von Nassos » 13.02.2010, 01:25
Zur Pathologie der Sünden.
1.) Unwissenheit. Viele Menschen kennen weder die Vorgaben Gottes (die Hl. Schrift) noch die Methoden und Fallen des Feindes (Ephes. 6, 11)
2.) Schwacher Wille. Der Wille der Natur nach dem Fall ist auf jeden Fall schwach. Der schwache Wille trägt dazu bei, dass der Mensch anfällig für Versuchungen ist so wie der geschwächte Organismus anfällig für Krankheiten ist. In diesen Fällen sündigt der Mensch ohne es wirklich zu wollen. Diese Sünden werden "unfreiwillig" genannt (involuntary, ακούσιες)
3.) Verleiten lassen. Hier wird der Mensch betrogen und verleitet und zwar von anderen (Freunde, Clique, ...)
4.) Ein weiterer Grund ist die "Versteinerung des Herzens". In diesem Fall sündigen Menschen mit ihrem Willen. Sie entscheiden, planen und führen das Böse durch ohne Zögern und. Diese Sünden heißen "freiwillig" (voluntary, εκούσιες).
Arten von Sünden
1.) Sünden gegen Gott
Der Sündenfall unterbrach die harmonische Beziehung zwischen Mensch und Gott. Der Fall änderte nicht die Beziehung Gottes zum Menschen aber die Beziehung des Menschen zu Gott.
Der Mensch unterbrach seine Beziehung zu Gott, indem er an die Lüge des Satans glaubte, dass Gott der Feind und Widersacher sei, dass Gott aus Neid und Missgunst nicht das Gute und die Weiterentwicklung des Menschen will, aber seinen Untergang.
Somit basieren alle Sünden, die der Mensch auf Gott bezogen begeht, der falschen und teuflischen Annahme, dass Gott gegen ihn ist.
Zu diesen Sünden gehören:
- Sünden, die die Ablehnung der Existenz Gottes ausdrücken: Atheismus und Nichtglaube
- Sünden, die Mißtrauen und Feindschaft gegen Gott ausdrücken: Fluchen und Blasphemie
- Sünden, die die Verachtung Gottes ausdrücken: Ablehnung der Vorgaben Gottes (der Heiligen Schrift)
- Sünden, die die Ablehnung der Macht Gottes ausdrücken: Magie, Hellseherei (Mantie),Astrologie etc.
- Sünden, die den Hass auf Gott ausdrücken: Satanismus
2.) Sünden des Menschen gegen sich selber
Der Mensch begeht auch Sünden, die seine eigene Existenz vernichten. Das Resultat ist, dass dieser Mensch leidet. Solche Sünden werden auch "Leidenschaft" genannt.
Die Leidenschaften widersprechen der Natur des Menschen, daher zerstören sie nicht nur den Körper sondern auch den Geist. Aus dem Parakletischen Kanon: "wegen meiner vielen Sünden leidet mein Körper und meine Seele (από των πολλών μου αμαρτιών, ασθενεί το σώμα ασθενεί μου και η ψυχή).
Sünden, die den Körper zerstören:
-Gefräßigkeit, Völlerei
- Trinkerei, Trunkenheit
- Sinnlichkeit
- übermäßige Diät, unvorsichtiger Gebrauch von Geräten (im Sinne von Verachtung der körperlichen Unversehrtheit)
- übermäßige Anstrengung (im Sinne von Verachtung der Gesundheit)
- Gebrauch von Drogen (kriminelle Energie - Selbstmord)
Sünden, die die Seele zerstören
- Geiz (Liebe zum Geld)
- Materialismus
- geistliches Desinteresse
- Unkenntnis der Hl. Schrift
- schlechter Umgang
- unethische Abbildungen
(to be continued:Sünden gegen andere)