Ein Film über Abtreibung
Ein Film über Abtreibung
http://www.youtube.com/watch?v=qyAN8a8I ... playnext=1
Teil 2
http://www.youtube.com/watch?v=frXcc4Wg ... 16&index=1
Teil 3
http://www.youtube.com/watch?v=CxSn2NSm ... 16&index=2
Teil 4
http://www.youtube.com/watch?v=ldURg0-Z ... 16&index=3
Teil 5
http://www.youtube.com/watch?v=YJu4IUrz ... 16&index=4
Teil 6
http://www.youtube.com/watch?v=CuF-vt6W ... 16&index=5
Ich empfehle diesen Film sehr... Nikon hatte ihn früher schonmal gepostet...
Ich muss weinen bei sowas, ich habe von einem weiteren Mädchen erfahren, das abgetrieben hat.
Meist kommt als "Argument", man versaue sich doch im Jugendalter das Leben mit einem Kind. Selbst Einige, die auch tatsächlich verhütet haben, sind schwanger geworden... Und was sagt uns das?
Unlösbare Konflikte für Mediziner und Eltern - Beratung soll verbessert werden
Seit 1995 gibt es für eine Abtreibung bei medizinischer Indikation keine Frist mehr. Die Folge: Die Zahl der Spätabtreibungen steigt - und auch die Zahl der Babys, die dabei lebend zur Welt kommen. Ärzte fordern eine Gesetzesänderung, doch die Politik fürchtet sich davor.
Von Barbara Thurner-Fromm
Vor zwei Jahren sorgte das "Oldenburger Baby'' bundesweit für Schlagzeilen. Es war in der 26. Schwangerschaftswoche abgetrieben worden, nachdem Untersuchungen ergeben hatten, daß es am Down-Syndrom litt, also schwer behindert zur Welt kommen würde. Doch das 690 Gramm schwere Kind lebte. Es überlebte auch die zehn Stunden nach der Abtreibung, in denen es medizinisch nicht versorgt wurde. Rechtliche Konsequenzen hat dies für den verantwortlichen Arzt nicht: Eine Anzeige des CDU-Bundestagsabgeordneten Hubert Hüppe wegen versuchter Tötung durch Unterlassung wurde im Mai eingestellt. Am Mittwoch entschied die niedersächsische Ärztekammer, daß der Arzt auch keine berufsrechtlichen Folgen fürchten muß.
Ein Gynäkologe in Zittau ging Anfang des Monats noch weiter. Er nahm auf Verlangen einer 29jährigen in der 25. Schwangerschaftswoche eine Abtreibung vor, weil Untersuchungen zu dem Ergebnis gekommen waren, daß das Kind vermutlich an Zwergenwuchs leide. Als das Baby lebend zur Weit kam, soll er nach Zeugenaussagen verboten haben, es zu behandeln und es schließlich sogar erstickt haben, indem er Mund und Nase abdeckte. Gegen den umgehend suspendierten Chefarzt ermittelt nun die Staatsanwaltschaft wegen illegaler Abtreibung und Totschlags.
Seit Jahren schon warnen die Ärzte vor den ethischen Folgen des 1995 geänderten Abtreibungsrechts. Damals wurde die sogenannte embryopathische Indikation, die eine Abtreibung bei einer schweren Behinderung des Kindes straffrei stellte, abgeschafft, um nicht den Eindruck zu vermitteln, behindertes Leben werde als minderwertig zur Disposition gestellt. Es war freilich nur verbale Camouflage, denn nach der medizinischen Indikation ist eine Abtreibung weiterhin straffrei, wenn ein Fetus schwer geschädigt ist und der Mutter nicht zugemutet werden kann, die Schwangerschaft auszutragen. Anders als für andere Indikationen gibt es dafür keine zeitliche Beschränkung, weil pränatale Diagnostik oft erst nach der Zwölf-Wochen-Frist möglich ist. Auch eine Schwangerschaftsberatung vor einem Abbruch ist in solchen Fällen nicht vorgeschrieben.
