Aussetzen des Gottesdienstes
Aussetzen des Gottesdienstes
Nun habe ich wieder ein Thema das mich sehr bewegt bzgl. dem Gottesdienst.
Wann ist es "erlaubt" (unter welchen Umständen) das man einen Abendgottesdienst (Vesper) Samstags aussetzt!? Zumal vieleicht auch zwei Prister in der betroffenen Parochie vorhanden sind...
Euer nachdenklicher
br. milo
Nun sind bereits einige Tage vergangen seitdem Du dieses Thema ins Forum stelltest. Es ist eigentlich schade, dass sich bisher kein Benutzer gemüßigt gefühlt hat dir auf eine dich (wie du schreibst) sehr bewegende Fragestellung zu antworten.
Ich möchte es mal versuchen;
Ich für meinen Teil empfinde es als elemantar wichtig gerade jetzt in der Fastenzeit vermehrt alle Gottesdienste zu besuchen. Gerade jetzt in der Fastenzeit (leider habe ich beobachtet, dass die Weihnachtsfastenzeit in manchen Kreisen teilweise zu flapsig genommen wird.) soll doch unser Blick (verstärkt) auf Christus gerichtet sein.
Wenn also nun ein solcher Wunsch (des Gottesdienstbesuches) der Gläubigen nicht erfüllt wird, weil schlichtweg keiner stattfindet finde ich dies erstmal unschön. Natürlich kann es sein (bei einem Priester in der Gemeinde), dass Samstage vor allem für seelsorgerische, organisatorische etc Dinge genutzt werden (was je nach Fall der Wichtigkeit her nicht zu unterschätzen ist !). Finden keine Abendgottesdienste statt, aufgrund gewisser Bequemlichkeiten so empfinde ich dies als unvorbildliches Verhalten gegenüber den Gläubigen (welche sich schließlich aufmachen - nicht um vor verschlossener Tür zu stehen!).
Leider weiss ich nicht, wie das Kirchenrecht dies möglicherweise regelt, vielleicht fühlt sich ja ein Wissender angeregt uns einen Aufschluss zu geben.
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Ehre sei Dir oh Herr
nun, eigentlich ist es doch so, dass man am Samstag zur Nachtwache geht (um auch Beichten zu dürfen) und am Sonntag zur Liturgie.
Wem dies möglich ist, der sollte es unbedingt so tun.
Warum?
Am Samstag sind wir traurig, treten mit zerknirschtem Herzen und Geist zur Beichte, traurig über unsere Verfehlungen, unsere Sünden und am Sonntag sind wir freudiger und feierlicher Stimmung, in Erwartung der Hl. Kommunion. Deswegen kniet man bzw. fällt man nicht am Sonntag nieder (Metanie).
Von der Stimmungslage ist dies schon ein kleiner Widerspruch.
Leider ist es wirklich oft zu beobachten, dass viele Menschen den Samstag nicht ganz für voll nehmen.
Ich selbst fahre auch ca 1,5 h - 2 h hin und auch wieder zurück. Darum schaffe ich es nicht jede Woche nach Berlin zu fahren. In unserem Städtchen gibt es leider keine OK.... na, vielleicht wird das ja mal...
Wünsche Euch einen gesegneten Abend!
L.G. René
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peter
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Aussatz und Fäulnis
ich finde, ihr habt das alle so schön beschrieben. "Gerade jetzt in der Fastenzeit vermehrt a l l e Gottesdienste" besuchen, und: Zerknirschung / Festlichkeit im Verhältnis Samstag / Sonntag. Eigentlich müßte für Orthodoxe Christen, ohne in Klerikalismus zu verfallen, die Kirche zentrale "Heimat", Mittelpunkt und ständiger Aufenthaltsort sein. In Jerusalem waren ja bis zu Pfingsten, wohl auch oft nachher alle zusammen in Eintracht und Gebet. Aber das fällt wohl in der "zivilisierten" Arbeitswelt schwer. Es sollen ja auch die Gottesdienste von 18 h (Tagesanbruch) durchweg bis zur Frühe gedauert haben. Die samstägliche Nachtwache ist wohl ein Überbleibseldieser alten Praxis (in der russisch-orthodoxen Kirche wird ja die "utrinja"noch abends gefeiert, auch die erste Stunde). Abgesehen von Klöstern soll die neukalendarisch griechisch-orthodoxe Kirche, so habe ich gehört, auf sonnabendliche Nachtwachen weitgehend verzichten, stattdessen den "Orthros" unmittelbar vor die Liturgie setzen. Auch in der antiochenisch-orthodoxen Kirche ist der Samstag die Ausnahme (bitte widrigenfalls widersprechen).
Kürzlich wurde mir von einem Priester gesagt: "Ja die Leute kommen
einfach nicht mehr (samstags)". Das könnte eine Auswirkung der Erneuerung sein, "wenn der Heilige Geist die Kirche verläßt", so wie
die Gläubigen die römisch-katholische und evangelischen Gottesdienste verlassen. Andrerseits muß der gesellschaftliche Druck durchaus bedacht werden. Wenn Samstage einkaufsoffen werden bis Mitternacht, und bald
auch die Sonntage, wenn die Arbeitsrhythmen die Wochenenden plattwalzen (wie bei mir), dann hat der orthodoxe Gläubige seine liebe Not. Z.B. würde ich so gerne morgen, Montagfrüh, zur Allerreinsten
Gottesgebärerin gehen, doch ... "es geht nicht". Faule Ausreden, alles
hinschmeißen ? Leicht gesagt, schwer getan. Doch das ist ein privates
Dilemma. Orthodoxe Priester sollten jedenfalls alles tun, um "rundum"
Gottesdienste zu zelebrieren, damit die Kirche sozusagen zu jeder Zeit,
hilfreich und festlich offen bleibt, gerade unter den sich verschärfenden antichristlichen Bedingungen. Leicht gesagt ... auch für die armen Priester.
Aber hieran können wir ermessen, welche Last d i e Priester und Diakone tragen, die wirklich danach handeln.
Peter in "Aussatz" und "Fäulnis"
danke für euere Antworten...
ich denke auch was br. Peter sagt:
Hinzufügen will ich noch den Bischof, den seine aufgabe ist es eigentlich dafür zu sorgen das alles richtig abläuft...episkopos = aufseherAber hieran können wir ermessen, welche Last d i e Priester und Diakone tragen, die wirklich danach handeln.
Ist also auch seine Exelenz messbar
Milo
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Ieromonach
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