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Re: Zar und Patriarchenkollegium
Verfasst: 02.12.2006, 19:35
von Walter
Peter hat geschrieben:In "Istanbul" soll es nur noch 30.000 oder sogar 3000 (?) orthodoxe Christen geben. Wenn wir also die "Streitkräfte" von Patriarch Bartholomäoszusammenzählen wollten, müßten wir hinsichtlich seiner lokalen Vertretungsvollmacht zweifeln. Deshalb auch das verzweifelte Bemühung um Anlehnung an das "starke" und "reiche" Rom. Es gibt aber auch noch einen anderen, erstarkenden und demnächst schuldenfreien Partner, nämlich Rußland und Patriarch Alexej II., der die Mehrheit aller Orthodoxen weltweit vertritt. Durchaus kanonisch gesehen, ist nach dem Fall Konstantinopels durch die Islam-Barbaren 1453 eine neue "Ehrenrangfolge" eingetreten, nämlich die des "Dritten Rom". Was wäre aus den orthodoxen Resten außerhalb des päpstlichen Machtbereichs geworden, hätte es nicht die Eindämmungsbemühungen der Zaren gegenüber dem Islam und gegenüber den päpstlichen Übergriffen gegeben ? Die Zaren waren die letzten großen "Kaiser" der Orthodoxie, weswegen die russische Revolution gerade den letzten und seine Familie bestialisch und rituell ermorden ließ. Es war übrigens eine noch fast unbekannnte "Größe" des letzten Zaren, daß er Ende des Ersten Weltkriegs Konstantinopel fast erobert hätte, wenn ihn nicht die katholisch-anglikanisch-freimaurerische Achse daran gehindert hätte. Aber man kennt ja den westlichen "Russenhaß", dem die Kryptoromanisten unter den Orthodoxen im Gefolge der amerikanischen Judaisten blind hinterherlaufen.
Lieber Peter,
passend zu Deinem Beitrag schrieb die F.A.Z. gestern auf der Titelseite:
Die Frankfurter Allgemeine vom 1. Dezember 2006 hat geschrieben:Freilich ist die Gefahr nicht zu unterschätzen, daß die Annäherung zwischen dem ?ersten? und dem ?zweiten? Rom den Dritten im Bunde, Moskau, auf den Plan rufen wird. So wie der russische Präsident Putin mit den Mitteln des 21. Jahrhunderts klassische Hegemonialpolitik betreibt, so dürfte der Moskauer Patriarch Alexii II. versucht sein, die Autorität Bartholomaios' als des ?primus inter pares? der vier orthodoxen Patriarchen zu untergraben...
Den ganzen Artikel im Zusammenhang habe ich
nebenan schon einmal zitiert.
LG
Walter
Verfasst: 02.12.2006, 22:05
von Ehre sei Dir oh Herr
Lieber Peter,
ich möchte Deinen Zeilen voll zustimmen.
Der Russenhass, vielleicht auch ein Überbleibsel des kalten Krieges, begegnet mir stets uns ständig. Egal ob Menschen aus den alten oder neuen Bundesländern, wenn irgend möglich gibt man gerne den Russen die Schuld.
Wie gerne möchte man doch auf die russischen Erdöl- und Erdgasvorräte zugreifen, aber die Russen erhalten solche Rechte nicht.
Der große amerikanische Bruder vereinnahmt schon seit dem Fall des eisernen Zaunes die Länder rund um Russland mit so genannten farbigen Revolutionen, im Sinne von "Freiheit und Demokratie".
Gerade ein Blick hinter sie Kulissen zeigt die Ergebnisse, wo dieser Tage z.B. in der Ukraine öffentlich aus der Krim Galgen aufgestellt werden für Menschen die Russisch sprechen statt ukrainisch (von ukrainischen Nationalisten), wo in Lettland öffentlich eine Division der Nationalarmee, die damals als Untertruppe der SS gedient hat, ihren "Ehrentag begeht, wo auf der Krim Soldatenfriedhöfe platt gemacht und auf ihnen schicke Häuser der Kiewer Nationalistischen Partei gebaut werden, wo das Kloster welches in den Felsen gebaut wurde unbedingt weg muss, auch wenn dort kein Haus entsteht, wo man den Kirchen (von Seiten dieser Nationalisten) aufzwängen will ukrainisch statt russisch zu zelebrieren... usw...
