Orthodoxe Kirche in Schweden

Orthodoxe Kirche und Gesellschaft, Theologie
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songul
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Orthodoxe Kirche in Schweden

Beitrag von songul »

Schöne Videos aus Schweden:



Und



und ist zwar von den Altkalendariern aber immerhin:



Serbische Kirche


LG Songul
Loukia
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Beitrag von Loukia »

Schön :D Eine orthodoxe Kirche im Schwedenstyle :) Was ganz besonderes!
Ἡ χάρις τοῦ Κυρίου Ἰησοῦ Χριστοῦ μεθ' ὑμῶν. 1. Korinther 16,23
Ehemaliger

Beitrag von Ehemaliger »

Und wie man hören kann sogar mit Schwedisch als Liturgiesprache. Klingt natürlich völlig unausgegoren und unheilig :oopsp:

Benedikt
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songul
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Beitrag von songul »

Benedikt hat geschrieben:Und wie man hören kann sogar mit Schwedisch als Liturgiesprache. Klingt natürlich völlig unausgegoren und unheilig :oopsp:

Benedikt
Ich tu jetzt mal, als ob ich nicht gehofft hätte, dass das irgend jemand bemerken würde. 8)

Aber im Ernst, ich fand es einfach toll - ohne natürlich die Hintergründe wirklich zu kennen - das da einfach eine Kirche auf dem Land entsteht.

Ich weiss natürlich nicht wie einfach oder kompliziert das in Schweden ist, aber in Deutschland scheitern solche Ideen bis heute jedenfalls meistens an der Kompliziertheit der Leute und der Bürokratie.

Vielleicht erzählst du uns ein wenig wie es in Schweden so ist .

LG Songul
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Joseph
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Beitrag von Joseph »

So ähnlich entstehen bei uns Orthodoxe Missionen die eines Tages dann Pfarreien werden....
In Garagen, aufgelösten Ställen/Scheunen, ehemaligen Werkstätten, selbstgebaute garagenähnliche Gebäude, gemietete ehemaligen Kath. Klöster/Kapellen, usw. So lange es nicht reinregnet und im Winter warm ist ist es okay, Gott wurde ja auch in einem Stall geboren.... die Kirche die in einem Stall entstanden ist heißt Holy Nativity d.h. Weihnachtskirche...! Und existiert wirklich so wie alle die anderen Exempels...
Gruß
Joseph
Wenn die Menschen gottlos werden, sind die Regierungen ratlos, die Lügen grenzenlos, die Schulden zahllos, die Besprechungen ergebnislos, die Aufklärung hirnlos, die Politiker charakterlos, die Christen gebetslos, die Kirche kraftlos, die Völker friedlos, die Verbrechen maßlos
(Antoine de Saint-Exupery)
Ehemaliger

Beitrag von Ehemaliger »

Liebe Eleonora,

erst mal danke für die Filme, ich hätte sie nicht gefunden.

Wie ihr sehen könnt wird hier in der serbischen Kirche (3 der vier Filme stammen aus 'meiner' Kirche) in den Gemeinden, die Schweden dabei haben oder wie in F.Mikaels Fall der Priester selber Schwede ist, hauptsächlich schwedisch zelebriert. Die Kerne zu den Gemeinden sind natürlich von Aus-Einwanderern gelegt. Der Übergang zur schwedischcen Sprache geschieht da ganz besonders leicht wo kleine Gemeinden existieren. Es sind einfach nicht genügend Russen, Serben oder Bulgaren vor Ort so dass es nicht möglich ist Parallelstrukturen aufzubauen. Aber auch in Malmö (das ist die dritte Kirche wo die Übergabe der Reliquie gefeiert wird), ist Schwedisch Bestandteil. In den Gemeinden in Stockholm oder Göteborg halten sich noch 'Reste' des alten Denkens vor allem bei den Griechen aber auch Russen (Serben sind 'weicher', da sie sich eigenartigerweise gerade hier Schweden eingefunden haben), werden aber unter dem Druck, auch hier der kleinen Zahlen immer weicher.

Die Sache mit den alten Bauernhöfen oder Scheunen geschehen genau so wie Josef das schildert. Die Gebäude sind in aller Regle nicht mehr bewohnt, da der Hof nicht mehr bewirtschaftet wird und sind dann für einen Appel&Ei zu haben. Die Gemeindeglieder können das auch mit dem Nachteil des Fahrens finaziell besser schultern als Gebäude in einer Stadt zu kaufen. Und dann wird renoviert und gesegnet und dann geht es los. Und beim Renovieren spätestens verschwindet das Griechen/Russen/Serben/Schweden-gehabe.

