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Verfasst: 11.09.2009, 20:51
von Elias
johannes, herzlich Willkommen in unserem Forum...Danke für dein Bericht und ich freue mich wenn du deinen Weg weitergehst. Die Allerheiligste Theotokos beschütze und begleite Dich...

Ilija

Verfasst: 11.09.2009, 20:52
von Loukia
Johannes, herzlich Willkommen!

Verfasst: 11.09.2009, 22:48
von Nassos
Hallo Johannes ("Gott ist gnädig"),

herzlich willkommen in diesem Forum.

Auf gute und hilfreiche (auch von Dir) Diskussion.

Nassos

Verfasst: 11.09.2009, 23:06
von Nassos
Abgesehen von der Liturgie, den wunderschönen Psalmen und Bräuchen, bin ich am meisten "fasziniert" (auch wenn ich dieses Wort irgendwie unpassend finde, ich hätte eher "liebe" genommen) von der Allheiligen Gottesgebärerin.

Der Gedanke an Sie verstärkt meine Liebe in mir. Vor allem in Ihr setze ich neben meiner Liebe auch Hoffnung. Nicht weil sie erlöst, aber durch ihre Fürsprache rettet.

Sie, die demütigst Gottes Willen annahm, Sie, die ohne Schmerzen Christus gebar, Sie, die zur Rechten Christus sitzt und alle Menschen liebt.

Und natürlich fasziniert mich die unendliche Güte Gottes, der seine Liebe für seine Schöpfung nicht aufgegeben hat, und sich selber für uns opferte. Er, der uns durch seine Kirche ALLES gab für uns.

Die Orthodoxie, weil ich nun mal glaube, dass sie die Wahrheit und Tradition weiterhält, dass sie nicht in die ökumenistischen Irrtümer verfällt (als Kirche).

Die ursprüngliche Sprache der Evangelien. Altgriechisch ist eine sehr starke Sprache. Es hat seinen Sinn, warum sie heute immer noch gebraucht wird. Das Problem ist nicht, dass die Kirche umschwenken sollte auf Neugriechisch, sondern dass jeder Grieche auch Altgriechisch lernen sollte (Koine). Warum? Weil dies die Sprache der göttlichen Vorsehung zur Ausbreitung des christlichen Glaubens war. Oder glaubt jemand, das war Zufall?

Weil die Orthodoxie die Mysterien aufrecht erhalten hat, weil sie Säuglingstaufe in guter Voraussetzung akzeptiert und praktiziert und dem Menschen somit aufs allerbeste aufnimmt.

Weil die Orthodoxie das Feuer ist, das die Dämonen verbrennt.

Weil die Orthodoxie uns so viele Heilige als echte, nachahmungswürdige Vorbilder und Weisheit durch die Worte der Evangelisten und der Väter schenkt.

Hm, eigentlich alles an der Orthodoxie. Sie ist viel mehr, als wir je wissen und erfahren können.

Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, erbarme Dich meiner, des Sünders

Verfasst: 12.09.2009, 08:22
von Loukia
Tatsächlich musste wohl Koine die Sprache des Evangeliums werden, eine slawische Sprache wäre ungeeignet gewesen, denn sie kennt keine bestimmten Artikel. Es ist ja der Sohn des Vaters. Denkt mal darüber nach.

Verfasst: 12.09.2009, 10:55
von Nassos
Liebe Loujkia,

Du meinst bestimmt ungeeignet zur Verbreitung oder noch besser: weniger geeignet. Gab es zu jener Zeit denn schon Slawisch und in welchen Zustand befand sich die Sprache (ich denke mal, das Kirchenslawisch gab es noch nicht, oder?)

Als Evangeliensprache an sich ist Slawisch durchaus geeignet, sonst gäbe es das Kirchenslawisch nicht. :-)

Apropos bestimmter Artikel: wie heißt denn dann o.g. Beispiel ins Deutsche rückübersetzt?

Nassos

Verfasst: 12.09.2009, 12:31
von Loukia
Ja doch stimmt, ich meine eher weniger geeignet.

Verfasst: 12.09.2009, 18:22
von Metanoia
Was die orthodoxe Liturgie betrifft, so unterscheidet sie sich von der westlichen offensichtlich dadurch, dass die Gläubigen mehr hineingenommen werden. Sie sind nicht so sehr Zuschauer, sondern in der Mitte der Liturgie.
Allheiligen Gottesgebärerin.

Der Gedanke an Sie verstärkt meine Liebe in mir. Vor allem in Ihr setze ich neben meiner Liebe auch Hoffnung. Nicht weil sie erlöst, aber durch ihre Fürsprache rettet.