Dies sieht man aber nicht von Seiten der "demokratischen" Politik.
So sehr ich auch die Dialogbemühungen des Papstes schätze, muss man doch realistische bleiben und kann das was eben trennt nicht einfach wegwischen...
L.G. René
Verfasst: 03.12.2006, 14:34
von protopeter
Lieber Peter !
Zu Ihrer Überlegung, ob denn nicht ein "künftiger Zar Rußlands" ein Ökumenisches Konzil einberufen könnte, ist darauf hinzuweisen, daß der byzantinische Basileus dies unter dem Gesichtspunkt der sogenannten "synallilia" - der Zusammenspannung von geistlicher und weltlicher Sphäre, als deren Schutzherr und Garant er in seinem gesamten Herrschaftsgebiet galt - tat. Natürlich war dabei die Rolle des Kaiserstadtpatriarchates mehr als entscheidend; die entsprechenden, durch das Kirchenrecht gedeckten Befugnisse und vor allem der Titel "ökumenisch" (der in diesem Kontext durchaus als "weltumspannend" verstanden werden konnte) leisteten hierzu einen entscheidenden Beitrag.
Es wurde schon erwähnt, daß sich seit dem Fall Konstantinopels die Rolle Rußlands als Schutzmacht der Orthodoxie in bedeutender Weise entwickelte; eine kirchenrechtliche Konsequenz war 1589 die Erhebung der Moskauer Metropolie zur Patriarchatswürde. In der Folgezeit gab es auch Diskussionen darüber, welcher Ehrenrang dem neuen Patriarchat zustehen würde - von Seiten einiger wurde postuliert, den Patriarchen an dritter Stelle der Diptychen zu setzen, nach anderer Interpretation sollte der Moskauer Hierarch sogar an erster Position geführt werden. All diese Überlegungen waren vor allem mit der Idee "Moskau - Drittes Rom" auf das Engste verbunden, bezogen sich also auf eine ideengeschichtlich-staatspolitische Entwicklung innerhalb des russischen Staates.
Bei aller Wertschätzung der besonderen Relevanz dieser Grundidee für das russische orthodoxe Selbstverständnis sei aber auch darauf verwiesen, daß - mit Blick auf die Universalität der Orthodoxen Kirche - diesen Überlegungen auf das Ganze gesehen doch auch nur begrenzte Geltung einzuräumen wäre. Der große russische Universalgelehrte Aleksej Stepanovic Chomjakov, ein glühender Apologet orthodoxer Wahrheiten, schrieb: "Die russische Kirche bildet keine eigenständige Kirche - sie ist nichts anderes als eine Diözese der Allumfassenden Kirche": Hier tritt eindeutig das Verbindende über das Trennende; durch eine solche Aussage wird der besondere allumfassende Charakter der Rechtgläubigkeit untermauert, zeigt der Gelehrte die Bedeutung wahrer communio aller rechtgläubigen Kirchen auf.
Diesen Prinzipien folgend, ist es für die Orthodoxe Kirche eine unbedingte Verpflichtung, den Vorgaben, die - in diesem Falle durch das Kirchenrecht gestützt Bestand haben - Folge zu leisten. Selbstverständlich sind folgende Gegebenheiten nicht außer acht zu lassen: 1. es ist mehr als fraglich, ob Rom jemals wieder den Weg zur Orthodoxie finden wird (und sich damit in die "alte" Pentarchie wiedereingliedert) und 2. die "neuen" orthodoxen Patriarchate hinzugenommen, handelt es sich mittlerweile um insgesamt neun Kirchen, die dieser Würde teilhaftig sind. Von diesen beiden Überlegungen ausgehend sind sicher einige Neubewertungen vorzunehmen, wobei hier in jedem Falle der authentischen Überlieferung entsprechender Raum zu geben wäre.
