weiteren Gottesdienst (es geschah während des Orthros) habe ich als Messdiener natürlich begleitet. Mit einem kleinen Tuch am Finger. Zu keinem Zeitpunkt war die Rede davon, dass ich die Kirche verlassen müsste.
Für Frauen gilt dasselbe.
- songul
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Hallo Jeremias,Jeremias hat geschrieben:Zu dem Blut:
Ich habe mir beim Schneiden des Brotes für die Gemeinde schon in den Finger geschnitten. Mein Priester sah das (es geschah hinter der Ikonostase) und half mir, ein Tuch darum zu legen. Den weiteren Gottesdienst (es geschah während des Orthros) habe ich als Messdiener natürlich begleitet. Mit einem kleinen Tuch am Finger. Zu keinem Zeitpunkt war die Rede davon, dass ich die Kirche verlassen müsste.
Für Frauen gilt dasselbe.
ich hab mal dort, bei "Frauen und Müttern" was zu dem Thema gepostet:
http://www.orthodoxesforum.bplaced.net/ ... .php?t=669
Hätte gerne gewusst, wie wird das in Eurer Kirche gehandhabt?
Was ist diesbezüglich die Kathechese?
LG Songul
- Jeremias
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Leider gibt es bei uns keinen formalen Religionsunterricht, ein Missstand, der an der geringen Zahl von Lehrern liegt. Ich möchte helfen, diesen Missstand zu beseitigen.
Ich kann am Sonntag meinen Priester nochmal fragen, damit ihr eine explizite Antwort bekommt. Aber ich vermute, er sieht das so wie ich.