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Re: E wie Exorzismus

Verfasst: 23.03.2010, 16:58
von Elvis
Michael hat geschrieben:
peter hat geschrieben:Lieber Michael,

Nachtrag zu Deiner Frage, was es mit dem "Alp" auf sich hat. Wie der Name schon sagt, sind diese Zustände lastend, drückend, wie ein schweres Gewicht. Sie "besetzen" Seele und Leib, und "besitzen" ihn zeitweise, in den Momenten der
Hilflosigkeit im Schlaf oder Halbschlaf. Interessant, daß die Dämonie sozusagen an der Achillesferse des Halb- und Un-bewußten angreift. Im Wachzustand müssen wir schon "besessen" sein, um einer Dämonie, geschweige denn Satanie, zu erliegen. Die auftretende Angst ist dabei wie ein Würgegriff, gesteigert ein unentrinnbares Entsetzen, welches die
Wurzel unseres Geistes, das Sprechen packt, und bestenfalls Stammeln und Stöhnen zuläßt. Hierbei wurde mir einst
klar, wie wichtig ist, daß eine geistliche Reserve der Seele herangewachsen ist. Das Jesusgebet ist der Anfang. Hinzu-kommen müssen aber artikulierte Stoßgebete, auf der Basis unerschütterlichen Regelgebets. Wenn wir dem Heiligen Geist in uns keinen Raum schaffen, bleiben wir "willige" Beute und permanente Zielscheibe der Satansbrut. Wie uns die Mönche, die "unsichtbaren Krieger" mitteilen, verlagert sich der Angriff der Dämonie vom Körper und der Seele mit wachsender Christlichkeit in die Sphäre der Gedanken und des Geistes. Dieser Terror ist nicht minder gefährlich, und mit raffinierten Manövern der Täuschung versuchen die "Mächte", selbst Heilige zum Abfall zu bringen, durch Alp zu erdrücken, oder zu veralbern. Sehr gut können wir das im Leben des Hl. Antonius (vom Hl. Athanasios) nachlesen. Je "entlasteter" unsere Seele durch Reue, Beichte, Buße geworden ist, umso schneller und wirksamer dürfen wir auf die Hilfe Jesu Christi, Seiner Mutter, unseres Schutzengels, aller himmlischen Mächte, aller Heiligen, hoffen. Also rundum: Metanoia !

peter
Danke danke für die Erklärung lieber Peter. Das Jesus-Gebet hat schon eine starke Wirkung.
Habe versucht 30 min. lang ununterbrochen das jesus-gebet zu sagen mit dem Mund. Gut ab und zu habe ich mal kurz aufgehört, aber dann gleich nach 10 sek. weitergemacht. Du vergisst wirklich alle lästigen Gedanken. Ich mache das jetzt öfters. :mrgreen: :mrgreen:
An diejenigen die es noch nicht versucht haben:
Versucht das auch mal, irgendwann hast du Frieden im Herzen. Aber ich glaube jeder hier macht das öfters mal (?)

Liebe Brüder und Schwestern,

es freut mich das du dieses Gebet öfters praktizierst. :loveit: :angle: . und das du es sogar 30 min versucht hast :shock: :shock: :shock: :loveit: .
aber ich habe eine speziele Gebetsregel reingestellt, die spezieller für die Metanoia gedacht ist. Sie wurde dem herrn Pachomius dem Grossen gegeben von einem ENGEL.