Mit besten Segenswünschen grüßt
Erzpr. Peter
Verfasst: 03.12.2006, 16:34
von peter
Lieber Walter, lieber Erzpriester Peter !
Wenn Präsident Putin unter dem Andrängen "liberaler" Wirtschaftsinteressen gegen sein junges, aufstrebendes Land - mit Unterstützung sog. "farbiger" Revolutionen und des Islam an seiner Südflanke (vgl. Scholl-Latour) - das staatliche Interesse mit "gelenkter Demokratie" verteidigt, muß das im Hirn der Apologeten des Neoimperialismus (vgl. FAZ, dahinter steckten ja bekanntlich "kluge Köpfe", also die Eggheads der Kapitalgeier) natürlich nach großbürgerlicher Theorie als"Hegemonialpolitik" erscheinen. Was sollen eigentlich Politiker eines großen Landes machen, wenn sie schlichtweg dessen Wiederaufbau planen, um billigen Anwürfen des Großmacht-Chauvinismus auszuweichen ? Aber zur Debatte steht ja hier die christliche Kirche, und ich wüßte nicht, daß gerade Putin, im Unterschied zu Jelzin, den Aufbau der ROKbehindert hätte. In der Sozialdeklaration von 2000 wird deutlich erklärt, und das Gegenteil ist bisher nicht eingetreten, daß der Staat in die Geschicke
der Kirche nicht mehr hineinregieren soll.
Danke, lieber Erzpriester Peter, für den klaren Hinweis auf die ROK als
Diözese der Allumfassenden Kirche nach Chomjakov. Das gleiche Argument gilt ja für alle sog. "Nationalkirchen" der Orthodoxie. Einem
"Ethnizismus", dessen Gefahr wohl im Wesentlichen aus dem Nationalismus des 19. Jahrhundert herrührt, muß orthodox-ökumenisch
begegnet werden. Dank auch für wichtigen Hinweise zu den Diptychen
des 16. Jahrhunderts. Andrerseits muß unter "weltlichem" Aspekt dem
Kräfteverhältnis Rechnung getragen werden. Sollten wir nicht Gott dankbar sein, daß er dieses riesige russische Land aus dem Fangnetz
des Widersachers befreit hat. Sollten wir nicht jubeln ob der Tatsache,
daß das größte Martyrium der Kirchengeschichte im 20. Jahrhundert
nicht umsonst war. Wo bleibt die westliche "Freude" über den schier
unglaublichen Vorgang der Erlösung des russischen Volkes vom atheistischen Joch ? Als ich 2005 in der ukrainischen Pocajew-Lawra
war, konnte ich den Aufbruchsgeist atmen und spüren. Welch' ein Gottesgeschenk an die Menschheit. Und die russische Regierung ist nicht gegen, sondern f ü r das Erwachen der Kirche ! Die paar Nationalisten
und Sondergrüppler gibt es in jedem Land. Und wo wäre die Sensibilität
für Kirchenunterdrückung höher als dort im "Nahen" Osten ? Also, mit
wenigen Worten: Im Osten geht die Sonne auf, im geistlichen natürlich !
Peter
Verfasst: 03.12.2006, 17:39
von protopeter
Lieber Peter !
Es steht - auch angesichts des hohen Blutzolls, den die Orthodoxe Kirche im 20. Jahrhundert leistete - außer Frage, daß alleine sie es ist, die fähig sein wird, das christliche Erbe Europas in Theorie und Praxis zu bewahren und weiterzuentwickeln. Wenn man von bestimmten Seiten der sogenannten "westlichen Industrienationen" die Wiedergeburt und Entwickung orthodoxen Lebens (vor allem gerade auch in den durch die Orthodoxie wesentlich geprägten Gesellschaften des Balkans) mit hochmütiger Geringschätzung als Resultat eines vorgeblichen "neuen Nationalismus" brandmarken will, so geschieht das natürlich auch, um die Rolle unserer Kirche zu marginalisieren.