In der Praxis führte die Neuregelung zu einem Anstieg der medizinisch indizierten Abtreibungen: 1996 registrierte das Statistische Bundesamt 2027, im Jahr darauf 2279 und 1998 allein in den ersten drei Quartalen bereits 3262 Fälle. Angesichts der insgesamt rund 131000 Abtreibungen 1998 ist die Fallzahl also gering. Gleichwohl sieht die deutsche Ärzteschaft die Entwicklung mit "großer Sorge''. In einer Entschließung des diesjährigen Deutschen Ärztetags heißt es, "späte Schwangerschaftsabbrüche mit dem Risiko der Lebendgeburt stürzen Eltern und Ärzte in unlösbare Konflikte''. In der Tat stecken die Ärzte in einem Dilemma. In der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des CDU-Abgeordneten Hüppe stellte das Bundesjustizministerium fest: "Überlebt ein Kind die Abtreibung und wird dabei zusätzlich geschädigt, können ihm Schadensersatzansprüche gegen den Arzt zustehen, der die Abtreibung vorgenommen hat''. Stellt der behandelnde Arzt allerdings den "Erfolg'' des Eingriffs sicher und läßt das Kind sterben, macht er sich der unterlassenen Hilfeleistung schuldig. Will er ganz sichergehen, bleibt ihm nur die Todesspritze.
Doch der "Fetozid lebensfähiger Feten'', so der Ärztetag, "ist aus medizinisch-ethischer Sicht weder berufsrechtlich noch strafrechtlich bisher geklärt und bedeutet für die beteiligten Kollegen eine ungeheure Belastung''. Der Abgeordnete Hüppe formuliert es drastischer: "Deutschland ist dabei, die Schwelle zur Früheuthanasie zu überschreiten''. Deshalb fordert die Bundesärztekammer wieder eine Abtreibungsfrist zwischen der 22. und 24. Schwangerschaftswoche.
Ethisch hoch problematisch ist auch, daß bei der "Babyqualitätskontrolle'' die Bandbreite nach Ansicht von Ärzten immer größer wird. Was ist eine schwere Schädigung? Reicht dafür der bloße Verdacht - der sich im Zittauer Fall nicht einmal bestätigt haben soll? Unter welchen Umständen kann einer Mutter die Austragung zugemutet werden und wann nicht? Es kommt nicht von ungefähr, daß sich nun die Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung gemeinsam mit der Ärzteschaft an die Öffentlichkeit wendet und vor Mißbrauch dieser Indikation warnt. Untersuchungen haben ergeben, daß zwischen 1980 und 1986 zehn Prozent der Feten mit Down-Syndrom vorgeburtlich diagnostiziert und abgetrieben wurden; 1997 waren es bereits 40 Prozent.
Auch Justizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) sieht angesichts dieser Entwicklung Handlungsbedarf. Sie will Spätabtreibungen möglichst verhindern, an das Pulverfaß Paragraph 218 aber nicht rühren. Ihr Vorschlag, das Problem durch eine Art Selbstverpflichtung der Ärzteschaft zu regeln, lehnen die Ärzte als ungenügend ab. Auch die jetzt nachgeschobene Idee, Eltern besser zu beraten und durch eine verbesserte Statistik mehr über die Ursachen von Spätabtreibungen zu erfahren, soll vor einem eines bewirken: Das Problem zu entschärfen, ohne "die Büchse der Pandora wieder zu öffnen''. Doch der Druck wächst.
Stuttgarter Zeitung - Politik - 23.07.99
http://www.down-syndrom.org/pre/553.shtml
Die Entwicklung des Kindes im Mutterleib
http://www.pro-leben.de/abtr/entstehung.php
Nichts für schwache Nerven:
Bilder von abgetriebenen Föten
http://www.lebensgeschichten.org/abtrei ... foetus.php
Rahel e.V. - Hilfe für Mütter die mit der Abtreibung nicht zurechtkommen:
http://www.rahel-ev.de/index.html
Deutschland droht eine neue Abtreibungsdebatte: Mehrere ostdeutsche Bundesländer wollen die staatlichen Hilfen für Schwangerschaftsabbrüche deutlich reduzieren.
Hamburg - Sachsen und Thüringen werden am Donnerstag bei der Konferenz der Gesundheitsminister der Länder in Dessau einen Antrag auf Kürzung der staatlichen Hilfen einbringen, der auch von Sachsen-Anhalt unterstützt wird. Das berichtet der SPIEGEL. Laut Gesetz sind die Länder verpflichtet, Schwangeren bei Bedürftigkeit die Kosten für die Abtreibung zu erstatten.
Tatsächlich zahlen die Länder allerdings mehr als 80 Prozent aller Abbrüche. Zwischen 1996 und 2002/2003 wurden 250 Millionen Euro für Abtreibungen aus den Landeshaushalten gezahlt, allein Nordrhein-Westfalen gab 56 Millionen Euro aus.
