Ein Tier, das zum Gott wird
Verfasst: 20.07.2010, 17:42
Ein interessantes Buch (auf Griechisch) ist das Buch von Panagiotis Nellas: Παναγιώτης Νέλλας: Ζῶον θεούμενον. Αθήνα: Αρμός 1979. Ζῶον bedeutet Tier und θεούμενον ist das Partizip Präsens des Verbs θεοῦμαι= zum Gott werden. Entnommen hat der Schriftsteller diesen Ausdruck dem Heiligen Gregorius dem Theologen (Logos 45 zum heiligen Pascha, 7, PG 36, 632 AB). Das erklärt sich, kurz gefasst, auf folgende Weise:
Der Mensch ist ein geschaffenes Wesen (κτίσμα), das den Auftrag bekommen hatte zum Gott zu werden (S. 29). Adam wurde als Abbild (κατ' εικόναν) Christi geschaffen, d.h. er hatte sich zum Archetyp erheben sollen und sich so rein machen und Gott so sehr lieben, dass Gott in ihm wohnt und so sich Gott in der Geschichte offenbart. Das war der ursprüngliche Wille des Vaters, das verborgene Geheimnis (S. 52-53). Der Mensch war also von Anfang an so geschaffen, dass er Gott in sich aufnehmen kann.
Der Mensch ist aber gefallen. Da hat ihm Gott "Röcke aus Fellen" (δερματίνοι χιτῶνες) gemacht (Gen 3,21). Der Mensch wurde in die un-logische Natur eingekerkert (άλογη φύση). Aber άλογο bedeutet im Griechischen auch das Pferd. Der Mensch hat also, nach dem Heiligen Gregorius, Eigenschaften der Tiere bekommen: Den Ärger von den Raubtieren, die Ängstlichkeit von den schwächeren usw.
Christus ist die Rettung des Menschen nicht nur negativ, indem Er uns vor den Folgen des Falls befreite, sondern auch positiv, indem Er das Wesen des Menschen, so wie es vor dem Fall aussah, wiederherstellt (S.40).
Die Vereinigung des Menschen mit Gott stellt nicht ein zusätzliches Element des Menschen dar, sondern ist sein eigentliches Wesen. Um ein Mensch zu sein, muss er das werden, wofür er geschaffen wurde (S. 127).
Der Mensch ist ein geschaffenes Wesen (κτίσμα), das den Auftrag bekommen hatte zum Gott zu werden (S. 29). Adam wurde als Abbild (κατ' εικόναν) Christi geschaffen, d.h. er hatte sich zum Archetyp erheben sollen und sich so rein machen und Gott so sehr lieben, dass Gott in ihm wohnt und so sich Gott in der Geschichte offenbart. Das war der ursprüngliche Wille des Vaters, das verborgene Geheimnis (S. 52-53). Der Mensch war also von Anfang an so geschaffen, dass er Gott in sich aufnehmen kann.
Der Mensch ist aber gefallen. Da hat ihm Gott "Röcke aus Fellen" (δερματίνοι χιτῶνες) gemacht (Gen 3,21). Der Mensch wurde in die un-logische Natur eingekerkert (άλογη φύση). Aber άλογο bedeutet im Griechischen auch das Pferd. Der Mensch hat also, nach dem Heiligen Gregorius, Eigenschaften der Tiere bekommen: Den Ärger von den Raubtieren, die Ängstlichkeit von den schwächeren usw.
Christus ist die Rettung des Menschen nicht nur negativ, indem Er uns vor den Folgen des Falls befreite, sondern auch positiv, indem Er das Wesen des Menschen, so wie es vor dem Fall aussah, wiederherstellt (S.40).
Die Vereinigung des Menschen mit Gott stellt nicht ein zusätzliches Element des Menschen dar, sondern ist sein eigentliches Wesen. Um ein Mensch zu sein, muss er das werden, wofür er geschaffen wurde (S. 127).