Bürokratie hat damit nichts zu tun. Im eigenen Haus kann man doch tun was man möchte.

So auch in 'meinem' Kloster in Bredared http://www.crkva.se/kloster.htm ist das auch genau so geschehen. Ihr könnt da eine zweite Ausführung von Orthodoxie á la suedoise beschauen.

Die lokalen Häuser haben auch den Vorteil, dass ein Lokal-kolorit entsteht schlicht weil es anders nicht zu haben ist. Also kein Zwiebelturm ohne vernünftigen Grund. Und falunrote Häuser sehen nun mal schwedisch aus und nicht russisch oder griechisch. Die Gläubigen haben damit nicht die Andeutung von Schwierigkeiten. Eben weil hier, mangels Masse keine oder VIEL weniger Nationalismen aufkommen.
Und es funktioniert. Das Kloster liegt in der Nähe von Borås, ca 10 km ausserhalb, die Gläubigen kommen aus einem Umkreis von 100 Km, für Schweden nicht richtig weit. Als ich hierhin kam, vor 8 Jahren, waren wir am Sonntag 5-10 ausser den Mönchen, also im Schnitt, jetzt sind es 30-40, und ein Drittel Schweden, eingeheiratet oder anverliebt, aus Interersse oder von anderen mitgebracht. Finanziell Verantwortung zu übernehmen ist in einer kleinen Gemeinde wo Hinzounos den Kunznic oder auch den Johansson kennt leichter, zumal ja damit die Sache bei der Finazierung des Hofes eigentlich los geht.

Das Gemeindeleben ist dagagen nicht so einfach, da wir weit auseinander wohnen und 'mal eben besuchen' schwer ist. Dafür ist dann der Gottesdienst am Sonntag in aller Regel mit all seinen Nachbeben und gemeinsamem Essen nicht vor 15:00 zuende. Ein weiteres Problem, das ich sehe da es mein Hobby ist, ist das kirchliche Unterricht in Schule (gibt's nicht) für die Katecheten oder auch die Gläubigen. Nach dem Gottesdienst wird eben gegessen und gequatscht und nicht die Bibel rausgeholt. Und da die Mönche wohl Gottesdienst feiern, nicht aber Gemeindeleiter sind ist das auch nicht ihre primäre Aufgabe... Daran arbeiten wir noch :wink:

Das mag wohl reichen, oder?

Ha det så mycket bra därnere, kära syskon.

Benedikt
Zuletzt geändert von Ehemaliger am 22.08.2009, 08:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Joseph
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Beitrag von Joseph »

Das Gemeindeleben ist dagagen nicht so einfach, da wir weit auseinander wohnen und 'mal eben besuchen' schwer ist. Dafür ist dann der Gottesdienst am Sonntag in aller Regel mit all seinen Nachbeben und gemeinsamem Essen nicht vor 15:00 zuende. Ein weiteres Problem, das ich sehe da es mein Hobby ist, ist das kirchliche Unterricht in Schule (gibt's nicht) für die Katecheten oder auch die Gläubigen. Nach dem Gottesdienst wird eben gegessen und gequatscht und nicht die Bibel rausgeholt.

Benedikt, das ist eine bis auf's i-tüpfelchen genaue Beschreibung wie es hier in St. Herman's Kirche zugeht. Wir, meine Fau und ich, kommen von 75Km weg und so kommt unser Diakon, und andere kommen dieselbe Entfernung aus der anderen Richtung, verlassen die Kirche am Sonntag fast nie bevor 15:00Uhr.

Bis wir dann zu Hause sind ist es meistens 18:00Uhr da wir noch unterwegs meistens in ein Restaurant gehen oder wenn's nicht gerade Fastenzeit ist oder Winter auf eine Milchfarm gehen und hausgemachte Eiskreme essen.

Manchmal treffen wir uns, d.h. alle die auch in unsre Richtung wohnen, dort und übernehmen den Platz mit bis zu 20 Kindern nebst zugehörigen Erwachsenen...
Wir sind alle eine große Familie.... und uner Papa, Fr. Lawrence, ist Dir und Maria ja bekannt...

Gruß
Joseph
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Elias
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Beitrag von Elias »

Das ist übrigens bei uns in Bremen genauso :) Naja, viele Wohnen in der Stadt aber viele kommen auch von ausserhalb....
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Joseph
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Beitrag von Joseph »

Ilija, ist deine Kirche ein Bau mit Holzverschalung? Ich habe glaube ich mal in einem Forum ein Bild davon gesehen: Serbian Orthodox Church in Bremem... es hatte zu tun mit dem ev. Kirchentag...

Gruß
Joseph
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