Hallo sparc,
Deiner Begrüßungs"formel" entnehme ich, dass ich Dich auch hier im Süden des Landes ansiedeln darf...
Meines Wissens nach gibt es verschiedene Voraussetzungen, im Detail musst Du das aber mit Deinem geistlichen Vater und dann auch dem zukünftigen Kloster-Abt klären, nicht jeder ist für ein Klosterleben geschaffen:
- Deine Motivation muss definitiv eine klare geistliche sein, ein "Davonrennen" von der Welt und ihren Problemen gilt hier nicht, das ginge auch schief.
- Du musst im Glauben, in der Orthodoxie gut verwurzelt sein und bereit zum Gehorsam.
- Du musst (auch psychisch) gesund und belastbar sein, Klosterleben ist intensiv und anstrengend, Du "hockst" ständig sehr dicht auf Deinen Mitbrüdern, es gibt, wie überall, zwischenmenschliche Probleme, denen Du hier nicht ausweichen kannst! Es gibt keinen "Urlaub" oder so... aber Gott immer!! Also die Anforderungen auch immer! Und die ggf. körperliche Arbeit je nach Einsatz, das häufige und definitiv strenge Fasten (auch der Montag ist im Kloster ein Fastentag wie ansonsten Mittwoch und Freitag) und das lange Stehen (Krampfadern mögen das nicht!) in den Gottesdiensten (und die sind ja im Kloster noch länger als in den Kirchen "in der Welt") mitsamt den entsprechenden Verbeugungen immer wieder, der andere Schlafrhythmus (wenn Du grundsätzlich zu Langschläfern gehörst, hast Du schon eine erste Schwierigkeit mit dem dauerhaften Frühaufstehen zu überwinden) sind auch nicht zu unterschätzen!
- Du darfst keine finanziellen Schulden "in der Welt" haben und musst, was Familie angeht, "frei" sein, also nicht verheiratet oder für Kinder sorgend.
Am besten, Du probierst es einmal aus im Kloster Deiner Wahl, ein paar Wochen mitzuleben und erlebst somit praktisch, wie sich das anfühlt, ob Du meinst, dass das auf Dauer für Dich in Frage kommt...
In der "Welt" hast Du jedenfalls mehr "Nischen"-Möglichkeiten, Dich "mal auszuklinken" aus dem Alltag als im Kloster, da bist Du 100% da!
Liebe Grüße
Thuja