Bekenntnis in der Öffentlichkeit.

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Priester Alexej
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Bekenntnis in der Öffentlichkeit.

Beitragvon Priester Alexej » 28.07.2017, 15:17

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Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
Apostolischer Kanon 39 (32): Priester und Diakonen sollen ohne Wissen und Willen des Bischofs Nichts thun: denn dieser ist's, welchem das Volk des Herrn anvertraut worden, und von welchem Rechenschaft über ihre Seelen gefordert werden wird.

Christian
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Re: Bekenntnis in der Öffentlichkeit.

Beitragvon Christian » 29.07.2017, 07:17

In der Heiligen Schrift finde ich:

Matthäus 6:

Vom Fasten

16 Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer sehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Angesicht, auf daß sie vor den Leuten scheinen mit ihrem Fasten. Wahrlich ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin. 17 Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Angesicht, 18 auf daß du nicht scheinest vor den Leuten mit deinem Fasten, sondern vor deinem Vater, welcher verborgen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten öffentlich.

Jesaja 58:

Falsches und echtes Fasten

1 Rufe getrost, schone nicht, erhebe deine Stimme wie eine Posaune und verkündige meinem Volk ihr Übertreten und dem Hause Jakob ihre Sünden. 2 Sie suchen mich täglich und wollen meine Wege wissen wie ein Volk, das Gerechtigkeit schon getan und das Recht ihres Gottes nicht verlassen hätte. Sie fordern mich zu Recht und wollen mit ihrem Gott rechten. 3 "Warum fasten wir, und du siehst es nicht an? Warum tun wir unserm Leibe wehe, und du willst's nicht wissen?" Siehe, wenn ihr fastet, so übt ihr doch euren Willen und treibt alle eure Arbeiter. 4 Siehe, ihr fastet, daß ihr hadert und zanket und schlaget mit gottloser Faust. Wie ihr jetzt tut, fastet ihr nicht also, daß eure Stimme in der Höhe gehört würde. 5 Sollte das ein Fasten sein, das ich erwählen soll, daß ein Mensch seinem Leibe des Tages übel tue oder seinen Kopf hänge wie ein Schilf oder auf einem Sack und in der Asche liege? Wollt ihr das ein Fasten nennen und einen Tag, dem HERRN angenehm?
6 Das ist aber ein Fasten, das ich erwähle: Laß los, welche du mit Unrecht gebunden hast; laß ledig, welche du beschwerst; gib frei, welche du drängst; reiß weg allerlei Last; 7 brich dem Hungrigen dein Brot, und die, so im Elend sind, führe ins Haus; so du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht von deinem Fleisch. 8 Alsdann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Besserung wird schnell wachsen, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des HERRN wird dich zu sich nehmen. 9 Dann wirst du rufen, so wird dir der HERR antworten; wenn du wirst schreien, wird er sagen: Siehe, hier bin ich. So du niemand bei dir beschweren wirst noch mit dem Fingern zeigen noch übel reden 10 und wirst den Hungrigen lassen finden dein Herz und die elende Seele sättigen: so wird dein Licht in der Finsternis aufgehen, und dein Dunkel wird sein wie der Mittag; 11 und der HERR wird dich immerdar führen und deine Seele sättigen in der Dürre und deine Gebeine stärken; und du wirst sein wie ein gewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, welcher es nimmer an Wasser fehlt; 12 und soll durch dich gebaut werden, was lange wüst gelegen ist; und wirst Grund legen, der für und für bleibe; und sollst heißen: Der die Lücken verzäunt und die Wege bessert, daß man da wohnen möge.

Aus diesem Grunde thematisiere ich ich das Fasten auch nicht.

LG Christian

holzi
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Re: Bekenntnis in der Öffentlichkeit.

Beitragvon holzi » 29.07.2017, 18:13

@Christian: D'accord, aber wenn mich jemand über meinen Glauben fragt, dann antworte ich auch entsprechend. Wobei ich zugeben muss, daß ich nicht so recht zum Asketen tauge. :pizza: :popcorn_essen:
Das Christentum nimmt den Menschen, wie er ist, und macht ihn zu dem, was er sein soll. (Adolph Kolping 1813-1865)

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Thuja
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Re: Bekenntnis in der Öffentlichkeit.

