Heute möchte ich Sie wieder aufrufen, für unseren Verein Christlich-Orthodoxes Medienzentrum e. V. zu spenden.
Seit meinem Spendenaufruf vor einem Jahr hat sich vieles getan. Einige Gläubige haben auf den Aufruf reagiert und Daueraufträge für regelmäßige Spenden eingerichtet. Das ermöglichte es uns zum ersten Mal seit der Gründung, drei Helfer auf Minijobbasis zu beschäftigen. Dadurch kann der Verein endlich aktiv ausgewählte Projekte verfolgen.
Damit wir unsere Arbeit nicht nur weiter fortsetzen, sondern auch ausweiten können, möchte ich heute wieder um Ihre Spende bitten. Wie ich in meinem kürzlichen Interview zur Entwicklung der Orthodoxie in Deutschland gesagt habe, liegt die Verantwortung für die Kirche und die Mission auf uns allen, und zwar hier vor Ort. Nur durch die Beteiligung jedes einzelnen Gläubigen können wir dem Herrn und der Kirche dienen und eine Basis für uns und zukünftige Generationen schaffen.
Ich wünsch auch allen die schon dran sind ein frohes Christigeburtsfest (Leute, die nicht wissen, warum man Weihnachten feiert, werden jetzt fragen, wann das in etwa ist^^)
Im Namen der gesamten Administration des Forums, wünsche ich allen, die das Fest der Menschwerdung des HErrn nach dem neuen Kalender begehen, ein gesegnetes Weihnachtsfest und Gottes reichlichen Segen, sowie die Fürbitte und den Schutz der allheiligen Gottesgebärerin!
Ich freue mich besonders: seit zwei Tagen fängt mein kleiner Sohn an, sein Kreuzzeichen zu machen, immer wenn er die Ikone des Hl. Athanasios sieht (da habe ich es ihm gezeigt). Zwar kommt er nur bis "Heilig ist Gott" und manchmal mit der linken Hand, wobei es manchmal nur zur Zweiheit reicht, aber die Tendenz stimmt schon mal, und wir wollen nicht päpstlicher als der Papst sein Ich freue mich auf jeden Fall sehr darüber.
Gestern war ich mit ihm in der Kirche und - wieder den Papa gerührt - hat er fast die ganze Zeit aufgeschaut zur Kuppel, zu Christus Pantokrator. Ich hoffe, es wird so weitergehen!
Χριστός γεννάτε δοξάσατε!
einziger Kritikpunkt bei Kabarnos: er steht mit dem Rücken zur Ikonostase/Altar
Weihnachtsbotschaft 2009
des Metropoliten von Deutschland und Exarchen von
Zentraleuropa Augoustinos
Liebe Orthodoxe Christen in Deutschland!
jede Geburt eines Kindes auf Erden ist für seine Familie Grund zur Freude. Obwohl wir wissen, dass der Beginn unserer physischen Existenz zwangsläufig auch ihr Ende, den Tod, nach sich zieht, begleiten wir das Weinen des Säuglings mit glücklichem Lächeln und geben so dem Wunder des Lebens, das wir ja mit Händen greifen können, den Vorrang.
Die Geburt eines Menschen bedeutet den Anfang eines Weges. In der Geborgenheit der Familie beginnen wir unsere ersten Schritte. Diese Schritte werden sicherer dank der Erziehung, die wir in der Kirche und in der Schule empfangen, dank der Kultivierung unserer Seele, unseres Geistes und unseres Leibes. Schließlich kommt die Stunde, in der wir unsere Flügel ausbreiten und unseres Weges ziehen, unsere Talente einsetzen und unseren Beitrag dazu leisten, dem Leben Schönheit zu geben. Dieser Weg ist nicht immer einfach, und darum ist es ganz besonders wichtig, zu wissen, was der Sinn des Lebens ist, oder - anders gesagt - zu wissen, was das Ziel dieses Kampfes ist, den wir lebenslang führen.
Wenn wir tief und aufrichtig mit uns zu Rate gehen, erkennen wir, dass der Sinn des Weges eines jeden von uns in seinem Ziel, in dem homerischen Ithaka, in unserer endgültigen Bestimmung verborgen ist. Jede Reise hat ein Ziel, und das, was uns in unserem Alltag Kraft gibt, ist der Drang, das Ziel zu erreichen. Wenn nun unser Ziel Gott und seine Herrschaft ist, dann gehen wir diesen Weg unseres Lebens mit anderen Voraussetzungen; denn dann sind es nicht eine Sache oder eine wenn auch noch so erhabene Idee, die den Wechselfällen, der Reise des Lebens Bedeutung verleihen. Dann ist es nicht eine Sache, sondern eine Person: der Eine, der Gottmensch, unser Herr Jesus Christus, dessen Geburt in einem Heute geschieht, das die Zeiten überspannt.
Die Geburt Christi unterscheidet sich von allen Geburten in dem Maße, wie sein ganzes Leben, sein Weg auf Erden nicht im Tod endet, sondern den Tod in seiner Auferstehung überwindet. Die Geburt des Gottmenschen befreit unser Leben von seiner Ausweglosigkeit, denn sie ist der Anfang und die Garantie für unseren Übergang von der Auflösung zur Wiederherstellung in unserer personalen Auferstehung. Die Geburt Christi rettet die menschliche Würde. Sie erhebt uns von der Tiefe eines nur biologischen Daseins zu einem Leben als Kinder Gottes, die zur Teilhabe an seiner alle und alles rettenden Liebe geschaffen sind. Das meinen wir, wenn wir in einem Festlied dieses Tages singen: „Die Jungfrau gebiert heute den, der über allem Sein ist", und das mit den Worten endet: „Denn für uns ward geboren als kleines Kind der Gott vor den Zeiten". Und in einem anderen Hymnus bekennen wir: „Wir, die wir in Finsternis sitzen und Todes Schatten, haben die Wahrheit gefunden. Denn aus der Jungfrau ist geboren der Herr."
Das ist die Freude dieses Festes: Die Wandlung des Weges und der Bestim¬mung unseres Lebens; ein Weg im Licht, ein Weg mit dem Ziel der Wahrheit, die Christus selber ist. Heute wird Christus geboren! Das ist die Frohe Botschaft! Ihn laßt uns preisen und in unserem Leben willkommen heißen! Gesegnete Weihnacht!
+ Metropolit Augoustinos von Deutschland