Sie, die demütigst Gottes Willen annahm, Sie, die ohne Schmerzen Christus gebar, Sie, die zur Rechten Christus sitzt und alle Menschen liebt.
Oh ja, da merke ich, wie uns evangelischen Christen die "Gemeinschaft der Heiligen" fehlt, die in der orthodoxen Kirche noch zur Versammlung der Gläubigen hinzu kommt.

Trotzdem merke ich, dass ich mir des Evangelischen wieder bewusster und wohl auch fester darin werde.

Re: Was fasziniert mich an der Orthodoxen Kirche?

Verfasst: 03.03.2010, 18:22
von P.Werner
Darf ich zum Thema einige Worte hier hereinstellen?

Zunächst: ich bin röm.kath Priester in drei Gemeinden im Schwäbischen Oberland.
Auch in diesem Jahr verbringe ich 14 Tage auf Patmos, wo ich zusammen mit anderen Teilnehmern unserer Pilgerreise zum hl. Theologen Johannes die Apokalypse studiere. Heuer zum 8. Mal.

Was mich an der Orthodoxen Kirche besonders fasziniert, das ist die tiefe Religiosität und mystische Erhabenheit der Göttlichen Liturgie des Vaters Chrysostomus.
Mit Bedauern erinnere ich mich jedes mal an die dringenden Worte von Patriarch Athenagoras von der erhabenen Kirche "Ostroms" in Konstantinopel, der unsern Papst Paul VI. dringend davor gewarnt hat, an die Liturgie Hand anzulegen.

Als Priester leide ich manchmal direkt physisch darunter, wenn ich von den vielen Mißbräuchen lese oder höre, die in unserer, vor allen "deutschen" Kirche, oft vorkommen.

Aus Erfahrung bei gelegentlicher Mitfeier der Göttlichen Liturgie auf Patmos weiß ich, dass es natürlich unter orthodoxen Gläubigen auch manche gewohnheitsmäßige Mitfeier gibt, weil das menschlich ist. Aber die Göttliche Liturgie als solche ist einfach vorbildlich und lädt zur Mitfeier ein.

Im Gebet verbunden!

P.Werner

PS: der liebe Nassos hat mich neugierig gemacht, so dass ich mich angemeldet habe!

Re: Was fasziniert mich an der Orthodoxen Kirche?

Verfasst: 03.03.2010, 19:31
von Elvis
P.Werner hat geschrieben:Darf ich zum Thema einige Worte hier hereinstellen?

Zunächst: ich bin röm.kath Priester in drei Gemeinden im Schwäbischen Oberland.
Auch in diesem Jahr verbringe ich 14 Tage auf Patmos, wo ich zusammen mit anderen Teilnehmern unserer Pilgerreise zum hl. Theologen Johannes die Apokalypse studiere. Heuer zum 8. Mal.

Was mich an der Orthodoxen Kirche besonders fasziniert, das ist die tiefe Religiosität und mystische Erhabenheit der Göttlichen Liturgie des Vaters Chrysostomus.
Mit Bedauern erinnere ich mich jedes mal an die dringenden Worte von Patriarch Athenagoras von der erhabenen Kirche "Ostroms" in Konstantinopel, der unsern Papst Paul VI. dringend davor gewarnt hat, an die Liturgie Hand anzulegen.

Als Priester leide ich manchmal direkt physisch darunter, wenn ich von den vielen Mißbräuchen lese oder höre, die in unserer, vor allen "deutschen" Kirche, oft vorkommen.

Aus Erfahrung bei gelegentlicher Mitfeier der Göttlichen Liturgie auf Patmos weiß ich, dass es natürlich unter orthodoxen Gläubigen auch manche gewohnheitsmäßige Mitfeier gibt, weil das menschlich ist. Aber die Göttliche Liturgie als solche ist einfach vorbildlich und lädt zur Mitfeier ein.

Im Gebet verbunden!

P.Werner

PS: der liebe Nassos hat mich neugierig gemacht, so dass ich mich angemeldet habe!
Liebe Brüder und Schwestern,

Herzlich willkommen in unserem Forum. :loveit: :loveit: :loveit:

Also das Sie echt so eine geistliche Verbundenheit zu unserer Göttlilchen Liturgie haben, hätte ich nicht gedacht.

Nun ja die Missbrauchsfälle sind leider Wahr. Aber dies muss einfach ans licht meiner Meinung nach. Es kann ja nicht sein das es vor lauter angst vertuscht wird, dass sollte nicht die Kirche Jusu Christi sein.

Was ich dazu sagen will. Nun ja nur weil unseren Verlorenen Brüder ein Gewand anhaben, macht es sie ja nicht automatisch zum Priester. Ein echter Priester des HERRN unterwirft sich auch richtig seinen Meister (Jesus Christus also dem HERR) und begeht auch nicht solche taten. So gesehen waren es keine Priester, meiner Meinung nach oder der Widersacher hat sie Verführt (Kann ich nicht wissen).

