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Baubeginn für größte russ.-orthodoxe Holzkirche Deutschlands

Verfasst: 08.05.2007, 14:40
von Milo
Baubeginn für größte russisch-orthodoxe Kirche Deutschlands
Dienstag 1. Mai 2007, 11:59 Uhr


Magdeburg (ddp-lsa). In Magdeburg ist am Dienstag symbolisch mit dem Bau der größten russisch-orthodoxen Holzkirche in Deutschland begonnen worden. Über 1600 Holzbalken sollen in den kommenden Monaten zu dem über 30 Meter hohen Sakralbau zusammengefügt werden. Die Balken liegen bereits seit dem vergangenen Jahr auf der Baustelle.

Durch die Anpassung der russischen und deutschen Bauvorschriften verzögerte sich der Bau des über 350 Menschen fassenden Gotteshauses erheblich. Bereits vor rund fünf Jahren war dafür der Grundstein gelegt worden. In der Allerheiligen-Kirche solle nun Ostern 2008 der erste Gottesdienst stattfinden, sagte Erzpriester Boris Ustimenko.

Während des traditionellen Diözesentreffen aller 65 russisch-orthodoxen Gemeinden in der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt wurden am Dienstag die ersten Holzbalken für den Kirchenbau durch Erzbischof Longin von Klin, den Ständigen Vertreter der Russisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland, vor über 300 Gläubigen geweiht. Der Geistliche nannte das Projekt auch ein «Symbol für die guten Beziehungen zur katholischen und zur evangelischen Kirche». Mit beiden gebe es brüderliche Kontakte.

Sachsen-Anhalt Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) sagte, dass der Bau des Gotteshauses ein «Zeichen der Versöhnung zwischen Russland und Deutschland» sei. Es stehe auf dem Gelände der früheren Deutsch-Reformierten Kirche Magdeburgs. Bei einem Bombenangriff am 6. Januar 1945 war diese stark beschädigt und später nicht wieder aufgebaut worden. Das Gelände hatte die Stadt Magdeburg kostenlos zur Verfügung gestellt.

(ddp)

http://de.news.yahoo.com/01052007/336/b ... ands.html#

Russisch-orthodoxe Mönche ziehen in die Uckermark

Verfasst: 05.10.2007, 20:05
von Atmu
Lieber Brüder und Scwester,
auch ein neues orthodoxe Kloster wird in Ost-Deutschland gebaut. Vielleicht wissen das einige, ich fand aber in Foren keinen Bericht darüber.
Liebe Grüße, Ihr Atmu.

Brandenburg
Russisch-orthodoxe Mönche ziehen in die Uckermark

Erstes Kloster in Westeuropa entsteht in Götschendorf - Heimat für 30 Geistliche
von Burkhard Fraune, 28.08.07, 11:02h

Götschendorf/dpa. Still liegt das alte Schloss Götschendorf in der Sommersonne, Grillen zirpen, hin und wieder rumpelt ein Auto über die Dorfstraße - sonst Stille. In der Abgeschiedenheit der Uckermark, zwischen Templin und Angermünde, soll das erste russisch-orthodoxe Kloster des Moskauer Patriarchats in Westeuropa entstehen. Bis zu 30 Mönche werden hier beten und arbeiten, sagt der Initiator, Norbert Kuchinke. Im dünn besiedelten Nordosten Brandenburgs entsteht ein einzigartiges Schaufenster in die Welt der Popen und Patriarchen.

Schmutzige Marmorstufen führen in hohe Räume, das alte Parkett knarzt. Durch spinnenwebenbehangene Fenster geht der Blick über die verwitterte Freiterasse in einen Park, der zur Kuhweide verkommen ist; der Blick zum Kölpinsee ist zugewachsen. Früher gab im Saal der Adel Empfänge, dann erholten sich hier NVA-Soldaten, später tagte der Rat des Bezirks Frankfurt (Oder) in dem Gemäuer; futuristische Zwischendecken aus Gips künden von der DDR-Zeit. Zuletzt interessierte sich niemand mehr für den leeren Herrschaftssitz. Putz bröckelte, Gras wuchs in Dachrinnen. Götschendorfs Glanz verblich.

«Da werden die Mönche wohnen», sagt Kuchinke und weist auf ein graues Dienstbotengebäude nebenan. «Außerdem wird ein Refektorium angebaut, der Speisesaal.» Der markanteste Neubau soll schräg vor dem Schloss stehen, direkt an der Hauptstraße am Dorfeingang: Eine romanische Kirche mit einem 27 Meter hohen Turm.