Wenn du weitere Interesse hast, PN mich bitte oder so.

der HERR schütze euch

Re: E wie Exorzismus

Verfasst: 23.03.2010, 17:11
von Michael
ElvisVrinic hat geschrieben:
Michael hat geschrieben:
peter hat geschrieben:Lieber Michael,

Nachtrag zu Deiner Frage, was es mit dem "Alp" auf sich hat. Wie der Name schon sagt, sind diese Zustände lastend, drückend, wie ein schweres Gewicht. Sie "besetzen" Seele und Leib, und "besitzen" ihn zeitweise, in den Momenten der
Hilflosigkeit im Schlaf oder Halbschlaf. Interessant, daß die Dämonie sozusagen an der Achillesferse des Halb- und Un-bewußten angreift. Im Wachzustand müssen wir schon "besessen" sein, um einer Dämonie, geschweige denn Satanie, zu erliegen. Die auftretende Angst ist dabei wie ein Würgegriff, gesteigert ein unentrinnbares Entsetzen, welches die
Wurzel unseres Geistes, das Sprechen packt, und bestenfalls Stammeln und Stöhnen zuläßt. Hierbei wurde mir einst
klar, wie wichtig ist, daß eine geistliche Reserve der Seele herangewachsen ist. Das Jesusgebet ist der Anfang. Hinzu-kommen müssen aber artikulierte Stoßgebete, auf der Basis unerschütterlichen Regelgebets. Wenn wir dem Heiligen Geist in uns keinen Raum schaffen, bleiben wir "willige" Beute und permanente Zielscheibe der Satansbrut. Wie uns die Mönche, die "unsichtbaren Krieger" mitteilen, verlagert sich der Angriff der Dämonie vom Körper und der Seele mit wachsender Christlichkeit in die Sphäre der Gedanken und des Geistes. Dieser Terror ist nicht minder gefährlich, und mit raffinierten Manövern der Täuschung versuchen die "Mächte", selbst Heilige zum Abfall zu bringen, durch Alp zu erdrücken, oder zu veralbern. Sehr gut können wir das im Leben des Hl. Antonius (vom Hl. Athanasios) nachlesen. Je "entlasteter" unsere Seele durch Reue, Beichte, Buße geworden ist, umso schneller und wirksamer dürfen wir auf die Hilfe Jesu Christi, Seiner Mutter, unseres Schutzengels, aller himmlischen Mächte, aller Heiligen, hoffen. Also rundum: Metanoia !

peter
Danke danke für die Erklärung lieber Peter. Das Jesus-Gebet hat schon eine starke Wirkung.
Habe versucht 30 min. lang ununterbrochen das jesus-gebet zu sagen mit dem Mund. Gut ab und zu habe ich mal kurz aufgehört, aber dann gleich nach 10 sek. weitergemacht. Du vergisst wirklich alle lästigen Gedanken. Ich mache das jetzt öfters. :mrgreen: :mrgreen:
An diejenigen die es noch nicht versucht haben:
Versucht das auch mal, irgendwann hast du Frieden im Herzen. Aber ich glaube jeder hier macht das öfters mal (?)

Liebe Brüder und Schwestern,

es freut mich das du dieses Gebet öfters praktizierst. :loveit: :angle: . und das du es sogar 30 min versucht hast :shock: :shock: :shock: :loveit: .
aber ich habe eine speziele Gebetsregel reingestellt, die spezieller für die Metanoia gedacht ist. Sie wurde dem herrn Pachomius dem Grossen gegeben von einem ENGEL.

Wenn du weitere Interesse hast, PN mich bitte oder so.

der HERR schütze euch
Ja die Zeit verfliegt quasi wenn du das Gebet sprichst. Werde mir die Gebetsregel später mal anschauen, habe jetzt fussballtraining. :)

Re: E - wie Exorzismus

Verfasst: 28.05.2010, 21:14
von Irenäus
Xpistos anesti!

Natürlich gibt es in der Heiligen und Apostolischen Kirche exorzistische Gebete zum Herrn, die auch immer wieder einmal notwendig sind, leider. Die Taufe beinhaltet natürlich auch einen Exorzismus, um vor der teuflischen Einflüssen zu reinigen, trotzdem kann es sehr wohl auch nach der Taufe vorkommen, dass dämonische "Störungen", ja sogar regelrechte "Übergriffe" stattfinden (ein besonders berühmtes Beispiel ist ja der "Stern der Wüste", Altvater Antonios). Solcherlei Heimsuchungen, ja auch Bessenheit, sind ein Faktum, dass im Laufe der gesamten Kirchengeschichte, immer wieder erfahren wurde und bis zum heutigen Tage wird.

