Lieber Igor,
Wir sollen sie verehren, das geht in der derzeitigen Situation auch ohne einen die Ikone berührenden Kuss.
"Noch viele andere Auszüge aus den kirchenväterlichen Werken, ähnlich den angeführten, wurden auf den folgenden Konzilssitzungen verlesen. Als die Konzilsväter "sich den patristischen Zeugnissen gesättigt hatten", wie Patriarch Tarasios es ausdrückte, wurde eine hehre Ikone in die Mitte der Versammlung gebracht;
alle die anwesenden Konzilsväter küssten sie und sprachen vor ihr zweiundzwanzig kurze Sentenzen aus, wobei sie jede davon dreimal wiederholten. Die hauptsächlichen ikonoklastischen Positionen wurden darin verurteilt und dem Fluch übergeben."
Quelle: Hl. Dimitrij von Rostov: Die Sieben ökumenischen Konzilien, Seite 141
"Wir verfügen, dass die heiligen und ehrenwerten Ikonen zur Verehrung genauso wie die Darstellung des erhabenen und lebensspendenden Kreuzes präsentiert werden, seien sie nun in Farbe gemalt, in Mosaikenplättchen oder aus irgendeinem anderen Material angefertigt, nur vorausgesetzt, dass sie wohlgestaltet sind und sich in den heiligen Kirchen Gottes, auf gottesdienstlichen Gefäßen und Gewändern, an Wänden und auf Plaketten befinden oder in Häusern und an Wegen, wobei es egal ist, ob diese Ikone unserem Herrn und Gott, dem Erlöser Jesus Christus, unserer Unbefleckten Gebieterin, der Heiligen Gottesgebärerin oder den hohen Engeln und allen Heiligen und Gerechten gelten. Je öfter diese Hilfe mit Ikonen Objekt unserer Anschauung werden, um so mehr werden die Betrachter der Ikonen an die göttlichen Urbilder erinnert,
von Liebe zu ihnen erfüllt und bewegt, sie zu küssen, zu verehren und sich vor ihnen niederzuwerfen, aber dies ist durchaus nicht jener wahre Gottesdienst, der alleine dem Göttlichen Wesen im Glauben gebührt. Wenn man diese Ikone anschaut, fühlt man sich angeregt, ihnen Weihrauch darzubringen und Kerzen zu ihrer Ehre anzuzünden, wie dies in alten Zeiten geschah, denn die Verehrung, die wir der Ikone zeigen, gilt ihrem Urbild, und der die Ikone Verehrende betet in Wirklichkeit die Hypostasie des auf ihr Dargestellten an."
Und weiter heißt es:
"Jene, die jedoch anders zu denken oder zu lehren wagen, müssen, falls es sich um Bischöfe oder Kleriker handelt, abgesetzt werden, falls es sich um Mönche oder Laien handelt, sollen sie aus der Kirche ausgestoßen werden."
Quelle: Hl. Dimitrij von Rostov: Die Sieben ökumenischen Konzilien, Seite 143
Die Kommunion wird unter bestimmten Vorkehrungen gespendet, es muss niemand darauf verzichten.
Ich kenne diese Vorkehrungen und habe sie mit meinen eigenen Augen gesehen.
Im ersten Lockdown musste die Kirche schließen, daher haben einige Priester die Heilige Kommunion noch heimlich gespendet.
Andere wiederum haben am Anfang sehr wohl auf die Heilige Kommunion verzichtet.
Als die Kirche aber wieder öffnen durfte, fingen diese Vorkehrungen bezüglich der Heiligen Kommunion erst an:
- Rote Servietten, die später in einem Korb gesammelt werden
- Kleine Einweg-Trinkbecher
- Der Gläubige soll sein Kopf heben, damit er beim Empfang der Heiligen Kommunion nicht den Löffel berührt
- Das Küssen des Kelches ist verboten
Diese Geschehnisse sind nur meine eigenen, die ich mitverfolgt habe. In anderen Ländern gab es noch mehr Vorkehrungen. In Griechenland zum Beispiel wurden für die Heilige Kommunion verschiedene Plastiklöffel benutzt. Diese "bestimmten Vorkehrungen" sind Veränderungen der Heiligen Kommunion und eine Gotteslästerung.
Ist es nicht Christus unser Herr, der uns gesund macht?
Das zweifelt doch keiner an!
Die Hygienemaßnahmen und das Tragen einer medizinischen Maske
in der Kirche drücken sehr wohl Zweifel und Bedenken aus. Es drückt aus, dass sich der Gläubige durch die Kirche oder durch seine Glaubensgeschwister in der Kirche infizieren könnte. Dieser Zweifel hat mit
Glaube nichts zutun.
"Und eine Frau, die zwölf Jahre Blutfluss hatte und vieles erlitten hatte von vielen Ärzten und all das ihre aufgewandt und keinen Nutzen (davon) gehabt hatte, sondern vielmehr zum Schlimmeren gekommen war, kam, als sie von Jesus gehört, in der Volksmenge von hinten und berührte Sein Gewand; denn sie sprach bei sich:
Wenn ich auch nur Seine Gewänder berühre, so werde ich gerettet werden. Und sogleich vertrocknete die Quelle ihres Blutes, und sie erkannte am Leib, dass sie von der Geissel
geheilt war. Und sogleich erkannte Jesus in sich selbst die Kraft, die von Ihm ausgegangen war, wandte sich in der Volksmenge um und sprach: Wer hat meine Gewänder berührt? Und Seine Jünger sprachen zu Ihm: Du siehst, dass die Volksmenge Dich bedrängt, und Du sprichst; Wer hat mich berührt? Und Er blickte umher, um die zu sehen, die dieses getan hatte. Die Frau aber, da sie wusste, was bei ihr geschehen war, kam von Furcht und Zittern ergriffen, fiel vor Ihm nieder und sagte Ihm die ganze Wahrheit. Er sprach aber zu ihr: Tochter,
dein Glaube hat dich gerettet. Gehe hin in Frieden und
sei gesund von deiner Geissel."
Markus 5, Vers 25-34
"
Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott."
Philipper 4, Vers 6
Wir haben in unserer Kirche für solche Fälle Ersatzmasken.
Meine eigentliche Frage war, ob Sie auch dazu bereit wären, jemanden aus der Kirche zu verweisen, der keine Maske tragen
möchte.
Und wenn ja, wem dienen sie damit - der Regierung oder Christus?
"
Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den ersten hassen und den zweiten lieben oder er wird zu dem ersten halten und den zweiten verachten.
Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon."
Matthäus 6, Vers 24
"Suchet aber
zuerst das Königtum Gottes und seine Gerechtigkeit, und dies alles wird euch hinzugefügt werden."
Matthäus 6, Vers 33