Aber bitte leiden Sie nicht deswegen. Ich bin zwar nur laie aber trau doch einfach nur dem HERRN. Die leute die die Kirche hassen haben zwar jetzt mehr "futter" und versuchen zu diskreditieren. Aber ich würde sagen, dass die Römische Kirche so gesehn eine art änderung machen sollte. (Es sind ja schon ziemlich viele fälle bekannt geworden). Und ausserdem wer ist jetzt ohne Fehlern. Es waren keine schöne taten, aber wir sollten nicht Richten sondern schützen (versteht das jetzt nicht falsch).

sind mal meine gedanken dazu

der HERR schütze euch

Re: Was fasziniert mich an der Orthodoxen Kirche?

Verfasst: 03.03.2010, 19:55
von Mops
Das Zwangszölibat hat sicher auch seinen Anteil daran, dass soetwas passieren kann in so großem Stil, aber besser schauen wir auf uns selbst, auch bei uns gibt es Verfehlungen, da haben wir genug Grund zu beten für unsere Hirten.

Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, erbarme dich unser!

Re: Was fasziniert mich an der Orthodoxen Kirche?

Verfasst: 03.03.2010, 22:22
von Andromachi
Was mich an der Orthodoxie fasziniert, ist das Zusammenleben des Menschen mit Gott. Davon hat man schon auf Erden einen Vorgeschmack, der einem versichert, dass es in der Ewigkeit damit weitergeht. Wenn man seinem Beichtvater gehorcht (nach Möglichkeit, denn wer kann es ganz schaffen?) - die gesegnete υπακοή-, merkt bald, dass sich der Segen Christi wie eine schützende Hülle um ihn breitet.
Und -ich weiß nicht ob ich das sagen darf, aber die Katholiken und die Protestanten tun mir Leid. Obwohl sie Christen sind, haben sie nicht "das Ganze" vom Christentum. Ich glaube, dass sie nicht daran glauben, dass die Charis den Menschen durchdringt und ihn in feuriges Eisen umwandelt (was unsere Heiligen ja beschreiben).

Re: Was fasziniert mich an der Orthodoxen Kirche?

Verfasst: 03.03.2010, 23:00
von Michael
Wow, Andromachi, danke für die Worte. :loveit:
Was mich an der Orthodoxie fasziniert, ist das Zusammenleben des Menschen mit Gott. Davon hat man schon auf Erden einen Vorgeschmack, der einem versichert, dass es in der Ewigkeit damit weitergeht. Wenn man seinem Beichtvater gehorcht (nach Möglichkeit, denn wer kann es ganz schaffen?) - die gesegnete υπακοή-, merkt bald, dass sich der Segen Christi wie eine schützende Hülle um ihn breitet.

Re: Was fasziniert mich an der Orthodoxen Kirche?

Verfasst: 03.03.2010, 23:19
von Mary
ElvisVrinic hat geschrieben:
P.Werner hat geschrieben: Als Priester leide ich manchmal direkt physisch darunter, wenn ich von den vielen Mißbräuchen lese oder höre, die in unserer, vor allen "deutschen" Kirche, oft vorkommen.
Nun ja die Missbrauchsfälle sind leider Wahr. Aber dies muss einfach ans licht meiner Meinung nach. Es kann ja nicht sein das es vor lauter angst vertuscht wird, dass sollte nicht die Kirche Jusu Christi sein.

Was ich dazu sagen will. Nun ja nur weil unseren Verlorenen Brüder ein Gewand anhaben, macht es sie ja nicht automatisch zum Priester. Ein echter Priester des HERRN unterwirft sich auch richtig seinen Meister (Jesus Christus also dem HERR) und begeht auch nicht solche taten. So gesehen waren es keine Priester, meiner Meinung nach oder der Widersacher hat sie Verführt (Kann ich nicht wissen).
Hallo Elvis,

ich vermute fast, dass P.Werner nicht sexuellen Missbrauch angesprochen hat, sondern die vielerorts beklagten "liturgischen Missbräuche", das heisst, Veränderungen und Verunstaltungen an der Liturgie der Heiligen Messe.

Was Du schreibst über Missbräuche an Schutzbefohlenen ist aber trotzdem wahr...

liebe Grüsse
Maria

Re: Was fasziniert mich an der Orthodoxen Kirche?

Verfasst: 04.03.2010, 04:35
von Mops
an der Liturgie oder an der Hl. Messe? Wir Orthodoxe feiern die Göttliche Liturgie, die Lateiner die Hl. Messe...
oder sehe ich da was falsch? :shock:
L.G. Mops