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Sprüche der Kirchenväter und Hl. Mütter

Verfasst: 13.09.2011, 22:28
von christodoulos
Hl. Maximos der Bekenner:

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Die Nacht folgt dem Tag, der Winter dem Sommer; so folgen der Lust und der Eitelkeit Bitternis und Schmerzen, sei
es in dieser Welt oder in der kommenden.


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Aus fünf Gründen bekommen die Dämonen Erlaubnis von Gott, uns anzugreifen:

1.) Damit wir angegriffen und gegenangreifend zur Unterscheidung zwischen Tugend und Laster gelangen.
2.) Damit unsere Tugend, duch Kampf und Mühsal errungen, uns gefestigt und unverrückbar werde
3.) Damit wir, in der Tugend fortschreitend, uns nicht überheben, sondern lernen uns zu demütigen.
4.) Damit wir, vom Laster versucht und es kennenlernend mit vollendetem Hasse es hassen
5.) Und vor allem , damit wir zur inneren Freiheit gelangt, unsere eigene Schwäche niemals vergessen und somit
auch nicht die Kraft dessen, der uns geholfen hat.


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Bei all unseren Werken achtet Gott auf den Zweck; ob wir um seinetwillen handeln oder aus einem anderen Grund.

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Mißbrauche nicht deine Gedanken, sonst kommst du mit Notwendigkeit dazu, auch die Dinge zu mißbrauchen. Sündigt einer nicht zuerst in Gedanken, so kommt er niemals dazu, in Taten zu sündigen.

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Befleiße dich, sosehr du es vermagst, jeden Menschen zu lieben. Bringst du das noch nicht fertig, so hasse wenigstens keinen. Aber auch das wirst du nicht fertigbringen, wenn du nicht den Weltdingen gegenüber gelassen wirst.

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Hat dich einer geschmäht? So hasse ihn nicht, sondern die Schmähung und den Teufel, der ihn zum Schmähen reizte. Hassest du den Schmähenden, so hassest du einen Menschen und übertrittst das Gebot, und was jener mit Worten getan hat das tust du mit Werken. Hälst du aber das Gebot, so erzeige ihm Liebe, und wenn du es irgendwie vermagst, so hilf ihm, um ihn vom Bösen freizubekommen.

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Re: Sprüche der Kirchenväter

Verfasst: 13.09.2011, 22:48
von christodoulos
Altvater Amphilochios von Patmos:

Über das Gebet:

Das Gebet ist der Rettungsring unserer Seele und unseres Leibes. Selbst wenn du mit einem kleinen Schifflein unterwegs bist auf dem Ozean - solange du das Gebet sagst, reisest du ohne Furcht.

Wenn ihr das Gebet pflegt, werden euch die Stürme der Versuchung nicht berühren. Es bringt sie zum Erliegen, sodass jene nichts zu tun vermag.

Durch das Gebet wirst du alles gewinnen. So wird der Mensch gereinigt, zum Leuchten gebracht, geheiligt. Bemühe dich, jeden Augenblick diese reine Luft einzuatmen, jene des Jesus-Gebets.


Über das Mönchtum:

Ohne orthodoxes Mönchtum kann es keine Kirche geben.

Die Mönche sind die Wächter der Festungen der Kirche. Sie beschützen sie vor ihren Feinden, die sich in der heutigen Epoche des Materialismus wie Wölfe auf sie stürzen, um sie zu zerreissen.

Die Verfälschung der orthodoxen Gesinnung kommt dann, wenn die Klöster sich leeren, die Festungen der Orthodoxie.


Göttlicher Schutz:

Empfangt häufig die Göttliche Kommunion, betet mit Innigkeit, seid geduldig in der Drangsal, und ihr werdet sehen, wie eine starke Hand euch hält.

Liebt den Einen, und selbst die wilden Tiere werden euch lieben.

Wenn die Flamme der Gottesliebe lodert, wird alles Böse, das sich dem Menschen nähern will, sogleich verbrannt.


