NA DANN MACHE ICH MAL DEN MUND AUF:
Metropolit Hilarion schreibt:
Es ist nicht zu leugnen, daß das Problem der kirchlichen Sprache existiert... .Die Kirche müßte ihrerseits dafür Sorge tragen, daß die Möglichkeiten zum Erlernen der kirchenslavischen Texte geschaffen werden und die liturgischen liturgischen Texte mit paralleler russischer Übersetzung herausgegeben werden ...
Wo ist der Kirchenslavischunterricht ?
Wo sind die slavisch-russische Gottesdienstbücher ?
Es ist ja bedauerlicherweise so, daß die Russen kaum noch die Synodalübersetzung der Bibel verstehen und hier in Deutschland teilweise nicht einmal mehr die Predigt - Zitat in der Originalsprache: "Ich habe es auch nicht verstanden, es war so hochrussisch."
Machen wir mit anderen Nationalitäten weiter:
Ein griechischer Priester erzählte mir vor 20 Jahren folgendes:
Er habe vor kurzem das Evangelium nicht nur im Originaltext, sondern auch auf Neugriechisch gelesen. Nach dem Gottesdienst kam ein Gemeindemitglied zu ihm, sagend, daß der Pfarrer sehr schön gepredigt habe.
Antwort: "Ich habe heute nicht gepredigt, ich habe heute nur aus der Bibel vorgelesen."
"Was, DAS steh in der Bibel?"
Es ist also dringend notwendig, die Bildung der Gläubigen zu erhöhen und die Gottesdienste so zu gestalten, daß Das Volk dem liturgischen Verlauf besser folgen und sich insgesammt aktiver beteiligen kann.
Dazu ist die flächendeckende wiedereinführung des Gemeindegesanges dringend Geboten: Und zwar mindestens beim Kyrie eleison /Gospodi pomilui, bei den Dialogen mit dem Priester und bei allen Kehrversen. Letztere sollten auch dringend mehr gepflegt oder wie z.B. bei dem 1. Psalm der Typika BLAGOSLOVI DUZE MOJA GOSPODA (in der russ. Tradition) wieder eingefürt werden.
Wenn der Gottesdienst wieder verständlicher wird, kommt es von alleine, daß die Priestergebete / Evchi wieder laut gebetet werden. Ich erwähnte an anderer stelle bereis das sehr positive serbische Modell Umgangssprache und Kirchenslavisch gemeinsam zu benutzen.
@ Camy: Diese "Erneuerungen" sind eigentlich keine wirklichen Neuheiten und müßtem meiner Meinung nicht synodal bestätigt erden. Ein Segen des Ortsbischofes ist aber immer eine wichtige "Rückversicherung".
...
Ich persönlich hätte dann ganz gerne noch etwas breitere Königstüren mehr Musik von Vassilli Titov, z. B. so etwas:
http://www.youtube.com/watch?v=7ZfI0SFi ... re=related
oder
http://www.youtube.com/watch?v=XNYkgW2gFCg ...
Und, ich werde wieder seriös, insgesammt eine breitere Verteilung der liturgischen Aufgaben. Ich persönlich bin der Ansicht, wer im Chor singt, sollte nicht auch noch die Epistel lesen und auch der Vortrag des Stundengebetes sollte sich nicht nur auf 1 oder2 Personen beschränken: Wie schon der Apostel sagte: Jeder hat seine verschiedenen Gaben ...
Hier möchte ich auch meine russischen Brüder ermuntern, in der Kirche mehr Initiative zu zeigen und den Gottesdienst nicht blos schweigend zu "konsumieren".
Kurz zusammengefaßt:
- Mehr Versändnis der Liturgie durch geeignete Liturgiesprache oder Katechese
- Mehr beteiligung der Laien
- Breitere Verteilung der liturgischen Aufgeben
In Christo
Lazzaro