Dem zum Trotz, sollte man nicht in Furcht verfallen, denn unser Herr Jesus Christus sorgt für uns und beschützt uns. Auch gibt es ja nicht nur die Dämonen, sondern auch die Engel, die uns beistehen und für den Alltag, sollte man sich an die Worte des Altvaters Antonios erinnern:
Sie erscheinen oft in der Gestalt, fuhr er fort, wie der Herr dem Job den Teufel beschrieb, indem er sagte: "Seine Augen sind wie der Anblick des Morgensternes. Aus seinem Munde sprühen brennende Fackeln hervor, es flackern Feuerbrände. Aus seinen Nüstern: strömt Rauch hervor wie von den glühenden Kohle: eines flammenden Herdes. Sein Atem ist wie Kohle; eine Flamme geht aus seinem Munde hervor". So er scheint der Fürst der Dämonen und verbreitet Furcht wie ich oben sagte; gewaltige Worte spricht der Listige wie ihn der Herr gleichfalls entlarvt hat, indem er der Job verkündete: "Denn er hält das Eisen für Spreu und das Erz für morsches Holz. Das Meer ist ihm wie ein Salbbüchslein, der Schlund des Abgrundes wie ein Gefangener. Der Abgrund ist ihm wie ein Platz zum Lust wandeln", und durch den Propheten: "Es sprach der Feind: Ich verfolge und werde ergreifen"-, und wieder durch einen anderen: "Die ganze Erde habe ich ergriffen mit meiner Hand wie ein Nest, und ich hebe sie empor wie verlassene Eier ". Überhaupt versuchen sie sich in solchen Prahlereien, und derlei sprechen sie, um die Gottesfürchtigen zu verführen. Aber wir Gläubigen brauchen deshalb durchaus nicht die Erscheinungen de Teufels zu fürchten noch auf seine Stimmen zu hören denn er lügt und sagt kein wahres Wort. Trotz diese, seiner kühnen Reden und seines Übermutes wurde er vom Heiland wie ein Drache am Angelhaken gezogen wie ein Stück Vieh erhielt er eine Halter durch die Nüstern, wie ein Ausreisser wurde er gebunden mi einem Ring durch die Nase, und die Lippen wurden ihr durchbohrt von einer Kette". Er wurde gebunden vor Herrn wie ein Sperling, damit er von uns verspottet werde; sie sind hingestellt worden, er und seine Mitteufel, wie Skorpionen und Schlangen, auf dass sie zertreten werden von uns Christen. Und das ist ein Zeichen, dass wir jetzt leben ihm zum Trotze. Denn er, der sich vermass, dass er das Meer austrocknen und die ganze Erde ergreifen werde, siehe, er kann jetzt eure Askese nicht hindern, noch mich, der ich gegen ihn rede. Achten wir also nicht auf das, was er sagt, denn er lügt; noch fürchten wir seine Erscheinungen, denn auch sie sind Lüge. Das Licht, das in ihnen leuchtet, ist nicht wahrhaftig, sie bringen vielmehr das Vorspiel und Abbild des ihnen bereiteten ewigen Feuers, worin sie brennen sollen, damit suchen sie die Menschen zu erschrecken; ja, sie erscheinen, aber dann werden sie wieder unsichtbar, ohne dass sie einen der Gläubigen verletzen, da sie mit sich tragen das Abbild des Feuers, das sie aufnehmen wird. Man braucht sie also nicht zu fürchten; denn alle ihre Anstalten sind für nichts durch die Gnade Christi. [Kursivierung von mir]
(Vita Sancti Antonii, Cap. XXIV. - Athanasios von Alexandria)