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Sprüche der Hl. Mütter

Verfasst: 14.09.2011, 14:59
von christodoulos
Sprüche unserer Heiligen Mütter:

Die Hl. Sarra sagte:

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Von drei Dingen habe ich Angst, und zwar: Wenn sich meine Seele vom Leib trennen wird, wenn ich zum ersten Mal vor Gott werde stehen müssen, und wenn ein unwiderrufliches Urteil über mich am Tag des Gerichtes ausgesprochen werden wird. Wenn ich daran denke, ergreift mich Furcht und Zittern.

Einmal sah die Hl. Sarra eine junge Nonne, die lachte, und sagte ihr: "Lach nicht, meine Schwester" Dadurch verjagst du die Gottesfurcht und erlaubst dem Teufel, dich auszulachen."

Ich weiß, dass der Leib sich dem Geist durch Essensentzug und Fasten unterwirft, aber das Wachen bändigt den Leib mehr als das Fasten.

Man erzählt von der Hl. Sarra, dass sie 15 Jahre lang vom Dämon der Unzucht versucht wurde und den Herrn nie bat, sie von diesem Kampf zu befreien. Sie sprach einfach: "Mein Gott, stärke mich."

Hl. Amma Theodora:

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Der Mönch braucht das Fasten, wie ein Pferd das Zaumzeug. Wer das Fasten verläßt, wird wie ein lüsternes Pferd im Stall.

Es begab sich, dass die Hl. Theodora beschloss 40 Tage lang kein Wasser zu trinken. Und wenn die Hitze sie drückte, spülte sie ihre Tasse ab, füllte sie mit Wasser und stellte diese Tasse sich gegenüber. Einmal fragte sie die Hl. Melania: "Warum machst du das so?"
Sie antwortete: "Um mit noch größerer Begierde dem Durst zu widerstehen, und um dann von Gott einen noch größeren Lohn zu erhalten."


Der Reichtum der Seele besteht aus der Stille, dem Schweigen und der Enthaltsamkeit. Erwerben wir diese drei Tugenden, um unsere Seelen zu retten.

Die Hl. Amma Synkletike:

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Die Hl. Synkletike sagte: "Hart sind zunächst der Kampf und die Mühe für diejenigen, die dem Herrn in der Stille und dem Schweigen dienen wollen (die den Weg zu Gott gehen), doch dann kommt die unaussprechliche Freude. Wie bei denjenigen, die ein Feuer anzünden wollen, Tränen den Blick wegen des Rauches trüben - sonst können sie das gewünschte Ziel nicht erreichen -, so auch bei denjenigen, die wünschen, in sich das göttliche Feuer anzuzünden. Sie müssen dieses Feuer in sich durch Tränen, Mühen, Stille und das Schweigen nähren."

Sie sagte auch: "Tag und Nacht müht sich der eifrige Mönch ab, betet inbrünstig in großer Stille und Bescheidenheit, bereut und vergießt Tränen, um die Gnade vom Himmel zu erlangen."

Die Hl. Amma Synkletike wurde gefragt: "Was muss man tun, um gerettet zu werden?"

Sie hat einen Seufzer ausgestoßen, bitterlich geweint und dann gesagt: "Wir alle wissen, was man tun muss, um gerettet zu werden, aber wegen unserer Nachlässigkeit können wir unsere Rettung verlieren. Vor allen Dingen und immer mehr und mehr sollen wir alles daransetzten, das Gebot des Herrn zu halten: Du sollst den Herrn deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit deinem ganzen Gemüt und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Also in dieser doppelten Liebe besteht die Rettung."


Die Hl. Synkletike berichtete von der ehrwürdigen Pelagia, dass sie im Laufe der ganzen Großen Fasten nur sieben Kilogramm Linsen aufgegessen und einen krug Wasser getrunken habe.

Wenn du, so tief du auch gefallen bist, mit aller Demut sprichst: "Verzeih mir", wirst du Verzeihung erlangen.

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