Der Ost-Vorstoß sieht vor, die Einkommensgrenze, bei der ein Abbruch bezahlt wird, um rund 300 Euro auf 662 Euro abzusenken. Sachsens Sozialministerin Helma Orosz (CDU) will die Frauen „zur Eigenverantwortung verpflichten“. Ungewollte Schwangerschaften seien bei den heutigen Verhütungsmöglichkeiten schließlich „kaum noch vorstellbar“.
phw/DER SPIEGEL
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 73,00.html
Nicht der FAZ, nein der taz-Autorin Miriam Lau blieb es vorbehalten, Ende der 90er zu schreiben: Der Ton in dem Frauen über Abtreibung berichten sei nicht mehr ganz so triumphal wie noch in den 70er Jahren, als auf einem Stern-Titelblatt stolz bekannt wurde: `Ich habe abgetrieben.`- Damals muss die Autorin noch ein Kind gewesen sein. Ein Kind übrigens, deren Mutter eine der Bekennerinnen gewesen ist (was die Erwachsene verschweigt).
Handelt es sich hier also um die persönliche Verletzung bzw. Rache einer Tochter? Oder um das schlichte Missverständnis einer schlecht Informierten? Oder ist es Ausdruck eines Zeitgeistes, der es geschafft hat, die Geschichte zu manipulieren und die Befürworterinnen des Rechtes auf eine selbstbestimmte Mutterschaft wieder in die Defensive zu drängen? Denn längst sind die religiös motivierten Abtreibungsgegner ja wieder diskussionsführend, reden sie unwidersprochen von einem Kind, wenn der Fötus gemeint ist, und firmiert die 0,01 Millimeter messende Stammzelle unter dem Etikett werdendes Leben.
Ich war auch mal so eine 0,01 mm messende Stammzelle, will Alice mir jetzt sagen, das ich da noch kein Mensch war? Und was heißt "Etikett werdendes Leben"? Wenn ich nicht schon immer Leben war, es jetzt aber bin, muss ich da mindestens werdendes Leben gewesen sein. Leben kann laut Wissenschaft übrigens nicht aus toter Matiere erzeugt werden (zumindest hat es noch kein Mensch geschafft), das heißt, was wir da haben muss schon immer gelebt haben. Ein Leben zu beenden ist töten. Ein Leben wissentlich zu beenden ist Mord. Wenn sie glaubt, das Kind, dem sie als "Fötus" noch nicht die Rechte eines geborenen Menschen zumisst, sei noch kein Mensch, wie soll das gehen? Erstens war sie auch mal in diesem Zustand, zweitens, da Leben nicht spontan aus toter Materie entsteht (sagt die wissenschaft und die ist für sie wohl eher Argument als der Glaube), ist das faktisch bestehende Leben in diesen "0,01 mm messenden Stammzellen" wie sie es nennt, Leben von Menschen aus Menschen.
Doch wie war das wirklich, damals, 1971? Der Ton war alles andere als triumphal. Der Ton dieser 374 war verzweifelt, entschlossen und todesmutig. Sie wagten zu einer Zeit, in der eine Frau noch nicht einmal mit der eigenen Mutter oder besten Freundin über ihre Abtreibungsnot sprach, öffentlich das Schweigen zu brechen. Und nicht eine dieser 374 darunter ein Dutzend Prominenter und hunderte Unbekannter (wie eben auch Barbara Nirumand, die Mutter von Miriam Lau): Sekretärinnen, Hausfrauen, Studentinnen wusste was morgen geschehen würde: Würde ihr Mann sich scheiden lassen? Würden ihre Nachbarn noch mit ihr reden? Würde ihr Chef ihr kündigen, der Produzent dem Star keine Rolle mehr geben? Würde sie ins Gefängnis kommen?
Ich habe damals unter abenteuerlichen Umständen den Appell der 374 und die Zusammenarbeit mit dem Stern eingefädelt. Die Veröffentlichung trat eine Lawine los. Hunderttausende Frauen folgten, schickten Unterschriftenlisten, gingen auf die Straße. Der Bann war gebrochen. Unter dem Druck der Mehrheit der Bevölkerung musste die sozial-liberale Regierung das entmündigende Gesetz reformieren sie wäre sonst 1974 nicht wieder gewählt worden.
Wer meint, es sei entmündigend, wenn einem nicht das Recht gegeben wird, ein Leben zu beenden, der ist meiner Meinung nach auch nicht mündig, Sex zu haben und so dieses Leben zu zeugen, denn Menschen werden nunmal beim Sex gezeugt.