Der von Ihnen genannte Aspekt der "orthodoxen Ökumene" ist in seiner Bedeutung nicht zu unterschätzen: Sowohl seitens unserer eigenen Auffassung als auch von nichtorthodoxen Betrachtern sollte die (im übrigen orthodox-ekklesiologischer Vorgaben keineswegs entsprechende) Unterteilung nach "nationalkirchlichen" Prinzipien generell unterbleiben. Die wesentliche Aufgabe unserer Kirche (unter jeglichen gesellschaftlichen Bedingungen !) ist es, für die Wahrheit der in Christus zur Vollendung gelangten Erlösung Zeugnis abzulegen - ohne wie auch immer geartete Beschränkungen. Nach der Aussage des zeitgenössischen Kirchenvaters Archimandrit Justin (Popovic) ist die Kirche der gottmenschliche Organismus, der gemäß einer eigenen, nicht durch menschlich-weltliche Ansprüche eingeschränkten Ordnung existiert. Dies möge uns als Grundlage des besonderen Sendungsauftrages, den die Orthodoxie in unserer Zeit hat, gelten; diesem Vorhaben gelte unsere ganze aus dem Glauben erwachsene Verantwortung.
In der Liebe Christi grüßt herzlich
Erzpr. Peter
Verfasst: 03.12.2006, 21:17
von peter
Lieber Erzpriester Peter !
Vorhin mußte es schnell gehen, weil wir zur Vorfeier der Einführung der Allreinen Gottesgebärerin in unseren Tempel enteilten, so daß ich auf die
Eingangsfragen von Walter nicht mehr zurückwenden konnte. Ihre Sätze
sind einleuchtend und eben mit großer Dankbarkeit empfangen worden. Die Frage des (letzten ?) "Ökumenischen Konzils", welches die neue Einheit des Christentums dogmatisch, kanonisch, geleitet vom Heiligen Geist, in Liebe zu begründen hätte, bewegt sich im Spannungsverhältnis der Himmlischen und irdischen Kirche. Eine "Weltorthodoxie" (statt Welteinheitskirche) hätte sich durch ihren "gottmenschlichen Organismus" (Popovic), zur "Welt" gekommen durch die Theophanie Jesu Christi, frei zu machen von jeder "menschlich-weltlichen", gesellschaftlich-historischen Beschränkung. Darum braucht sich auch der altehrwürdige Kirchenkalender nicht mehr nach Astronomen, Meridianen, Klimazonen des Globus zu richten. Bedenklich scheint mir allerdings das "kosmopolitische" Konzept des "Ökumenischen" Zweiten Rom, gerade
die nationalkirchliche Entwicklung zu unterstützen (Finnland, USA), um
letztlich die fragwürdige Oberhoheit zu erlangen. Das stimmt dann damit zusammen, parallel zur römisch-katholischen "Welt"-Autorität, nach einer
päpstlich-orthodoxen globalen Anerkennung zu trachten. Da lobe ich mir
dann doch Bischof Hilarion, der dem Konziliaritätsprinzip, der Sobornost,
gerade in Belgrad unter Anfechtungen gehuldigt hat. Und was den Blutzoll angeht, soll etwa eine "kosmopolitisch-demokratisch" eingerichtete "Neue
Weltordnung" der Orthodoxen Kirchen die Gebete der Hunderttausende Neomärtyer für eine Kirche ablösen, die auch fernerhin bis aufs Blut
Zeugnis ablegt "für die Wahrheit der in Christus zur Vollendung gelangten
Erlösung" ? Eine zukünftige "christliche" Kirche muß sich mit ihrem ganzen
für den Antichristen rüsten. Die Kirche nach dem UNO-Modell strukturieren zu wollen, ist eine "ökumenistische" Verführung, unter dem Druck der
liberalen Menschenrechtler, mit ihrem Götzen Freiheit. Zurück zu Walter:
Vielleicht wäre am Besten, jenes o.g. Konzil garnicht erst organisieren zu wollen, wie es die "pan-orthodoxen" Konferenzen letztlich vorhaben.