«Ich bin sehr gespannt darauf», sagt der Superintendent der evangelischen Kirche in der Region, Uwe Simon. Die Menschen in den wenigen Häusern im Dorf erwarteten zwar mit vorsichtiger Distanz die neuen Mitbürger aus Russland, doch der Ort könne profitieren. «Und wenn es das ökumenische Gespräch belebt, freue ich mich sehr.»

Dafür müssten aber auch Gesprächspartner von außerhalb kommen, denn in der Region gehört nur noch etwa jeder Fünfte der Kirche an. Kuchinke träumt von Seminaren in dem Schloss, von politischen und religiösen Diskussionen mit prominenten Sprechern aus Ost und West. Von Konzerten, einem Kloster-Café, Bio-Landwirtschaft und -Brauerei.

Das Dorf, das bislang allenfalls die Lastwagen des örtlichen Betonwerks erschütterten, soll Besucher aus ganz Deutschland locken, wo bislang lediglich bei München 16 Mönche und Nonnen der russischen Auslandskirche ein eher zurückgezogenes Klosterleben führen. Auf Besucher hofft auch der für Götschendorf zuständige Amtsdirektor, Bernd Brandenburg. Für das Land, ja für die deutsch-russischen Beziehungen könne das kleine Dorf wirklich bedeutsam werden.

Buschige Augenbrauen hinter Brillengläsern, dünnes, nackenlanges graues Haar, ein grobes weißes Leinenhemd ohne Kragen - der 67 Jahre alte Kuchinke hat das Äußere eines Intellektuellen, nicht eines Bauherrn. In der Tat war der frühere Moskau-Korrespondent des «Spiegel» nur der Ideengeber und begleitet jetzt das Projekt. Doch warum will der Katholik ein orthodoxes Kloster? «Ich liebe die Liturgie, diese Gesänge», sagte der 67-Jährige. Ohnehin gebe es mehr Gemeinsames als Trennendes zwischen Katholiken und Orthodoxen.

Die Kosten des Kloster-Projekts, das Kuchinke gemeinsam mit dem Patriarchat von Moskau angeschoben hat, übernimmt nach seinen Worten ein Unternehmen aus der russischen Metallindustrie. Fünf bis sechs Millionen Euro würden gebraucht, Fördergeld aber nicht beantragt. Gekauft habe «der Sponsor» das Anwesen vom Bund für einen Euro. Dass das Unternehmen den repräsentativen Bau auch zur Selbstdarstellung nutzen wird, schließt der Ideengeber nicht aus.

Bis dahin ist noch viel zu tun. Nach knapp drei Monaten Arbeit ist der Keller trocken gelegt, neue Wasserleitungen ziehen sich durch Gräben zwischen Containern. Ende 2008 soll das Kloster fertig sein, schon in diesem Jahr sollen die ersten Mönche kommen, um den Bau mitzuerleben. In Worten des heiligen Augustinus spricht aus Kuchinke Zuversicht: «Nur wer selbst brennt, kann andere entflammen.»

Verfasst: 10.10.2007, 15:27
von Rene
Hallo,
Beten wir für die Brüder der ROK! Ein Kloster hat immer eine ganz besondere Strahlkraft, gerade auch, weil wir in einem nicht-orthodoxen Land leben, noch nicht..., aber, so Gott will, wird das schon, wir arbeiten dran. :D
L.G. Rene

Verfasst: 14.10.2007, 15:56
von per-ipsum
Das freut mich für euch, den ich lese als Katholik auch gerne Bücher über orthodoxe Mönche (sofern ich mal welche bekomme).

Was ich bisher "weiss" (von Wissen kann man nicht reden) erinnert sie mich stark an die Wüstenväter.

im gebet verbunden lucio

Verfasst: 14.10.2007, 16:06
von Rene
Lieber Lucio,

Vielen Dank für Deinen Beitrag.
HIER findest Du einige gute Bücher zu verschiedenen Themen.
Vielleicht ist etwas dabei, was Dich interessiert. Über Amazon oder EBay oder beim ZVAB habe ich schon viele solcher Werke antiquarisch erworben.
Muss ja nicht immer ein neues Buch sein.
herzlichst Rene