DIE HEILIGE SCHRIFT
- Theodor1960
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DIE HEILIGE SCHRIFT
Die Einleitung des Matthäusevangelium Teil 1
Das Matthäusevangelium ist ein sehr wichtiges Buch, obwohl es nur aus 28 Kapiteln besteht. In der Tat sind das 1. Buch Mose und das Matthäusevangelium, so könnte man sagen, die Schlüsselbücher der Bibel. Das Matthäusevangelium ist die Brücke zwischen dem Alten und dem Neuen Testament. Wenn wir heute zum Matthäusevangelium kommen, möchte ich zunächst die Kluft zwischen dem Alten und dem Neuen Testament überbrücken.
Denn um das Neue Testament entsprechend zu würdigen und richtig zu verstehen, ist es fast unerlässlich, dass man auch etwas von jener Zeitperiode, von etwa vierhundert Jahren, weiß. Das ist jene Zeit zwischen den Tagen Nehemias und Maleachis und der Geburt Jesu Christi in Bethlehem. Wie wir sehen werden, blieb der Himmel, nachdem er durch den Propheten Maleachi gesprochen hatte, stumm. Gott stellte seine Ansprachen ein, und so gab es vierhundert Jahre lang keine weiteren Nachrichten mehr für diese Welt. Eines Tages aber meldete sich der Engel des Herrn, und zwar in dem Augenblick, als ein Priester namens Zacharias in Jerusalem am Altar stand und betete. Der Engel kündigte ihm die Geburt Johannes des Täufers an, der zum Vorläufer des Herrn Jesus wurde. Später werden wir erkennen, welche eine wichtige und entscheidende Rolle Johannes der Täufer dann auch übernimmt. Obwohl Gott und die Heilige Schrift in diesen vierhundert Jahren schweigt, stellen wir fest, dass sich in dieser Zeit dennoch viel ereignete. Dieser Zeitabschnitt war in der Geschichte des Volkes Gottes eine aufregende und spannende Zeit, aber auch in vielerlei Hinsicht eine tragische Zeit. Der innere Zustand des Volkes erfuhr eine radikale Veränderung. Eine neue Kultur, verschiedene Institutionen und bisher unbekannte Organisationen entstanden, und so gab es viele Neuerungen, die dann in der Zeit des Neuen Testaments erwähnt werden. Aber auch in der übrigen Weltgeschichte gab es in dieser Zeit zwischen dem Alten und dem Neuen Testament gewaltige Entwicklungen. Am Ende des Alten Testaments war das Reich der Meder und Perser die beherrschende Weltmacht. Und auch die Ägypter waren immer noch eine Macht, mit der in der Weltpolitik zu rechnen war. In der Zeit zwischen den beiden Testamenten traten dann aber beide Mächte in den Hintergrund. Die Weltmacht verschob sich vom Osten zum Westen, vom Morgenland zum Abendland, von Asien nach Europa und von Medien und Persien nach Griechenland. Zu Beginn des Neuen Testaments hatte nun eine neue Macht, nämlich Rom, die Weltherrschaft übernommen. Die Betrachtung einiger wichtiger Daten gibt uns einen allgemeinen Überblick über diese Zeit bedeu-tender Veränderungen. Zu erwähnen wäre hier jedoch, dass die Historiker bei den Zeitangaben verschiedener Meinung sind, von daher sollte man die Daten als so genannte ”Näherungswerte” betrachten.
Infolge der Erfahrungen in der Zeit zwischen den Testamenten vollzogen sich innerhalb des Volkes Israels grundlegende Veränderungen. Nach der babylonischen Gefangenschaft wandten sie sich vom Götzendienst ab und begannen ein verzweifeltes Streben nach gesetzlicher Heiligkeit. Das Gesetz wurde dadurch ihr neuer Götze. Das klassische Hebräisch wurde in der täglichen Um-gangssprache durchs das Aramäische ersetzt. Die Synagoge scheint nach der Gefangenschaft entstanden zu sein. Sie wurde zum Mittelpunkt des Lebens in Judäa und überall, wohin die Juden in der Welt gingen. Außerdem entstand eine Anzahl von Parteien, die im Neuen Testament erwähnt werden und die im Alten Testament noch völlig unbekannt gewesen sind.
Gottes Segen Theodor1960
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Re: DIE HEILIGE SCHRIFT
Hier ein interessanter Artikel auf dem wissenschaftlich-theologischen Portal bogoslov.ru von Metropolit Hilarion:
In Christo
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