Doch erst die Gespräche mit betroffenen Frauen für mein erstes Buch (Frauen gegen den § 218), das im Herbst 1971 erschien, haben mir wirklich die Augen geöffnet. Das Ausmaß des heimlichen Elends der Frauen die destruktiven Folgen der Angst vor der ungewollten Schwangerschaft für die Sexualität, die Beziehung zu Männern und das ganze Leben war mir bis dahin nicht klar gewesen. Das Thema hat mich weiter verfolgt. Bis heute habe ich über kein Problem so oft geschrieben, in keiner Sache so oft gehandelt.
Wer nicht Schwanger werden will, soll entweder keinen Sex haben, oder verhüten. Ich würde Alice weniger kritisch sehen, wenn sie sich nur um Verhütung gekümmert hätte, nicht um legitimierten Mord.
Mann und Frau zeugen Kinder und da gehören immer zwei dazu. Wenn ein Kind einer Beziehung zwischen einem Mann und einer Fraue schadet, dann kann diese Beziehung keine Basis haben, die eine gemeinsame Ausübung von Sexualität (Sex) sinnvoll macht. Nicht falsch verstehen, ich bin ganz bestimmt nicht gegen Sex, es geht darum, dass das, was diese Leute aber wollen, mehr Selbstliebe ist, als die Liebe zum Nächsten, auch wenn die Menschen zu arrogant sind, sich das einzugestehen.
30 Jahre nach dem dramatischen Appell der 374 haben in Deutschland im Jahre 2001 genau 134.964 Frauen legal und mit medizinischem Beistand abgetrieben, drei von vier waren bereits Mutter. Ist das Problem also heute von gestern? Leider nein. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts sind die Abtreibungsgegner in der ganzen Welt in der Offensive, von der Vatikan-Connection bis zu den terroristischen Lebensrechtlern, die schon Dutzende von Menschen abballerten. Auf ihr Konto geht es auch, dass Jahr für Jahr weltweit noch immer 200.000 Frauen sterben: an unsachgemäßen weil illegalen Abtreibungen. Und in Amerika lernen MedizinstudentInnen unter dem Druck der Lebensrechtler heute diesen meist praktizierten medizinischen Eingriff nicht mehr. Solche Verhältnisse könnten eines Tages in Deutschland wieder herrschen. Das Recht auf selbstbestimmte Mutterschaft steht auch mitten in Europa auf sehr wackeligen Füßen.
Hielten sich die Frauen an das Gesetz, würden sie nicht an der Abtreibung sterben. Es gibt so viele paare, die sich Kinder wünschen, aber keine bekommen können. Sich auch bewusst auch für ein Kind entscheiden würden, von dem sie wissen, es wird eine Behinderung haben. Versteht ihr, was ich sagen will?
Alice Schwarzer in "Alice im Männerland - eine Zwischenbilanz" (Kiepenheuer & Witsch, 2002).
http://www.aliceschwarzer.de/texte_von_alice.html
Ein Buch über Abtreibung:
Gassmann/Griesemann: Abtreiben? 6,20 EUR zzgl.Versandkosten
Lothar Gassmann, Theologe (Autor), und Ute Griesemann, Ärztin (Co-Autorin), geben Denkanstösse und Informationen, die wenig bekannt sind. Sie legen ein aufrüttelndes und in manchen Punkten revolutionäres Buch vor, dass jede betroffene Frau, aber auch alle Verantwortlichen und Interessierten kennen sollten. Ab wann ist der Mensch ein Mensch? Was geschieht bei einer Abtreibung? Welche Folgen hat die Abtreibung für die Frau? Welche körperlichen und seelischen Schäden treten auf? Solchen Fragen gehen die Verfasser nach. Ihre Antworten erschöpfen sich nicht in nüchternen Fakten, sondern werden zu leidenschaftlichen Plädoyers für die Schwächsten unserer Gesellschaft: Die ungeborenen Kinder und ihre in Not geratenen Mütter. Abtreibung ist ein Krankheitssymptom unserer Zeit, in der viele Menschen die Beziehung zu Gott verloren haben und biblische Masstäbe nicht mehr achten. Wer das Recht auf Leben des ungeborenen Kindes in Frage stellt, stellt damit das ganze Recht auf Leben in Frage und bedroht dieses Leben überall dort, wo unsere leistungsorientierte Gesellschaft einem geschwächten Leben keinen Sinn mehr abgewinnen kann.