Unterschied Marienbild - Marienikone

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Mops
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Re: Unterschied Marienbild - Marienikone

Beitrag von Mops »

nun ich meine die deutschen Leute, die z.B. in den protestantischen Kirche nichts mehr finden und Moscheen besuchen... es gab da mal einen Bericht im Fernsehen, kann ich mich dunkel erinnern. Jedenfalls ging es in diesem Zusammenhang um die Sinnsuche...
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songul
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Re: Unterschied Marienbild - Marienikone

Beitrag von songul »

Florianklaus hat geschrieben:Ob alle da freiwillig hingehen, ist noch die Frage. In muslimischen Gesellschaften herrscht ein großer sozialer Druck. Von den Zwangsbekehrungen von Christen will ich jetzt gar nicht anfangen.....
Er meinte wohl eher in unseren Breiten; Konversionen zum Islam kommen wohl häufiger vor als zur Orthdodoxie.
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Florianklaus
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Re: Unterschied Marienbild - Marienikone

Beitrag von Florianklaus »

songul hat geschrieben:
Florianklaus hat geschrieben:Ob alle da freiwillig hingehen, ist noch die Frage. In muslimischen Gesellschaften herrscht ein großer sozialer Druck. Von den Zwangsbekehrungen von Christen will ich jetzt gar nicht anfangen.....
Er meinte wohl eher in unseren Breiten; Konversionen zum Islam kommen wohl häufiger vor als zur Orthdodoxie.

Im Gegensatz zu Pierre Vogel seid Ihr ja auch äußerst dezent in Euren Missionsbemühungen.
Mops
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Re: Unterschied Marienbild - Marienikone

Beitrag von Mops »

Schreck, da gabs nen Beitrag in einer Tageszeitung, wurden einige sehr radikale Thesen aufgestellt im Zusammenhang mit dem isl. Terrorismus.... solchen Leuten sollte man das Predigen verbieten....
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Djamila71
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Re: Unterschied Marienbild - Marienikone

Beitrag von Djamila71 »

songul hat geschrieben:
Djamila71 hat geschrieben:Ja, im Marienverständnis liegen wohl gewisse Unterschiede.
Vielleicht kann mal jemand etwas Genaueres dazu sagen. Würde mich sehr interessieren.
Vielleicht klären sich dann auch manche Begriffe und Formulierungen.
Die westliche Darstellungsweise christl. Inhalte hat sich schon sehr früh von der Östlichen getrennt. Bedingt dadurch, dass plastische Darstellungen immer auch schon parallel vorhanden waren und die Regeln der bildlichen Darstellung des Glaubens nach dem Konflikt des Ikonoklasmus nicht als für immer verbindlich übernommen wurden, ging man früher eigene Wege. Das muss man an und für sich auch nicht (die Übernahme der Regeln der Ikonendarstellung), aber dadurch dass sich Rom und Konstantinopel im Lauf der Jahrhunderte immer grössere Unterschiedes des Kultes aufwiesen, hat sich das natürlich auch auf die Kunst ausgewirkt.
Diese Freiheit der Darstellung hat dann parallel zu der kunstgeschichtlichen Entwicklung Europas graduierlich das hervor gebracht was wir alle kennen und oft auch bewundern, es sind schliesslich genug Meisterwerke darunter.
Die verschiedenen Kunstepochen Gotik,Renaissance, Barock, Rokkoko und alle nachfolgenden gehen eng einher mit der Entwicklung der römischen Kirche und deren Einfluss auf die Kunst.
(Bitte nicht böse sein: ich muss mich hier wirklich sehr kurz und eng fassen; ich weiss das Thema ist wirklich weiter und tiefer)
Mit der zunehmenden Verbürgerlichung des kath. Glaubens hat sich auch die Darstellung der Mutter Gottes und der Heiligen immer mehr dem Geschmack der Leute angepasst, wobei letztlich mit sehr viel Gefühl versucht wurde das Leid der Leute zu mildern und die Hoffnung so aussehen zu lassen, dass man sich damit auch selbst identifizieren konnte/kann.
Zwei Weltkriege und der Umbruch der kath. Kirche nach dem 2. vat. Konzil haben dann regelrecht einen Bildersturm ausgelöst, der in der Mehrheit der Kirchen Kahlschlag und Nüchternheit gesorgt haben. Was dann als Kirchenkunst nachfolgte hat letztendlich nur noch den Geschmack einzelner befriedigt ( nämlich die, die das veranlasst haben) und das Volk hat keiner gefragt.
Diese Entwicklung hält immer noch an und entfremdet die Menschen zusätzlich zu den anderen Umständen unseres heutigen Lebens von der Kirche.
Das Marienverständniss hat sich nach den Übertreibungen des 19. Jahrh. dermassen verflacht, dass man heutzutage eigentlich nur noch wenig marianisch eingestellte Gläubige findet und die sind dann meistens auch noch Anhänger irgendwelcher Erscheinungsorte. Die Mutter Gottes wird viel zu sehr für sich selbst hervor gehoben und dann geht das mitunter so weit, dass manche inzwischen fordern, sie als Miterlöserin zu kanonisieren.
Die Orthodoxie räumt der Marienverehrung auch einen grossen Platz ein aber diese Verehrung ist immer christozentrisch orientiert, denn die Gottesgebärerin ist nur durch Christus das was sie ist.
Und das drücken die Ikonen eben auch immer aus und das ist es was die Menschen zu ihnen zieht: das es nämlich wahr und richtig ist.
LG Songul
Vielen Dank für den ausführlichen Beitrag.
Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr an alle Mitglieder!
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