Lest mal die kleine Fiktion von Solowjow zum "Antichristen", die er kurz
vor seinem Tod, vor dem heiligen Pas'cha hinterlassen hat. Dort treffen die drei großen Flügel der Christenheit in Jerusalem zusammen ... um
den leibhaften Antichrist zu inaugurieren. Der Rest zieht in die Wüste,
dem Messias entgegen. Deshalb stellt sich mir die Frage, ob ein achtes
Ökumenisches Konzil das "letzte" sein müßte, in welchem Sinn auch immer. Jedenfalls müßte eine "Weltorthodoxie" zwischen Himmel und Erde schweben, wie unser Planet Erde, inmitten der Schöpfung.
unwürdigster Peter
Verfasst: 04.12.2006, 22:34
von protopeter
Lieber Peter !
Ich gebe Ihnen ohne jegliche Umschweife vollkommen recht im Blick auf die Notwendigkeit, das Konziliaritätsprinzip innerhalb der Orthodoxen Kirche aufrechtzuerhalten - es gibt nicht den geringsten Zweifel, daß eine jede "Ortskirche" den gottmenschlichen Organismus in seiner allumfassenden Fülle repräsentiert. Was Ihre Anmerkungen zum Ökumenischen Patriarchat betrifft, so sind in einigen Kreisen sicher Tendenzen hypertropher Zentralisierungsbestrebungen vorhanden, doch gab und gibt es die auch im Rahmen der Orthodoxie russischer Prägung; hier denke ich beispielweise an die nachträgliche Russifizierung der orthodoxen Missionen, die durch den Hl. Stefan von Perm (+ 1393) unter den Völkern des Uralgebietes ins Leben gerufen wurden und die schon während des 15. und 16. Jahrhunderts einsetzte.
In der Entwicklung "neuer" orthodoxer Ortskirchen scheint es sich tatsächlich allzu oft um eine Gratwanderung zwischen der "Inkulturation" der Kirche in die jeweilige Gesellschaft und der Gefahr der Überbetonung des jeweiligen nationalen Charakters derer, die eine eigenständige Orthodoxie erhalten, zu handeln. Ich würde allerdings den von Ihnen genannten Begriff einer "Weltorthodoxie" nicht unbedingt per se in Abrede stellen - es kommt hier auf die Akzentuierung an: Die Orthodoxie trägt in sich zweifellos weltumspanende Dimensionen (das läßt sich alleine aus ihrem Verbreitungsgrad ermessen); davon ausgehend ist sie eine "Weltkirche", die eben nicht - wie ihre Kritiker und Gegner gerne und oft fälschlich behaupten - dem Prinzip der Einheit von Nation und Glaube verpflichtet ist (eine logische Konsequenz wäre dann der schon 1872 orthodoxerseits als Irrlehre verurteilte Phyletismos).
Natürlich gab und gibt es innerhalb unserer Kirche (wie in allen Institutionen, in denen in mehr oder minder großem Ausmaß auch der vielbeschworene "menschliche Faktor" eine gewisse Rolle spielt) ebenso die Versuchung der Macht; dann ist man eben dazu gerufen, sich der gottmenschlich-synergischen Grundlagen der kirchlichen Existenz umso eindringlicher bewußt zu werden, um die elementare Zielsetzung - Verkünder und Verwirklicher von Gottes Reich zu sein - nicht aus den Augen zu verlieren. Ein zukünftiges orthodoxes Konzil muß die Aufgabe wahrnehmen, genau diese Wahrheiten ins Bewußtsein der Menschen zu rufen; hier kann es nicht darum zu tun sein, "kirchendiplomatischen" Überlegungen das Wort zu reden - dann ist die allumfassende martyria für die Rechtgläubigkeit eingefordert.
Mit besten Segenswünschen grüßt
Erzpr. Peter