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Re: Wo Aberglaube die Freiheit der Christen einschneidet

Verfasst: 31.10.2012, 21:30
von Nassos
Demnach müsste nach dem AK der Dimitriostag an einem Donnerstag sein???

Wieviele allgemeine Panichidas hat die russische Kirche? Obwohl ich glaube, dass es in bestimmten Regionen Griechenlands es auch mehr als die zwei gibt...

Re: Wo Aberglaube die Freiheit der Christen einschneidet

Verfasst: 31.10.2012, 23:22
von Lazzaro
:?: :?: :?:
Was für ein Dimitriossamstag?
Agios Dimitrios war am 26. Oktober !?
Das war ein Feitag, wie jeder in seinem Kalender lesen kann.

Meinetwegen können die Russen das christianisierte Samhain auch zu St. Dimetrios an statt zu St Martin und Allerseelen feieren, es kommt aufs selbe raus.
Lazarus

PS:
Ich jedenfalls gedenke der Verstorbenen am ersten Sammstag im November, weil wie oben dargelegt Allerseelen ist, was andere Kulturkreise machen ist mir wurscht. Eviva il filetismo! :D

Re: Wo Aberglaube die Freiheit der Christen einschneidet

Verfasst: 01.11.2012, 08:06
von Igor
Grüß Gott!
Nassos hat geschrieben:Wieviele allgemeine Panichidas hat die russische Kirche? Obwohl ich glaube, dass es in bestimmten Regionen Griechenlands es auch mehr als die zwei gibt...
Hier für die, denen es nicht
Lazzaro hat geschrieben:wurscht
ist, kurz eine Zusammenstellung:
  • Gedenken an die Verfolgten, die für den Glauben an Christ starben – 23. Januar (5. Februar) bzw. der Sonntag danach
  • Samstag vor Vorwoche der Großen Fastenzeit ("Butterwoche")
  • 2., 3., 4. Samstag der Großen Fastenzeit
  • Radoniza – Dienstag der Thomaswoche (in der zweiten Woche nach Ostern)
  • Gedenken an die gefallenen Soldaten 26. April (9. Mai)
  • Pfingstsamstag
  • Dimitriossamstag – Samstag vor dem Gedenken an den Hl. Dimitrios (vor dem 26. Oktober bzw. 8. November)
In Christo
Igor

Re: Wo Aberglaube die Freiheit der Christen einschneidet

Verfasst: 01.11.2012, 09:07
von Priester Alexej
Lieber Lazzaro,

Die Anordnung, am Samstag vor dem Fest des hl. Dimitius ein Totengedenken zu begehen, wurde vom hl. Dimitri von Donsk im 14. Jahrhundert in der Rus' gegeben. Nach der Schlacht auf dem Kulikovo-Feld am 7. Sept. 1380, bei der 250 Tausend Krieger ihr Leben ließen, kehrte der hl. Dimitri in die Dreieinigkeits Laura zum hl. Sergius zurück und beging dort ein Totengedenken. Ursprünglich wurde nur der Krieger gedacht, die damals ihr Leben für das Vaterland opferten. Doch mit der Zeit wurde an dem Tag aller verstorbenen gedacht, was wir auch heute tun. Dieser Elternsamstag unterscheidet sich in seinen Durchführung und Traditionen nicht von den anderen Samstagen der Totengedenken.

Re: Wo Aberglaube die Freiheit der Christen einschneidet

Verfasst: 01.11.2012, 13:26
von Lazzaro
Wie man den christlichen Allerseelensammstag im Späterbst auch herleitet ist eigentlich völlig irrellevant: Ob über St. Martin, Agios Dimitrios, oder irgendwelche historischen Schlachten.

Allen gemeinsam ist das Bedürfnis angesichts des "Sterbens" der Natur der eigenen Verstorbenen zu gedenken.
Das ist völlig normal, im wahrsten Sinne des Wortes natürlich und empfehlenswert. Es zeigt den Einfluß der Naturbetrachtung (ein positiver Ausdruck für "Heidentum") auf den christlichen Kalender, aber auch die Erneuerung / Umformung uralter Bräuche im Lichte des Glaubens an den Auferstandenen Christus. Darum ging es mir.

Lazarus