Hallo,
ich hätte noch ein paar mehr Fragen zu diesem Themenbereich:
Also z.B.: Ich habe schon mehrmals gehört (z.B. in griechischen Filmen mit orthodoxer Thematik), dass man, wenn man betet, eine "Antenne" braucht, damit die Verbindung zu Gott gut ist. Und diese "Antenne" erlangt man durch die Beichte (εξομολόγηση), da man dabei von allem "Schmutz", allen Sünden gereinigt wird und die Verbindung somit durch nichts gestört wird. Man solle also folglich so oft wie möglich beichten, um immer wieder in diesen "sauberen" Zustand zurückzukehren und auch, damit die "Antenne" für das Gebet gut funktioniert, sozusagen

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Ich finde das ja durchaus einleuchtend - aber was machen die Leute, die erst mit dem Beten anfangen und womöglich noch gar nicht (orthodox) getauft sind? Die können/dürfen doch gar nicht zur Beichte, oder? Bzw. haben u.U. noch keinen Geistlichen (πνευματικός), zu dem sie gehen können!
Können diese also schon aus diesem Grund keine richtige Verbindung zu Gott herstellen, weil sie sich nicht richtig von der Sünde "reinigen" können? Hm, aber dann wäre ja der erste Kontakt eines Menschen mit Gott sehr erschwert?!
Wie seht/versteht ihr das?
Und wie ist es überhaupt mit dem Beten? Wie seht und haltet ihr das?
"Muss" man bestimmte Gebete beten? Ich dachte immer, es ist persönliche Sache jedes Menschen, WIE er mit Gott/Jesus kommuniziert (also ob "selbstgemachte" Gebete, das Jesusgebet, das Vaterunser... oder noch andere... oder eine Kombi aus allem?) - aber hier hab ich den Eindruck gewonnen, dass es doch eher als etwas Vorgegebenes betrachtet wird. Oder???
In einer Rede meines beliebten griechischen Geistlichen, Andreas Konanos, der regelmässig im GR Rundfunk spricht usw., geht es um dieses Thema - er machte sozusagen eine Umfrage, wer wie und wie oft betet, und spricht dann darüber... Wer Griechisch kann, kann es sich hier anhören:
http://www.youtube.com/watch?v=I6nWgfFbHhc
Danke für eure Gedanken dazu! Gruss, M.