Über die Entwicklung des sich-Bekreuzigens
- Thuja
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Über die Entwicklung des sich-Bekreuzigens
heute morge habe ich beim Frühstück von dem russ. Geistlichen, der gerade im russ.-orth. Frauenkloster in Buchendorf den "üblichen" Priester als Urlaubsvertretung vertritt, eine interessante Erklärung gehört, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:
In der Bibel steht ja noch nichts von sich-Bekreuzigen, das war damals auch nicht üblich zu Christi Zeiten.
Als dann die ersten Christenverfolgungen einsetzten, wurden die Christen, gemeinsam mit anderen Verbrechern in den großen Arenen als "Volksbelustigung" hingerichtet.
Damit aber klar war, für wen die Christen zu sterben hatten (eben dass sie nicht mit "Verbrechern" gleichzusetzen waren), begannen sie, in diesen Arenen erst noch lautstark zu predigen, bevor sie hingerichtet wurden. Das führte dann zu gewissem Durcheinander, dass sich glatt aus der Zuhörerschaft noch Menschen bekehrten, die ja gleich mit hingerichtet werden mussten...
Deshalb wurde den Christen, damit sie nicht mehr predigen konnten in den Arenen und die Leute "durcheinanderbringen", die Zunge abgeschnitten, bevor sie in die Arenen geführt wurden.
Damit aber dennoch deutlich wurde, dass sich die Christen von den anderen "Verbrechern" unterschieden, begannen sie, als "Demonstration" vor ihrer Hinrichtung, das Kreuzzeichen zu machen, jeder, wie ihm/ihr grad' zumute war, auf der Stirn, am Körper, mit der ganzen Hand oder auch nur einem Finger (dafür, dass es nur einen Gottessohn gibt), 2 (als Symbol für die göttliche und menschliche Natur Christi) oder 3 Fingern (als Symbol für die Dreifaltigkeit), von oben nach unten, klar, aber dann von rechts nach links oder umgekehrt etc.
Wichtig war immer das Zeugnis für Christus.
Nachdem das so oft passiert war, dass eine Art "Ritual" draus wurde, hat die Kirche dann einfach "festgelegt", wie das sich-Bekreuzigen abzulaufen habe, damit das Ganze einheitlich wurde.
In der orthodoxen Kirche hat man sich (wie die Altgläubigen es noch tun) erst mit 2 ausgestreckten Fingern (dem Symbol für die beiden Naturen Christi) bekreuzigt, die 3 angewinkelten symbolisierten die Dreifaltigkeit. Bei der Reform 1652 wurden dann diese "Gewichtungen vertauscht"(die Symbolik blieb dieselbe) und das Bekreuzigen passiert also seitdem mit 3 ausgestreckten und 2 angewinkelten Fingern.
Und so hat sich im Lauf der Zeit eben auch das Bekreuzigen IM Gottesdienst eingebürgert und an bestimmten Stellen im Gottesdienst.
Insgesamt kann man daher sagen, dass immer und JEDE Form des sich-Bekreuzigens als Zeugnis-vom-christlichen-Glauben-Ablegen RICHTIG ist, es gibt daher kein "richtig oder falsch". Nur hat halt die Tradition im Laufe der Zeit sich entsprechend herausgebildet und vereinheitlicht, so dass "man" sich halt in der orthodoxen Kirche so, in der katholischen Kirche anders und bei den Altgläubigen nochmal anders bekreuzigt... doch im Grunde kann das jede/r handhaben, wie er/sie will! Und es ist auch richtig so!
Interessant, oder?
Liebe Grüße
Thuja
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Christ7777777
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Re: Über die Entwicklung des sich-Bekreuzigens
Also ich habe das bekreuzigen noch nicht mit einem bzw. zwei Finger getan......ob es "auch" gegen Anfechtungen des Bösen hilft weiß ich net...also jetzt mit einem oder zwei Finger...
Aber interessant wo der Ursprung des sich-bekreuzigen herkommt...
DANKE Thuja
Christ
Dum Didl dei Dum dum dum.