Beitragvon Thuja » 29.07.2017, 18:52

Nun, wenn man in Fastenzeiten von anderen etwas angeboten bekommt, das eben nicht "fastenkonform" ist, muss man ggf. schon ein bisserl 'was erklären... die schwierigste Zeit dabei finde ich vor Weihnachten, wenn die frischgebackenen Advents- und Weihnachtsplätzchen zum "Probieren" herumgereicht werden... und die sind garantiert mit Ei, Milch, Butter etc. gebacken - und leckerst... und man darauf dann verzichten muss, denn bis wir russisch-orthodoxen dann Weihnachten haben, sind die Weihnachtsplätzchen der "Westkirchler" alle schon weg... Wenn's 'was Eingepacktes ist, also z. B. Milch-Schokolade, Lebkuchen o. ä., dann greife ich schon zu, sage aber, dass ich's aufhebe, bis unsere Fastenzeit vorbei ist. (Und das sage ich nicht nur zur Erklärung, sondern tue das selbstverständlich auch).
Aber da die Westkirchen die Fastenzeit vor Weihnachten abgeschafft haben, ist das immer etwas problematisch, auch auf den Weihnachtsmärkten... Nur Früchtebrot ist dann (wenn man's mag, wie ich) gut erklärbar. Vor Ostern ist's viel einfacher und nachvollziehbarer für andere, da muss man bloß ggf. den "anderen Kalender" erklären. Und die anderen beiden Fastenzeiten sind unproblematischer, weil da keine solchen "Futter-Vorbereitungstermine/-feste" 'reinfallen üblicherweise bzw. man dann bei Einladungen zu Sommerfesten o. ä. am Buffet o. ä. sich 'was passendes raussuchen oder Gemüse grillen kann, ohne viel zu sagen.
Aber erklären muss ich schon öfter bei anderen, warum's gerade eben so nicht geht... Verstanden haben sie's nicht unbedingt, aber richtig für verrückt erklärt worden bin ich auch noch nicht... :lol:

Liebe Grüße
Thuja
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Ich habe auch eine FRage zum Fasten...

Beitragvon MariaM » 31.07.2017, 14:06

... und zwar - kennt ihr auch die Unterscheidung in zwei verschiedene Fasten-Auffassungen/Variationen in der Orth.Kirche?
Also dass man in Griechenland und warmen Ländern mit Zugang zum Meer auch "öllos"=αλάδωτο fastet, wenn "strenges Fasten" angesagt ist - d.h. immer mittwochs und freítags und in der Osterfastenzeit sowie die 2 Wochen vor dem 15.August?
Während in Ländern mit kälterem Klima und ohne Meer nicht auf "ölfrei" bestanden wird, sondern auch strenges Fasten "nur" vegan heisst...?

Diese Unterscheidung steht im Vorwort eines orthodoxen Fastenkochbuchs, das ich habe. Autorin ist die Frau eines orthodoxen Priesters hier in Tschechien, sie ist auch Ikonen"schreiberin" (heisst das so???) und ich würde mal sagen, schreibt nicht einfach "irgendwas"...

Aber wie ist das genau begründet...?

Die andere Sache ist, dass ich den Eindruck habe, viele in GR machen nicht mal das weniger strenge Fasten, geschweige den "öllos"... aber OK, das ist die Sache jedes einzelnen, ich würde halt gern wissen, wie es so gehandhabt wird.

Welche Auffassung habt/kennt ihr? Und wie macht ihr das in der Praxis?

Ach so - Wein darf man auch nicht trinken, oder? Bzw. nur am Wochenende, nicht wahr...?

Und Bier...? Unser Priester meinte mal so halb scherzeshalber, Bier sei doch eigentlich ein Fastengetränk... :wink:

Danke und viele Grüsse, Maria

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Thuja
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Re: Bekenntnis in der Öffentlichkeit.

Beitragvon Thuja » 31.07.2017, 17:02

Liebe Maria,

da ich grundsätzlich keinen Alkohol trinke, geht die Frage bzgl. Wein und Bier völlig an mir vorbei... :lol:
Im russ.-orth. Kloster ist an den "Fastentagen" unter der Woche immer ölfrei, außer es steht 'was anderes im Kalender, als arbeitender Privatmensch bist du meist bei "vegan" gut dabei.

Liebe Grüße
Thuja
Господи помилуй мя!


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